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Muss ich was tun, wenn er betrunken Auto fährt?   •    Spätzünder auf (hoffentlich) neuem Weg  
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nexia
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 10.09.2008
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 11.09.2008, 18:26    Titel: mich trennen oder bleiben? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Ihr Lieben,

ich bin neu hier und hab mich auch schon im Vorstellungsbereich vorgestellt.

Ich kopier das Post nochmal hierher:

"also ich bin 36 Jahre alt, und habe mich heute abend hier angemeldet, weil ich gerade eben am Telefon erfahren habe, dass mein neuer Freund (32Jh), den ich gerade mal 2 Monate kenne, seit 1 Monat sind wir fest zusammen, Alkoholiker ist.

Zu Anfang des Telefonats (er wohnt leider 1einhalb Stunden Zugfahrt entfernt - darum Telefonat und nicht persönlich), nachdem mir aufgefallen war dass seine Stimme so komisch klingt (er hat gelallt bei manchen Worten) hat er abgewiegelt und meinte er hätte nur mal heute eben was getrunken, hat aber so komisch reagiert - irgendwie "verdächtig" so dass ich vorsichtig immer weiter nachgefragt hab.
Und zwar hat eich - einfach nur so, um unseren hübsch vor sich hin plänkelnden Small talk am laufen zu halten - gefragt na und das wievielte Bier war das dann heute?

Und da fing er an rumzudrucksen, dass er das nicht sagen wolle und so.
Da bin ich erst hellhörig geworden. ist ja nix dabei sich an einem abend mal ein Bier zu viel zu gönnen - nur dass sich dann einer so ziert zu sagen wieviel er getrunken hat war irgendwie komisch. na ja da war ich dann neugierig geworden udn hab natürlich immer weiter gefragt und er klang plötzlich ganz verzweifelt. na ja und von da an entfaltete sich dann die ganze Misere.


Nach und nach kam er dann mit mehr und mehr Infos rüber. Zuerst meinte er er wisse gar nicht, ob er abhängig sei - aber irgendwann war dann nach weiteren langen Minuten rausgekommen, dass er so ca. fünf (5!!) 0.5 Liter Dosen Bier pro Tag trinkt.
Seit ca. 10 Jahren trinkt er.
Am Anfang weniger. Nun eben diese ca 5 Dosen.
Und manchmal wohl auch mal ein tag oder zwei dazwischen ohne Alk.


Na und gegen Ende unseres Gesprächs meinte er dann daß es eigentlich gar nicht mehr schlimmer werden könnte mit seiner Sauferei als es eh schon ist und klang echt verzweifelt. Cool war, dass er ehrlich war. Smilie

Irgendwann zwischendrin meinte er dass er als wir uns kennengelernt hatten weniger getrunken habe, und dass es im Moment auch ein bißchen weniger sei als sonst und dass er versuchen will die nächsten tage bis zum Samstag nix zu trinken.

Am Samstag wollten wir uns das nächste mal sehen.

Weil er ehrlich war - war ich auch ehrlich:
Ich hab ihm gesagt dass ich ihn lieb habe und aber auch dass ich total schockiert bin davon dass er süchtig ist und dass wir erst mal persönlich und nicht am Telefon besprechen sollten, wo nun alles weitergeht und ich hab auch gesagt dass ich nicht mit einem Alkoholiker zusammen sein kann, weil ich da Angst vor habe. Aber ich hab ihm auch gesagtt dass ich alles tu was ihn wirklich unterstützt


Und er schlug vor, dass er nicht erst am samstag sondern schon morgen abend zu mir kommt, damit wir reden können.
Ich seh ihn nun also morgen abend und dann können wir persönlich sprechen. Puh.

Und nun meine Frage:

Wie unterstütze ich ihn am besten? Was soll ich sagen? Was soll ich tun?

Ich habe schon mal kurz in die Co-Abhängigen Abteilung geschaut und zwei drei Posts überflogen.

Es gibt also viel "Pseudo-Hilfe" - die eigentlich den Süchtigen nur weiter in die Sucht treibt.

Mein Freund sagt er will versuchen einfach eben nix mehr zu trinken. Ich glaube nicht dass er das alleine auf die Reihe bekommt. Für sowas braucht man nen Arzt oder Psychologen. So seh ich das.

Kann ich irgendwas tun, ausser ihm sagen dass ich ihn lieb hab und hoffen er kriegt alleine den A... hoch und tut was?

