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Mein Freund beendet Beziehung nach Entgiftung. HILFE!!!

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Muschelchen
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Anmeldungsdatum: 28.09.2008
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BeitragVerfasst am: 28.09.2008, 16:09    Titel: Mein Freund beendet Beziehung nach Entgiftung. HILFE!!! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Mein Name ist Muschelchen. Ich bin 36 Jahre alt, geschieden, habe zwei Kinder. Mein Freund ist 44 Jahre alt, geschieden, ebenfalls zwei Kinder. Er ist Alkoholiker.

Wir kennen uns seit fast 20 Jahren, sind seit 5 ½ Jahren (April 2003) zusammen. Für beide Seiten absolut die große Liebe. Anfangs heimlich (beide verheiratet, Kinder), mittlerweile eine offizielle (Fern-)Beziehung über 300 km, beide inzwischen geschieden.

Alkohol war für mich selbst nie ein Thema. Ich habe zwar auf Parties gern mal etwas getrunken, wusste aber damit umzugehen. Ich habe nie vermutet, dass mein Partner ein ernsthaftes Alkoholproblem hat. Wir haben gern abends zusammen ein Glas Wein oder sowas getrunken. Tagsüber wurde nie etwas getrunken. Da wir uns aber nur an den Wochenenden gesehen haben, wusste ich nicht, dass er an den Abenden, an denen er allein war, auch getrunken hat.

Es gab auch eine Zeit, in der wir getrennt waren. Er hatte mich vorher so oft vor den Kopf gestoßen. Seine Frau spielte immer wieder eine Rolle in seinem Leben, er hatte Angst, durch eine Trennung seine Kinder zu verlieren. Ich war so verletzt und hatte die Hoffnung aufgegeben, jemals mit ihm glücklich zu sein. Traurig

Das war von Oktober 2006 bis Februar 2007. In dieser Zeit hat er sich dann doch von seiner Frau getrennt, einen kalten Entzug durchgemacht und eine Therapie angefangen. Er war ein ganz anderer Mensch geworden, hatte sich sehr zum Positiven verändert. Eigentlich hatte ich ja auch nie aufgehört, ihn zu lieben. Und wie gesagt: ich habe bis dahin nicht im geringsten geglaubt, dass er überhaupt ein Problem mit dem Alkohol hat. Er hat mich zurück erobert, mit aller Kraft um mich und unsere Liebe gekämpft. Mich hat das alles damals sehr beeindruckt. Ich war so glücklich. Die Therapie hat er dann aufgegeben in dem Glauben, alles wäre überstanden.

Auf einer gemeinsamen Feier trank er dann ein Glas Wein. Ich muss zugeben, dass ich mich bis dahin zu wenig mit dem Thema Alkoholsucht beschäftigt habe. Er versicherte mir, dass er alles unter Kontrolle habe und ein gelegentliches Glas Wein nicht schaden würde. Ich habe die fatalen Folgen nicht erkannt und ihm blind vertraut.

Ab diesem Zeitpunkt wurde wieder immer häufiger Alkohol getrunken. Es war zuletzt schon fast ein Ritual, abends gemeinsam eine Flasche Sekt zu köpfen, wenn wir zusammen waren. Durch die Entfernung unserer Wohnorte habe ich auch jetzt immer nur die Wochenenden bzw. Urlaube mit ihm verbracht. Ich habe nicht geglaubt, dass er auch trinkt, wenn er allein zu Hause ist. Ich habe mich getäuscht. Sicherlich habe ich geahnt, dass es schlimmer ist, als es scheint, aber ich habe diese Gedanken erfolgreich verdrängt. Verlegen

Anfang 2008 ist seine Ex-Frau mit den Kindern aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen und das Haus wurde verkauft. Er hat seine Kinder alle 14 Tage übers Wochenende und einmal in der Woche für einen Tag und eine Nacht bei sich. Er hängt außerordentlich stark an seinen Kindern und leidet sehr unter dieser Situation.

