| Sachfragen zum Thema Alkohol • Bin mal fuer einige Zeit nicht mehr da! |
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claudia72 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.08.2008 Beiträge: 13 Alter: 40
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Verfasst am: 17.08.2008, 13:13 Titel: Ist mein Freund Alkoholiker? |
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Hallo,
der selbe Artikel steht auch schon im Vorstellungsbereich, leider wird dort scheinbar aber nur gelesen und es wäre mir wichtig die Meinung von anderen zu lesen. Da ich bisher nie Grund hatte mich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.
keine Ahnung ob ich hier richtig bin und ob meine Gedanken hier her passen.
Ich bin Claudia und habe nach fast 20 Jahren einen Freund von mir wiedergetroffen. Seine Art und offensichtliche Verliebtheit ging nicht spurlos an mir vorbei.
Nach einem gemeinsamen Wochenende mußte ich nun voller erschrecken feststellen das er offensichtlich Alkoholiker ist.
Am Abend hatten wir gemeinsam etwas getrunken, er vielleicht 3 Drinks und ein halbes Bier, meiner Meinung nach ist das nun nicht gerade extrem viel. Morgens erwachte er jedoch mit starkem Händezittern und Schwitzen, schnell war er auf dem Weg zum Bäcker. Dafür braucht man im Höchstfall 15 Minuten. Als er nach etwa 45 min.wiederkam konnten weder Pfefferminzbonbons noch etliches Zähneputzen diese Schnapsfahne verbergen.
Ich war so fassungslos und überfordert das ich es nicht gleich ansprechen konnte.
Spät am Abend, nach (auf den Tag+Abend verteilten) vom ihm getrunkenen 4 Bier, 4 sehr starken Mixgetränken (wer weiß was noch alles heimlich) habe ich das Thema ergriffen.
Seiner Meinung nach hat er zwar ein Problem, aber das würde er ganz locker in den Griff bekommen. Da er aufgrund von Problemen in den vergangenen 5 Wochen viel trank hätte er nun diese "Entzugserscheinungen" und ja er hatte was getrunken als er zum Bäcker ging um das Zittern usw. in den Griff zu bekommen. Aber da es ihm nun psychisch besser gehe würde das verschwinden und ganz locker würde er er es packen nur das obligatorische Feierabendbier zu trinken. Ich müsse nur zu ihm stehen und ihm den Rücken stärken. Selbstverständlich will er nicht das irgendjemand von den gemeinsamen Freunden etwas davon erfährt.
Einen Entzug, ach Quatsch, das braucht er nicht. Liegt nur an den vergangenen 5 Wochen.
Ich weiß aber von Freunden das er wohl schon in den letzten Jahren gerne trank.
Heut Morgen hatte er natürlich wieder die gleichen Symptome und es recht eilig loszugehen.
Ich will hier nicht fragen ob es mit so jemanden überhaupt einen Sinn hat.dafür drehen sich gerade meine Gedanken zusehr im Kreis. Übertreibe ich? Untertreibe ich? Finger von lassen? Chance geben? Herz oder Kopf?
Aber kann es wirklich so "einfach" für einen Trinker sein, seinen Konsum auf das "Feierabendbier" zu beschränken? Ist nicht genau das ein Verleugnen?
Das was wir zusammen tranken waren meines Erachtens keine Unmengen, ich habe ihn nicht einmal betrunken erlebt seit wir uns kennen.
Aber der Tremor, das Schwitzen,der Zwang es mit Alkohol zu bekämpfen, die Schnapsfahne den ganzen Tag......sind das nicht Anzeichen für eine starke Abhängigkeit???
Es wäre nett wenn ich ein paar Meinungen von Euch erhalten könnte.
Lieben Dank
Claudia |
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| claudia72 hat zum Thema: Ist mein Freund Alkoholiker? geschrieben
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fuego sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.07.2008 Beiträge: 1684 Alter: 36
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Verfasst am: 17.08.2008, 17:04 Titel: Re: Ist mein Freund Alkoholiker? |
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grüss dich claudia..
die antwort weisst du leider selbst scho.. ;-(
wenn du emotional noch nich so involviert bist, versuch dass dein kopf mehr überwiegt..