Also morgen abend werden wir den ganzen scheiß nochmal besprechen - was soll ich ihm sagen!?

Man, ich bin echt verzweifelt. Wäre super wenn mir ein paar von Euch einen Rat geben könnten.

Nexia"

nachdem ich noch etwas mehr zum Thema gelesen habe habich noch das gepostet:

"Ja Danke für Eure Antworten.

Ich hab folgendes zusamengetragen aus euren Antworten und ein bißchen Netzsuche:
Ist das dann so korrekt?

1. Ich kann nix tun solange er nicht selber wirklich aufhören will.

2. Wenn er selber aufhören will kann ich ihm den Rücken stärken, indem ich ihn z.B. zum ersten Arztbesuch begleite.

3. Sätze wie: Ich kann ja mal versuchen ob ich die nächsten 4 Tage weniger trinken kann

oder

Vielleicht komme ich mal dahin dass ich einfach mit weniger auskomme

bedeuten, dass die Person insgeheim gar nicht dran denkt aufzuhören sondern dienen nur dazu das Umfeld zu beschwichtigen.

4. Bedingungen "wenn Du dies und jenes tust, dann höre ich auf zu trinken" sind ínakzeptabel. Entweder will er aufhören oder nicht - mit irgendwelchen Leistungen meinerseits hat das nichts zu tun.

5. Wenn er nicht trocken werden will, dann ist das einzige das ich noch tun kann um ihm doch zu helfen: mich zu trennen von ihm. Vielleicht rüttelt ihn die Verzweiflung auf!?

Stimmt das dann so in etwa?

Ein bißchen kenn ich mich ja mit Süchten aus. ich war selber essüchtig. Und hab das aber dank Therapie in den Griff bekommen. hab 21kg abgenommen und einiges in meinem Leben umgekrempelt.

Das mit der Essucht kam wegen der ganz klischeemäßigen Gründe. Grauslige Kindheit mit zwei Eltern die nicht in der Lage waren Liebe zu geben. Es gab viel Tabel. Lob nie. Viel Schläge. Streicheleinheiten keine. Resultat: kein Selbstvertrauen udn Essucht.

Man, ich bin so froh dass ich das endlich hinter mir gelassen habe und bin so wütend, dass er mich in die Situation bringt mich wieder mit dieser Sucht Und Selbstwertgefühlscheiße auseinadersetzen zu sollen.

Aber trotzdem tut er mir natürlich sehr leid und mein Helfersyndrom macht mich verrückt.

Er meinte dass er erst mal versuchen will, ob er es alleine schafft - ob er es schafft die nächsten 5 Tage trocken zu sein. Und wenn dass nicht klappt, dann erst sei für ihn klar dass er tatsächlich professionelle Hilfe brauche und würde sich die dann auch holen.

geht es da schon los mit doofen Versprechungen? Ich meine..alleine schjafft sowas keiner!?


Oder ist das dann nicht konstruktiv wenn ich ihm sage das kann er direkt vergessen und dass ich nur bei ihm bleibe wenn er SOFORT professionelle Hilfe sucht. Vielleicht braucht er so eine Art "Anlaufphase" - und eine Woche hin oder her ist bei 10 Jahren Sucht ja nun auch Wurscht.
Ich weiß, dass ich zum Abnehmen und zur Therapie selber so ne "Anlaufphase" gebraucht hab. Sollte ich ihm die 5 Tage geben und seis nur um seine Gedanklen und Zukunft zu ordnen?

Andererseits..wer überprüft das ob er 5 Tage trocken bleiben konnte? Und wer überprüft ob er sich wirklich Hilfe holt? Wir wohnen nicht zusammen - und er kann mir dann viel erzählen Traurig
Woher weiß ich, dass ich ihm trauen kann?

Irgendwie gehts da schon los, ne? So einen Mist muss ich mir nicht geben. Also doch sofort Beziehung beenden? Oh man..ich bin so ratlos."


So.

-----------------------------------------------------------------------------------

Und in der Zwischenzeit habe ich mich mit meinem Freund persönlich ausgesprochen.

Das erstaunliche - er wiederspricht sich daurend wenn es darum geht mir mal ne grobe Schätzung abzugeben wieviel er denn nun trinkt. Sagt mal ss sei nicht so viel. Und mal wenn ich sagte "gestern hast Du gesagt es sind ca 2.5 Liter Bier PRO TAG" sagt er dann dass das auch ie Wahrheit sei - er tränke shcon viel.