Seit der räumlichen Trennung von seinen Kindern zieht er sich immer öfter zurück bzw. nimmt sich regelrecht „Auszeiten“ von unserer Beziehung. Wobei er mir immer wieder gesagt hat, dass er mich liebt und mir versichert hat, dass diese „Anfälle“ nichts mit mir zu tun haben. Für mich schwer zu glauben, weil ich mich wieder – so wie damals – vor den Kopf gestoßen fühlte. Ich wollte doch nur glücklich sein mit ihm. Kein Verdacht, dass der Alkohol hier eine große Rolle spielt. Sehr böse

Anfang September 2008 hat er dann ein gemeinsames Wochenende abgesagt. Er hat mir dann auch erzählt, warum: Er wollte versuchen, vom Alkohol loszukommen. Er ist jemand, der immer alle Probleme gern mit sich allein ausmacht. So auch diesmal. Kalter Entzug. Ich habe das akzeptiert und ihm Mut gemacht. Ich habe ihm gesagt, dass ich stolz auf ihn bin, dass er das Problem erkannt hat und etwas dagegen unternehmen möchte. Ich habe ihm gesagt, dass ich an ihn glaube und ihn unterstützen möchte, wenn ich kann. Ich habe ihn aber ansonsten auch in Ruhe gelassen, weil ich wusste, dass er allein sein wollte.

Dieses Wochenende hatten wir dann eigentlich wieder geplant, zusammen zu verbringen. Jeden Tag wieder hat er mich aufs neue vertröstet. Hat sich nicht wirklich gemeldet. Ich war sehr verunsichert, habe das Ganze dann wieder auf mich bezogen und ihm geschrieben, dass ich total enttäuscht über sein Verhalten bin. Inzwischen weiß ich, dass das eine sehr egoistische Reaktion meinerseits war, die ich besser gelassen hätte. Aber ich habe schließlich auch Gefühle.

Dann gestern seine eMail, in der er schreibt, dass seine Gedanken nach der Entgiftung plötzlich ganz andere sind. Dass es für ihn so ist, als müsse er ein neues Leben anfangen. Dass unsere Beziehung vielleicht der Preis dafür ist. Dass er nicht mehr so fühlt und empfindet wie „vorher“. Dass er nichts dagegen tun kann, auch wenn die Zeit und alles mit mir Erlebte noch so groß war! Für mich bricht eine Welt zusammen!!! Weinen

Seitdem habe ich viel Zeit auf diesen Seiten verbracht. Ich habe immer wieder gelesen, dass man sein Leben und seine Gewohnheiten wirklich von Grund auf ändern muss, wenn man den Weg in ein trockenes Leben finden will. Aber muss denn zwangsläufig eine große Liebe daran scheitern???

Ich möchte ihm doch helfen. Ich bin mir absolut im Klaren darüber, dass auch ich mein Leben ändern muss. Dazu bin ich auch bereit. Ich brauche keinen Alkohol. Ich liebe diesen Menschen so sehr, dass ich wahrscheinlich alles für ihn tun würde, was für mich möglich ist. Auf Alkohol zu verzichten, wäre für mich wirklich kein Problem. Soweit ich weiß, hat er in diesen Tagen wieder einen ersten Therapietermin bei seiner Psychologin.

Jetzt möchte ich von EUCH wissen: Kann es sein, dass er im Moment einfach nur mit allem überfordert ist und er nur Zeit braucht, um zu merken, dass ich ihm doch fehle und er mit mir zusammen sein möchte? Dass er das alles nur geschrieben hat, um erstmal seine Ruhe zu haben? Oder muss ich wirklich mit dem Gedanken leben, dass unsere Liebe am Ende ist und für mich kein Platz in seinem neuen Leben ist??