..bin auch mitten in ner "real-break" weil mein freund exzessiv trinkt..wohl gemerkt zwischen entgiftung und bald anstehender langzeittherapie !
..ohne worte..
ansonsten wirst du dich sicher scho bissel darüber belesen haben, welche optionen es gibt für einen suchtkranken aus dem verdammten teufelskreis zu gelangen..
wenn ich es bei dir richtig herausgelesen habe, zeigt er keine einsicht hinsichtlich seines "krankheitsbildes / krankheitsverlaufs" ??
ich kenne diese anzeichen die du selber beschrieben hast, nur allzugut..
lass es dir nich an deine substanz gehen, wie gesagt wenn du emotional scho verfangen bist und verliebt bist, versuch die hände von ihm zu lassen !
sei für ihn als mensch und freund da, es ist dennoch ein mensch wie jeder andere auch, dennoch pass auf dich auf..der reiz des unbekannten..ich weiss.. ..
die sucht nach alk ist stärker als alles andere auf der welt !
ich habe diese erfahrung auch erst machen müssen, weil ich nich auf meinen kopf hören wollte..war scho zu sehr mit dem herzel dabei..
!!!!!!! die gefühle haben schweigepflicht !!!!!!!
..denk dran..
unterstütze ihn mit einem für DICH gesunden maße..
wenn es dir auch noch an die substanz geht, ist überhaupt niemanden geholfen..
ist alles verdammt schwer zu verstehen !
ich weiss..claudia, wir werden es auch nie vollends verstehen können im leben !
sag mir, hat dein bekannter scho eine entgiftung oder eine therapie gemacht oder denkt er darüber nach ???????
lg
fuego |
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| fuego hat zum Thema: Re: Ist mein Freund Alkoholiker? geschrieben
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fuego sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.07.2008 Beiträge: 1684 Alter: 36
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Verfasst am: 17.08.2008, 17:16 Titel: Re: Ist mein Freund Alkoholiker? |
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..ich würde an DEINER stelle nichts mehr mit ihm zusammen trinken..alk mein ich nu...
wenn er alleine trinkt ohne dich, ist das einzig und allein seine sache..
aber möchtest du dich"schuldig" fühlen ihn auch noch zum alk "verführt zu haben" ?
weisst du wie ich meine.. ?
ich weiss..sie trinken sowieso..dennoch ohne mich zumindest !
...ich hab s vorher auch nich gewusst, aber ein alkoholkranker mensch wird niemals mehr "kontrolliert" trinken können, er muss lernen dass alk ein no go in seinem zukünftigen leben sein soll..
..abgesehen von der körperlichen abhängigkeit nach dem stoff, spielt die seelische abhängigkeit eine noch viel grössere rolle..die macht des alks entfaltet sich und wir können einfach nur zusehen.. verstehst du ? |
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| fuego hat zum Thema: Re: Ist mein Freund Alkoholiker? geschrieben
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Amai Gast
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Verfasst am: 17.08.2008, 18:03 Titel: Liebe Claudia, |
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ich hab` mich selbst erst gestern in dem Forum registriert, nachdem mir schlagartig klar geworden ist, dass ich co-abhängig bin. Ich bin leider keine Expertin, ich kann nur aus meiner Sicht schreiben....
Seit zwei Monaten bin ich jetzt mit meinem Partner zusammen, wir haben jeder für sich eine Wohnung, in nächster Nähe, wir können einander täglich sehen, ...
Anfangs dachte ich, dass er nervös ist (wegen seiner Augen-OP), weil er morgens gezittert hat. Jetzt weiß ich, dass er einen gewissen Pegel halten muss, sonst hat er Entzugserscheinungen. Und diesen Pegel traute er sich wegen seinen Krankenhausuntersuchungen anscheinend nicht zu halten, darum das zittern....
