| Mein Ex lässt mich einfach nicht in Ruhe • HILFE - Trotz Trennung kann ich Co-Verhalten nicht ablegen! |
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Charmenida neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.06.2008 Beiträge: 331 Alter: 50
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Verfasst am: 25.09.2008, 07:48 Titel: Re: Mit mir selbst zufrieden leben |
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| Zum Thema Katastrophen… bis vor ein paar Wochen war ich noch fest davon überzeugt, dass ich auch gut mit mir alleine sein kann. Ich hätte das sogar unterschrieben. Aber wenn ich mir so überlegen, wann ich denn mal wirklich in meinem Leben mit mir alleine war.. eigentlich nie. Vielleicht mal ne kurze zeit nach meiner Trennung von meinem ex-mann, aber dann trat auch gleich ne gute „Freundin“ in mein Leben … frisch getrennt genau wie ich und wir haben uns gegenseitig zugejammert. Was ich damals nicht wusste, aber heute denke, sie ist eine co-abhängige wie sie im buche steht. irgendwann hat nur noch sie gejammert und ich habe mich tag täglich von ihr als persönlicher Mülleimer missbrauchen lassen und habe auch noch versucht sie auf den richtigen Weg zu bringen. Natürlich vergeblich! Und ich bin immer unzufriedener geworden. Heute hab wir keinen Kontakt mehr bzw. guten Tag und guten Weg, weil sie sich von mir nicht verstanden fühlt! Ich hab sie gerne und wünsch ihr alles Gute! |
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| Charmenida hat zum Thema: Re: Mit mir selbst zufrieden leben geschrieben
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Ette sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.01.2007 Beiträge: 1660 Alter: 55
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Verfasst am: 25.09.2008, 22:35 Titel: Re: Mit mir selbst zufrieden leben |
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...wahnsinnig aufregend...
Da hatte ich ihn also gefunden, den absolut seelenverwandten Übermann, dessen Vorzüge all die anderen Menschen bisher nicht wahrgenommen hatten. Schließlich hatte ich den Blick der tiefen, aufopferungswilligen Liebe, mit dem ich ihn betrachtete. Meine Zeit wurde wochenend-getaktet. Ich lebte von Freitag bis Sonntag und wartet von Sonntagabend auf Freitagmittag. Morgens meine erste „Amtshandlung“ war ein Telefonat und abends meine letzte ebenso. Manchmal hatte ich dabei das Gefühl, dass er nicht „alleine“ sei. Sein Verhalten war anders als an den Wochenenden, er redete über Dinge, über die er sonst nicht redete. Ich freute mich darüber, weil ich dachte, wir kämen uns näher. Aber es war wohl lediglich der Alk, der in vergessen ließ, seine brave Fassade aufrecht zu erhalten. Doch diese Erkenntnis kam mir erst viel später.
Alles war eitel Freude und Sonnenschein. Bis ich ihn immer wieder im Chat sah, zu Zeiten in denen er angeblich in der SHG war. Mit einem anderen Nick, den er mir irgendwann erzählt hatte, es aber wohl wieder verbuddelte hatte, dass ich ihn kannte. Darauf angesprochen, erhielt ich nur die lapidare Antwort, dass er keine Lust gehabt hätte und sich, hätte er mir die Wahrheit erzählt, vor den dann folgenden Auseinandersetzungen schützen wollte. Natüüürlich glaubte ich ihm das.
Ich war zwischenzeitlich aus meiner Ehewohnung ausgezogen, geschieden und wohnte in einer schnuckeligen, kleinen Drei-Zimmer-Wohung. Groß genug für mich allein. Da er ohne Arbeit war, machte ich irgendwann die Rechnung auf, dass zwei kleine Wohnungen ja teuerer waren als eine große und wir zudem noch die ewigen Fahrt- und Telefonkosten sparen könnten. Und so wurde mein Glück fast perfekt, denn wir zogen zusammen, das heißt er zog um in meine Stadt. Seltsamerweise hatte ich, als wir die gemeinsame Wohnung aussuchten, ein seltsames Gefühl. Und ich hatte beim Aussuchen darauf geachtet, dass ich sie notfalls auch alleine finanzieren konnte. Mein Verstand war also noch nicht vollkommen durch den Wind.