Wir haben das doch so ähnlich schon einmal durch. Damals hat er mir gesagt, dass er "aufgewacht" ist und erkannt hat, wie wichtig ich für ihn bin und dass er niemals mehr ohne mich sein möchte. Kann das nicht diesmal genauso sein???

Ich habe große Angst und bin sehr traurig. Für mich ist er nach wie vor mein absoluter Traummann. Ich liebe ihn über Alles auf dieser Welt. Ich möchte ihn nicht verlieren. Und ich möchte jetzt nichts falsch machen.

WAS SOLL ICH TUN???????
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Muschelchen hat zum Thema: Mein Freund beendet Beziehung nach Entgiftung. HILFE!!! geschrieben
skybird
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 07.01.2008
Beiträge: 4106

BeitragVerfasst am: 28.09.2008, 16:27    Titel: Re: Mein Freund beendet Beziehung nach Entgiftung. HILFE!!! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hi Muschelchen

Herzlich willkommen hier im Forum. Ich kann Deinen Kummer und Deine Verzweiflung aus Deinen Zeilen herauslesen.

Zitat:
Oder muss ich wirklich mit dem Gedanken leben, dass unsere Liebe am Ende ist und für mich kein Platz in seinem neuen Leben ist??


Es tut mir leid, ja, das ist eine mögliche Folge. Du schreibst, dass Ihr schon einmal getrennt wart. Und er sei dann aufgewacht. Dies ist auch dieses Mal möglich, jedoch wird er Zeit brauchen und Du wirst Zeit brauchen. Da ist es gut, wenn Ihr Euren räumlichen Abstand nutzt, um jeder für sich sich selbst etwas gutes zu tun. Er scheint ja wohl nun eine Therapie zu beginnen. Und was tust Du für Dich?

LG Skybird
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skybird hat zum Thema: Re: Mein Freund beendet Beziehung nach Entgiftung. HILFE!!! geschrieben
Muschelchen
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 28.09.2008
Beiträge: 10
Alter: 40

BeitragVerfasst am: 28.09.2008, 16:44    Titel: Re: Mein Freund beendet Beziehung nach Entgiftung. HILFE!!! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Danke skybird!

Verzweiflung, ja du hast Recht. Ich bin total verzweifelt. Ich weiß nicht, was richtig und was falsch ist.

Momentan bin ich wohl auch mit der Situation überfordert. Eigentlich komme ich mir vor wie ein Tiger in seinem Käfig. Ich laufe von einer Wand zur anderen. Ich bin sehr ein sehr ungeduldiger und direkter Mensch, so dass es mir schwerfällt, nichts in SEINE Richtung zu unternehmen. Ich würde ihn so gern anrufen. Oder ihn besuchen. Aber ich weiß, dass es der falsche Weg wäre. Dabei fehlt er mir doch so sehr. Ich kann so schlecht warten!

Was ich für mich tue? Ich versuche einerseits, mich abzulenken, etwas zu unternehmen mit den Kindern, mit Freunden. Andererseits lese ich mich hier quer durchs Forum auf der Suche nach einer Lösung. Ich bin damit beschäftigt, zu versuchen, nicht so viel zu weinen. Weinen Schließlich muss ich ja auch spätestens morgen früh wieder auf die Straße. Ich finde keine Ruhe.

Was ich in meinem ersten Beitrag vergessen hatte zu erwähnen: ER ist selbstständig und ich arbeite nebenberuflich von zu Hause aus für seine Firma mit. Er hat mich also richtig offiziell als Minijob angestellt, ich bin seine einzige Angestellte. Nachdem er mir mitgeteilt hat, dass er "nicht mehr so wie vorher empfindet", hat er mir aber auch gesagt, dass er trotzdem gern weiterhin mit mir arbeiten möchte. Ein gutes Zeichen?

