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Ein neues Leben? Hoffe und bete...

 
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Autor Nachricht
rosenkranz
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 08.12.2007
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 04.10.2008, 22:47    Titel: Ein neues Leben? Hoffe und bete... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Ihr Lieben!

Vor ein paar Monaten hatte ich hier um Tipps und Rat gebeten. Diese Ratschläge habe ich nicht angenommen und nun hänge ich mitten drin!

Kurz zusammengefasst: wir sind nicht verheiratet, ich habe ein Kind, habe irgendwie immer gemerkt, das was nicht stimmt. Wollte es vielleicht nicht wahrhaben. So nach dem Motto: "Das kann doch nicht sein" usw. Viele von Euch kennen das bestimmt... Jedenfalls ist das Kind nun richtig in den Brunnen gefallen. Wir wohnen nun zusammen und seit dem Umzug ist kein Tag vergangen, wo nicht getrunken wurde. Viele dämliche Suff-Gespräche, viele durchweinte Nächte usw. usw. Und dann eskalierte die Situation völlig. Er fiel auf, als er betrunken von unserer Freundin im parkenden Auto gefunden wurde. Dann überschlugen sich die Ereignisse. Wir haben endlich darüber gesprochen und er war bereit Hilfe anzunehmen. Ich habe mir dann auch erstmal einen Beratungstermin bei einer Institution gesucht (Namen dürfen, glaube ich, hier nicht genannt werden, oder?!). Gleichzeitig fiel er auch in der Firma auf. Dort wurde ihm angeraten, einen Entzug zu machen, ansonsten... Das sah er auch ein. Nicht nur für die Firma, wohl auch für sich und auch für uns. Dann konnte er sich eine Woche am Riemen reißen und dann ging nochmal richtig die Post ab. Der Termin für die Klinikaufnahme stand übrigens inzwischen schon. Jedenfalls hat er nochmal alles gegeben. Im wahrsten Sinne des Wortes. Er ist abgehauen, durch halb Deutschland gefahren und zum guten Schluss war er seinen Führerschein los. Ich konnte den Autoschlüssel dann auf der Polizeiwache in einem 350 km weit entfernten Ort abholen. Ihn ja eigentlich auch. Aber ich habe ihn stehen lassen...
Trotz allem ist er zurückgekehrt und ist seit Montag in der Klinik. Ich stehe voll hinter ihm, denn diese eine Chance und diese professionelle Hilfe hat er m. E. verdient. Ich bin natürlich mit den Nerven am Ende und suche mir nun auch Hilfe. Diese Zeit war ein Höllenritt und ich weiß: es geht natürlich noch schlimmer.
Das ist jetzt nur ein kurzer, vielleicht auch oberflächlicher Auszug der Ereignisse. Diese sind mit Worten nicht zu beschreiben... Leider ist man ja schon viel zu aufgeklärt, um die jetztige Situation zu glauben und vor allen Dingen auch seinen Worten zu glauben. Denn man hat ja schon Pferde k... sehen. Doch ohne Vertrauen kann man es doch vergessen, oder?! Er ist sehr positiv der ganzen Sache gegenüber eingestellt. Findet sich in der Klinik gut ein, macht auch bei allen Dingen mit, ist interessiert usw. usw.
Wie sind Eure Erfahrungen? Klar, kann man das nicht pauschalisieren. Aber ich bin wirklich sehr hin- und hergerissen. Und vor allen Dingen interessiert mich, wo Ihr Hilfe bekommt! Gibt es gute Vereine, Lebenshilfen etc.? Klar, ist das kein Allheilmittel. Ich denke, ich muss so einiges verarbeiten und für die Zukunft stark gemacht werden (Zukunft mit ihm oder auch ohne ihn, wenn es nicht klappt)... An wen kann man sich wenden?

Für Tipps und Anregungen oder einen Erfahrungsaustausch wäre ich sehr dankbar!

Liebe Grüße
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rosenkranz hat zum Thema: Ein neues Leben? Hoffe und bete... geschrieben
Nicole
Gast






BeitragVerfasst am: 04.10.2008, 23:02    Titel: Re: Ein neues Leben? Hoffe und bete... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Rosenkranz,

Zitat:
Vor ein paar Monaten hatte ich hier um Tipps und Rat gebeten. Diese Ratschläge habe ich nicht angenommen und nun hänge ich mitten drin!


Und das soll diesmal anders sein? Konntest du denn trotzdem etwas für dich vom letzten mal mit nehmen?

LG
Elocin
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Nicole hat zum Thema: Re: Ein neues Leben? Hoffe und bete... geschrieben
Susanne
Gast






BeitragVerfasst am: 04.10.2008, 23:09    Titel: Re: Ein neues Leben? Hoffe und bete... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Rosenkranz,


Zitat:
Ich stehe voll hinter ihm, denn diese eine Chance und diese professionelle Hilfe hat er m. E. verdient. Ich bin natürlich mit den Nerven am Ende und suche mir nun auch Hilfe


Und was hast Du verdient? Wie soll denn die Hilfe für Dich aussehen?

Zitat:

Für Tipps und Anregungen oder einen Erfahrungsaustausch wäre ich sehr dankbar!

Ein Tipp wäre schon mal, daß Du nicht weiterhin auf IHN schaust, sondern etwas für Dich erkennst, nämlich, daß es bei der Co-Abhängigkeit darum geht, sich einzugestehen, selbst erkrankt zu sein.

Ich wünsche Dir, daß Du diesesmal etwas für DICH erkennen kannst aus den vielen Erfahrungen, die hier weitergegeben werden.

