| Hallo! Bin ich falsch??? • Mannlich, oder weiblich? und wie alt?? |
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Cool neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 01.11.2005 Beiträge: 25 Wohnort: Allgäu
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Verfasst am: 01.11.2005, 06:38 Titel: Hallo an Alle... |
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....auch ich möchte mich erst einmal vorstellen.
Mein Name ist Thomas, ich bin 40 Jahre alt und von Beruf Disc-Jockey und Tontechniker.
Ich begann mit dem trinken im Alter von ca. 17 Jahren, wo man sich am Wochenende in der Disco traf und mit Bier feierte und das hielt ca. 3 Jahre.
Durch das tägliche Musik machen ab den 19 Lebensjahr, müsste ich feststellen, dass ich neben Spitzenleistungen – die ganze Musik nicht mehr hören konnte bzw. nichts mehr fühlte !
Ich begann dann Hasch zu rauchen. Kling vielleicht blöd, aber ich habe es damals so empfunden, wenn man kifft, schaltet man völlig ab und konzentriert sich nur noch auf die Musik und durch das verlieren des Zeitgefühles – also, dass einen 7 Minuten wie 20 Minuten vorkommen, würde ich extrem schnell, da sich das kiffen bei mir Paradoxer Weise äußert, indem ich mit dem verlieren des Zeitgefühls, einfach schneller und genauer etwas machte. Alkohol selbst war zu dieser Zeit bei mir verpönt !
Im Jahre 1988, hatte ich mein erstes Audio Tonstudio aufgebaut.
Neben dem glücklichen Ereignis etwas allein aufgebaut zu haben, wovon andere Träumen können, gab es Ereignisse, die mir sehr weh getan hatten.
Meine Freundin die über alles geliebt habe, fand wieder den Kontakt zu Ihrem Ex Lover und machte mit mir Schluss.
Ein Katze der mich seit meiner Kindheit 23 Jahre begleitet hatte verstarb.
Weiß nicht ob es ein Fehler war, aber ich verarbeitete die Trauer nur mit Arbeit und baute am Tonstudio weiter.
Das Tonstudio stand und nun sollte Produziert werden. Wie ein besessener, produzierte ich 16 Stunden am Tag, ging nebenbei putzen um den Kredit zu bezahlen. Schlaf fast schon Fehlanzeige 4 – 6 Stunden.
Der Haschisch Konsum stieg bei mir rapide an. 5 Uhr früh putzen, bis 8 Uhr, Frühstück – Joint – Produzieren und alle 3 Stunden den nächsten halben Joint.
Durch einen Zahnarztbesuch, bekam ich Amalgamfüllungen die sich ca. 2 Monate später durch Herzrasen, Herzstolpern und Atemnot äußerte, aber immer dann, wenn ich kiffte. Ich durchlief das ganze Programm, Krankenhaus als Notfallpatient ca. 100 Mal auch ohne kiffen und Psychologe.
1993 war ich Chef DJ von 5 Discotheken in Berlin. Kiffen war nicht mehr, aber es hatte eine Suchtverlagerung stattgefunden.
Ich bekam pro Abend 5 karten von denen ich umsonst zu trinken bekam und tauschte diese gegen Weizenbier, weil der Stress die lange Arbeitszeit von täglich bis zu 18 Stunden zuviel war. 10 - 12 Stunden Disco täglich, danach 1 Stunde Pause worauf 4 Stunden Radio machen folgte.
1994 fand endlich ein Zahnarzt heraus, dass dieses Herzrasen von der Amalgamfüllungen her stammt, entfernte Sie mir und alles war vorbei.
1995 zog ich in Allgäu zu meinen Eltern, da in Berlin der Ofen aus war.
In die Stadt in die ich zog, diese kenn ich seit meiner Kindheit, kannte ich zwar jeden Weg, aber hatte keine Freunde oder Bekannte.
Ich startete einen Senkrechtstart. Aktives Mitglied bei der Feuerwehr, ging häufig in Kneipen und fand schnell eine gute Arbeit.