LG Muschelchen
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Muschelchen hat zum Thema: Re: Mein Freund beendet Beziehung nach Entgiftung. HILFE!!! geschrieben
Susanne
Gast






BeitragVerfasst am: 28.09.2008, 17:31    Titel: Re: Mein Freund beendet Beziehung nach Entgiftung. HILFE!!! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Muschelchen,

auch ich heiße Dich hier herzlich Willkommen.


Als ich Dich las, dachte ich mir, ich lese da meine Geschichte. Mit den Augen rollen

Deine Verzweiflung kann ich nur zu gut nachempfinden. Deine Fragen sind für mich nur allzu gut nachzuvollziehen. Auch ich stellte mir noch Anfang des Jahres diese Fragen.

Erstmal möchte ich Dir sagen, daß die Zeit, die ein Alkoholiker während einer Therapie/Entwöhnung für sich braucht, extrem wichtig ist. Es ist eine Zeit, in der er lernen muß, sich selbst wieder wahrzunehmen, und zwar in voller Nüchternheit. Er muß erkennen, welche Mechanismen ihn in seinem Leben dazu bringen, immer und immer wieder zur Flasche zu greifen. Dazu kannst auch Du leider gehören, denn wir als Partner fügen uns in das Leben eines Alkoholikers nur allzu oft so ein, daß wir seine Verhaltensmuster unterstützen.

So weh es Dir auch tun mag, wäre es wirklich das Beste, DU würdest ihm diese Zeit geben..und Dir auch, für Dich zu erkennen, welche Verhaltensmuster bei Dir eventuell geändert werden müßten. Dazu gebe ich Dir nur mal ein Beispiel:

Zitat:
Ich war sehr verunsichert, habe das Ganze dann wieder auf mich bezogen und ihm geschrieben, dass ich total enttäuscht über sein Verhalten bin. Inzwischen weiß ich, dass das eine sehr egoistische Reaktion meinerseits war, die ich besser gelassen hätte. Aber ich habe schließlich auch Gefühle.


Warum hättest Du etwas lassen sollen, was Deine Gefühle sind? Dies ist ein Anzeichen dafür, daß Du Deine Bedürfnisse zurückstellst für Ihn, und das ist schon ein starkes Zeichen für eine Co-Abhängigkeit Deinerseits. Siehst Du Dich als Co?

Liebe Grüße
S.Käferchen
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Susanne hat zum Thema: Re: Mein Freund beendet Beziehung nach Entgiftung. HILFE!!! geschrieben
caro1969
sehr aktiver Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 01.09.2007
Beiträge: 5934

BeitragVerfasst am: 28.09.2008, 17:33    Titel: Re: Mein Freund beendet Beziehung nach Entgiftung. HILFE!!! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo und herzlich willkommen muschelchen!

sorry,ich weiss NOCH bist du nicht soweit...jedoch hat mich dein letzter satz einfach nur lächeln lassen...

dein freund weiss zur zeit sehr wohl was er an DIR hat!

und zwar hat er durch dich eine hilfe die SEINE arbeit tätigt und das auch noch unendgeldlich!!!!

er will ein neues leben?

dann soll er es bitte(soschwer es DIR auch fällt)mit allen konsequenzen beginnen...

und zwar OHNE dich und auch OHNE deine arbeitskraft!

das ist kein gutes zeichen das ist...aufrechterhalten der existenz deines sogenannten freundes...(meine meinung)

was verlierst du...auch konsequenzen aus der ansage deines freundes aufzustellen?

NICHTS...

ich wünsche dir das du durch den austausch hier...die erkenntnis bekommst..

das wenn DU ihn nun "loslässt"...

