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Mutter =Tod, war Alkoholikerin, Vater = ist Alkoholiker   •    Fühle mich sehr schnell zurückgwiesen, wer kennt das auch  
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Krümelmonster
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Anmeldungsdatum: 11.12.2006
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BeitragVerfasst am: 24.08.2008, 22:52    Titel: Mal etwas positives... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo ihr alle Winken

Zur Abwechslung möchte ich mal veruchen etwas positives zu schreiben, nachdem ich meist so viele negative Threads eröffnet habe...
Auch wenn noch nicht alles im grünen Bereich ist was ich mir, seit ich mich hier angemeldet habe, vorgenommen habe...

Aber da ich momentan ziemlich auf Kriegsfuß mit meinem Ex bin, muss ich einfach mal was schreiben um nicht zu vergessen, wieviel gutes ich erreicht habe in den letzten Monaten...
Für die von euch die mich noch nicht kennen eine Kurzfassung meiner Vergangenheit.

Ich bin ein EKS und stellte dies unter anderem durch Besuch dieses Forums fest. Zuerst geholfen hat mir mein Mann, der selber trockener Alkoholiker ist. Ich habe ihn kennengelernt, da war er bereits trocken und machte Therapie. Durch seine scharfe Beobachtung und viele Gespräche mit mir kamen wir nach und nach darauf, das meine "Marotten" wohl Gespenster aus der Vergangenheit, bzw. meiner Kindheit waren...
Der erste Versuch eine Therapie zu machen scheiterte am chronischen Therapeutenmangel...

Als paralel zu meinem "eigentlichen" Problem dann auch noch mein Ex hinzukam (der auf übelste Weise versucht hat uns meinen Sohn wegzunehmen und bis heute keine Ruhe gibt) habe ich einen zweiten Anlauf gestartet.

Zwischendurch gab es auch viel positives. Meine Anstellung ist in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übergegangen (wovor ich echt angst hatte, dass ich wieder arbeitslos werde) und mein Partner hat mich ende Juli geheiratet Sehr glücklich ... Es war total schön!

Nun muss die Therapie verlängert werden (diejenigen, die bereits in Therapie sind wissen, dass von der KK immer nur 25 Einheiten bewilligt werden und dann neu geprüft wird ob noch "Bedarf" da ist) und ich möchte eine Kur machen, wegen meiner (trotz Therapie) andauernden psychischen Probleme. Der Antrag dafür ist Sonnabend angekommen.
Am 1.September werde ich diesen mit meiner Hausärztin durchakern.

Hat jemand Erfahrungen gemacht mit "solchen Kuren"? Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wenn sie denn bewilligt werden sollte, was mich da genau erwartet. Wo kann ich dann hinfahren? Kennt sich da jemand vielleicht etwas aus??
Bin ganz offen für Eure Erfahrungsberichte!
Lieben Dank schon mal fürs lesen, Krümelmonster
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Krümelmonster hat zum Thema: Mal etwas positives... geschrieben
Karotte
sehr aktiver Teilnehmer


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Anmeldungsdatum: 18.12.2007
Beiträge: 2830
Alter: 36

BeitragVerfasst am: 25.08.2008, 00:09    Titel: Re: Mal etwas positives... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo....hatte mich in diesem Jahr auch mit dem Thema Klinik beschäftigt...angefangen bei Tageskliniken - gibt es in jeder Stadt bis hin zu speziellen Kliniken...bei mir ging es hauptsählich um die Psychosomatik...also Psychologie in Zusammenhang mit körperlichen Erkrankungen (Resultat aus den psychischen Problemen, Depression, Coabhängigkeit)...am Ende habe ich 2 Kliniken gefunden die ich wegen Ihres antroposophischen Ansatzes sehr gut fand (der Mensch als ganzes mit allen Bedürfnissen - auch gesundes Essen). Die eine ist Herdecke und die andere Filderstadt. Es soll noch mehr Kliniken in dieser Richtung geben. Diese beiden finden sich recht einfach im Netz und habe auch beide sehr informative Seiten....ich habe dann Kontakt aufgenommen und sozusagen eine Aufnahme beantragt...damit wäre ich dann zum Hausarzt wg. dem Rezept...so 4 bis 6 Wochen bekommt man erstmal genehmigt, soweit ich weiß. bei schlimmeren beschwerden auch mehr....

