| Die Folgen für das eigene Leben... • Angst vor dem ersten Schritt ... |
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Monschischi neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.06.2007 Beiträge: 4
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Verfasst am: 22.09.2008, 20:03 Titel: Was mach ich nur? |
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Hallo,
ich bin 28 Jahre alt. Seit ich denken kann, sind meine Eltern alkoholabhängig.
Zeitweise ist es besser und dann wieder schlechter. Sie achten sehr darauf, dass nichts nach außen dringt. Zuhause streiten sie und meine Mutter wird sehr aggressiv meinem Vater gegenüber.
Meinem Vater sieht man die Trinkerei nicht an, wohingegen meine Mutter schnell in Selbstmitleid zerfließt und allem und jedem die Schuld gibt. Was meinen Vater betrifft kann ich es noch nicht mal beurteilen, da ich ihn "nur" bei seinem Bier sehe und ihn nicht wirklich als betrunken wahrnehme. Da ich nun auch nicht mehr zu Hause wohne, seit fast 8 Jahren, kann ich über das wirkliche Trinkverhalten nichts sagen. Ich bekomme es nur am Telefon mit bzw. wenn ich zu Besuch bin (sprich ca. 1mal die Woche) und von den Erzählungen meines Bruders, der noch zu Hause wohnt.
Meine Mutter macht sich total kaputt. Ich habe alles versucht, ich habe viel mit ihr unternommen, weil ich dachte sie sei alleine; habe sie in einen Kurs für Seidenmalerei gebracht; habe sie zu einem Therapeuten geschickt usw.
Zu dem Therapeuten geht sie noch immer, wenn auch unregelmäßig und die Wahrheit erzählt sie dort nicht, das habe ich von der Psychologin persönlich erfahren. Sie erzählt eine abgeschwächtere Version.
Wenn ich mit ihr darüber streite, fängt sie sofort mit einer Mitleidsmasche an: Das ich nicht wüsste, was sie alles durchgemacht hätte, dass sie schlimme Schmerzen (Rheuma) habe, die Beziehung mit meinem Vater nicht toll wäre, und ich wäre ja auch so hart zu ihr usw. usw. Ständig findet sie neue Ausreden. Wenn das eine geregelt ist, ist es eben das andere - das nervt. Und je mehr Vorschläge ich mache, je mehr ich mich anstrenge, desto mehr blocken sie ab.
Ich habe jetzt den Kontakt abgebrochen mit der Bitte/Bedingung, dass ich sie nur wieder besuchen werde, wenn sie in eine Klinik geht. Ich weiß nicht, ob das der richtige Weg ist, denn schließlich soll der Abhängige es ja selbst erkennen und etwas ändern wollen, aber ich fühle mich selbst so schlecht wenn ich sie trinken sehe. Vor allem werde ich so aggressiv, dass ich ihr am liebsten den ganzen Alk über den Kopf schütten würde. Ich kann sie noch nicht mal mehr umarmen, so widerlich ist sie mir inzwischen. Überall an ihr kann ich es riechen, das macht mich wahnsinnig und gleichzeitig schäme ich mich für die Gefühle die ich ihr gegenüber habe. Sie ist doch meine Mutter.
Was meint ihr?
LG
Michi |
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| Monschischi hat zum Thema: Was mach ich nur? geschrieben
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SCMD neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.08.2008 Beiträge: 33 Alter: 28
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Verfasst am: 22.09.2008, 21:40 Titel: Re: Was mach ich nur? |
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Hi Michi,
bei mir ist es genau umgekehrt. Mein Vater ist derjenige, den ich nicht mehr umarmen kann, weil er mich regelrecht "anwidert". Ich hab mich auch schon mit ihm angelegt, aber das bringt gar nichts. Ich habe mich zwar noch nicht von ihm "befreien" können, aber ich finde deine Entscheidung sehr mutig und auch irgendwie richtig, obwohl du recht hast,. Sie muss es selber wollen. Aber vielleicht denkt sie nun über ihre Situation nach.
Ich hoffe, diese Seite hilft dir. Mir hilft sie sehr.