DU den wirklichen und ungeschminkten menschen kennenlernst...denmenschen der sich nicht wirklich gegen den alk ewntscheiden konnte...

frag dich was du willst..

mitleid(wo er doch alle wege weiss,die er gehen könnte...gegen den alk)oder aber..

ein leben für DICH und DEINE kinder..

ich wünsch DIR das du dich frei machen kannst..und willst..

liebe grüsse caro...wir begleiten dich gern..du bist nicht allein
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caro1969 hat zum Thema: Re: Mein Freund beendet Beziehung nach Entgiftung. HILFE!!! geschrieben
Muschelchen
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 28.09.2008
Beiträge: 10
Alter: 40

BeitragVerfasst am: 28.09.2008, 17:53    Titel: Re: Mein Freund beendet Beziehung nach Entgiftung. HILFE!!! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo S.Käferchen!!

Vielen Dank für deine Nachricht!!

S.Käferchen hat Folgendes geschrieben:
Warum hättest Du etwas lassen sollen, was Deine Gefühle sind? Dies ist ein Anzeichen dafür, daß Du Deine Bedürfnisse zurückstellst für Ihn, und das ist schon ein starkes Zeichen für eine Co-Abhängigkeit Deinerseits. Siehst Du Dich als Co?


Das Gefühl, dass diese Reaktion meinerseits überzogen war, habe ich, seitdem ich auf diesen Seiten gelesen habe. Und du schreibst ja auch selber, dass er jetzt Zeit braucht. Ich denke, ich hätte mich schon viel früher "schlau lesen" müssen und hätte in letzter Zeit auf viele Dinge vielleicht schon ganz anders reagieren können.

Als Co sehe ich mich aber eigentlich nicht. Ich hatte immer meine eigene Meinung, mein eigenes Denken und Tun. Und aufgrund der Distanz war auch immer Abstand zwischen uns. Wie gesagt, mir ist noch nicht so lange bewusst, dass er wirklich Alkoholiker ist. Vorher war er für mich ein Genusstrinker. Abends mal gemütlich ein Glas Sekt oder Wein, mehr nicht.

Ich erkenne seine Krankheit an und erkenne durchaus den Ernst der Lage. Ich möchte Rücksicht darauf nehmen aber mich natürlich nicht selbst aufgeben. Ich möchte ihm dieses Verständnis für seine Situation irgendwie vermitteln, ohne aufdringlich zu wirken bzw. ohne, dass er sich irgendwie unter Druck gesetzt fühlt. Ist doch alles noch so frisch. Geschockt
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Muschelchen hat zum Thema: Re: Mein Freund beendet Beziehung nach Entgiftung. HILFE!!! geschrieben
Muschelchen
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 28.09.2008
Beiträge: 10
Alter: 40

BeitragVerfasst am: 28.09.2008, 18:06    Titel: Re: Mein Freund beendet Beziehung nach Entgiftung. HILFE!!! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Dankeschön Caro!!

Im Moment will ich mich nicht freimachen von ihm, genau! Ich liebe diesen Menschen und ich möchte für ihn da sein. Er ist nunmal krank. Und er ist meiner Meinung nach auf dem besten Weg, aus der Sucht zu finden. Ich möchte ihn dabei unterstützen und ihm nicht von vornherein den Rücken zuwenden. So weh er mir auch getan hat.

Mit dem Job habe ich mich vielleicht nicht klar ausgedrückt. Er hat mich per Arbeitsvertrag angestellt. Das bedeutet, dass er mir jeden Monat ein Gehalt zahlt. Diese Arbeit für ihn ist also keineswegs unentgeltlich!! Und wenn ich ehrlich bin: Das Geld, was ich ihn monatlich koste, spiele ich nicht wirklich ein. Er zahlt also drauf.

Ich für mich interpretiere das eigentlich so:
Er braucht momentan den Abstand und die Zeit für sich und verschafft sich durch die "Trennung" einen Freiraum, eine Zeit ohne Verpflichtungen mir gegenüber. Ich erwarte keinen Guten-Morgen-Anruf, keine SMSe über den Tag und auch keinen Gute-Nacht-Anruf. Ich erwarte auch nicht seinen Besuch. Dennoch kann er den Kontakt als Chef zu seiner Angestellten halten.