Viel Glück und viele Grüße
Karotte Co
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Karotte hat zum Thema: Re: Mal etwas positives... geschrieben
Krümelmonster
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 11.12.2006
Beiträge: 184
Wohnort: Hamburg-Süd

BeitragVerfasst am: 25.08.2008, 15:50    Titel: Re: Mal etwas positives... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Ihr alle!

@Karotte
Mensch, danke für die schnelle Antwort. Das was Du da schreibst über dich klingt ähnlich wie bei mir. Interessant auch, was du über die beiden Kliniken geschrieben hast.
Ist es also so, dass man auf grünes Licht von der Kasse und der Rentenversicherung wartet (wegen der Bewilligung des Antrages) und dann mehr oder weniger auf eigene Faust eine geeignete "Kurklinik" sucht? Man kann sich dort dann zur Aufnahme "anmelden"?
Ich hab echt keinen Schimmer, was mich da erwartet...
Vielleicht sind ja noch mehr hier, die damit Erfahrungen gemacht haben... Frage

Ich habe jetzt einen Moment Zeit um etwas genauer zu erzählen, wo ich jetzt seit Ende 2006, aus eigener Kraft hingekommen bin.
Anfang November 06 bin ich durch einen sehr aufmerksamen Partner und viele, viele Gespräche mit ihm darüber gestolpert, dass meine "Marotten" nicht "normal" sind, also dass ich Verhalten an den Tag gelegt habe, was unüblich und oft auch gar nicht nötig gewesen ist.

Typisch war für mich zu lügen, obwohl es garkeinen Grund gab (einfach, weil ich es so gewohnt war), auch in den normalsten Situationen. Ich bin schnell überfordert mit mir selbst gewesen, bin schnell in "Deprilöcher" gefallen, die manchmal tagelang anhielten ohne erkennbaren Grund. War oft unzufrieden, streitsüchtig, launisch... Habe oft Ausreden für mein falsches Verhalten gesucht und immer drumherumgeredet...

Bis heute bin ich nicht dazu fähig konflikte außerhalb meiner Beziehung vernünftig zu lösen, ich bekomme eine Art Panik wenn um mich herum dicke Luft ist. Versuche dann immer durch "Witzchen" die Stimmung zu lockern und die Situation zu entschärfen oder suche gleich das Weite...
Direkt mit mir verbundene Konflikte sind die Hölle für mich, reine Folter. Ich sehe (wenn es wirklich etwas schlimmes ist) einfach nur noch Rot. Mein Zorn oder wahlweise meine Hilflosigkeit überrollen mich regelrecht und ich bin handlungsunfähig. Es bessert sich zeitweise etwas (vorallem durch die Therapie), aber ich stehe noch am Anfang.

Durch die Therape ist mir klar geworden, dass in "unserem Haushalt" mir kein "übliches" Verhalten vorgelebt worden ist. Das heißt, ich wusste von klein auf an nicht, wie ich reagieren kann auf Stress und Streit, da meine Eltern beide stets vermieden habe Gefühle offen vor uns Kindern auszuleben.

Dadurch, dass meine Mutter durch die Alkoholikerkrankheit meines Vaters und ihrer Co-Abhängigkeit versucht hat ALLES von Außen von unseren vier Wänden fernzuhalten (damit auch ja niemand was mekrt) habe ich bis heute schlimmste Kontaktprobleme zu anderen Menschen. Ich kann weder entspannt ein "nettes Gespräch" führen, geschweigedenn Freundschaften schließen.

