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Wie wird es weiter gehen?

 
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Steffi241184
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 21.08.2008
Beiträge: 2
Alter: 27

BeitragVerfasst am: 22.08.2008, 07:32    Titel: Wie wird es weiter gehen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo,

ich weiß nicht so recht wie ich anfangen soll, also stell ich mich erst mal vor, wozu der Vorstellungsbereich ja auch da ist... Smilie

Also, ich heiße Steffi und bin 23. Mein Eintrag dreht sich vordergründig nicht wirklich um mich sondern um meinen Freund (24). Wir haben uns vor 4,5 Monaten durch seine Schwester kennengelernt. An diesem Tag hatte er das, was er die nächsten folgenden Monate noch oft hatte haben wird. Eine Fahne. Und was für eine. Naja, sind dann halt doch noch zusammen gekommen und ich weiß nicht wieso, aber auf seine Bitte habe ich ihm nach Feierabend 1 oder 2 Flaschen Bier mitgebracht. Muss dazu sagen er trinkt nichts anderes. Also keine harten Sachen, wie Wodtka und so was. Es vergingen dann so 6 Wochen, ich weiß ist nicht wirklich lang, aber für jemanden der es eigentlich ablehnt wenn der Partner täglich was trinkt (ich weiß es war nicht hilfreich ihm noch was zu kaufen) ist es doch recht lang. Ein Erlebnis mit ihm hat dann auch den entschiedenen Entschluss verstärkt mich von ihm zu trennen. Das war so: Wir (seine Schwester, ihr freund, meine schwester und ihr damaliger freund und wir beide natürlich) wollten Schwimmen fahren, da das Schwimmbad aber ne ganze Ecke entfernt ist, sind wir mit dem Zug gefahren und das um 8 Uhr morgens. Als ich gegen 6 bei ihm war hatte er zu meinem Entsetzen schon das nächste Bier gefasst und das ging so weiter bis wir da am Bahnhof ankamen. Er hat sich auch im Zug und anschließend im Bus mehr als danaben benommen, Er hat das natürlich ganz anders gesehen und mich in die "man mausi, was zickst du denn schon wieder rum-ecke" geschoben.

Nun gut, ich hab ihm ein paar Tage bevor ich mich dann von ihm getrennt hatte noch gesagt, dass ich mich von ihm trenne, wenn er nicht aufhört zu trinken, wobei ich sagen muss, das er es eigentlich gemerkt hat, wie ich mich verhalten hab, wenn er voll war und wie wenn er es nicht war. Auch wenn er nciht jeden Tag betrunken war, hat er doch täglich sein Bier getrunken. Egal von wo. er hatte immer was bekommen.

Ich hatte mich dann von ihm getrennt aus genau diesen Gründen, und er beteuerte, das er aufhört, weil er mich liebt. ich wollte davon aber nichts wissen, weil ich ja erst ma genug von ihm hatte. Und was war? 3 Tage später seh ich ihn mit ner Flasche Bier in der Hand. Wir wohnen in der selben Straße und in der selben Etage, da können wir alles genau sehen.
Er meinte dann, das er ja nich weiß, ob es sich denn überhaupt lohnt aufzuhören, da ich ihm mehrmals zu verstehen gegeben habe, das aus uns so schnell nichts mehr wird.

Man hat auch genau gemerkt, wenn er nichts getrunken hatte. Dann hat er richtig Schweisausbrüche bekommen. Ist das normal?

So vergingen dann noch mal 6 Wochen. In denen wir uns mal mehr mal weniger gut verstanden hatten. Er hat richtig gekämpft um mich und sich um ein freundschaftliches Verhältnis bemüht, wenn er mich schon nicht wieder haben konnte. In dieser Zeit hat er sich dann auch verstärkt mit "Freunden" getroffen mit denen ich mich niemals abgeben würde. Zum Glück wohnen die in der Nachbarstadt. Was mich sehr erstaunt hatte war, das ich ihn plötzlich angefangen habe wieder zu vermissen.