Ich liebe ihn, er mich auch, mir gefällt überhaupt nicht, was ich sehe (dass er täglich ins Gasthaus geht und gemütlich mit seinen Kumpels trinkt, dass er Trinken als Belohnung angibt, ....), aber ich kann ihn nicht ändern. Er tut ja nix....das ist das, was ich mir täglich sage. Er wird nicht aggressiv, nicht ungerecht, nicht ungehobelt, .... nein, er ist sogar lieb und nett.
Ich bleibe "bei mir" und schau` mir mein Thema an, es ist sicher, 100%ig nicht grundlos, dass ich auf ihn getroffen bin. Irgendetwas in mir hat ihn magisch in mein Leben gezogen und das ist mein Co-Anteil. Ich weiß/kenne ihn nicht, aber ich werde ihn finden.
Viele liebe Grüße
und von Herzen alles Liebe,
Ingrid |
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| Amai hat zum Thema: Liebe Claudia, geschrieben
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Tihaso sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.07.2007 Beiträge: 1169 Alter: 46 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 17.08.2008, 19:21 Titel: Re: Ist mein Freund Alkoholiker? |
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HAllo Claudia..
Herzlich willkommen hier..
ich glaube, dass du schon in dir selbst gespürt hast, dass sein verhalten krank ist.. warum sonst hättest du dich hier gemeldet?...Vielleicht ein Funke Hoffnung? Hoffnung, dass man dir hier sagen wird, dass es schon in Ordnung geht jund er wirklich KEIN Problem hat? vielleicht aber auch das wissen um die Problematik?
@Ingrid: | Amai hat Folgendes geschrieben: | es ist sicher, 100%ig nicht grundlos, dass ich auf ihn getroffen bin. Irgendetwas in mir hat ihn magisch in mein Leben gezogen und das ist mein Co-Anteil. Ich weiß/kenne ihn nicht, aber ich werde ihn finden.
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Genau so ist es.. wir fühlen uns von dieser Hilflosigkeit angezogen.. mein Noch ist auch nicht aggressiv geworden..eher das Gegenteil.. nach 21 Jahren hab ich mich im letzten Jukli endgültig getrennt.. auch wenn ich noch Liebe spüre..ich geh neben ihm vor die Hunde.. ich muss an mich und an meine >Kinder denken...Und liebe Ingrid, irgendwie belastet dich sein trinken ja doch, sonst wärdt du nicht hier.. Egal ob aggressiv oder depressiv.. wir haben doch einen Partner mit klarem verstand verdient..oder wollenwir uns überlegen fühlen ???
. Wobei ich und diese Nummer mal eben Brötchen holen zu gehen(um sich noch nen Flachmann zu tanken..) kenne ich auch..vielleicht liest du mal bei mir.. so kann es auch verlaufen....
LG Tihaso |
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| Tihaso hat zum Thema: Re: Ist mein Freund Alkoholiker? geschrieben
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kawi sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.06.2008 Beiträge: 3041 Alter: 41 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 17.08.2008, 19:45 Titel: Re: Ist mein Freund Alkoholiker? |
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Hallo Claudia,
ich verirre mich äussert ungern – ich bin Alkoholikerin, aber ich möchte mein Verslein dazu geben.
Das Zittern erklärt sich, m.E. damit dass sein Pegel gesunken war und er ihn schnellstmöglich auffüllen muss. Wenn Du schreibst vtl 3 Drinks und ein halbes Bier – deines Erachtens nicht viel, dann reicht es für seinen Pegel bis zum morgen.
Spiegeltrinker brauchen auch nicht viel- sondern müssen nur ihren Pegel halten.
Selbst wenn er Dir ein Feierabendbier verspricht – wird er woanders seinen Pegel auffüllen.
Ich kann Fuego nur beipflichten – Finger weg, so lange Du es noch kannst.
LG
Kawi |
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| kawi hat zum Thema: Re: Ist mein Freund Alkoholiker? geschrieben
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claudia72 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.08.2008 Beiträge: 13 Alter: 40
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Verfasst am: 17.08.2008, 20:19 Titel: Re: Ist mein Freund Alkoholiker? |
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Danke für Eure Antworten!!!!