Ich habe innerlich keine Kraft dazu, weil ich es erstens nie richtig gelernthabe mich auf Menschen einzulassen und zweitens WENN ich es mal getan habe, haben mich dijenigen meißt bitter enttäuscht. Freundschaften, bzw. Freundinnen habe ich heute keine mehr Traurig ... Dabei werde ich "von Außen" so eingeschätzt, als könnte ich jeden Tag zu einer anderen Freundin fahren und Kaffeeklatsch halten... Meine Maske hat selbst heute noch Bestand. Doch die Therapie lässt mich Fortschritte machen, wenn auch nur kleine. Zumindest kann ich schon mit Arbeitskollegen "losziehen" (dann und wann) um mal etwas "Spaß" zu haben. Doch selbst das fällt mir dann sehr schwer...

Mittlerweile stehe ich halt an einem Punkt wo ich sage, ich kann nicht mehr weiter. Ich brauche Hilfe. Ich muss hier raus, mal von allem weg! ...Kennt ihr das? Den inneren Wunsch einfach mal wegzufahren um mal wieder zu sich selbst finden zu können? Ich denke, dass wird mir nur durch diese Reha ermöglicht werden... Der ganze STress die letzten Monate mit meinem Ex und seinen falschen Spielchen, dann die Gerichtsverhandlung wo er verloren hat... Und dennoch kann ich diese Sache einfach nicht loslassen. Ich habe einfach zu viel Angst etwas falsch zu machen, so dass er am ende doch noch gewinnt und mit seinen ganzen Lügen durchkommt... Das kostet sehr viel Kraft...

So, hier möchte ich erstmal einen Cut machen.
Ich bin immer noch offen für Eure Erfahrungen und Gefühle, und würde mich freuen mehr davon zu lesen!
Danke, Krümelmonster
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Krümelmonster hat zum Thema: Re: Mal etwas positives... geschrieben
simmie
sehr aktiver Teilnehmer


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Anmeldungsdatum: 23.09.2007
Beiträge: 1869

BeitragVerfasst am: 25.08.2008, 19:14    Titel: Re: Mal etwas positives... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo krümelmonster,

finde ich sehr gut, dass du positives zu berichten hast.
ein paar deiner marotten kann ich nachvollziehen, zum beispiel das mit dem lügen, bei mir ist es nicht direkt lügen, aber ich tue mich schwer zu sagen, was wirklich los ist und unterschlage da schon mal informationen.
kontakte, freunde sind bei mir ebenfalls ein schwieriger punkt und es ist bei mir auch so, dass ich nach außen sicherlich anders wirke.
im moment geht bei mir die zweite therapierunde zu ende, es gibt, so habe ich erfahren, dennoch die möglichkeit zu verlängern, und ich glaube, das werde ich auch versuchen. es bringt auf jeden fall etwas.
mit kuren habe ich keine erfahrung. eine solche habe ich auch bisher nicht in erwägung gezogen. ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass eine kur einen noch ein stück weiter bringt.
das gefühl raus zu müssen, habe ich nicht unbedingt, ich bin im gegenteil eher froh, nicht raus zu müssen, ruhe zu haben oder ruhe zu finden. das kann ich eigentlich am besten bei mir zuhause.

grüße simmie
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simmie hat zum Thema: Re: Mal etwas positives... geschrieben
Gotti
sehr aktiver Teilnehmer


