| Eltern des Freundes trinken beide - weiß nicht wie weiter • Was soll ich machen |
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Honigmund neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.08.2008 Beiträge: 6
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Verfasst am: 11.08.2008, 09:41 Titel: Mein Vater... |
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Hallo,
das eigentliche Problem hat mein Vater. Er trinkt seit Jahren jede Menge Alkohol. Meistens Bier. Unter der Woche erst abends, aber am Wochenende kann auch schon mal um 11 Uhr das erste Bier offen sein. Seit wann er genau so viel trinkt, weiß ich nicht mehr. Ich erinnere mich an ein Vereinsfest vor 7 oder 8 Jahren, da hat er sich (zumindest in meiner Erinnerung) das erste Mal völlig besoffen. Er hat bereits um 18 Uhr rum nur noch gelallt und ihn hat es dann auch hin gehauen. Alle haben gelacht, doch ich habe mich wahnsinnig geschämt. Das ist danach immer wieder passiert.
Und nun kommt mein zweites Problem. Von meinen Brüdern oder meiner Mutter heißt es immer "Der trinkt manchmal etwas viel", aber niemand will wahrhaben, dass er jeden Abend drei, vier (große) Bierchen trinkt. Dann hat er noch seinen Stammtisch, einmal die Woche und am Wochenende schau er sich Fußball an. Während dieser 2-3 Stunden, die er am Wochenende in der Kneipe Fußball schaut kann er schon mal 3 Liter Bier trinken.
Und wenn er dann nach Hause kommt, ist er agressiv (er hat uns noch nie geschlagen oder so, aber die Antworten sind agressiv) und erinnert sich an viele Dinge nicht mehr. Auch so leidet sein Gedächnis ganz schön unter der Trinkerei. Aber zu einem Arzt will er nicht, er glaubt, den braucht er nicht.
Mein Problem ist, dass ich die Einzige bin, die ab und an mal "Stop" sagt. Doch ich ziehe nächsten Monat aus. Jetzt habe ich Angst, dass er dann immer mehr trinkt. Die Familie, die Ehe meiner Eltern (sie betrügt ihn immer wieder, verlässt ihn aber nicht) und auch ich leiden unter dem Alkoholkonsum und ich habe Angst, dass alles auseinander bricht, wenn ich gehe.
Gibt es irgendwas, dass ich tun kann? Ich würde ihn gerne mit seinem Problem konfrontieren, doch ich habe Angst vor seiner Reaktion und weiß nicht, ob das sinnvoll ist.
Ich hoffe, dass ihr mir helfen könnt, eine Lösung zu finden. |
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| Honigmund hat zum Thema: Mein Vater... geschrieben
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Spedi Gast
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Verfasst am: 11.08.2008, 09:48 Titel: Re: Mein Vater... |
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Servus Honigmund,
ja, es gibt eine Lösung: lass Deine eltern bzw Deinen Bruder ihr eigenes Leben leben, kümmere Du dich um Dein Leben!
Du hast das Recht auf ein selbstbestimmtes, zufriedenes Leben. Es ist schlimm genug, wenn Deine Eltern Deine unbeschwerte Kindheit durch Alkoholmissbrauch oder gar Alkoholsucht zerstört haben. Das heisst aber nicht zwangsläufig, dass dies so bleiben muss.
Du kannst Dir Hilfe suchen, einen großen und wichtigen Schritt hast Du mir Deiner Anmeldung hier bereits getan!
Ich bin sicher, Du wirst noch mehr zu Deiner Situation zu lesen bekommen, daher erst mal: Kopf hoch, und gut dass Du hier bist!
LG
Spedi |
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| Spedi hat zum Thema: Re: Mein Vater... geschrieben
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Lume neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.06.2008 Beiträge: 61 Alter: 25
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Verfasst am: 11.08.2008, 18:36 Titel: Re: Mein Vater... |
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Hallo Honigmond,
Willkommen hier im Forum!
Spedi hat recht, kümmere dich vor allem um dich. Deine Familie mit den Alkoholproblemen deines Vaters zu konfrontieren wird dich höchstwahrscheinlich nicht glücklicher machen (erfahrungsgemäß folgt auf die Konfrontation auch in den seltensten Fällen die Einsicht). Dass du ausziehst ist schon mal ein wichtiger Schritt, um Abstand von zu Hause zu bekommen.
Es ist, aus deiner Situation heraus "normal", dass du dir Sorgen machst, dass deine Familie nicht ohne dich klar kommt. Aber die sind erwachsen! Die sind für ihr Leben selbst verantwortlich, genau wie du es selbst in der Hand hast, ein zufriedenes Leben zu führen.