Manche Tage waren göttlich und es war so, wie ich es mir vorgestellt hatte. An anderen war er so fürchterlich durch den Wind. Weinte vor Weltschmerz und Existenzangst. Oder war stur und rechthaberisch, erzählte mir fünfmal das gleiche, wenn er sich über etwas aufgeregt hatte, was ich tat. War himmelhoch-jauchzend und zu Tode betrübt. Wenn ich dahinter Alkohol vermutete, erzählte er mir von seinen Depressionen. Als ich ein Buch darüber las, sah ich schon so ähnliche Verhaltensweisen, wie er sie an den Tag legte, jedoch waren auch in einem Buch über Alkoholabhängigkeit derartige Verhalten zu finden. Selbstverständlich glaubte ich an die Depression. Es tat mir auch so leid, dass er so ein schweres Leben hatte. Ich konnte verstehen, dass ihn seine Situation – ohne Arbeit, ohne Kontakt zu seinen Kindern wegen der bösen Ex, ein quasi wirtschaftlich von mir abhängig sein – sehr belastete und depremierte..... |
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| Ette hat zum Thema: Re: Mit mir selbst zufrieden leben geschrieben
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Ette sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.01.2007 Beiträge: 1660 Alter: 55
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Verfasst am: 27.09.2008, 08:42 Titel: Re: Mit mir selbst zufrieden leben |
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...Trotz seiner manchmal schlechten Stimmung, fühlte ich, dass wir uns ebenbürtig waren. Und im Grunde waren wir das ja auch in unseren Suchtstrukturen. Nur fiel mir das erst sehr viel später auf. Ein kluger Mensch sagte während dieser Zeit zu mir, dass wir wie zwei hungrige Kinder wären, die die Sättigung vom jeweils anderen erhoffen. Solange wir jedoch nicht selbst dafür sorgen konnten, „satt“ zu werden, hatten wir wenig Chancen auf Zufriedenheit. Aber das wurde mir erst sehr viel später klar. Zu dieser hab ich ihn einfach immer nur geliebt....gehofft....verzweifelt agiert, um ihm ein Umfeld zu geben, in dem er das Trinken sein lassen konnte. Nur – er hat es gar nicht gewollt...
In unserem Zusammenleben nahmen er und seine Befindlichkeit einen immer größeren Platz ein. Total fixiert erlebe ich mich in der Rückschau. Alles war unwichtig, solange es ihm schlecht ging. Alles, was ich sagte, wurde vorher von mir innerlich geprüft, ob es vielleicht seine Stimmung verschlechtern könne, wenn sie gut war. Jedes Wort wurde daraufhin überdacht, dass es ja keinen Anlass bieten konnte, ihm einen Grund zum Trinken zu liefern. Und dazwischen fühlte ich mich toll, weil „er“, dieser phantastische Mensch, mit mir lebte. Trotzdem hatte ich immer wieder das Gefühl, dass er trank. Nicht offen, aber das hatte er nie getan. Manchmal hatte er einen seltsamen Mundgeruch. Wenn ich ihn darauf ansprach, erzählte er etwas von zuviel Magensäure oder aber er aß stark riechende Lebensmittel, Knoblauch, Zwiebeln, Hering, sodass ich ihm schon nicht so nah kommen mochte und er nichts erklären brauchte.
Immer wieder Problemgespräche, stundenlang und oftmals nach einem anstrengenden Arbeitstag. Ich fühlte mich immer mehr ausgelaugt und erschöpft. Seine nächtlichen Wanderungen durch die Wohnung machten mir Kummer, denn ich vermutet Alk dahinter. Also fing ich an zu suchen. Ohne Erfolg – bis, ja bis ich eines Morgens eine angefangene Wodkaflasche fand. Per Zufall. Einerseits ein Gefühl, als ob eine eiskalte Hand mein Herz packt, andererseits ein lautes: „Hab ich’s doch gewusst!“ in meinem Kopf. Natürlich Beteuerungen, dass es die erste sei, und dass er es natürlich wieder sein lassen würde. Vorrübergehen ließ er es aber erst sein, als ihn die Polizei mit alkoholisiert anhielt und er für einige Tage zur Entgiftung ging. Von dort aus beantragte er gleich eine ambulante LZT, zu der er die ersten paar Mal noch angetrunken auftauchte.
