| hallo • Anregungen und Ratschläge gewünscht |
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Alex60 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.07.2008 Beiträge: 5 Alter: 52 Wohnort: Wesermarsch
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Verfasst am: 12.08.2008, 07:06 Titel: Bin ich noch normal? Warum mach ich das mit? |
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Hallo an alle die mich da draussen lesen:
Ich bin neu hier im Forum und möchte daher erst mal meine Geschichte los werden.
Ich bin 48 Jahre, verheiratet seit 1988, und angestellt tätig. Meine Frau ist 46 Jahre alt und halbtags freiberuflich tätig. Wir haben einen Sohn 18 Jahre in Ausbildung und eine Tochter 13 Jahre noch in der Schule. Wir haben uns in der Ehe etwas aufgebaut, ein abbezahltes Eigenheim ist unser. Und ein schöner Jahresurlaub ist auch immer drin.
Meine Frau hat als Kleinkind ihre leibliche Mutter bei einer Abtreibung verloren, die Stiefmutter kam mit ihr nicht klar und zog ihre jüngere Halbschwester immer vor. Sie konnte machen was sie wollte, es war nie recht. Daher konnte sie nie Selbstvertrauen aufbauen.
Vor ca. 9 Jahren, ich war auf Montage, lernte sie einen neuen Freundeskreis kennen. Dort wurde mit dem Alkohol großzügig umgegangen und auch ein Mann interessierte sich für sie. Dies bekam ich erst später mit. Meine Frau wollte daraufhin die Trennung, war aber schon abhängig (Spiegeltrinkerin). Ihre Freizeit verbrachte sie in ihrem neuen Freundeskreis. Ich war allein. Allerdings lernte ich auch jemanden kennen und lieben. Ich wollte auch die Trennung. Nun wollte meine Frau nicht mehr, ich war ihr „sicherer Hafen“, wie sie sagte.
Ich erlebte die Trennunngshölle mit allem was dazu gehört. Trotzdem zog ich aus. Meine Liebe hatte diese Hölle nicht mit gemacht, und ich war wieder allein. Auch hatte ich das Gefühl der Verlierer zu sein, wieder mal im Leben. Auf der Bahn nach unten. Das wollte ich auch nicht.
Hatte dann einen Unfall (Beinbruch) und war auf die Wohnung angewiesen. Das war die Chance für meine Frau, ich hatte mich überreden lassen wieder nach Hause zu den Kindern zu kommen.
Aber das Trinken hörte nicht auf. Sie braucht jeden Tag ca. 1,5 – 2 ltr. Weisswein um klar zu kommen. Und ewig diese Unzufriedenheit. Ich sei ja Schuld, dass sie so viel trinkt. Und überhaupt, der ganze Stress den sie so hat. Dabei bedauert sie sich gern. Ich kann es nicht mehr hören. Eine Therapie will sie nicht, sei auch zu teuer. Was soll ich tun, weglaufen? Die Kinder allein lassen? Wie lange noch?
Nun sei gesagt, dass der Grosse sich in seinem Zimmer zurückzieht und die Kleine mit Einkoten reagiert; schon seit 5 Jahren.
Tja, das in Kürze zu meiner Situation. Was sagt ihr dazu, ist das normal??????
Alex60 |
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| Alex60 hat zum Thema: Bin ich noch normal? Warum mach ich das mit? geschrieben
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Kernkraft neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.07.2008 Beiträge: 83
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Verfasst am: 12.08.2008, 07:47 Titel: Re: Bin ich noch normal? Warum mach ich das mit? |
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Hallo Alex,
dass liest sich sehr schlimm und deinen Kindern geht es offensichtlich nicht gut mit der Situation.
Vielleicht könnetst du nochmals die Kraft aufbringen, dich zu lösen um eine Chance für dich und deine Kinder zu erhalten.
Wie sollen deine Kinder es schaffen, sich ein soziales Umfeld aufzubauen? Es ist ihnen nicht möglich Freunde mit nach Hause zu bringen und ich könnte mir vorstellen, dass sie sich entsetzlich schämen. Die Möglichkeit einer Selbstbewusstseinsbildung scheint nicht gegeben. Deine Kinder leiden, aber sie können sich nicht delbst helfen, sind regelrecht ausgeliefert. Du bist der einzige, der sie retten kann.
Junge Menschen habe eine Chance auf das zukünftige Leben doch verdient....oder?
Ich möcht niemandem zu nahe treten und hoffe dies nicht getan zu haben. Deine Kinder senden Notsignale aus, hilf ihnen bitte. Kinder sind das wertvollste was wir an die Zukunft haben....