Er sagt auch er sei sich unsicher ob er ein Alkoholproblem hat oder nicht. Es sei definitiv mehr als der Durchschnittsmensch was er an Alkohol trinkt. Und er schätzt sich selber so ein, dass er gerade so an der Schwele stehe, wo es sich von mal einen übvern Durst trinken zu ner handfesten Sucht ausweitet.

Vorgestern als wir telefonierten (und er schon 5 0.5L Dosen Bier intus hatte) hat er mir gesagt dass er so viel tränke, es sei so schlimm, dass es nicht mehr schlimmer sein könnte.

Davon sagte er mir dann gestern, wisse er nix megr. Er könnte sich nciht daran erinnern sowas gesagt zu haben.

Jedenfalls kamen wir da an der Stelle nicht weiter.

Also hab ich gedacht ich nehm das Gespräch in die Hand und lass alles anschuldigende weg - und rede mal nur von mir, wie ich mich jetzt fühle. Damit kommt man ja meistens weiter. So wars dann auch.

ich hab ihm gesagt dass ich verzweifelt bin und ihn nicht verlieren will udn dass es mich so traurig macht usw. ich hab auch geweint. Es war so schlimm.
Ich hab ihm auch gesagt dass ich meinen eigenen Kindheits, mangelndes Selbstwertgefühl-Essucht-Mist aufgearbeitet habe und dass ich ne Mordswut hab auf ihn, mich nunh mit sowas eventuell nochmal auseinandersetzen zu müssen - halt weils letztendlich ja bei ihm auch um irgendsowas ähnliches gehen wird.

Da hat er auch losgeheult. Oh man. Und er meinte er sei so erschüttert dass ich ihn für einen Trinker halte. das sei alles gar nicht wahr und es veröletzte ihn so, dass ich ihm diese Rolle zuschiebe wo das doch alles gar nicht wahr sei.

Er meinte dass er nach unserem Telefonat den nächsten tag die ganze zeit über sich selber nachgedacht habe und immer überlegt hätte ob er denn nun wirklich süchtoig ist oder ib sein alkoholkonsum doch noch in Ordnung sei. Und er meinte dass er soch eigentlich sicher wäre er könne das kontrollieren udn dass es nicht so sei dass er schon zittroge Hände bekommt nur weil er mal einen tag lang nix trinkt. Anber dass es für ihn eben einfach dazu gehöre sich einfach nach der Arbeit, wenn er darau8f Bock hat auch mal ein paar Bier zu gönnen und dass er das nicht jeden tag tue aber duraus schonmal an 3 bis 4 Tagen die Woche.


Ja und da waren wir wieder an dem Punkt wo es darum geht Sucht oder nicht?


ERr meinte dann, ich hätte ihn nun so weit verunsichert dass er selber rausfinden will, was Sache ist und dass er eigentlch ja schon zugibt dass er etwas mehgr als normal an Alkohol trinkt. So und er wird jetzt seit gestern gar keinen Alkohol mehr trinken udn schaun wie das ist, ob er Gelüste hat.

Ich hab gesagt er soll lieber erst zum Arzt bevor er sowas macht, weil ich hier gelesen hatte dass das auich gefährlich sein kann wenn man man von jetzt auf gleich aufhört - aber er will nicht.

So..mein Problem ist nun:

Wie kann ich ihm glaubven`Wir wohnen eineinhalb Zugstunden voneinander entfernt - er kann mir alles mögliuche erzählen.

Und was mcih noch so stutziog macht - diese komischen sehr unkelbraunen Schatten die er konstant um seine Augen herum hat.

Die kenne ich von 2 Kollegen die beide Alkoholiker sind. Dier habven das beide auch. ist das also ein Indiz für Alkoholismus, diese braunen verfärbungen an den Augen?

Andererseits - er hat nan Bildschirmjob - es kann auch davon sein.

Wir haben dann eine Abmachung getroffen. er meinte wen er tatsächlich in den nächsten tagen/Wochen, während der er ja nix trinken will, merkt dass er ohne Alk nicht kann dann sagt er mir das und sucht sich Hilfe.
Und ich hab gesagt dass ich alles tu um ihn zu unterstützen - ihn zum Arzt begleiten wenn er will oder sowas.
Ich hab aber auch gesagt dass ich, sobald ich mitbekomme dass er mir zwar gesagt hat er ist nicht süchtig, und ist es aber doch und tut nix dagegen sonderb versucht nur die Sauferei zu verheimlichen vor mir, dass ich ihn dann fallen lasse wie eine heiße kartoffel und dass er dann ganz alleine dasteht, dass ich dann sofort weg bin.