Tagelang ließ er sich in der Wohnung nicht blicken. Streunte tagsüber draußen herum und verkroch sich nachts betrunken was weiß ich wo. Ich hatte Albträume, sah ihn irgendwo ertrunken, gestürzt, halb tot liegen. Bis heute weiß ich nicht, wie ich diese Zeit überstanden habe. Mehrfache Suizidandrohung, dass ich ihn mit der Polizei suchen ließ. Und irgendwann wieder einmal war er verschwunden und ich hatte die Nase endlich so voll, dass ich losfuhr und mir einen Stapel Umzugskartons besorgte. Alles, was von ihm in der Wohnung war, packte ich ein. Als die Kartons voll waren, stopfte ich den Rest einfach in Müllsäcke und schaffte alles in den Keller. Ich weiß nicht, wo ich Kraft hernahm, weiß nur, dass ich mich innerlich wund, zerrissen, abgestorben fühlte. Dem Nervenzusammenbruch nah. Aufrecht gehalten nur von einer unbändigen Wut, denn beim Ausräumen hatte ich noch ein paar nette Kleinigkeiten gefunden, die mir zeigten, dass alles nur eine große, perfekte Schauspielnummer gewesen war.... |
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| Ette hat zum Thema: Re: Mit mir selbst zufrieden leben geschrieben
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Ette sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.01.2007 Beiträge: 1660 Alter: 55
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Verfasst am: 28.09.2008, 09:57 Titel: Re: Mit mir selbst zufrieden leben |
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Guten Morgen,
nun wäre ich doch fast der Versuchung erlegen, hier die ganze Geschichte aufzuschreiben. Dabei ist dies gar nicht erforderlich. Ich halte es für viel wichtiger, zu sehen, was ich in der ganzen Zeit, nachdem er nicht mehr bei mir wohnte, für mich getan hatte.
Mich mit dem Thema Alk und Co auseinander zu setzen, habe ich ja relativ früh getan. Allerdings eher auf einer sehr verstandesmäßigen Ebene. Mein Kopf wusste recht gut, wie Co-Abhängigkeit funktioniert und bei Anderen konnte ich auch ganz klar die Strukturen erkennen und erkenne sie heute noch. Jedoch dauerte es noch eine ganze Weile, bis ich das, was ich mit dem Kopf wusste, in meine Gefühlswelt integrieren konnte. Zumal mir dabei auffiel, dass ich in jeder meiner Beziehungen Beziehungsabhängigkeit gelebt hatte. Sie wurde nur nicht als Co-Abhängigkeit bezeichnet, weil die Männer keine Alkoholiker waren. Aber die Strukturen waren die gleichen. Dafür sorgen, dass alles läuft, zu wissen, was gut für „ihn“ ist, Veränderungen nur von „ihm“ zu verlangen. Und wenn es nicht richtig läuft in meinen Augen, den Abflug machen.
Durch die Tatsache, dass ich einen alkoholabhängigen Partner hatte, hatte ich eine echte Chance bekommen, mich zwangsläufig mit mir selbst auseinander setzen zu müssen. Denn ich hatte meinen eigenen Tiefpunkt erreicht. Er half mir, zu erkennen, dass ICH für MICH etwas ändern musste. Denn kein anderer Mensch kann dafür sorgen, dass ich mit mir zufrieden bin.
Es war und ist inzwischen ein jahrelanger Lernprozess., in dem ich immer wieder feststelle, dass Vieles von dem, was ich im Außen suchte, längst in mir ist, von mir aber nicht akzeptiert wurde, weil ich mir selbst die Kompetenz absprach, zu wissen, was gut für mich und an mir ist.
LG
Ette |
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| Ette hat zum Thema: Re: Mit mir selbst zufrieden leben geschrieben
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Karotte sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.12.2007 Beiträge: 2830 Alter: 36
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Verfasst am: 28.09.2008, 10:43 Titel: Re: Mit mir selbst zufrieden leben |
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Hallo Ette, dank Dir fürs Teilhaben lassen. Erkenne mich in einigem wieder.