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Beiträge: 3354
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BeitragVerfasst am: 25.08.2008, 20:09    Titel: Re: Mal etwas positives... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Krümelmonster!
Als ich meiner Ex - Kollegin von dem Vorschlag des Orthopäden, mich zur Kur zu schicken hörte, riet sie mir spontan nach Lahnstein / Rhein zu gehen. Dort findet man auch sehr gute psychosomatische Hilfe. Bei mir sind die ganzen jahrelangen Rückenprobleme sicherlich auch auf die seelischen Probleme zurückzuführen. Im Moment bin ich, obwohl mein Mann seit 10 Monaten trocken ist, total auf dem Tiefpunkt. Es spielen eben auch noch viele andere Faktoren mit (Gespenster aus der Kindheit), die einem zu schaffen machen. Da kann ich dich sehr gut verstehen, auch wenns bei mir anders aussieht.
Ich wünsche dir auf jeden Fall die "richtige" klinik zu finden, und eine sehr gute Kur für dich zu erleben! Damit es dir schnell wieder besser geht!
Alles Gute, Gotti.
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Gotti hat zum Thema: Re: Mal etwas positives... geschrieben
Krümelmonster
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 11.12.2006
Beiträge: 184
Wohnort: Hamburg-Süd

BeitragVerfasst am: 25.08.2008, 22:12    Titel: Re: Mal etwas positives... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Gotti! *winke*
...Und danke für Deine Empfehlung. Mal sehen, was google so hergibt über deinen Tip...
War auch sonst schon fleißig. Habe mir schon einige Kliniken virtuell angesehen. Ich war noch etwas hin und hergerissen zwischen Meer oder Berge... Es gibt ja Kliniken OHNE ENDE! Zwar auch für vieles, was nicht für mich zuständig wäre, aber EINE habe ich mir schon ausgeguckt und gleich mal Infomaterial angefordert.

Ich mache mir zwar nicht so viele Hoffnungen, dass ich da so spontan was bekommen würde... aber man weiß ja nie. Die Klinik liegt idyllisch im Allgäu und befasst sich ausschließlich mit Frauen, die unter Burn-out und verwandten Themen leiden... Allerdings haben die nur eine begrenzete Bettenzahl und wer weiß, ob die dieses Jahr noch was frei haben Frage Da heißt es FLEXIBEL bleiben...

Auch so ein Problem von mir... Wenn ich mir mal was in den Kopf gesetzt habe und diese Sache dann nichts wird, bedeutet das für mich schon sowas wie die persönliche Apokalypse! Ich bin dann sowas von enttäuscht wenn etwas nicht so passiert wie ich es mir gewünscht habe *vollkrise*. Daher versuche ich mich von Anfang an nicht gleich total auf diese Kurklinik zu fixieren...

Die Klinik die ich VORLÄUFIG ins Auge gefasst habe nennt sich "Klinik Hohes Licht". Wer googelt erfährt näheres... Auf den ersten Blick echt toll... Also, ich werde diesen Thread mal als meinen persönlichen "Kurfinder" aufrechterhalten. Wer mag kann sich gerne zum Thema weiter äußern...

Was hat euch eure Kur gebracht? Wart ihr hinterher zufrieden oder enttäuscht? Was hättet ihr euch gewünscht, oder was habt ihr vermisst? Was hat euch besonders gefallen? Seit ihr dadurch weitergekommen in eurer "Lebensumgestaltung"?

Lieben Gruß, Krümelmonster
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Krümelmonster hat zum Thema: Re: Mal etwas positives... geschrieben
Skye
Gast






BeitragVerfasst am: 25.08.2008, 23:36    Titel: Re: Mal etwas positives... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Krümmelmonster,

erstmal nachträglich alles Gute zur Hochzeit.

Es gibt mehrere Möglichkeiten einer Kur oder Reha-Maßnahme wie es auch heißt. Das eine ist die von Karotte beschriebene, dann gibt es noch eine sog. Akuteinweisung was einem Krankenhausaufenthalt, eben nur in einer entsprechenden Klinik, gleichkommt, die kann Dein Hausarzt ausstellen, Infos gibt’s dazu auch bei der Krankenkasse oder einfach mal beim Therapeuten nachfragen. Und dann gibt es noch den Antrag auf Reha bei der Rentenversicherung Bund, vormals BfA und LVA.