Dann kam dieser Tag, der alles verändert hat und wie ich hoffe auch weiter verändern wird.

Er wurde verhaftet. Er sollte eigentlich zu nem bestimmten Tag sich melden und hat es aber nicht, so haben die ihn dann abgeholt.

Da war er dann plötzlich weg. Zack. Von jetzt auf gleich. Da ging es mir dann alles andere als gut. Ich hab ihn wirklich vermisst. Ich hab dann auch den Briefverkehr mit ihm aufgenommen und ihm einfach mal alles runter geschrieben was mich bewegt und natürlich mit ihm und der beziehung zu tun hatte. wie seinen Alkoholkonsum und sein Vertrauen mir gegenüber und die Probleme die er hat auch zu erzählen. Was ihm mehr als schwer fällt.

Seit er seine Haftstrafe absitzt (bis 12.9.) nimmt er auch an einer Suchtberatung teil, weil die bei ihm eine Alkoholgefährdung festgestellt haben - wo ich auch voll und ganz zu stimme. In den ersten Tagen musste er auf die Krankenstation weil er wieder Schweisausbrüche hatte und sein Kreislauf nicht mitgemacht hat. Passiert das immer wenn der Körper entgiftet wird?

Sie bereiten ihn auch auf eine Langzeittherapie vor, die er auch besuchen möchte. und das feiwillig. Er meint er möchte das machen, damit er dann stolz auf sich sein und sagen kann das er nicht mehr trinkt. Ich werde ihn auch dabei unterstützen, weil er wirklich den Eindruck macht, das aus reinem Herzen zu wollen. Zumal es ja auch die Hauptbedingung dafür war, das wir wieder zusammen gekommen sind.

Was mich aber noch interessiert ist, da er an einer ambulanten Langzeittherapie teilnehmen möchte, wieso ich ein paar Stunden dabei sein soll? Ich werde da natürlich teilnehmen und dort sicherlich genau erfahren wieso und weshalb ich dort sein werde, möchte aber vorher schon gerne wissen wie es dort ablaufen wird.

Was mich aber am meisten interessiert ist, wie es danach aussehen wird wenn er entlassen wird und der langzeittherapie teilnimmt. und wie kann ich ihm dann helfen?

danke fürs lesen. Ist doch ganz schön viel geworden...
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Steffi241184 hat zum Thema: Wie wird es weiter gehen? geschrieben
dagmar007
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.05.2008
Beiträge: 2896

BeitragVerfasst am: 22.08.2008, 08:41    Titel: Re: Wie wird es weiter gehen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Oh je,liebe Steffi,
ich habe mir erst über eine Zigarette überlegt, ob ich Dir antworten soll: das was ich zu sagen hätte ist nicht das was Du hören willst, befürchte ich.

Wenn Dein "Lover" nicht ganz dumm ist, dann weiß er, dass es in einer Langzeittherapie viel "schöner" ist als im Knast. Ich halte das für einen nicht unwichtigen Beweggrund. Das ist meines Erachtens ein viel wesentlicher Grund als die Zuneigung zu Dir. Ich musste erfahren, dass der Alk wahre Zuneigung verhindert. Ich befürchte, die anderen hier werden Dir ähnliches sagen müssen.

Du fragst, wie kannst Du ihm helfen? Ich habe den Eindruck, Dir geht es nicht gut und Du fühlst Dich einsam. Vielleicht wäre der erste Weg Dir zu helfen und Dir ein schönes Leben zu ermöglichen. Vielleicht ist in diesem, DEINEN, Leben später noch Platz für ihn, vielleicht aber auch nicht.

Verhaftet - Strafe - egal, was warum und wieso, Du bist Dir aber im Klaren, dass da auch Du noch so manches erleben könntest bzw. in manches hineingezogen wirst? Ich fand schon den Gerichtvollzieher übel, eine fast vollzogene Haftstrafe wegen nicht bezahlter Rechnungen und die Polizeibesuche bei meinem Ex wegen Gefährdung von Fußgängern, Vandalismus ect. Willst Du Dir diesen Nervenkitzel antun????