Ich habe ihm per mail geschrieben. Dabei war ich offener als gedacht, ehrlich und ohne Vorwürfe.
Das was ich denke, wie ich ihn sehe und welches meine Konsequenz für mich selber ist.
Das ich mir vorstellen kann jemand der trocken werden will zu begleiten und zu unterstützen. Ein Leben mit einem nassen Trinker aber nicht in Frage kommt.
Das ich ihn nicht vor die Wahl stelle, denn das würde nichts bringen. Aber wenn er es will, dann wäre ich für ihn da.
Das Telefonat im Anschluß. Hm, oh man ich weiß nicht.
Es war zum Teil sehr ehrlich von ihm. Und schon schrillen in mir Alarmglocken. Ich bin von Natur aus sehr mißtrauisch und hinterfrage bei "normalen" Menschen schon viel zu sehr. Das macht mein Urteilvermögen auch grad nicht besser.
Er erzählte von sich aus das er vor einem Jahr für 2 Wochen zu einem Entzug war, anschließend 6 Wochen Gesprächstherapie.
Soweit so gut, nur jetzt wirds für mich unglaubwürdig. Die Therapeutin meinte das er kein typischer Spiegeltrinker sei, eher Richtung Quartalssäufer (als wenn das besser ist) und das er das ja sowieso nicht nötig hät.
Er hätte vorher auch immer und jederzeit aufhören können. Es ihn zwar erschrecke, es aber normal sei wie sein Körper reagiere. Nach 5 Wochen dauersaufen. Er langsam runterkommen muß.
Das glaube ich aber NICHT! Und ich weiß das es typische Ausreden sind.
So wie er ansonsten redete muß er sich schon sehr mit dem Thema Alkoholismus auseinandergesetzt haben.
Er war erschrocken über das was ich ihm direkt auf den Kopf zusagte.Hat die letzten Stunden drüber nachgedacht, wie ich nach diesem Wochenende reagiere.gedacht es sei vorbei...dann mein Brief, klares Statement, ohne Schnörkel, ohne Bitte.
Ich will ihn nicht anklagen, ich will ihm aber ehrlich meine Meinung darüber sagen.
Wäre er mir egal, ich hätte irgendwas erfunden und ihm noch ein schönes Leben gewünscht.
Einerseits denke ich, ich hätte ihm am Telefon sofort "Stop" entgegenbrüllen müssen. Andererseits denk ich das wäre zuviel gewesen.
Symptome, Klassifizierungen...alles kann man nachlesen. Aber den richtigen Umgang. Tja jeder ist anders, da gibts leider kein Allgemeinrezept. Schade, sehr schade!
Komischerweise, gestern abend als wir zusammensaßen, er sich und mir etwas eingoß, ich habs nicht runterbekommen. Ja, ich trinke auch mal gerne etwas und es schmeckt mir. Aber eben nur hin und wieder. Ich habe ihn gesehen wie er scheinbar "nüchtern " war und es nicht runterbekommen.
Fuego, Du hast vollkommen recht!
Wenn, dann OHNE mich!!!
Ich denke es wäre zuviel wenn ich von ihm erwarte SOFORT damit Schluß zu machen. Das wäre utopisch. Aber einfach nur zusehen kann ich auch nicht.
Er kennt meine Meinung nun, deutlich habe ich ihm zu verstehen gegeben das ich ihn auch sehr mag aber wenn keine Veränderungen sind ich irgendwann umkippe. Dann gehe ich ohne umzukehren.
ich bin recht froh dieses Forum, die Beiträge und Eure Antworten hier entdeckt zu haben.
Was nützt Fachliteratur wenn der Mensch auf der Strecke bleibt.
danke |
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| claudia72 hat zum Thema: Re: Ist mein Freund Alkoholiker? geschrieben
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Tihaso sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.07.2007 Beiträge: 1169 Alter: 46 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 17.08.2008, 20:40 Titel: Re: Ist mein Freund Alkoholiker? |
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Hallo Claudia..ich musste unbedingt reagieren...
| claudia72 hat Folgendes geschrieben: |
Er erzählte von sich aus das er vor einem Jahr für 2 Wochen zu einem Entzug war, anschließend 6 Wochen Gesprächstherapie.