Lieben Gruß
S.Käferchen
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Susanne hat zum Thema: Re: Ein neues Leben? Hoffe und bete... geschrieben
Lillith67
Gast






BeitragVerfasst am: 05.10.2008, 01:53    Titel: Re: Ein neues Leben? Hoffe und bete... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Rosenkranz,

so hart das auch klingen mag, ich kann mich unseren 2 Mods nur anschliessen.

Dein Thread nennnst Du "Ein neues Leben? Hoffen und beten..." Ich bete auch, für Dich, das Du erkennst das DU Hilfe brauchst.
Er ist im KH, gut aufgehoben, Zeit für Dich, zu refletieren und zu überlegen wie es weiter gehen soll. Wieviele Runden willst Du drehen? Dein letztes Posting war im Dezember... Hier geht es nicht um ihn, er ist ganz alleine für sich Verantwortlich, hier geht es um Dich, denn Du bist für Dich und Dein Kind verantwortlich!

Auch ich wünsche Dir, das Du diesmal etwas für DICH ganz alleine was raus ziehen kannst.

LG
Lillith67
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Lillith67 hat zum Thema: Re: Ein neues Leben? Hoffe und bete... geschrieben
Gotti
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 3354
Alter: 51
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 05.10.2008, 08:18    Titel: Re: Ein neues Leben? Hoffe und bete... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Guten Morgen Rosenkranz!
Als ich deinen Post las, dachte ich. Wo stehst du eigentlich in deiner Beziehung? Hinter deinem Mann nicht, nein, neben ihm.
Denn er muss seinen eigenen Weg gehen, der ihn vielleicht auch einen Umweg bereitet.
mein Weg geht manchmal auch mit ihm, aber auch oft anders lang.
Ich habe gute Hilfen bekommen in der SHG, bei einer Angehörigen, beim Beten, im forum !!!! und bei der Therapie. Dort bin ich immer noch, werde auch noch weiter dran arbeiten müssen, denn es sind noch etliche Leichen im keller. So ein Leben bringt viel mit sich.
Ich wünsche dir schnell ganz viel Hilfe für dich! Such sie, nimm sie an, gehe deinen weg!
Alles gute für dich und einen schönen sonnigen Erntedanksonntag, gotti.
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Gotti hat zum Thema: Re: Ein neues Leben? Hoffe und bete... geschrieben
rosenkranz
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 08.12.2007
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 05.10.2008, 23:03    Titel: Re: Ein neues Leben? Hoffe und bete... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Vielen Dank für Eure Meinungen!
Mir ist klar, dass ich Hilfe brauche und an mich und vor allen Dingen an mein Kind denken muss...

Vielleicht bin ich noch nicht so in der "Materie" drin, aber liest sich alles irgendwie so, als ob ich ihn am besten verlassen sollte. Dachte immer, Unterstützung der Familie, der Freunde usw. ist sehr wichtig für die Alkis. Mit Unterstützung meine ich Begleitung. Der Betroffene muss es schon selber erkennen und wollen. Ich kann ja nicht in ihn hineinkriechen und seine Psyche oder was auch immer lenken und leiten.. Schön wärs, wenn das ginge...Natürlich dürfen diese "Helfer" dabei nicht selber auf der Strecke bleiben, selber krank werden...

Ich für mich habe mir mein persönliches Ziel schon gesetzt, brauche dafür aber Unterstützung und professionelle Hilfe... Wohin soll ich gehen? Psychiater, Selbsthilfegruppe oder oder oder?!?!

Sorry, wenn ich mich vielleicht dumm anstelle, aber für mich ist das alles Neuland...Wäre dankbar, wenn Ihr das nochmal konkretisieren könntet!
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rosenkranz hat zum Thema: Re: Ein neues Leben? Hoffe und bete... geschrieben
kaltblut
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 20.06.2006
Beiträge: 4741
Alter: 53
Wohnort: beiM

BeitragVerfasst am: 06.10.2008, 09:49    Titel: Re: Ein neues Leben? Hoffe und bete... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Rosenkranz,

schön Dich wieder zu lesen. Neuland ist ja nicht, du hast doch schon einiges erlesen in den vergangenen Monaten. Du findest hier im Eingemachten einen gewaltigen Apparat an Information und für die Umsetzung heißt es sich viel Zeit zu nehmen. Eine reale SHG findest Du siche rin Deiner Nähe, die sind überall und da findest Du ergänzende Unterstützung. Einige von uns hier, haben noch nie eine reale Gruppe gesehen, weil der Stoff hier für sehr lange ausreicht. Wie schwer die Umsetzung ist, hast Du erlebt. Vielleicht wanderst Du einfach einmal zur nächsten Suchthilfestelle, dort kann man Dir auch weiterhelfen, oder Du liest, es lohnt sich.

LG Kaltblut
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kaltblut hat zum Thema: Re: Ein neues Leben? Hoffe und bete... geschrieben
Lillith67
Gast






BeitragVerfasst am: 06.10.2008, 10:41    Titel: Re: Ein neues Leben? Hoffe und bete... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Rosenkranz,

wie Kaltblust schon erwähnt, ist die Suchthilfestelle in Deiner Umgebung ein guter Anlauf. Dort findest Du auch Beratungstellen für Anghörige.
Was für Dich gut ist, können wir Dir nicht sagen. Das muß jeder für sich selber heraus finden.
Auch kann ich Kaltblut nur beipflichtem, indem er schreibt, sich Zeit zu nehmen für die ganze Umsetzung, von heut auf morgen geht das nicht. Das ist ein langer Prozess, aber es lohnt sich!

LG
Lillith67
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Lillith67 hat zum Thema: Re: Ein neues Leben? Hoffe und bete... geschrieben

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