| schlimmes ende... • Man kann soch seine Mutter nicht einfach so allein lassen?! |
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Nina** neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 10.09.2008 Beiträge: 3
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Verfasst am: 10.09.2008, 15:11 Titel: Wie helfe ich Mama??? |
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Moin Moin,
endlich habe ich einmal eine Seite gefunden, wo es um Kinder von Alkoholikern geht und die sich austauschen...
Da jede Geschichte individell ist möchte ich Euch auch meine kurz erzählen und hoffe das ich bei Euch Hilfe finde....
Ich bin 22 Jahre und das trinken meiner Mutter habe ich das erste mal bewusst mit 15 Jahren wahrgenommen. Ich weiß nicht ob ich davor vielleicht zu klein war um es zu verstehen aber dort ist mir bewusst geworden, dass meine Mutti abends immer was getrunken hat....
In den letzten 4-6 Jahren ist dies immer schlimmer geworden. Nun ist es so schlimm, dass meine Schwester (19) und mein Vater meine Mutter abends oft ins Bett bringen müssen, da sie auf der Couch einschläft. Wobei sie in der Phase noch am friedlichsten ist...
Möchte man mit ihr reden oder ist einfach mal nicht ihrer Meinung, wenn sie etwas getunken hat, dann fängt sie an rumzumeckern und die Türen zu knallen.
Seit knapp einem Jahr ernährt sich meine Mutti auch nur noch von einem Brot am Tag. Wenn meine Schwester nicht darauf achten würde, dass sie mehr isst würde sie das nicht machen. Sie hat bestimmt 15 Kilo abgenommen. Meine Mutter selbst findet das total toll aber wenn man ihr ins Gesicht guckt sieht sie nicht mehr so aus wie früher, sie sieht krank aus...(weiß nicht ob das mit dem Alkohol zusammen hängt).
Ich weiß von meinem Vater, dass meine Mutti keine schöne Kindheit hatte und ihr Vater,welcher früher ihre Bezugsperson war, sich von meiner Oma getrennt hat als meine Mutti 20 Jahre alt war. Er hat sich ins Ausland mit seiner neuen Familie abgesetzt und wurde nie mehr gesehen. Ich dachte, dass dies ein Grund für das Trinken meiner Mutter sei und habe an die dortige Botschaft geschrieben. Diese teilte mir kurz darauf mit, dass mein Opa vor einem halben Jahr verstorben ist. Er wäre der Schlüssel gewesen um alles aufzuarbeiten. Meine Oma war nie für meine Mutter da, diese Aufgaben erledigte meine Uroma dann, die auch vor einigen Jahren verstorben ist. Mit meiner Oma haben wir seit 5 Jahren keinen Kontakt mehr, da sie nur an sich gedacht hat. Es grenzte schon an Nazismus.
Meine Mutti hatte keine schöne Kindheit, keine Familie aber fängt man deswegen zu trinken an? Ich verstehe das nicht...Ich dachte immer, dass sie nun alles hat... 2 Kinder, ein Haus, keine Geldsorgen, sie hat in der Familie meines Vaters ihre Familie gefunden,einen Ehemann der sie trotz allem nicht hängen lässt.
Ich weiß nicht was ich machen soll, zumal mein Freund mir erzählte, dass meine Mutter auch über Tag trinken würde. Ist ja klar, meine Schwester ist zur Arbeit, mein Vater auch und mein Freund und ich haben eine eigene Wohnung. Da ist es ja am einfachsten am tag zu trinken, merkt ja keiner....Sie geht nicht arbeiten, weil sie ja den jungen Menschen den Arbeitsplatz wegnehmen würde und das Geld von Papa reicht ja, sagt sie immer. Nun hat sich meine Schwester einen Hund gekauft, der eigentlich für Mama ist... Sie soll damit wieder eine Aufgabe haben aber irgendwie hat sich nichts verändert...
Wenn ich sie denn darauf anspreche, dass sie eine Therapie machen soll und ich mit ihr auch dahingehen würde blockt sie sofort ab und es kommt der typische Spruch "ich brauch keine Hilfe ich habe keine Probleme". Am liebsten würde ich sie dann schütteln und sagen "DOCH du hast ein Problem" aber das kann ich nicht.
Die Ehe meiner Eltern existiert irgendwie auch nur noch auf dem Blatt. Wenn mein Vater vom Sport aus abends unterwegs ist ruft er immer erst an ob Mama im Bett ist, da es sonst den riesen ärger geben würde. Abends gibt es immer ärger, egal was ist. Wenn mein Vater und meine Schwester nur ruhig auf der Couch sitzen macht sie daraus auch ein tam,tam..Natülich, mein Vater ist nicht perfekt aber das er das mit meiner Mutter durchmacht und sie nicht rausgeschmissen hat zeigt mir, dass doch noch Liebe da ist.
Wie habt Ihr Euren Eltern geholfen?Wie kann man ihr das ins Bewusstsein holen, dass sie hilfe braucht...Ich weiß nicht was passiert,wenn es so weiter geht.