Soweit so gut, nur jetzt wirds für mich unglaubwürdig. Die Therapeutin meinte das er kein typischer Spiegeltrinker sei, eher Richtung Quartalssäufer (als wenn das besser ist) und das er das ja sowieso nicht nötig hät. |
Genauso ist es bei meinem Noch.. er ist quartalsmäßiger Spiegeltrinker..Das gibt es auch ABER, auch dies Alkoholiker trinken sich im Laufe der zeit hoch.. meinr liegt im akuten Stadium bei ca 2 Flaschen Schnaps am tag.. also wirklich finger weg, so lang es noch geht.. Man verlängert beider Leiden ..
| claudia72 hat Folgendes geschrieben: |
Er hätte vorher auch immer und jederzeit aufhören können. Es ihn zwar erschrecke, es aber normal sei wie sein Körper reagiere. Nach 5 Wochen dauersaufen. Er langsam runterkommen muß.
Das glaube ich aber NICHT! Und ich weiß das es typische Ausreden sind.
| Darin liegt auch , so was wie der raucher, der sagt:"Ich kann jederzeit aufhören, hab ich schon 120 mal geschafft!" Also, irgendwie hört sich das nur nach Platz bei dir sichern wollen an..
| claudia72 hat Folgendes geschrieben: |
So wie er ansonsten redete muß er sich schon sehr mit dem Thema Alkoholismus auseinandergesetzt haben. |
Auch das zeigt, dass er sich durchaus bewußt ist, wo er steht, es aber immer noch nicht richtig klick gemacht hat.. es sind eben quartalasmäßige trinkpausen...leider nur das..nicht mehr...
| claudia72 hat Folgendes geschrieben: |
Einerseits denke ich, ich hätte ihm am Telefon sofort "Stop" entgegenbrüllen müssen. Andererseits denk ich das wäre zuviel gewesen.
Symptome, Klassifizierungen...alles kann man nachlesen. Aber den richtigen Umgang. Tja jeder ist anders, da gibts leider kein Allgemeinrezept. Schade, sehr schade! | der richtige Umgang, ist an DICH zu denken..denn er denkt auch nur an seinen Alk..so ist es leider.. er wird dich vereinnahmen ohne Rücksicht zu nehmen...
| claudia72 hat Folgendes geschrieben: |
Komischerweise, gestern abend als wir zusammensaßen, er sich und mir etwas eingoß, ich habs nicht runterbekommen. Ja, ich trinke auch mal gerne etwas und es schmeckt mir. Aber eben nur hin und wieder. Ich habe ihn gesehen wie er scheinbar "nüchtern " war und es nicht runterbekommen. | Genauso fing es bei mir vor Jahren an..ich habe eigentlich nie wieder Alkohol getrunken.. Dr Kolitzus beschreibt es im symstemischen Denkansatz als Ausgleich..wenn man die Beziehungg als Mobile betrachtet.. Er trinkt zu viel und du gleichst aus, indem du gar nicht mehr trinkst...
| claudia72 hat Folgendes geschrieben: |
Ich denke es wäre zuviel wenn ich von ihm erwarte SOFORT damit Schluß zu machen. Das wäre utopisch. Aber einfach nur zusehen kann ich auch nicht.
Er kennt meine Meinung nun, deutlich habe ich ihm zu verstehen gegeben das ich ihn auch sehr mag aber wenn keine Veränderungen sind ich irgendwann umkippe. Dann gehe ich ohne umzukehren. |
Das ist der richtige Ansatz, aber man sollte ihn auch durchziehen..ich hab jahrelang nur geredet und nicht gehandelt...Ich wünsche dir auf alle Fälle viel Kraft und Standhaftigkeit...
LG Tihaso |
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| Tihaso hat zum Thema: Re: Ist mein Freund Alkoholiker? geschrieben
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