Alles Gute und viele Grüße
Lume |
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| Lume hat zum Thema: Re: Mein Vater... geschrieben
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Tanja83 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.08.2008 Beiträge: 296 Alter: 29 Wohnort: Franken
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Verfasst am: 11.08.2008, 19:01 Titel: Re: Mein Vater... |
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Hallo Honigmond,
leider kann ich Spedi und Lume nur beistimmen, pack deine Sachen und leb dein Leben....
Natürlich ist es für uns Kinder schwer, wenn wir dabei zusehen müssen wie unsere Familie kaputtgeht, aber wir können es nicht ändern.
Meine Geschwister und ich haben Jahrelang auf unsere Mutter eingeredet, selbst heute noch wo wir alle nicht mehr zuhause wohnen, aber wirklich was erreicht haben wir damit nie, ganz im Gegenteil sie hat uns dann irgendwas vorgelogen vonwegen sie hört auf zu trinken-blablabla..... und am Ende ärgere ich mich immer wieder übermich selbst da ich genau weiß das sich nichts ändert solange sie es nicht von selbst einsieht!!
Leider keine Guten Nachrichten oder Tipps, sind halt Erfahrungen!!!
Mach dir keine schlechtes Gewissen...,Kopf hoch
Gruß Tanja |
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| Tanja83 hat zum Thema: Re: Mein Vater... geschrieben
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Honigmund neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.08.2008 Beiträge: 6
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Verfasst am: 12.08.2008, 10:38 Titel: Re: Mein Vater... |
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Hallo ihr drei.
Danke für eure Antworten. Ich habe irgendwie schon befürchtet, dass ihr mir sowas ratet. Mein Problem ist einfach, dass NIEMAND meinem Vater sagt, dass er ein Alkoholproblem hat. Und wenn alle das Thema totschweigen, kommt er sicher nicht von alleine drauf. Oder?
Ich bin nicht der Typ, der nur rumsitzt und ich möchte irgendwas tun.
Grüßle |
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| Honigmund hat zum Thema: Re: Mein Vater... geschrieben
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Erdling neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.03.2008 Beiträge: 392 Alter: 32 Wohnort: Ruhrgebiet
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Verfasst am: 12.08.2008, 10:52 Titel: Re: Mein Vater... |
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Hi Honigmund,
das Problem ist, das dein Vater es selber erkennen muss, weil er sein Leben verändern muss, um ohne Alkohol zu leben. Und das geht nur, wenn der Betroffene, das von sich aus möchte. Er müsste dann z.B. auf seinen Stammtisch verzichten oder auf das Fussballspiel in der Kneipe. Denkst du das macht er, weil Du ihm sagt: er sei Alkoholiker?
Wenn du was tun möchtest, dann tu was für Dich Und versuch nicht etwas zu ändern, was du nicht ändern kannst.
Viele Grüße
Erdling |
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| Erdling hat zum Thema: Re: Mein Vater... geschrieben
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Tanja83 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.08.2008 Beiträge: 296 Alter: 29 Wohnort: Franken
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Verfasst am: 12.08.2008, 16:02 Titel: Re: Mein Vater... |
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Hallo Honigmund,
genau das ist unser Problem wir wollen immer was dagegen unternehmen und ihnen Helfen, aber solange sie selbst nicht die Einsicht haben tun wir uns nur selbst immer wieder weh..., den mit jedem neuen Versuch hoffen wir etwas zuerreichen und jedesmal sind wir Enttäuscht wenn es nichts nützt.....
Das nichts tun können ist schlimm, besonders wenn man dabei zusehn muss wie alles kaputt geht
LG Tanja |
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| Tanja83 hat zum Thema: Re: Mein Vater... geschrieben
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Lume neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.06.2008 Beiträge: 61 Alter: 25
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Verfasst am: 12.08.2008, 18:51 Titel: Re: Mein Vater... |
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Hallo Honigmond,
Ich kann dir gut nachvollziehen: Die Einsicht darein, dass du deinem Vater gegnüber machtlos bist, ist sicher schwer. Ich wollte auch lieber handeln als erleiden, habe mich aber nicht auf meinen Vater sondern die gesellschaftlichen Missstände gestürzt. Das Ergebnis war allerdings dasselbe: ich selber kam zu kurz. Von daher kann ich Erdling nur zustimmen: wenn du etwas tun willst, dann tu es für dich. Wenn du nicht weißt, wie, dann hol dir Unterstützung (das Beste, was ich in der Hinsicht getan habe).
Alles Gute!
Lume |
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| Lume hat zum Thema: Re: Mein Vater... geschrieben
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