Helmut 58 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 18.08.2005 Beiträge: 117 Wohnort: Mülheim/Ruhr
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Verfasst am: 05.11.2005, 22:17 Titel: Re: 6,18 Promille |
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Hallo Vivian
Ich finde du hast vollkommen recht hier geht es um Leben und Tot.
Wenn jemand sich beleidigt zurück zieht dann ist er noch nicht tief genug gesunken, was jetzt natürlich nicht heißen soll das man nur eine Chance hat nüchtern zu leben wenn man auf der Intensivstation wach geworden ist.
Aber wenn wir alle mal ehrlich sind, haben die harten Worte uns doch erst zum nachdenken und handeln gebracht.
Helmut 58 |
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Cool neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 01.11.2005 Beiträge: 25 Wohnort: Allgäu
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Verfasst am: 06.11.2005, 01:32 Titel: Re: 6,18 Promille |
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Grüß Dich Torsten.
Hups, ich wollte Dir auch noch die virtuell Hand reichen , hatte es aber irgendwie verkleckert.
Also wenn die Person 6,18 Promille hatte und wirklich 90 kg wiegt, dann sind das 445 Gramm reinster Alkohol, was 556 ml entspricht.
Man könnte auch davon schreiben, da Er 1,6 Liter Schnaps mit 40 % Alkohol auf Ex getrunken haben muss, was ca. 23 halbe Liter Bier entspricht !!!
Medizinisch gesehen müsste Er tot sein, aber ein Körper gewöhnt sich über Kleinstmengen an Gifte und wird Immun dagegen.
Ich kann Dir nur schreiben was ich aus dem Rettungsdienst weiß.
Alkohol erweitert grundlegend die Gefäße.
Wenn die Gefäße erweitert sind, kommt es zu einem erniedrigten Blutdruck, der vom Herz wieder ausgeglichen werden muss.
Die Folge ist, dass das Herz schneller schlägt. Schneller Puls ( tachykard ) , da das Herz nicht die geforderte Menge, an Blut zur Verfügung hat und versucht sich selbst, das Gehirn und die Nieren ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Auch müssen die Nieren mit einen bestimmten Blutdruck versorgt werden, damit die Nieren über den Druck funktionieren.
Durch das schnelle schlagen des Herzens kommt es auch zu Unregelmäßigkeiten, die als Unrhythmisch ( arrythmisch ) bezeichnet werden und sich in Herzstolpern und schlimmsten Fall Herzflimmern äußern kann.
Herzflimmern ist wenn, dem Herz nicht genügend Blut zur Verfügung steht und es mit ca. 300 Schlägen pro Minute nur noch flimmert, aber kein Blut mehr transportiert ! Herzschlag - ja, Puls . Nein !!!!! Reanimation !
In Folge der Erweiterten Gefäße und dem schnellen Puls, kommt es zu einen schnellen Atem aber auch Atemstörungen. Durch den schnelle Puls wird aber auch mehr Energie verbraucht – Sprich Glukose, das ist ein Einfachzucker und ist der Hauptenergielieferant des menschlichen Körpers und es kommt zu einer Unterzuckerung.
Schon schlimm genug, kommt es aber durch die Erweiterung der Gefäße dazu, dass sich die Gefäße der Haut erweitern und der Mensch schneller Auskühlt, die Folge ist dann eine Unterkühlung.
Es gibt sicherlich geeignete Maßnahmen im Rettungsdienst um gegen die Vergiftung vorgehen zu können. Zum einen werden dem Patienten über einen Zugang eine 9%ige Kochsalzlösung verabreicht, die sich mit dem Blut sehr gut verträgt ( hat was mit der Osmolarität zu tun – stöhn ) um mehr Flüssigkeit in die Adern zu bekommen und wirksam gegen die den schnellen Herzschlag anzukämpfen, da mit mehr Flüssigkeit ein Flüssigkeitsausgleich geschaffen wird.
Da nur Blut den Sauerstoff transportiert, wird dem Patienten Sauerstoff, gegen die Unterzuckerung ca. 10 bis 20 ml 40%ige Glukose verabreicht und auf es wird auf die Wärmeerhaltung geachtet.
Der Notarzt hat noch die Möglichkeit zu Giftbindung Medizinische Kohle zu verabreichen oder wenn der Patient ansprechbar ist mit einem Medikament ein Erbrechen auszulösen.
Trotz aller Möglichkeiten die dem Rettungsdienst zur Verfügung stehen, sollte Jeden bewusst sein, dass unter bestimmten Voraussetzungen, der schnelle Puls in Folge des geringen Blutdruckes tödlich enden kann.
Eine Statistik aller Einsätze in der BRD sagt über den Dienst eines Rettungssanitäter oder Assistent folgendes aus.
Ca. 45 % sind Krankenfahrten, 45 % sind Notfall- und Notarzteinsätze, 5% Spezielle Notfälle und 5 % schwerste Unfälle.
Von den 45 % Notfall- und Notarzteinsätze, haben alleine die Hälfte der Einsätze etwas mit Vergiftungen zutun 22,5 %. Davon rückt der Rettungsdienst in der gesamten BRD zu 11,25 % wegen Alkoholvergiftungen aus ! Auch wenn der Herz- und Kreislaufprobleme an oberster Stelle, aller Erkrankungen steht, so übersteigt die Zahl der Einsätze mit Alkoholvergiftungen um ein weites !
Liebe Grüße an Alle Tommy. |
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