Grüße von Karotte  |
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| Karotte hat zum Thema: Re: Mit mir selbst zufrieden leben geschrieben
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Charmenida neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.06.2008 Beiträge: 331 Alter: 50
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Verfasst am: 28.09.2008, 13:14 Titel: Re: Mit mir selbst zufrieden leben |
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| Ette hat Folgendes geschrieben: | | Durch die Tatsache, dass ich einen alkoholabhängigen Partner hatte, hatte ich eine echte Chance bekommen, mich zwangsläufig mit mir selbst auseinander setzen zu müssen. Denn ich hatte meinen eigenen Tiefpunkt erreicht. Er half mir, zu erkennen, dass ICH für MICH etwas ändern musste. Denn kein anderer Mensch kann dafür sorgen, dass ich mit mir zufrieden bin. |
das könnte ich auch unterschreiben!
lieben Gruss
M. |
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| Charmenida hat zum Thema: Re: Mit mir selbst zufrieden leben geschrieben
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Ette sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.01.2007 Beiträge: 1660 Alter: 55
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Verfasst am: 02.10.2008, 07:15 Titel: Re: Mit mir selbst zufrieden leben |
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Aufstehen ist schwierig zur Zeit. Ich stehe deutlich einfacher auf, wenn es morgens bereits hell ist. Also kommt für mich nun aufstehtechnisch die anstrengendere Jahreszeit. Dabei fand ich sie gestern nachittag dennoch richtig schön.
Draußen goss es wie aus Eimern. Der Wind zauste die Bäume und zusammen mit dem Regen sausten Blätter durch die Luft. In meinem Wohnzimmer war es warm und trocken, ich hatte ein leckeres Essen und jemanden, der mit mir Karten spielte. Einfach so, mitten in der Woche mal einen auf Sonntagnachmittag machen. Schön!
LG
Ette |
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| Ette hat zum Thema: Re: Mit mir selbst zufrieden leben geschrieben
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Hermann 65 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 22.07.2006 Beiträge: 159
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Verfasst am: 03.10.2008, 09:07 Titel: Re: Mit mir selbst zufrieden leben |
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| Ette hat Folgendes geschrieben: | Als ich damals immer wieder das Gefühl hatte, dass mein Freund trank, habe ich Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um etwas dagegen unternehmen zu können. Und habe immer wieder von all den Menschen, die etwas von der Materie verstanden, den Satz zu hören bekommen: Frau Ette tun Sie etwas für sich. Ziemlich verständnislos habe ich diesen Satz immer wieder wahrgenommen. Verständnislos deshalb, weil ich der Meinung war, ich täte doch schon genug für mich. Ich hatte Hobbies, Interessen, viel Ablenkung im Außen. Heute, im nachhinein, stelle ich fest, dass ich mir gewünscht hätte, dass mir jemand klipp und klar gesagt hätte, dass mein Verhalten aus einer KRANKHEIT resultiert. Niemand hat mir knallhart gesagt, dass mein Verhalten eine eigene Sucht, eine eigene Krankheit ist. So habe ich eine ganze Zeit gebraucht, um selbst herauszufinden, dass das, was ich für eine absolute Seelenverwandtschaft, eine alles umfassende Liebe hielt, nichts anderes war, als meine eigene Angst, alleine, zu nix nütze, nicht wertvoll zu sein. Also eine seelische Erkrankung, ein Defizit in meiner eigenen Persönlichkeit. Es hat lange gedauert, bis ich das für mich herausgefunden habe. Und dieser Satz: ...tun Sie etwas für sich.... bekam dann eine ganz andere Bedeutung. Es ging dann nicht mehr um kleine Ablenkungen im Außen, sondern darum, MEINE Krankheitssymptome zu bearbeiten. Ich hätte es früher in Angriff nehmen können, wenn ich die Klarheit darüber gehabt hätte.
LG
Ette |
Hallo Ette,
wieso nur steht am Anfang wohl die Kapitulation gegenüber dem Alkohol und gleich anschließend die geistige Genesung;
um sich der Bedeutung der geistigen Genesung überhaupt bewußt zu werden, benötigen wohl viele "etwas mehr" um Sich überhaupt erstmal selbst eingestehen zu können, das an Ihrem Denken und Fühlen etwas nicht in Ordung sein könnte, oder?
Reflektierst Du für Dich den in den Schritten?
Ich habe aus heutiger Sicht für mich festgestellt, daß Sich alleine durch die Auseinandersetzung, nicht nur Fortschritte aktivierten, sondern dahinter sich auch die Lösung verbarg!
Einer der ersten Sätze die ich hörte war; "Ich brauche nur bei mir zu bleiben, nichts hinzufügen und nichts weglassen."
Allein die praktische Umsetzung der manchmal so einfachen Sätze, bzw.
deren Bedeutung (für Rückmeldungen) führte für mich zu Fortschritten, obwohl ich es am Anfang nicht verstehen konnte.
Gruß Hermann |
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| Hermann 65 hat zum Thema: Re: Mit mir selbst zufrieden leben geschrieben
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