Lg
Steffi |
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| SCMD hat zum Thema: Re: Was mach ich nur? geschrieben
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caro1969 sehr aktiver Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 01.09.2007 Beiträge: 5934
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Verfasst am: 22.09.2008, 21:50 Titel: Re: Was mach ich nur? |
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hallo michi!
herzlich willkommen bei uns kindern!schön das du dich hier mit uns austauschen möchtest..
hast du denn schon mal ein bisschen hier gelesen?du wirst schnell merken das es nicht nur bei dir so zuhause aussieht!leider...du wirst merken das du nicht allein bist..das is schon nen kleiner trost,wie ich finde.
das du sozusagen eine bedingung ausgesprochen hast und nun keinen kontakt mehr zu deinen eltern haben möchtest,finde ich sehr mutig und tapfer von dir.sie können es sich ja jetzt mal durch den kopf gehen lassen...wer oder was ihnen wichtig ist!du bist die tochter und du bist nicht diejenige welche für alles zuständig sein sollte.du hast ja schon einiges in die wege geleitet..o.k....jedoch hast du auch schon richtig erkannt das das alles NICHTS bringt!DEINE ELTERN/MUTTER muß die einsicht haben ein problem zu haben.bevor das nicht geschieht wirst du nichts an ihrem verhalten ändern können.vergeb liche liebesmüh!
sie sind erwachsen und für ihr eigenes leben zuständig.und DU für DEINES!
DU beaucht dir keinerlei vorwürfe zu machen!DU MACHST DAS ALLES RICHTIG! schuldgefühle?wofür?schliesslich hälst du ihnen nicht die flasche an den mund,oder?sie sollten für DICH als tochter dasein...tun SIE das?
nein!
du wirst inzwischen agressiv!ihr verhalten äussert sich bei dir schon und glaube mir wenn du nicht die reissleine ziehst...werden noch ganz andere sachen auf dich zu kommen "können"...ich selber bin depressiv und co-abhängig-ich MUSSTE mich gegen meine trinkende mutter die ich trotzallem liebe entscheiden...DAmit ich wieder leben kann!
sorge für DICH...tausch dich hier aus...hier ifndest du menschen die dich besser versthen können als manch anderer der nicht weiss wovon du redest..wir sind alles angehörige von alkoholikern!
wir begleiten dich gern und sind immer für dich da
liebe grüsse caro |
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| caro1969 hat zum Thema: Re: Was mach ich nur? geschrieben
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Monschischi neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.06.2007 Beiträge: 4
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Verfasst am: 22.09.2008, 22:40 Titel: Re: Was mach ich nur? |
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| Es ist aber so schwer. Sie fehlen mir einfach. Bald hab ich Geburtstag. Ich kann mir nicht vorstellen, den ohne Familie zu verbringen. Dann gehen meine Gedanken zu Weihnachten etc. Ich weiß, das ist egoistisch, aber ich bin einfach so traurig, nicht mal einfach anrufen zu können, weil ich das Gefühl habe, wenn ich jetzt nachgebe, dannkann ich es gleich vergessen. |
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| Monschischi hat zum Thema: Re: Was mach ich nur? geschrieben
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caro1969 sehr aktiver Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 01.09.2007 Beiträge: 5934
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Verfasst am: 22.09.2008, 22:57 Titel: Re: Was mach ich nur? |
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ja es ist SCHWER!das leben mit nem alkoholiker aber auch!ja meine mutter fehlt mir auch!jedoch nicht entschuldige bitte...der teufel der sie oft nun ist...
an DEINEM geburtstag können sie doch dabei sein wenn DU das möchtest!du brauchst dich zu nichts zwingen was du nicht willst...stell dir doch mal die situation vor,das du sie einen tag vor deinem geeburtstag anrufst und einlädtz(wie auch immer das geschrieben wird,lächel)lade sie ein und hör dir ihre antwort an...würde mich mal interessieren was ihnen wichtiger ist!ihr verletzter stolz oder aber ihre tochter...nen versuch wärs wert.
weihnachten is noch nicht.bisdahin kann noch soviel an veränderung kommen...