Das war dann die Stelle wo er anfing zu weinen udn meinte er verstünde gar nicht wieso ich ihm "diese Rolle zuweise" er habe doch gar nichst getan. Was ein Drama..ich hab auch wieder losgeheult und dann haben wir uns beide im Arm gehalten und getröstet

ich hab dabnn nochmal gesagt dass ich mit ihm zusammen kämpfe, an seiner Seite wenn er in den nächsten tagen feststellt er ist Alkoholiker und dass ich an seiner Seite bin wenn er anfängt trocken zu werden. und wenn alles nur ein doofes Mißverständnis war - dann lachen wir in ein paar Wochen über diesen dramatsichen Abend, aber dass er sich darüber klar sein muss, dass er, sobald rauzskommt er säuft UND ist nicht bereit einzusehen dass er krank ist & was dagegen zu tun, dass ich ihn dann soifort verlasse, weil ich mir dann wichtiger bin als er und dass ich mich dann schützen werde.

Das hab ich ein paar mal gesagt, weil immer betont wurde hier in den Threads dass man klare Ansagen machen soll.

Hab ich das ungefähr richtig gemacht soweit?

Trotzdem ich so viel gelesen hab udn in mich reingehorcht hatte udn mich so gut es ging auf unser Gespräch gestern vorbeireitet hab fühle ich mich natürlich furchtbar Traurig

Wenn jemand noch nen Tip hat dann bitte mir schreiben.
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nexia hat zum Thema: mich trennen oder bleiben? geschrieben
kaltblut
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 20.06.2006
Beiträge: 4741
Alter: 53
Wohnort: beiM

BeitragVerfasst am: 11.09.2008, 18:47    Titel: Re: mich trennen oder bleiben? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Nexia,

herzlichst Willkommen. Du hast da was geschrieben, eine bessere Veranlagung zum Ausleben der Familienkrankheit gibt es kaum, aber Du hast schon eine ganze Menge für Dich gelernt, noch viel bessere Voraussetzungen.

"Das mit der Essucht kam wegen der ganz klischeemäßigen Gründe. Grauslige Kindheit mit zwei Eltern die nicht in der Lage waren Liebe zu geben. Es gab viel Tabel. Lob nie. Viel Schläge. Streicheleinheiten keine. Resultat: kein Selbstvertrauen udn Essucht."

Ich wünsche Dir viel Kraft und Zeit, Du wirst bestimmt Deinen Weg hier finden.

LG Kaltblut
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kaltblut hat zum Thema: Re: mich trennen oder bleiben? geschrieben
vergissmeinnicht
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 08.10.2007
Beiträge: 306

BeitragVerfasst am: 11.09.2008, 21:16    Titel: Re: mich trennen oder bleiben? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Nexia

Willkommen hier!

Versuch einen klaren Kopf zu behalten! Wenn er für sich schon ein Problem sieht, dann ist es auch eins. Die Menge ist völlig egal. Eine Alkoholgewöhnung führt in die Sucht.

Klarheit kann in der Tat ein Arztbesuch bringen, oder die Suchtberatung.
Aber wenn er da schon rumeiert, dann lass es lieber.

Es gibt nur 2 Wege:
Pro oder Contra

LG

vergissmeinnicht Winken
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vergissmeinnicht hat zum Thema: Re: mich trennen oder bleiben? geschrieben
Frozen Tears
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 30.11.2006
Beiträge: 465

