| Meine Mutter - nicht respektierter Kontaktabbruch • Verliebt oder nur der Wunsch nach Nähe? |
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Maruschka neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.09.2008 Beiträge: 250 Alter: 47
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Verfasst am: 07.09.2008, 20:32 Titel: Endlich aufgewacht! |
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Hallo,
ich lese hier schon eine Zeit lang mit, bevor ich jetzt endlich den Mut gefasst habe, mich anzumelden. (Ich habe jetzt einfach meinen Eintrag von der Vorstellung kopiert.)
Nachdem es mir im letzten Jahr gesundheitlich (psychisch und körperlich) immer schlechter ging, habe ich mich entschlossen, in eine psychosomatische Klinik zu gehen. Ich war dort ab Anfang Januar für sechs Wochen. Es war für mich eine sehr intensive Zeit. Voller schmerzlicher Erinnerungen und Erkenntnissen. Hier lernte ich, dass es für meine ganzen Probleme kurzgefasst einen Begriff gibt: Co-Abhängigkeit. Mir wurde klar, dass ich nicht nur Opfer bin, sondern auch “Täter”. Dass das System nur mit meiner Hilfe funktioniert. Dass ich nur für mich verantwortlich bin. Und dass ich “für mich” da sein muss, um gesund zu werden.
Für mich war meine Kindheit nicht gerade toll. Dass diese ursächlich für meine Probleme sein sollte, habe ich mich schon schwer getan zu verstehen, aber nicht gefühlt. Erst als ich das Buch “Um die Kindheit betrogen” gelesen habe, habe ich endlich einen Zugang zu meinen Gefühlen - auch wenn es unsäglicher Schmerz war- gefunden. Und ich habe erkannt, dass ich zwar in der Kindheit keine Wahl hatte - ich musste irgendwie überleben -, aber jetzt habe ich die Wahl, wie ich damit umgehe. Ich weiss jedoch, dass ich eine lange Zeit vor mir habe, zu Lernen und zu Wachsen.
Zu meiner Geschichte:
Ich habe sehr viel verdrängt und vergessen, wohl weil es mir zu weh getan hat. Körperliche Gewalt war in meiner Kindheit nicht das Thema. Auch gab es immer zu essen, wir wurden gekleidet. Nach außen hin war alles in Ordnung (wobei ich immer mehr zur Überzeugung komme, dass viele wussten, was los ist). Aber wie ich jetzt erkannt habe, auch weil ich jetzt den Schmerz scheibchenweise zulassen kann, war meine Kindheit für mich die Hölle.
Mein Vater war für mich eigentlich ein typischer Quartalssäufer. Von meiner Mutter unter “Kontrolle” gehalten, ist er alle paar Wochen abgestürzt und stockbesoffen nach Hause gekommen. Erst vor ein paar Wochen ist mir klar geworden, wie normal es für mich war, dass wenn er von einer Sauftour nach Hause gekommen ist, er bei mir ans Fenster geklopft hat, um ins Haus zu kommen. Er hatte nämlich keine Schlüssel dabei. Und meine Mutter hat den Schlüssel, der in der Briefkastenrolle lag, dann rausgenommen, damit er nicht selber aufsperren konnte. Nach der Scheidung ist er dann total abgestürzt. Schwierigkeiten auf der Arbeit, ständige Geldprobleme trotz sehr gutem Verdienst, 2-maliger Führerscheinverlust usw. Letztes Jahr im November ist er dann verstorben (Lungenkrebs). Er war auch starker Raucher.
Ich wusste auch, dass meine Mutter medikamentenabhängig war/ist. Was mich jedoch erschüttert hat, war die Erkenntnis, dass auch meine Mutter Alkohol in rauen Mengen konsumiert hat. Ich habe dies total verdrängt. Ich wollte es nicht sehen. Aber es wurde mir von meinem jüngeren Bruder und auch meiner Oma jetzt bestätigt. Und für mich haben sich einige Erklärungen ergeben für ihr Verhalten. Ich konnte mich erinnern, dass sie massenweise einen Appetitzügler konsumiert hatte. Dieser wurde einige Zeit später vom Markt genommen. Allerdings gibt es ihn jetzt wieder. Ich habe herausgefunden, dass er psychisch abhängig gemacht hat und Glücksgefühle verursacht hat. Und in Verbindung mit Alkohol wohl das totale Gift ist. Mit ihrer Unberechenbarkeit und ihren Gefühlsausbrüchen hat sie die gesamte Familie zu ihren Gunsten manipuliert. Und geschafft, dass ihre drei Kinder alle psychische - und andere - Probleme haben.