Das Leben kommt frontal und das ist manchmal schwer genug.
freundliche Grüsse, Ursula |
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| Kernkraft hat zum Thema: Re: Bin ich noch normal? Warum mach ich das mit? geschrieben
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Ette sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.01.2007 Beiträge: 1660 Alter: 55
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Verfasst am: 12.08.2008, 08:10 Titel: Re: Bin ich noch normal? Warum mach ich das mit? |
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Hallo Alex,
gut, dass du hierher gefunden hast. Herzlich willkommen. Lies dich hier durch und lass das Gelesene nicht nur in deinen Kopf, sondern versuch, nachzuspüren, was es in dir auslöst. Manchmal ist es nicht angenehm, was wir hier zu lesen bekommen. Aber das, was mich am meisten angepackt hat, war in der Regel auch das, was mich am meisten weiter gebracht hat.
So, wie deine Kinder reagieren, haben sie ja wohl schon einiges mitbekommen. Hast du sie bei deinem Auszug bei der Mutter gelassen?
Dass du zurück gekommen bist, kann ich nachvollziehen. Schließlich hört jeder Mensch gern, dass er für einen Anderen der „sichere Hafen“ ist. Das wertet uns ja auf, wir sind zu etwas nütze. Außerdem ist selbst eine trinkende Partnerin bei einer körperlichen Einschränkungen hilfreicher als gar keine, also auch für dich eine Art bequeme Unterstützung. Wenn, ja wenn nur das Trinken nicht wäre.
Du bist weder Schuld, dass sie trinkt, noch bist du unnormal, weil du wieder zurück gegangen bist. Allerdings wird dir auf Dauer keiner die Entscheidung abnehmen können, ob du dies so weiter führen willst. Auch wirst du dich natürlich irgendwann von deinen Kindern fragen lassen müssen, warum du sie nicht aus dem Alk-Umfeld genommen hast. Ich denke, es gibt genug Verantwortung, die du für dich und deine Kinder übernehmen kannst. Deine Frau muss für Leben die Verantwortung ganz alleine tragen, so wie du für deines. Was und ob da nun normal ist oder nicht – normal ist in meinen Augen das, womit du dich wohlfühlst. Wenn du dich in deiner Situation wohlfühlst, kann sie von außen so unnormal wie nur was sein. Aber das ist eben die Kernfrage, ist deine Lebenssituation für dich angenehm? Und für deine Kinder?
LG
Ette |
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| Ette hat zum Thema: Re: Bin ich noch normal? Warum mach ich das mit? geschrieben
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vergissmeinnicht neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2007 Beiträge: 306
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Verfasst am: 12.08.2008, 10:06 Titel: Re: Bin ich noch normal? Warum mach ich das mit? |
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Hej Alex,
Herzlich willkommen hier!
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Das ist nicht normal!!
Du musst das nicht mitmachen!!
Eigentlich ist es ganz einfach:
Es gibt nur zwei Wege!!
Stell sie vor die Wahl. Du und die Kinder oder der "ALK".
Das ist natürlich rein theoretisch aber das sind einfach die Fakten.
LG
vergissmeinnicht |
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| vergissmeinnicht hat zum Thema: Re: Bin ich noch normal? Warum mach ich das mit? geschrieben
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kaltblut sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 4741 Alter: 53 Wohnort: beiM
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Verfasst am: 12.08.2008, 10:10 Titel: Re: Bin ich noch normal? Warum mach ich das mit? |
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Hallo Alex,
klasse daß Du hierher gefunden hast und schreibst. Wie stellst Du Dir denn Deine heile Welt vor?
LG Kaltblut |
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| kaltblut hat zum Thema: Re: Bin ich noch normal? Warum mach ich das mit? geschrieben
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Alex60 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.07.2008 Beiträge: 5 Alter: 52 Wohnort: Wesermarsch
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Verfasst am: 13.08.2008, 06:01 Titel: Re: Bin ich noch normal? Warum mach ich das mit? |
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Hallo und guten Morgen analle.
Erstmal danke für die schnellen und hilfreichen Antworten.
@ Ursula (Kernkraft)
Sicher habe ich auch daran gedacht es noch mal zu wagen. Aber diese Hürde ist größer als das letzte Mal. Ich bin der Mann, und als Mann in unserer Gesellschaft die Kinder zugesprochen zu bekommen ist schwer. Es gibt Gerichtsurteile bei denen die Kinder trotz Alk und psych. Krankheit der Mutter eben bei dieser geblieben sind.
Und die Kinder müssten dann mit getrennten Eltern leben, eine zusätzliche Belsatung. Ich habe immer noch vor Augen wie die Kleine beim letzten Mal gelitten hat. Sie liebt doch beide Elternteile.