All die Versuche Freundschaften zu knüpfen, waren verbunden, mit irgendwelchen Festen und mit trinken von Alkohol verbunden.
Verstanden hatte mich eigentlich Keiner und von Akzeptanz als Großstadtmensch – schon gar nicht !
10 Monate später erlebte ich das Schicksal besonderer Art.
Ich hatte am Mittwoch die Prüfung zum Sanitäter, zog sich bis Mitternacht hin und am folgenden Tag um 9 Uhr eine Erfolglose Reanimation bei meinen Vater. Grande Cheffe wollte mir nach 10 Monaten keinen Urlaub geben, den ich zum Trauern gebraucht hätte, ich trank mehr und verlor darauf den Arbeitsplatz und 2 Monate später, den Führerschein !
12 Monate später, begann ich eine Ausbildung zu Notarzthelfer
( Rettungsassistent ) weil ich, dass nie wieder geschehen lassen wollte, dass ein Mensch unter meinen Händen verstirbt ! Denn ich machte mir bei meinen Vater sehr viele Vorwürfe, ob ich nicht falsch reagiert habe oder irgendetwas hätte anders machen sollen.
Die Ausbildung gestaltete sich bei mir genauso Chaotisch, Mo – Fr. Schule und Fr- Sa Musik machen und Bier trinken.
Nach meinen Praktikum im Rettungsdienst, war ich nicht mehr der Thomas.
Ich hatte viel schlimme Bilder gesehen, mein erster Einsatz, Erfolglose Reanimation, dass letzte was ich sah war, dass sich Jemand in den Mund geschossen hatte und der komplette Schädel fehlte und ich diese Bilder schon als normal aufnahm.
Während der Ausbildung kein Alkohol, aber wieder zum Wochenende.
Bis ich im Jahr 1998 am Wochenende wieder den Führerschein verlor und ich zusehen konnte, wie man mir alles Aufgebaute zerstörte und das von Seiten der Polizei, da die den Zusammenhang Notfallmedizin und Alk. an Steuer einen Riegel vorsetzten ! Ich werte mich gerechtfertigt ( und damit meine ich nicht die Trunkenheitsfahrt ) gegen diese Maßnahmen und landete für 2 Monate im Knast !
Dieses Jahr 2005 ist genauso wieder ein Horror für mich !
Finanzielle Probleme wegen eines Schuldners, 2 Anklagen wegen angeblichen Diebstahl, eine Eingestellt weil Nachgewiesen konnte das ich nicht der Täter bin, es ging um 12.000 € - eine wurde nicht zur Anzeige gebracht, weil diese auf Arbeit geschah und ein Hochdruckreiniger weg kam mit dem ich zu vor gearbeitet hatte, ich diesen nicht gestohlen hatte, aber mir das vorgeworfen wurde, Steuerermittlungen – ohne Befund, zwei Hausdurchsuchungen abgewendete Zwangsverseigerung usw.
Hups alles ein wenig zuviel.
Ich stehe jeden Morgen auf und versuche positiv in die Zukunft zu schauen.
Ja ich habe Selbstvertrauen und bin Kämpfer um weiter zu kommen.
Aber es vergeht einfach kein Tag wo in diesem Jahr nicht irgendein Mist ins Haus flattert und ich mich nur Frage was mache ich nur falsch ?
Ich stell immer häufige fest, dass ich am Tag zwischen 4 und 6 halbe Bier trinke und weiß dass dieses sehr nah an der Suchtgrenze ist.
Aber komischer Weise wenn ich als DJ arbeite – gar keine Alkohol trinke und das einen Tag zuvor nicht.
Ganz schön lang geworden die Vorstellung meiner Person oder ?
Ich wollte mich gleich richtig in diesen Seiten ohne etwas wegzulassen vorstellen. Auch hatte ich die Seite gezielt gesucht, weil ich einfach spüre, dass ich ein Problem habe !
Denke das ich hier gut aufgehoben bin und mir die Ratschläge zu Herzen nehmen werde, denn der Genuss der Anonymität macht es mir leichter, darüber zu schreiben.