Ich danke Euch für Eure Zeit....
1000 liebe Grüße |
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| Nina** hat zum Thema: Wie helfe ich Mama??? geschrieben
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Wärme neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.07.2008 Beiträge: 453
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Verfasst am: 10.09.2008, 20:43 Titel: Re: Wie helfe ich Mama??? |
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Hallo Nina & herzlich Willkommen bei den Erwachsenen Kindern von Alkoholikern!
Du kannst Deiner Mutter nicht helfen, SIE MUSS IHR PROBLEM erkennen. Wir sind dem gegenüber machtlos. Habe oft versucht meinen Vater klar zu machen, dass er ein Problem hat. Nur prallt das meistens ab.
Was macht sie denn mit dem Hund? Macht sie überhaupt was mit dem? Der Gedanke nach Beschäftigung ist wirklich nett gemeint nur dreht sich der Gedanke von den Süchtigen weiterhin um Alkohol.
Gründe für Alkohol gibt es ehrlich gesagt genügend für einen Alkoholiker. Es gibt viele Leute die verlieren Menschen, habe eine schwere Kindheit trotzdem trinken sie nicht. Man kann ja auch versuchen, bewusst an Problemen zu arbeiten, diese Chance hat eigentlich jeder.
Was kann man tun? Der Alkoholiker muss selber abstürzen um zu sehen etwas ist nicht ok und den eigenen Willen haben gegen die Alkoholsucht zu kämpfen. Mein Bruder und ich plannen bald möglichst auszuziehen, ich habe viel mit meiner Mutter geredet. Was sie macht ist ihre Entscheidung und es ist nicht meine Baustelle.
Aber eine andere Frage wie geht es Dir dabei? Wie fühlst Du Dich? Kommst Du mit den Folgen für Dich klar?
lg
Marya |
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| Wärme hat zum Thema: Re: Wie helfe ich Mama??? geschrieben
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Tanja83 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.08.2008 Beiträge: 296 Alter: 29 Wohnort: Franken
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Verfasst am: 10.09.2008, 20:59 Titel: Re: Wie helfe ich Mama??? |
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Hallo Nina...
auch von mir ein "Herzliches Willkommen".
Leider muss bzw. kann ich mich Marya nur anschließen... DU kannst leider für deine Mama gar nichts tun, so schlimm das für dich momentan auch ist. Für einen Alkoholiker gibt es viele Gründe zu trinken und er wird auch immer neue Grüne geben solange er das Problem nicht selbst erkennt.
Ich weiß das hört sich jetzt alles leichter an als es ist, ich selbst falle regelmäßig in das Schema "was kann ich denn noch machen" zurück, obwohl ich schon lange erkannt habe, das ich an ihrer Trinkerei nichts ändern kann.
Nutze dieses Forum für dich... denn für dich selbst kannst du viel tun!!! Jeder ist für sich selbst verantwortlich und eine schwere Kindheit ist bestimmt nicht einfach... aber wir hatten es mit unseren Müttern auch nicht einfach und müssen unsere "Last"schleppen.
Lies dich durch das Forum, vielleicht auch durch die Alkohliker... da kann man viel über "ihre" Gedankengänge erfahren und auch bei "uns Kindern" kann man sich austauschen oder einfach nur lesen.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und drücke dir die Daumen das du den für dich richtigen Weg findest...
Lieben Gruß
Tanja |
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| Tanja83 hat zum Thema: Re: Wie helfe ich Mama??? geschrieben
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Feelein neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.08.2008 Beiträge: 77
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Verfasst am: 11.09.2008, 10:02 Titel: Re: Wie helfe ich Mama??? |
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Hallo Nina,
ich bin in einer ganz ähnlichen Situation wie Du und muss mich Marya und Tanja leider anschließen: Egal, was Du tust, Du wirst nichts an der Sauferei Deiner Mutter ändern können.
Das tut wahnsinnig weh, das zu erkennen, aber leider ist es so. Geh ihr aus dem weg, wenn Du die Möglichkeit dazu hast. Man kommt an Alkoholkranke nicht ran, der Stoff ist einfach stärker.
Tu etwas für Dich, damit Du dabei nicht auf der Strecke bleibst. |
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| Feelein hat zum Thema: Re: Wie helfe ich Mama??? geschrieben
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Schnubbel Gast
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Verfasst am: 02.10.2008, 12:59 Titel: Re: Wie helfe ich Mama??? |
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Hallo ihr,
ich habe auch eine ähnliche Situation wie Nina,und ich kenne das, das man unbedingt was tun will um der eigenen Mutter zu helfen. Ich weiß das der Alkohol stärker ist und das man süchtigen nicht helfen kann. Sie müssen allein darauf kommen das sie ein Problem haben. Wie oft hab ich mir diese Sätze schon ins Gedchtnis gerufen. Aber dann kommt wieder das große grübeln.... Man kann seiner Mutter doch nicht einfach zu sehen wie sie sich zu Tode säuft, man kann doch seine eigene Mutter nicht einfach im Stich lassen. Man kann sie doch nicht einfach allein lassen. Immerhin ist es die eigene Mutter die einen Jahrelang beschützt hat und die immer für einen da war. Man WILL einfach nicht zu gucken müssen wie sich die eigene Mutter zerstört!!!