So wie Du schreibst gehe ich mal davon aus das Du einen Antrag bei der Rentenversicherung stellen willst. Den Antrag stellt im Allgemeinen der Hausarzt, Du musst noch ein wenig von Dir angeben. Ich kann da aus eigener Erfahrung nur raten jede falsche Bescheidenheit abzulegen und wirklich jedes Problem, jede Belastung und jede gesundheitliche und psychische Einschränkung anzugeben die Dich belasten und/oder Deine Erwerbsfähigkeit einschränken könnten. Auch Dein subjektives Empfinden Deiner Probleme ist dabei nicht unwichtig, nicht nur die medizinische Beurteilung Deines Arztes. Bei diesem Antrag hast Du die Möglichkeit einen Wunsch zu äußern in welche Klinik Du möchtest (extra Blatt formlos, ist im Antrag so nicht vorgesehen). Auch hier ist eine gute Begründung von Vorteil. Eigene subjektive Sicht, nicht medizinische Sicht, Du bist kein Arzt und die prüfenden Ärzte lesen nicht gerne Eigendiagnosen von Laien oder nachgesprochenes von Ärzten. Was Deine Hausärztin dazu sagt steht ja bereits im Antrag. Es kann sein, dass sie Deinem Wunsch entsprechen, kann aber auch sein, dass Du eine andere Klinik zugewiesen bekommst. Widerspruch dagegen ist unter Umständen möglich, solltest Du aber nicht allein ohne fachkundige Hilfe tun. Die letzte Entscheidung liegt jedoch beim Kostenträger und nicht bei Dir.

Wenn Du Glück hast, wird Dein Antrag ohne Umwege genehmigt. Ich will hier nicht unken, aber leider ist es so, dass diese Anträge sehr häufig abgelehnt werden. Bei mir war es so und ich bin da bei weitem kein Einzelfall, die Erfahrung haben auch viele andere gemacht. Ich kann Dir nur raten, einen eventuell notwendigen Widerspruch nicht ohne professionelle Hilfe einzulegen. Ich war leider so naiv.

Bei mir wurde mit der Begründung abgelehnt, dass ich das auch ambulant machen kann. Die Tatsache, dass ich das zu dem Zeitpunkt bereits 1,5 Jahre machte, wurde großzügig ignoriert. Also habe ich meinen Widerspruch darauf begründet, dass ich ja schon tue was sie als notwenig erachten, allerdings nicht mit dem gewünschten Erfolg. Er wurde wieder abgelehnt. Auch das ist nach meiner Erfahrung leider mehr als gängige Praxis. Die Begründungen waren mehr als abenteuerlich. Alles sehr seltsam was ich da angeblich so beantragt hatte. Geschockt

Ich habe mir dann Hilfe geholt. Mit dem VdK (Verein deutscher Kriegsversehrter) habe ich dann Klage beim Sozialgericht eingereicht (die Klage dort ist kostenlos) und Erfolg gehabt. Kannst Du, wenn nötig, ja mal unter VdK googeln. Du musst zwar Mitglied werden und ganz umsonst machen die das auch nicht. Aber ich finde es erschwinglich und es ist immer noch wesentlich billiger als ein Anwalt.
Die Genehmigung kam dann so schnell, dass es schon seltsam anmutete, so wie sich vorher geziert haben. Ohne üblichen Gutachter und ähnliches, einfach Wusch, „Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können…“. Hätte ich den Widerspruch schon mit Hilfe eingereicht, wären mir der Klageweg und der Zeitverlust dadurch eventuell erspart geblieben. Jedenfalls war meine Entscheidung den Widerspruch allein einzulegen nicht sehr klug. Hinterher ist man immer schlauer. Jetzt geht’s nächsten Monat los, direkt für 6 Wochen. Die haben sich wohl entweder gedacht sie könnten mich damit abschrecken oder wollten mich los sein, sichergehen, dass ich nicht weiter nerve, und haben mir direkt das volle Programm genehmigt. Keine Ahnung, mir auch egal, ich habe, was ich wollte eine Kur. Manchmal muss man eben auch um etwas kämpfen, wenn man es unbedingt will.