Bin für jede Antwort Dankbar. Tommy alias Cool. |
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| Cool hat zum Thema: Hallo an Alle... geschrieben
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xopuelion Gast
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Verfasst am: 01.11.2005, 13:44 Titel: Re: Hallo an Alle... |
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moin Tommy,
Du hast auf jeden Fall den richtigen Anfang gemacht, Dich hier zu melden war ein guter Schritt in die richtige Richtung. Jetzt gehts aber weiter, hast du mal überlegt wegen der finanziellen Sachlage zu nem Anwalt zu gehen? Ich bin zuerst aufs Amtsgericht gegangen und die haben mir die Adressen von einigen Anwälten in der näheren Umgebung gegeben und nen Beratungsschein. Die erste Beratung ist immer umsonst und dann sieht man weiter, wenn die Lage beschi***n genug ist wird dir Gerichtskostenbeihilfe zugesprochen und der Anwalt regelt das Ganze für Dich und Du machst nicht noch mehr Schulden. Manchmal ist auch ne private Insolvenz der Weg den man einschlagen kann, aber da wird der Anwalt mehr zu sagen.
Wegen Deinem Alkoholkonsum solltest Du Dich auf jeden Fall mal an eine Suchtberatung wenden, da kannst du Deine Geschichte erzählen und nichts von dem Gesagten findet den Weg nach draußen. Alles bleibt hinter den geschlossenen Türen und wenn die sich öffnen dann nur um Dich wieder rauszulassen. Aber dort sitzen kompetente Leute die oftmals selbst in einer solchen Lage waren und daher wissen was in einem vorgeht. Hier auf dieser Seite gibt's auch eine Liste von Suchtberatungsstellen schau mal auf Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen
Für'n Anfang ist es auch hilfreich sich hier umzuschaun oder mal eine Selbsthilfegruppe in Deiner Umgebung zu besuchen. Es wird Dir nirgendwo jemand den Kopf abreißen sondern Dich eher mit offenen Armen empfangen. Jeder von denen weiß, oder kann zumindest kann ganz gut nachvollziehen was in Dir vorgeht und kann Dir Hilfe geben auf Deinem weiteren Weg.
Wünsch Dir noch viel Glück und die richtigen Entscheidungen. |
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| xopuelion hat zum Thema: Re: Hallo an Alle... geschrieben
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Cool neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 01.11.2005 Beiträge: 25 Wohnort: Allgäu
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Verfasst am: 01.11.2005, 18:54 Titel: Re: Hallo an Alle... |
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Hallo Trosten. Vielen Dank für Deine Begrüßung und für deine Tipps.
Nun zu der Zwangsversteigerung wäre es bei meiner Mutter beinahe gekommen, da mein Mieter die Miete nicht zahlte. *löl* 7 Monate nicht.
Der Punkt ist, dass zum Ende des Jahres, einige Kredite abgelöst sind und im nächste Jahr die Situation wirklich besser aussieht.
Sprich ich hatte, meine Eigentumswohnung vermietet, bin zu meiner Mutter in ein Zimmer gezogen um Ihr den rücken freizuhalten. Klarer Fall.
Bei der Zwangsversteigerung hatten wir einen Rechtsanwalt aufgesucht und soweit abwenden, dass wir jetzt eine Kreditzahlung beim Gerichtsvollzieher machen, der erst ablehnend war, aber mit meiner Bürgschaft dieses zuließ.
Bescheidend an dieser Situation war, dass ich arbeiten ging, das ganze Geld bei meiner Mutter abgab, sich bei mir die Musik auf dem Schreibtisch ansammelte und 6 Wochen dafür brauchte, nur um mir eine Festplatte für 150 € leisten zu können, obwohl ich im Monat 4 davon kaufen könnte.
Ich bin Selbständig und eine private Insolvenz, könnte ich selbst durchführen indem ich meine Wohnung verkaufe.
Ich hatte im Fall meines Mieters mich darüber informiert, was man rechtlich manchen könnte. Um nicht das ganze Programm mit Gerichtsvollzieher starten zu wollen, bot ich Ihn an, bei der Polizei wegen Betruges anzuzeigen.
