| Was soll ich machen • Mutter trinkt immer mehr und mehr... |
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perlchen neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.08.2008 Beiträge: 31 Alter: 25
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Verfasst am: 14.08.2008, 16:47 Titel: weiß nicht mehr weiter |
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hi , ich bin neu bei euch !!
mein vater ist seit ich acht bin alkholabhängig. meine mutter hat ihn damals verlassen als er immer und immer wieder besserung versprach und er aber immer wieder einen rückfall bekam und um uns kinder und auch sich selbst zu schützen hat sie mich an die hand genommen und sind bei einer freundin in den keller gezogen.
sie hat einen neuen mann gefunden und er eine neue frau bei der er dann endlich eine langzeittherapie über sechs monate machte. sie heirateten und bekamen ein kind. mein bruder wurde letzte woche eingeschult!
na ja klingt soweit ganz gut, aber vor ungefähr fünf jahren hat mein paps mit dem trinken angefangen . tja damals habe ich es wie meine mama gemacht versuchen zu helfen und als er es nicht angenommen hat habe ich zu ihm gesagt das trinken oder ich (ich sagte noch, dann verlierst du mich ein zweites mal und denk an deinen kleinen sohn), aber er hat sich natürlich nicht von dem alk trennen können, also hab ich den schlussstrich zwischen meinen vater und mir gezogen, damit er runterfällt ( das ist ja das was jeder einem rät) .dieses eine mal hat es auch funktioniert. aber es kamen immer wieder rückfälle, so wie auch jetzt momentan. viele von euch erzählen das ihr angehörige habt die nur abends trinken manchmal wünschte ich es wäre so, aber mein vater trinkt den ganzen tag durch riskiert sein leben in dem er auto fährt und seinen job und natürlich auch seine familie. aber er sieht momentan nicht mehr viel sinn. mittlerweile helfe ich meinem pap, bin für ihn da genauso wie mein onkel, denn wir haben rausgefunden das mein pap nicht abstürzen muss sondern liebe brauch denn die bekommt er sonst von keinem mehr, seiner frau ist egal wa mit meinem vater ist wenn es ihm schlecht geht hauptache er kann bald wieder arbeiten, arbeiten , arbeiten . liebe herrscht da keine mehr. hab urlaub und war mit meinem dad heute beim arzt er will aufhören aber nicht mehr in der klinik er möchte medis damit er nicht mehr trinkt weis nicht ob das so ne gute idee ist er hatte zwar noch nie probleme mit medis aber ich hab einfach angst das ihm was passiert und er ganz alleine daheim liegt. ich bin langsam mit meinem latein am ende , habe keine kraft und keine ideen mehr dazu hat mein großer bruder einen kontrollverlust dadurch habe ich auch schon viele nächte bei meiner schwägerin verbracht und mit meinem feund ihn gesucht. und zu allem übel hat mein freund jetzt auch och rheuma. ich weiß einfach nicht mehr wie ich allen helfen soll. aber ich möchte es da ich sie liebe.
genug geschrieben danke das ich mich mit euch austauschen kann
endlich nach all den jahren wo mich nie einer richtig verstehen und mitfühlen konnte. |
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Lume neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.06.2008 Beiträge: 61 Alter: 25
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Verfasst am: 14.08.2008, 18:36 Titel: Re: weiß nicht mehr weiter |
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Hallo Perlchen,
erst mal ganz Herzlich Willkommen bei uns!
Das klingt ja richtig stressig, was du schreibst! Offenbar bist du fast allein für eine ganze Reihe von Leuten verantwortlich (bzw hältst dich für verantwortlich). Daher zuerst mal meine Frage: Was machst du eigentlich für dich selbst? Und wer fühlt sich für dich verantwortlich?
Du schreibst, du möchtest allen helfen, weil du sie liebst, weil du dich (verbessere mich, wenn ich dich missverstanden habe) irgendwie von ihnen verstanden fühlst. Ehrlich gesagt, ich sehe das ganz anders: Du suchst deinen Bruder, obwohl der eine Frau (und die doch sicher auch Freunde und Bekannte) hat, du bist für deinen Vater da, weil er Liebe braucht und sie von seiner Frau nicht bekommt... Verstehst du, es macht mich irgendwie wütend, dass du in diesem Maße die Verantwortung auf dich nimmst, die andere im Grunde übernehmen müssten. Bleibt da überhaupt noch Energie für dich und deinen Freund übrig?