Ich habe mich in euren Geschichten wiedererkannt. Mangelndes Selbstvertrauen, kein Vertrauen in Andere, Nähe nicht zulassen können, Streben nach Perfektionismus, Anerkennung und Bestätigung, Schwierigkeiten auf Andere zuzugehen, und noch vieles mehr.
Nach meinem Klinikaufenthalt habe ich es schon geschafft, mein Verhalten gegenüber meiner Mutter zu ändern. Ich habe emotionale Distanz zu ihr aufgebaut. Nach ihrem Schlaganfall im Dezember (vier Wochen nach dem Tod meines Vaters) ist sie halbseitig gelähmt und seit Februar nun im Pflegeheim. Übrigens habe ich nur ca. 5 Sekunden mit dem Gedanken gespielt, meinen Klinikaufenthalt zu verschieben. Es kam für mich überhaupt nicht in Frage, sie selber zu pflegen. Hier hat mir mein Selbsterhaltungstrieb schon sehr viel geholfen. Ich besuche sie regelmäßig, versuche aber, mich nicht mehr auf ihre Spielchen einzulassen. Auch als es um die Frage ihrer Betreuung ging (sie hat das Verfahren selber eingeleitet, weil sie mir eins auswischen wollte), habe ich es geschafft, NEIN zu sagen. Sie hat jetzt eine sehr nette Betreuerin.
Jetzt ist mein Einstand doch sehr lange geworden. Aber ich möchte mich nicht entschuldigen hierfür. Es war mir ein Bedürfnis, das loszuwerden.
Und auch euch zu danken für die Zeit, wo ich unerkannt bei euch mitgelesen habe. |
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| Maruschka hat zum Thema: Endlich aufgewacht! geschrieben
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caro1969 sehr aktiver Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 01.09.2007 Beiträge: 5934
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Verfasst am: 07.09.2008, 21:29 Titel: Re: Endlich aufgewacht! |
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hallo maruschka!
herzlich willkommen bei uns kindern,lächel..
ich freue mich auf den austausch mit DIR,denn ich kann mich mit deinem "werdegang"sehr gut identifizieren!!!!!!
DU hast ne ganze menge schon geschafft...und DU wirst noch vieles mehr schaffen um DEIN leben nun WIRKLICH zu leben...
sei stolz auf DICH!...du kannst es sein,lächel...
liebe grüsse caro |
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| caro1969 hat zum Thema: Re: Endlich aufgewacht! geschrieben
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Maruschka neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.09.2008 Beiträge: 250 Alter: 47
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Verfasst am: 08.09.2008, 19:57 Titel: Endlich aufgewacht! |
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Hallo Caro,
ich bedanke mich herzlich für deine liebevolle Begrüßung.
Es fällt mir schwer, über mich zu reden. Gestern, nachdem ich mich angemeldet hatte, bekam ich sofort wieder eine Riesenpanik. “Oh Gott, dachte ich, du weißt doch, dass du Probleme hast, dich anderen mitzuteilen. Was willst du hier.”
Aber ich versuche es:
Ich bin sehr harmoniebedürftig. Laute Streitereien, auch wenn sie mich gar nicht betreffen, sind sehr unangenehm für mich. Ich versuche sämtlichen Konflikten aus dem Weg zu gehen, was im übrigen gar nicht so einfach ist. Das bedeutet nämlich, dass ich soziale Kontakte sehr einschränke. Wenn ungute Stimmung ist, beziehe ich das sofort auf mich. Wenn jemand ärgerlich ist, denke ich sofort, was hast du gesagt oder getan. Einen Konflikt auszutragen, der unvermeidbar ist, ist für mich Stress pur. Da werde ich ganz nervös. Mir fehlen die Worte und kann daher mein Anliegen nicht richtig vertreten. Ein richtiger Streit z.B. auch mit meinem Mann ist sehr selten. Meistens gehe ich ihm dann einfach aus den Weg. Ich verziehe mich in meinen “Schmollwinkel”. Oft neige ich dazu, lieber den Kontakt zu einer anderen Person ganz abzubrechen, als sie darauf anzusprechen, wenn etwas vorgefallen ist.
Lange dachte ich, ich kann gar nicht richtig wütend werden. In den letzten Monaten kam aber die Wut (hauptsächlich auf meine Mutter, oft aber auch auf mich) hoch. Das war wichtig für mich. Auch wenn sie mir teilweise in dieser Heftigkeit ganz schön zugesetzt hat. Aber ich habe erkannt, dass ich die Wut erst spüren muss, um sie endgültig loslassen zu können. Denn ich will nicht, dass mich die Wut auf meine Kindheit mein Leben lang begleitet.