mach dir gedanken um DEINEN heutigen tag...und morgen machst du dir auch nur um morgen deine gedanken...und immer so weiter.wirst sehen,solch ein denken ist viiiieeeelll ergiebiger
mach das was dein bauch dir rät...
kopf hoch...
alles liebe caro |
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| caro1969 hat zum Thema: Re: Was mach ich nur? geschrieben
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Monschischi neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.06.2007 Beiträge: 4
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Verfasst am: 24.09.2008, 20:58 Titel: Re: Was mach ich nur? |
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Hallo,
es ist alles so sch.... Meine Mutter hat heute angerufen. Zuerst aus einem fadenscheinigen Grund.
Sie fing dann an zu weinen, meinte sie hätte viele Fehler gemacht, aber sie lasse sich von niemandem mehr was vormachen. Das habe sie von ihrer Psychologin gelernt.
Ich glaube, meine Mutter hört nur das, was sie hören will. Ich schätze mal die Psychologin meinte, dass sie nicht immer ja sagen soll und alles für andere machen, aber sie macht daraus sie soll sich nichts vorschreiben lassen.
Sie hatte wieder getrunken, man konnte eh nicht richtig mit ihr sprechen. Zum einen zerfließt sie dann in Selbstmitleid und als ich versuchte hart zu bleiben und zu sagen, dass das nicht mehr zieht hat sie die Vorwürfe auspackt.
Es ist aber richtig schlimm immer diejenige sein zu müssen, die hart ist. Jeder in meiner Familie denkt ich sei egoistisch, kaltschnäuzig etc., dabei möchte ich doch einfach nur, dass sie begreift, dass es so nicht geht. Jeder kommt zu mir und erzählt mir, dass etwas getan werden muss, dass es so nicht weitergehen kann und wenn ich dann etwas tue, dann bin ich die Böse. Ich kann damit nicht umgehen.
Dabei bin ich alles andere als kaltschnäuzig und kalt. Ich kann kaum schlafen, bin nur noch müde und geschafft. Ich fühle mich innerlich so leer und ausgelaugt. Dabei brauche ich jetzt alle meine Kraft, denn ich habe eine neue Stelle angefangen und muss mich da voll reinhängen.
Ich habe schon jetzt wieder Angst vor der Nacht und den Albträumen.
Sorry, dass ich euch so zumülle, aber manchmal hilft es einfach es aufzuschreiben.
LG
Michi |
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| Monschischi hat zum Thema: Re: Was mach ich nur? geschrieben
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Tanja83 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.08.2008 Beiträge: 296 Alter: 29 Wohnort: Franken
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Verfasst am: 25.09.2008, 20:16 Titel: Re: Was mach ich nur? |
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Hallo Michi...
hier musst du dich nicht entschuldigen oder ein schlechtes Gewissen haben weil du uns "zumüllst", ich kenne das auch... nach dem Aufschreiben gehts einen viel besser.
Du darfst dir von NIEMANDEN ein schlechtes Gewissen einreden lassen, jeder will sich vor der Verantwortung drücken und sie dir zuschieben, aber du bist NICHT für deine Eltern Verantwortlich.
Bei uns war es so das es niemand "wusste"... ganz sicher nicht... sie torkelt ja erst seid Jahren auf jedem Familienfest rum... und jetzt kommen alle an... warum habt ihr den nichts gesagt???
Ich selbst hab schon seid Jahren daheim keinen Geburtstag mehr gefeiert... zu groß ist die Angst das sie wieder betrunken ankommt und mir alles versaut...und ich bin wohl der einzige Mensch der sich darüber freut Weihnachten arbeiten zu "dürfen", einfach nur um zu Wissen... wenigstens das bleibt mir erspart...
Merkst du was? Jetzt bin ich diejenige die "zumüllt"
Ich wünsch dir ganz viel Kraft... für dich selbst und für den neuen Job!!!
Schreib dir hier alles von der Seele... du wirst merken langsam wirds leichter...
Vlg Tanja |
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| Tanja83 hat zum Thema: Re: Was mach ich nur? geschrieben
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