Meine Mutter und Schwester haben auch beide Rheuma (genauer gesagt, Fibromyalgie). Ich fühle wirklich mit dir, das ist wirklich eine ziemlich schwere, beeinträchtigende Krankheit.
Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute. Denk bitte auch an dich.
Lume |
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| Lume hat zum Thema: Re: weiß nicht mehr weiter geschrieben
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Cari21 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 13.06.2008 Beiträge: 98
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Verfasst am: 14.08.2008, 18:45 Titel: Re: weiß nicht mehr weiter |
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Hallo Perlchen
Auch ich habe eine alkoholkranken Vater und auch ich kenne dieses typische "Helfersyndrom". Entschuldige wenn ich das so nenne, aber wenn ich deinen Text so lese nimmt mir das fast die Luft weg und ich wundere mich nicht, dass du mit deinen Kräften am Ende bist.
Klar kannst du deinen Vater zum Arzt begleiten, klar kannst du für andere da sein, aber dein Vater muss letztendlich selber vom Alk wegkommen und eine Krankheit lässt sich auch nicht wegzaubern.
Du sagst, du tust es aus Liebe; das verstehe ich gut. Aber bekommst du auch soviel zurück wie du gibst? Gibst du nicht ein wenig zuviel? Wo bleibst du am Ende? Und vor allem: Woher willst du die Kraft zum Helfen nehmen, wenn es dir selbst nicht gut geht? Die Devise lautet: erst auf sich schauen und dann auf die anderen.
Ein typischer Irrglaube von uns Kindern, dass wir nicht mehr geliebt werden, wenn wir nicht helfen oder dann wertlos sind. Mach dich selbst wieder wertvoll und denk an dich!
Du musst am Ende sehen, wo du bleibst. Da wird auch niemand kommen und dir ständig die Hände halten. Unterstützung ist gut, aber nicht die Hilfe über eigene Grenzen hinaus. Ich kam an meine Grenzen..Und soweit muss es ja nicht kommen, oder?
Alles Gute
Cari |
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perlchen neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.08.2008 Beiträge: 31 Alter: 25
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Verfasst am: 14.08.2008, 19:36 Titel: Re: weiß nicht mehr weiter |
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danke für eure eure antworten.
es stimmt ich lade mir viel auf und mute mir auch einiges zu und ich glaube dieses helfersyndrom wie du es bezeichnest (cari21) ist völlig in mir.
ich habe trotz der ganzen probleme die es in meiner familie gibt sehr viel liebe erfahren ( wenn es meinem vater gut ging) und ich konnte immer zu ihm kommen wenn irgendetwas war und jetzt möchte ich ihm das gleiche gefühl vermitteln.
z.b hat mich gerade seine frau angerufen wie es heute beim arzt gelaufen ist und als ich ihr sagte das ich ihn nicht dazu bringen konnte in der klinik anzurufen war sie voller zorn meinem vater gegenüber und ich (co- abhängig) habe mich dafür verantwortlich gefühlt. ich weiß das ich das nicht muss aber irgendwie tue ich es trotzdem.
ja rheuma ist auch eine schlimme krankheit vor allem da sie auch wie der alkohol nie weggeht man muss ein ganzen leben lang damit leben und zurecht kommen. mein freund hat Morbeus bechteref und weichteilathrose wenn dir das was sagt (lume)
ich danke euch auf jedenfall schon mal dafür das ihr mir geantwortet hat denn es tut gut mal darüber zu reden (schreiben)
liebe grüße perlchen |
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| perlchen hat zum Thema: Re: weiß nicht mehr weiter geschrieben
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Tanja83 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.08.2008 Beiträge: 296 Alter: 29 Wohnort: Franken
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Verfasst am: 14.08.2008, 19:58 Titel: Re: weiß nicht mehr weiter |
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Hallo Perlchen,
puhh sind ja ganz schön viele Probleme auf einmal..., niemand kann von dir erwarten, das du mit allem allein zurechtkommst!