Ich habe mal darüber nachgedacht sie zwangseinweisen zu lassen, aber ich kenne mich da so gar nicht aus, geht das überhaupt einfach so? Oder vielleicht zumindest in eine Zwangstherapie...
Ich hab oft mit meiner Mutter geredet wegen einer Therapie und so (natürlich nur wenn sie nüchtern war) aber sie ist immer der Meinung das sie es auch ohne Hilfe allein schafft davon los zu kommen. Und das sie ja auch Arbeiten geht, hat sie schiss das die Kollegen was mit bekommen. Dabei glaube ich das die das schon längst mitbekommen haben.
Gruß Schnubbel |
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| Schnubbel hat zum Thema: Re: Wie helfe ich Mama??? geschrieben
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Roa aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.09.2008 Beiträge: 614
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Verfasst am: 02.10.2008, 13:56 Titel: Re: Wie helfe ich Mama??? |
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Hallo Nina,
ich kann mich auch nur den anderen anschließen, du kannst ihr nicht helfen. Süchtige müssen selbst die Entscheidung treffen ihr Leben zu ändern. Du kannst deiner Mutter immer signalisieren, dass du in diesem Falle, wenn sie eben diese Entscheidung trifft ihr zur Seite stehen wirst.
Aber so wie es ist, kannst du ihr nicht helfen. Wir alle hatten auch keine leichte Kindheit, meinst du nicht? Und wir treffen die Entscheidung anders zu lernen damit umzugehen als durch Drogen davor wegzurennen. Genau diese Entscheidung hätte deine Mutter auch treffen können und kann sie immer noch.
Gerade was du beschreibst, dass sie doch eigentlich alles hat was sie braucht, das ist das was es ihr so bequem macht. Sie kann sich in ihre Sucht flüchten und verliert dabei nichts, sie spürt keine Konsequenzen, denn alle stehen ja noch zu ihr und auch materiell geht es ihr gut.
Die meisten Alkoholiker die es schaffen, haben zuerst alles verloren.
Ich und meine Schwester sind seit kurzem aus dem Haus und meiner Meinung nach wäre es das Beste wenn mein Vater die Scheidung einreicht und sie in die Situation kommt, wo sie entscheiden muss zwischen völligem Absturz und der letzten Gelegenheit sich selbst zu retten.
Dass dein Opa nicht mehr lebt tut mir sehr Leid, aber mache die bloß keine Vorwürfe, dass du ihn nicht früher gefunden hast, das hätte sie auch nicht einfach so aus der Sucht herausgeholt.
Natürlich muss sie im Grunde ihre Kindheit aufarbeiten, aber dazu hätte es nicht gerreicht, dass er einfach wieder auftaucht.
Wichtig ist: du kannst ihr nicht helfen! kümmer dich um dich selbst. du wirst unter deiner kindheit gelitten haben und du kannst jetzt die entscheidung treffen nicht wie deine mutter vor ihren, vor deinen problemen und gefühlen zu fliehen.
Darum schließ ich mich Marya an: du hast gar nichts zu dir gesagt, wie geht es dir mit all dem?
denk an dich, wir sind die kinder, wir sind NICHT verantwortlich für die Probleme unserer eltern und wir sind NICHT dafür da ihnen zu helfen.
ich hab auch erst vor kurzem den weg in dieses forum gefunden und ich denke auch dir kann es sehr helfen die sucht zu verstehen.
und so blöd und so daher gesagt wie es klingt, lese bücher zu dem thema, es hilft unsere situation aus einer anderen perspektive zu betrachten.
dazu zählen natürlich auch gespräche mit freunden und der erfahrungsaustausch hier etc.
den tipp von anja auch in den foren der alkoholiker etwas mitzulesen finde ich sehr gut, da lernt man viel über die verhaltensmuster von abhängigen, denn die leute die dort schreiben sind alle selbst in ganz verschiedenen phasen, dadurch gelingt es die sucht der mutter als krankheit zu erkennen und es zeigt vor allem, dass sie sich nur selbst helfen können, die abhängingen.
und ich kenne das auch was schnubbel geschrieben hat, aber eine zwangseinweisung, die übrings nich leicht überhaupt rechtlich zu rechtfertigen ist fast nie von nutzen, schließlich is dann keine bereitschaft dahinter die sucht zu bekämpfen von seiten deiner mutter.
ja, es ist schrecklich, meine mutter wird höchstwahrscheinlich auch irgendwann an ihrer sucht versterben. aber es ist nicht meiner schuld. wir können unsere eltern nicht ändern, das können sie nur selbst.
lieber gruß, roa |
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| Roa hat zum Thema: Re: Wie helfe ich Mama??? geschrieben
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