Die Freunde, mit denen Du Dich nicht abgeben würdest, die könnten auch später noch seine Freunde sein. Vielleicht nicht diese - aber doch das Niveau. Das Niveau meines Partners war nicht das höchste als ich ihn kennenlernte, aber das was jetzt daraus geworden ist ist die unterste Schublade.

Ich weiß wie Du Dich fühlst, dass meine Zeilen für Dich "ganz übler Tobak" sein dürften und dass Du denken wirst, bei Dir wird alles anders. Auch ich dachte das schon, es war anders, ja, noch viel schlimmer als mir von anderen gesagt wurde.

Überleg Dir gut, was Du für Dich tun kannst bevor Du an ihn denkst.

Lieben Gruß von Dagmar
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dagmar007 hat zum Thema: Re: Wie wird es weiter gehen? geschrieben
Susanne
Gast






BeitragVerfasst am: 22.08.2008, 08:41    Titel: Re: Wie wird es weiter gehen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Steffi,

ich sage erstmal herzlich Willkommen hier im offenen Bereich Winken

Wie summerdream Dir schon im Vorstellungsbereich geschrieben hat, bist Du her in diesem Forum gelandet, indem Du Hilfe nur für DICH haben kannst. Dein Freund muß sich selbst helfen.

Du hattest Deinen Freund verlassen, weil Du nicht mit einem Menschen zusammen sein willst, der regelmäßig trinkt. Nur, weil er jetzt im Gefängnis ist, auf der Krankenstation war, glaubst Du ernsthaft, daß er Einsicht hat, daß er ein Alkoholproblem hat?

Du sagst:

Zitat:
Ich werde ihn auch dabei unterstützen, weil er wirklich den Eindruck macht, das aus reinem Herzen zu wollen. Zumal es ja auch die Hauptbedingung dafür war, das wir wieder zusammen gekommen sind.


Wenn Du hier mal einige andere Erfahrungen liest, wirst Du schnell erkennen, daß ein süchtiger Mensch nur von sich aus etwas gegen seine Sucht tun muß..nicht aufgrund einer Bedingung.
Ich will Dir nicht Deine Illusion nehmen, aber die Erfahrung zeigt, daß dies so nicht funktionieren wird.

Wie siehst Du Deine achterbahn-fahrenden Gefühle? Auf der einen Seite sagst Du, Du willst dies nicht, auf der anderen Seite bleibst Du bei ihm, obwohl er morgens um 6 Uhr schon trinkt?

Liebe Grüße
S.Käferchen
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Susanne hat zum Thema: Re: Wie wird es weiter gehen? geschrieben
emz
Gast






BeitragVerfasst am: 22.08.2008, 09:42    Titel: Re: Wie wird es weiter gehen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo steffi,

jetzt hau ich auch noch rein, aber du bist sicher nicht hier, damit man dir honig ums maul schmiert.

er macht also freiwillig eine therapie. na klar, die haben ihn im knast auch gar nicht unter druck gesetzt. nimm die rosa brille ab. du sollst bei der therapie dabei sein? mit einer freundin an seiner seite hat er natürlich eine viel positivere sozialprognose. mädel, hier wirst du nur verheizt. er braucht dich, aber nicht weil er dich liebt. denn ein nasser alkoholiker - und der ist er auch jetzt noch nach der entgiftung - liebt erst mal seinen alkohol und ganz bestimmt nicht dich, egal was er dir erzählt.

glaube mir, solltet ihr zusammen bleiben, dann hast du bald alle seine freunde aus der nachbarstadt in der bude.

lass dich nicht darauf ein.

liebe grüße - emz
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emz hat zum Thema: Re: Wie wird es weiter gehen? geschrieben

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