Dann ist da selbstverständlich auch der materielle Verlust. Ich würde trotz Vollzeitarbeit auf das Niveau eines Hartz IV Empfängers rutschen. Es ist ein Vabanquespiel.
Auf der anderen Seite geht es mir eigentlich gut, ich habe meine Hobbys (Sport) und mein Auskommen.
@Ette
Ja, bequeme Unterstützung ist wohl die richtige Bezeichnung. Es ist eine Zweckbeziehung. Nur eben keine Partnerschaft wie man sie überall sieht. Wir, die Kinder und ich, haben alle unsere Freunde und Freizeitbeschäftigungen. Nur meine Frau nicht. Wenn sie ihren Job (Heimarbeit) bis Mittag gemacht hat, ihr einziger Halt, dann geht es vor den Fernseher und ab 19 Uhr ins Bett. Zu mehr Kraft reicht es nicht.
Sicher hab ich Angst vor der Zukunft. Was werden mich meine Kinder fragen wenn sie erwachsen sind? Wie leben wir ihnen eine Partnershaft vor?
Ich hatte selber eine Mutter die alkoholkrank war. Mir hat mal eine Psychologin gesagt, dass ich mir die Frau gesucht habe die ich von ui Hause aus kenne. Das stimmt, meine Mutter war der gleiche Typus. Ich habe bei ihrem Tode nicht viel getrauert, ich weiss nicht warum.
@kaltblut
Ich habe so meine Vorstellung von meiner heilen Welt. Eine Partnerin mit der ich reden kann und die meine Interessen teilt. Aber das ist Theorie, die Wirklichkeit ist ander.
Gruss vom Alex |
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| Alex60 hat zum Thema: Re: Bin ich noch normal? Warum mach ich das mit? geschrieben
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vergissmeinnicht neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2007 Beiträge: 306
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Verfasst am: 13.08.2008, 11:20 Titel: Re: Bin ich noch normal? Warum mach ich das mit? |
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Hej Alex,
Ist Geld immer so wichtig?
Kein Geld der Welt kann deinen Kindern und dir helfen.
Es ist bequem zu sagen, man kann nichts ändern des Geldes wegen, oder warum auch immer.
Du musst alles ändern wenn ihr da raus wollt!
Du musst nichts ändern wenn alles so bleiben soll!
Du weißt offensichtlich was du deinen Kindern und dir zumutest. Versuch mal praktisch zu denken auch wenns schwer fällt.
Wie lange denkst du hälst du es in der Partnerschaft noch aus? 4 Wochen? 4 Monate?
4 Jahre? Die Entscheidung liegt ganz allein bei dir.
Deine Kinder können nichts ändern, aber "DU".
Wie gesagt, es gibt nur 2 Wege.
Du hast die freie Auswahl.
Sprich mal mit deinen Kindern darüber.
Hast du das eigentlich schon gemacht?
Ich hoffe du nimmst mir nichts krumm.
LG
vergissmeinncht  |
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| vergissmeinnicht hat zum Thema: Re: Bin ich noch normal? Warum mach ich das mit? geschrieben
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skybird sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.01.2008 Beiträge: 4106
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Verfasst am: 13.08.2008, 11:31 Titel: Re: Bin ich noch normal? Warum mach ich das mit? |
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Hi Alex60
| Zitat: | Ich bin neu hier im Forum und möchte daher erst mal meine Geschichte los werden.
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Ging es Dir darum? Einfach nur loswerden? Oder auch etwas verändern wollen?
| Zitat: | Nun sei gesagt, dass der Grosse sich in seinem Zimmer zurückzieht und die Kleine mit Einkoten reagiert; schon seit 5 Jahren.
Tja, das in Kürze zu meiner Situation. Was sagt ihr dazu, ist das normal??????
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Du fragst ernsthaft, ob es normal ist, dass sich Dein 18-jähriger Sohn im Zimmer abschottet und Deine 13-jährige Tochter sich seit 5 Jahren (!!! !!!) einkotet
Bin schockiert über soviel Ignoranz! Dass dies konzentrierte Hilfeschreie Deiner Kinder sind und zumindest bei Deiner Tochter schon seit 5 Jahren andauern? Und was machst Du?
Lehnst dich zurück, hast Deine Hobbys, Dein Auskommen und die bequeme Zweckgemeinschaft! Mensch, was ein Vater!
Ich hoffe Deine zwei bekommen nen weitaus besseren Psychologen als dass sie nen Vater hatten!
Für Autos verlangt der Gesetzgeber Führerscheine. Bei manchen sollte für das *Kinderindieweltsetzen* das Gleiche gelten! Du gehörst dazu!
VG Skybird |
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| skybird hat zum Thema: Re: Bin ich noch normal? Warum mach ich das mit? geschrieben
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