Ich glaube, dass reicht erst mal für heute.
Liebe Grüße
Renate |
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| Maruschka hat zum Thema: Endlich aufgewacht! geschrieben
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caro1969 sehr aktiver Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 01.09.2007 Beiträge: 5934
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Verfasst am: 08.09.2008, 21:59 Titel: Re: Endlich aufgewacht! |
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hallo renate!
weisst du was das schöne hier ist!?
DU kannst IMMER DANN SCHREIBEN wenn DIR danach ist...24 std lang.
gib dir einfach die zeit die du brauchst.ich kann verstehen was du für HEMMUNGEN hast dich mitzuteilen.überlege mal wie lang man schon mit dieser allgegenwärtigen vergangenheit lebt!
also kopf hoch,ich find es gut das DU dich nun traust...wirst sehen,wenn du einmal sozusagen diese erleichterung beim schreiben spürst...wird es immer EINFACHER!
das schreiben wird dir die angst nehmen.
liebe grüsse caro |
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| caro1969 hat zum Thema: Re: Endlich aufgewacht! geschrieben
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Weitsicht Gast
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Verfasst am: 09.09.2008, 19:36 Titel: Re: Endlich aufgewacht! |
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Hallo Renate,
ich klopfe mal zaghaft an Deiner Türe, wir hatten am gleichen Tag, den Mut uns hier anzumelden.
Wir haben Mütter die tabletten und alkoholabhängig waren.
Auch ich habe Angst vor Konflikten.
Früher zog ich mich beleidigt von meinem Mann zurück, bei Streitigkeiten.
Erst durch meine hochkommenden Ängste nach der Geburt von meiner Tochter, änderte ich mein Verhalten meinem Mann gegenüber, heute kann ich ihm meine Wut über sein Verhalten auch mal entgegenschreien. Die Lösung wie wir uns besser streiten sollten, ohne tiefe Verletzungen beim anderen zu hinterlassen, haben wir leider noch nicht gefunden. das ist mit ein Grund gewesen, mich hier anzumelden, weil ich glaube, dass das mit unserer Kindheit zusammenhängt, da wir beide Alkoholiker als Elternteile hatten.
Wie geht es Dir?
lg Weitsicht |
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| Weitsicht hat zum Thema: Re: Endlich aufgewacht! geschrieben
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Maruschka neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.09.2008 Beiträge: 250 Alter: 47
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Verfasst am: 09.09.2008, 20:43 Titel: Endlich aufgewacht! |
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@ Hallo Caro,
nach meiner anfänglichen Panik über meinen eigenen Mut, geht es mir schon besser.
Mir fällt es leichter, einen langen Brief mit sachlichem Inhalt zu formulieren (arbeite im Büro), als über mich selber zu schreiben. Aber ich stelle fest, langsam wird es besser.
Heute habe ich den schönen Spätsommertag genutzt, habe den Kugelschreiber früher als sonst fallen lassen und bin mit meinem Mann radeln gegangen. Hat richtig gut getan.
Ich habe bei dir gelesen, dass du seit Mai keinen Kontakt mehr mit deiner Mutter hast. Vor ein paar Jahren habe ich das auch mal geschafft für ca. drei Monate. Mir ging es noch nie so gut wie in dieser Zeit. Dann habe ich mich aber doch wieder einwickeln lassen. Na ja, hatte auch lange Übungszeit hierfür . Aber seit meinem Klinikaufenthalt habe ich mein Verhalten gegenüber meiner Mutter verändern können (hört sich leichter an, als es ist. Sie versucht halt immer wieder die alten Knöpfe zu drücken). Geholfen hat mir hier auch die Aussage einer Schwester des Pflegeheims: "Ihre Mutter kann gut selber dafür sorgen, dass ihre Bedürfnisse erfüllt werden." Da habe ich dann schon geschluckt. Und ich dachte, hierfür wäre ich verantwortlich.
Seit sie von ihren Tabletten (Antidepressiva, Tranquilizer, Schmerzmittel und was weiß ich noch alles) auf ein vernünftiges Maß runter ist, kann man mit ihr auch wieder eine einigermaßen intelligente Unterhaltung führen. Vorher war das echt schwierig zu ihr vorzudringen. Meistens liefen Besuche so ab, dass wir 4/5 der Zeit in den Fernseher gafften und wenn wir dann gegangen sind, sie versucht hat, uns noch länger zum Fernsehschauen dazubehalten. Eine Unterhaltung war sehr einseitig. Irgendwann gingen dann auch die Themen aus.