Du musst kein schlechtes Gewissen haben, wenn dein Vater nicht bereit ist für einen Klinikaufenthalt und es ist auch nicht deine Aufgabe ihn davon zuüberzeugen, denn das kannst du nicht. Das kann nur dein Vater für sich entscheiden.
Was hält den der Arzt von deinem Vater davon das er es allein zuhause durchziehen will? Ich habe ja bis jetzt nicht viel Gutes darüber gehört, außerdem soll es ja sehr gefährlich sein. Ich glaube der körperliche Entzug ist das eine aber wenn man dem Problem nicht auf dem Grund geht, wird es wohl kaum eine langfristige Besserung geben?! Er hat ja schonmal einen Entzug gemacht, vielleicht hat er Angst das alles wieder aufgerührt wird?! Meine Mutter hat vor ca. 10Jahren einen Ambulanten Entzug gemacht, hat aber leider nur ganz kurzfristig etwas gebracht, aber das liegt wirklich am einzelnen selbst.
Ich wünsche dir ganz,ganz viel Kraft, aber Mute dir nicht zuviel zu, den wenn du selbst nicht mehr kannst, hat auch niemand was davon.
Gruß Tanja |
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| Tanja83 hat zum Thema: Re: weiß nicht mehr weiter geschrieben
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perlchen neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.08.2008 Beiträge: 31 Alter: 25
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Verfasst am: 14.08.2008, 20:06 Titel: Re: weiß nicht mehr weiter |
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hi tanja
die vertretungsärztin hat nichts davon gehalten denn sie hat ihm keine medikamente verschrieben sie sagte nur machen sie es in der klinik, da muss er dann wieder jeden tag ne woche lang anrufen bis er überhaupt einen termin bekommt. klar wollen die nur den aufnehmen der es auch will aber dafür meldet er sich ja da.
tja jetzt will er warten bis montag wenn sein hausarzt wieder da ist u sich dann die medis von dem geben zu lassen. der hat es schon mal gemacht. klar viel bringen wird es nix er möchte jetzt erst mal fit sein für die arbeit und sich dann gedanken über ne langzeittheraphie machen aber wenn es ihm wieder halbwegs gut geht wird er das mit der therapie eh wieder vergessen denn "ihm geht es ja gut". alles ätzend |
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| perlchen hat zum Thema: Re: weiß nicht mehr weiter geschrieben
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Tanja83 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.08.2008 Beiträge: 296 Alter: 29 Wohnort: Franken
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Verfasst am: 14.08.2008, 20:17 Titel: Re: weiß nicht mehr weiter |
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Hallo,
ja genau so war es bei uns auch..., ist halt echt Sche***
Du kannst da aber wirklich nicht viel mehr machen, denn wenn er nicht will bringt die ganze Sache ja eh nix
Manchmal würde es mich interessieren wie es unseren Eltern ginge, könnten sie in unsere Köpfe schaun...
Mir tut es total gut mich hier etwas auszutauschen, man fühlt sich doch irgendwie verstanden...
LG Tanja |
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| Tanja83 hat zum Thema: Re: weiß nicht mehr weiter geschrieben
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Lume neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.06.2008 Beiträge: 61 Alter: 25
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Verfasst am: 14.08.2008, 23:45 Titel: Re: weiß nicht mehr weiter |
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Hallo Perlchen,
Ich kann dich sicher verstehen, ich habe auch in meiner Kindheit und Jugend viel Zuneigung von meinem Vater erhalten. (Meist gerade dann, wenn er betrunken war.) Und ich kann, wie gesagt, gut verstehen, dass du ihm dieses Gefühl zurückgeben willst. Es ist auch aus meiner Sicht überhaupt nichts dagegen einzuwenden, dass du für deinen Vater da bist, dass du ihn liebst und ein gutes Verhältnis zu ihm aufrecht erhält. Das Problem ist nur, dass du dich selbst überforderst, dass du neben deinen eigenen auch noch die Probleme deines Vaters auf dich nimmst. (Das ist, wie du ja selber schon erkannt hast, typisch für Co-Äbhängigkeit.) Die Liebe, die du von deinem Vater empfangen hast, hat ihn, da bin ich überzeugt, sehr viel weniger Kraft gekostet, als das, was du jetzt für ihn tust.
Gute Nacht.
Lume |
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| Lume hat zum Thema: Re: weiß nicht mehr weiter geschrieben
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