Vielleicht rede ich mir das alles auch nur schön, keine Ahnung. Bis ich loslassen könnte, das würde noch eine ganz ganz lange Zeit dauern...

Liebe Grüße
Muschelchen
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Muschelchen hat zum Thema: Re: Mein Freund beendet Beziehung nach Entgiftung. HILFE!!! geschrieben
Susanne
Gast






BeitragVerfasst am: 28.09.2008, 18:23    Titel: Re: Mein Freund beendet Beziehung nach Entgiftung. HILFE!!! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Muschelchen,

nicht böse sein, aber genau das ist ein ganz deutliches Zeichen dafür, daß Du schon mitten in der Co-Spirale bist:

Zitat:
Im Moment will ich mich nicht freimachen von ihm, genau! Ich liebe diesen Menschen und ich möchte für ihn da sein. Er ist nunmal krank. Und er ist meiner Meinung nach auf dem besten Weg, aus der Sucht zu finden. Ich möchte ihn dabei unterstützen und ihm nicht von vornherein den Rücken zuwenden. So weh er mir auch getan hat.


Ich schrieb es Dir ja schon, dies erinnert mich an meine Geschichte.
Auch er wollte nach dem Entzug plötzlich nichts mehr von mir wissen...als Partnerin. Aber als Helferin, wenn er Unterstützung auf der Arbeit brauchte, war ein Hintertürchen, mich weiterhin für seine *Spielchen* zu nutzen.

Das Gefühl von Dir, daß Du ihn unterstützen möchtest, ist menschlich nur allzu gut nachvollziehbar, aber ist bei der Krankheit *Alkoholismus* fehl am Platz. Nur er kann sich dabei unterstützen, nur er kann sich da rausholen.
Bedenke dabei, daß er Dir folgendes schrieb:

Zitat:
Dann gestern seine eMail, in der er schreibt, dass seine Gedanken nach der Entgiftung plötzlich ganz andere sind. Dass es für ihn so ist, als müsse er ein neues Leben anfangen. Dass unsere Beziehung vielleicht der Preis dafür ist. Dass er nicht mehr so fühlt und empfindet wie „vorher“. Dass er nichts dagegen tun kann, auch wenn die Zeit und alles mit mir Erlebte noch so groß war! Für mich bricht eine Welt zusammen


Er will scheinbar den Abstand, den er auch dringend braucht! Aber sorry, daß er Dich aber als Angestellte *behalten* will, ist für mich ein typisches Spiel, Deine Co-Knöpfe zu drücken.
Überlege mal ganz logisch. Als Partnerin fühlt er jetzt, daß er Dich jetzt nicht mehr will, aber als Angestellte darfst Du ihm erhalten bleiben? Wach bitte auf!

Ich weiß, dies ist vielleicht etwas, was Du nicht hören willst, aber glaube mir, Du gibst Deine Selbstachtung auf!
Auch ich glaubte, es sei sicher wertvoll, lohnenswert, nicht aufzugeben, da ich ihn nicht gehen lassen wollte. Ich liebte ihn ja auch so, wollte ihn *gesund lieben*, was totaler Blödsinn ist.
Muschelchen, bitte wache auf, bevor Du am Ende genauso auf die Nase fällst, wie viele andere hier.Unter anderem ich....

Lies hier ganz viel, erkenne anhand der vielen Berichte hier, daß dies ein Spielchen ist, daß er Dich als gut funktionierendes *Frauchen* in seiner, für sich gerad beliebenden Funktion benutzt.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, daß Du erkennen kannst, daß Du schon mitten drin bist, eine ähnlich schlimme Krankheit zu haben, wie er, aus der Du Dich lösen mußt.

Liebe Grüße
S.Käferchen
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Susanne hat zum Thema: Re: Mein Freund beendet Beziehung nach Entgiftung. HILFE!!! geschrieben

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