Leider habe ich es noch nicht geschafft, mich in deinem umfangreichen Thread einzulesen. Vielleicht kannst du mir hier auch ein bisschen von dir erzählen?
@ Hallo Weitsicht,
es freut mich, dass du angeklopft hast und ich mach dir gerne die Tür auf.
Eine Lösung, wie ich mit meinem Mann streiten kann, such ich selber auch noch. Da mein Mann bei Streitereien dazu neigt, sich ständig zu wiederholen (hasse ich wie die Pest) , ist es oft besser, zu warten, bis er sich “abgekühlt” hat. Aber ich neige wie du dazu, oft auch über Dinge sehr verletzt zu sein, die einem Anderen wahrscheinlich gar nichts ausmachen. Ist wohl eine Eigenart von uns erwachsenen Kindern.
Mir geht es heute ganz gut, nachdem ich es endlich mal geschafft habe, mein Büro früher als sonst zu verlassen, obwohl meine Urlaubsrückstände noch auf Erledigung warten. Aber heute hielt mich das schöne Wetter nicht. Ich wollte raus und habe die Radltour sehr genossen.
Ich würde mich über einen weiteren Austausch mit dir sehr freuen. Wie ging es dir beim Tod deiner Eltern. Mein Vater ist ja erst letztes Jahr im November verstorben. Wir hatten ja kein tolles Verhältnis zueinander - es gab viel Streit und Schweigen, Mißverständnisse und Verletzungen -, aber trotzdem war ich sehr traurig.
Liebe Grüße an euch beide
Renate |
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| Maruschka hat zum Thema: Endlich aufgewacht! geschrieben
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Weitsicht Gast
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Verfasst am: 10.09.2008, 14:10 Titel: Re: Endlich aufgewacht! |
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Hallo Renate,
schön, dass es Dir gut geht. Es wird mir klarer, dass sich mein Mann, ähnlich wie damals meine Mutter verhält. Dieses widersprüchliche macht mich unsicher und fertig. Ohne Alkohol konnte sie liebevoll sein, mit Alkohol war sie unberechenbar. Dieses Wechselspiel das konnte ich nicht verstehen.
Mein Mann und ich alleine, ist er ein anderer Mensch, als wenn Dritte dabei sind. Ist für mich ähnliches Erleben wie früher als ich klein war. Beides konnte und kann ich nicht einsortieren. Dass es aber heute noch so viel Macht über mich hat, das ärgert mich, werde wütend auf mich selbst.
Der Tod meiner Eltern?, meine Mutter starb an Brustkrebs, ich pflegte sie bis sie starb, war 21 Jahre damals. Erleichterung war bei mir zu spüren, sie leiden zu sehen, war schlimmer, musste mich dann um meinen damals 11 jährigen Bruder kümmern, mein Mann und ich übernahmen Verantwortung für ihn, er zog zu uns. Heute weiss ich, dass ich damit überfordert war, Trauern konnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht. Erst als nach der Geburt meiner Tochter, Krebsängste bei mir auftraten, ging ich in ein Trauerseminar, um nachzuholen, was ich 8 Jahre verdrängt hatte.
Mein Vater starb nach einer Herzoperation in England. Der hiesige Bestatter riet uns ab, meinen Vater nochmals anzusehen um Abschied nehmen zu können, war kein schöner Anblick, wie mein Schwager bestätigte, da meine Schwester wissen wollte ob mein Vater wirklich im Sarg drinnen lag. War auch kein guter Abschied für mich, nach dem Tod meiner Mutter lebte er mit einer Frau zusammen, mit der wir wenig Kontakt hatten, dadurch entfernte sich mein Vater auch von uns Kindern. Fühlte mich von meinem Vater im Stich gelassen, da er sich auch um meinen Bruder nicht kümmerte.
Wie ist Dein Trauerprozess um Dein Vater, es ist ja noch nicht lange her?
lg lonia |
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| Weitsicht hat zum Thema: Re: Endlich aufgewacht! geschrieben
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caro1969 sehr aktiver Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 01.09.2007 Beiträge: 5934
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Verfasst am: 14.09.2008, 14:43 Titel: Re: Endlich aufgewacht! |
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hallo renate!
wie geht es dir heut?
bist du fleissig am lesen?
wünsch dir einen schönen sonntag...
liebe grüsse caro |
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| caro1969 hat zum Thema: Re: Endlich aufgewacht! geschrieben
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