BeitragVerfasst am: 12.09.2008, 00:29    Titel: Re: mich trennen oder bleiben? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Nexia,
was Du schreibst klingt fürmich eigentlich sehr überlegt und nüchtern,zum Glück machst Du auf mich gar keinen Eindruck von Coabhängigkeit.
Dass Du Dir Sorgen machst ist vollkommen normal.
Was Du hingegen über Deinen freund schreibst wirkt eher verwirrend auf mich. Er scheint so zwischen zwei Stühlen zu schweben.
Er ist sich scheinbar noch selber nicht sicher in welchem Stadium der Abhängigkeit er sich befindet. Da er selber wohl keine Entzugserscheinungen wahrnimmt ist er sich nicht sicher. Dennoch ist sein Alkoholkonsum für ihn selber nicht mehr im normalen Bereich. So wirds wohl sein. Ein echter Tiefpunkt scheint da nicht vorzuliegen. Dennoch stellt er selber seinen Alkoholkonsum in Frage.
Auf jeden Fall ists ja schon zu einer Gewohnheit geworden. Ich denke dass er durch diese 5 Tage erstmal für sich selber hersausfinden will, ob er noch alles unter Kontrolle hat oder ob er Saufdruck bekommt.
Ich würde Euch mal empfehlen gemeinsam zu einer Beratungsstelle zu gehen oder auch zu einem Arzt, da man ja so nicht beurteilen kann, obs dann schon ein kalter Entzug ist , was er da vor hat. Möglicherweise kennt Dein freund ja die Gefahren auch garnicht. Wenn jemand Alkoholiker ist heißt es ja lange noch nicht, dass er dann auch selber über alles informiert ist, ja eher nicht.
Vielelicht hat er ja auch Lust in deisem Forum zu lesen und zu schreiben.
Übrigens, diese Widersprüchlichkeit in seine Aussagen sind schon eher typisch füreine Abhängigen und das was er im alkoholisierten Zustand redet kannst Du gerne wieder vergessen. Was in Deiner Aufzählung noch fehlt ist der Satz:
- Nasse Alkoholiker sind die besten Schauspieler und die Meister von Lug und Betrug.
Und so ganz einfach wirds vielleicht nicht sein mal eine trockene Minute zum reden zu erwischen.
Ich würde Dir auf jeden Fall raten bei Deinen Forderungen zu bleiben.
DU hast Deine eigene Sucht überwunden, das ist wirklich toll und lobenswert und Du weißt dass dafür Härte , Disziplin usw nötig ist. Das kommt gut bei dir rüber und du kannst ihm da auch ein gutes Vorbild sein und eher helfen durch Konsequenz und Härte.
Viel Glück für Euch beide.
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Frozen Tears hat zum Thema: Re: mich trennen oder bleiben? geschrieben
Ette
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 25.01.2007
Beiträge: 1660
Alter: 55

BeitragVerfasst am: 12.09.2008, 05:54    Titel: Re: mich trennen oder bleiben? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Nexia,

solch tränenüberströmte Gespräche kenne ich aus der Anfangszeit mit "meinem Alki" auch. Nach solchen Gesprächen hab ich dann immer wieder gehofft, dass alles gut wird. Irgendwann wurde es auch gut, allerdings musste ich da dann deutlich härtere Geschütze auffahren.

Achte gut auf dich. Du hast schon so viel geschafft. Und erinnere dich. Wenn dich jemand auf deine Art zu essen angesprochen hat, hast du dann ehrlich erzählt, was du isst? Meine Erfahrung mit Suchtkranken hat mir immer wieder gezeigt, dass das, was zugegeben wird, nur die Spitze des Eisberges ist. Das Trinken verbergen lässt sich ja offensichtlich nicht. Das ganze Ausmaß zuzugeben, würde aber einem Eingeständnis der Sucht gleichkommen.

Du kennst durch deine eigene Krankheit eine Menge über Sucht. Ich denke, es könnte gut sein, wenn du dich an dein eigenes Verhalten zu dieser Zeit erinnerst. Dann wirst du sicherlich sein Verhalten besser einschätzen können.

Du fragst, wie du ihm glauben kannst, dass er nichts trinkt. Ich habe lange Zeit "seinen" Worten geglaubt, obwohl ich anderes empfunden hatte. Zum Schluss fühlte ich mich fast wie verrückt, weil alle Zeichen für ein Trinken sprachen und er mir hoch und heilig versicherte, es wäre nicht so. Dank Wodka war auch wenig Geruch vorhanden. Und so fühlte ich mich ständig unsicher. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass meine Empfindungen richtig waren und seine Worte nicht. Seither habe ich eine ganz andere Art, mit meinem "Bauchgefühl" umzugehen.

Nexia, ich kann dich gut verstehen und finde es gut, das du Konsequenzen im Falle eines Weitertrinken androhst. Es erfordert dann aber auch deine Konsequenz, dies durchzuhalten. Aber das hast du ja hier sicherlich schon mehrfach gelesen.

Ich wünsch dir Kraft, für dich den richtigen Weg zu finden.

LG
Ette
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Ette hat zum Thema: Re: mich trennen oder bleiben? geschrieben

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