Worauf jetzt endlich wöchentliche Ratenzahlungen bei mir eingehen und die Sache in 6 Wochen erledigt ist.
Aber Danke für Deine Unterstützung und deine Tipps !
Ich werde Deinen Rat mir zu Herzen nehmen und eine Suchtberatungsstelle aufsuchen. Aber irgendwie ist das alles noch ein wenig schnell für mich. Sich hier in diesem Forum, ehrlich zu äußern und zu schreiben, fällt mir bei der gesunden Anonymität, bis jetzt einfacher und ich denke, da den ersten Schritt gemacht zu haben. Denn ich glaube, dass das ehrliche schreiben dabei hilft, dass erst einmal was rauskommt und aus der Anonymität heraus man lernt sich mit der Problematik auseinander zu setzen, dass man zu einem Bestimmten Zeitpunkt auch in der Lage ist, darüber sprechen zu können. Denn es fällt nicht einfach, mit einem wildfremden Menschen, auch wenn dieser sich die größte Mühe gibt und Verständnis zeigt, über sich und seine Probleme zu sprechen.
Hinkt zwar etwas, aber wenn ich als Kind mit einen Mädchen gehen wollte, schrieb ich einen Liebesbrief, um die ersten Peinlichkeiten abzubauen.
Bis man dann im laufe des Lebens lernt, charmant eine Dame anzusprechen.
Für heute habe ich mir ein paar Aufgaben zurechtgelegt, die nicht dringen Notwendig aber gemacht werden sollten, dass ich genügen Ablenkung habe und heute kein Bier trinken werde, auch weil ich Morgen und Übermorgen wieder Platten drehe und da ist bei mir kein Alkohol angesagt ist.
3 Tage sind schon mal gut und wenn ich genügend kleine Aufgaben habe vielleicht schaffe ich es auch eine Woche, ohne mich ein DU MUSST auszusetzen.
Trotzdem Danke für Deine Tipps. |
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| Cool hat zum Thema: Re: Hallo an Alle... geschrieben
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xopuelion Gast
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Verfasst am: 01.11.2005, 19:10 Titel: Re: Hallo an Alle... |
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moin Tommy,
ich habe nicht gemeint, du musst, ich würde niemals jemanden zu etwas überreden wollen. Jeder ist sein eigener Herr und für sich selbst verantwortlich. Ich kann nur von meiner eigenen Situation sprechen und hoffen, daß es jemandem weiterhilft. Zeit ist ein wichtiger Faktor, das weiß ich selber ganz genau, hab selbst ewig gebraucht, bis ich kapiert hab was mit mir los ist. Und selbst dann hats noch ewig gedauert bis ich den ersten Schritt getan hab und noch länger bis ichs mir endlich eingestehen konnte.
Dieses Forum ist auf jeden Fall eine gute Plattform um einfach mal alles loszuwerden ohne sich komplett zu outen, die Anonymität des I-Net ist schon ein großer Vorteil hier. Außerdem kann man sich informieren, und das ist am Anfang auch sehr wichtig finde ich, denn ohne Information kann man sich keine Meinung ilden und sich auch nicht weiterentwickeln, und darum geht es doch im Leben, ums Vorwärtskommen.
Ich hoffe, Du hast mich nicht falsch verstanden und nimmst mir nichts übel, wollte Dir nur meine virtuelle Hand reichen und Dich willkommen heißen hier in diesem Forum.
| Zitat: | Denn es fällt nicht einfach, mit einem wildfremden Menschen, auch wenn dieser sich die größte Mühe gibt und Verständnis zeigt, über sich und seine Probleme zu sprechen.
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Da sprichst Du wahr, so erging es vielen von uns, und nem ganzen Haufen, mich eingeschlossen, geht es immer noch so.
Ich sag jetzt noch mal in aller Form herzlich willkommen und ich freu mich, Dich hier begrüssen zu dürfen und hoffe noch viel von Dir zu lesen. |
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| xopuelion hat zum Thema: Re: Hallo an Alle... geschrieben
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