Soviel dazu, ich schreib das nur, damit Du für den Fall der Fälle nicht enttäuscht bist, eventuell mutlos aufgibst und nicht die gleichen gutgläubigen Fehler machst wie ich. Man bekommt nicht immer so einfach das was einem zusteht. Ich wünsche Dir, dass Dein Antrag nahtlos durchgeht und Du nicht so lange warten musst wie ich.

Gruß
Skye
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Skye hat zum Thema: Re: Mal etwas positives... geschrieben
Krümelmonster
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 11.12.2006
Beiträge: 184
Wohnort: Hamburg-Süd

BeitragVerfasst am: 27.08.2008, 21:13    Titel: Re: Mal etwas positives... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Ihr alle! *winke*

@Skye *freu* Sehr glücklich
Hallo DU! Schön was von Dir geschrieben zu bekommen!
Deine kompetente Antwort ist für mich eine große Hilfe, ehrlich.
Das die Kuren meist alle von vornherein erstmal abgelehnt werden habe ich leider auch schon von vielen anderen hören müssen. Auch von Fällen, die in meinen Augen noch härter waren als mein eigener (wobei ich meinen jetzt sicher nicht runterspielen möchte)...

Gerade viele Mütter (besonders Alleinerziehende) haben es da echt schwer, und dass obwohl die Krankenkassen seit der Gesundheitsreform im April letzten Jahres dazu verpflichtet sind Kuren zu genehmigen Böse ...

Ich habe mir selbst vorgenommen nichts "auszulassen", auch nicht die Dinge und Wehwehchen, die sich über die Jahre schon als etwas "normales" eingeschlichen haben. Über starke Rückenbeschwerden, Erschöpfungszuständen, Zittern, Überforderung, Essstörungen, Herzprobleme und Tinitus ist da alles dabei (schonungslos). Selbst Suizidgedanken habe ich mit erwähnt (trotz Therapie schleichen sie sich dann und wann wieder ein Traurig ...)

... Ist schon schwer absolut ehrlich zu sich selbst zu sein, aber ich brauche diese Reha ganz ehrlich und ich sehe das auch nicht als Urlaub (wenn die Krankenkassen diesen Verdacht haben lehnen sie solche Maßnahmen auch ganz schnell in den Schredder). In einem anderen Forum wo ich unterwegs bin wird auch fast jeder Erstantrag abgelehnt.

Ich habe mir folgende Taktik überlegt. Die Anträge habe ich (wie Du schon vemutet hast) vom Rentenversicherungsträger erhalten (über die Krankenkasse). Nun habe ich zusätzliche Bögen für den Arzt und mich beim Müttergenesungswerk runtergeladen, ausgedruckt und ausgefüllt. Dort ist überall das Emblem drauf zu sehen und falls die Gutachter den Erstantrag wirklich ablehnen, gehe ich auch auf jeden Fall zum Müttergeneungswerk hier im Ort und lass mir beim Widerspruch helfen.

Außerdem habe ich gelesen, dass die einem bei finanziellen Engpässen (z.B. beim Tagegeld das man selbst berappen muss) mit Spendengeldern (natürlich nur unter bestimmten Voraussetzungen) unterstützen... Wäre also Sinnvoll dort so oder so mal "anzubimmeln" und sich vorzustellen...

Und Du hast gleich sechs Wochen bekommen? Geschockt Alle Achtung! Und ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du durch die Kur auch das erreichst, was Du Dir davon versprichst!
Bis dahin noch mal danke für Deine super Tipps und ich werde hier in diesem Thread weiterhin berichten, wie es bei mir mit dem Kurantrag so läuft.

Lieben Gruß an alle, KM
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Krümelmonster hat zum Thema: Re: Mal etwas positives... geschrieben

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