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Laufschnecke
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 01.08.2008
Beiträge: 639
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BeitragVerfasst am: 15.08.2008, 22:53    Titel: Re: My Story Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Sorry, wollte nicht nicht allwissend auftreten. Werde demnächst vermeiden, Erfahrungen zwecks Medis auszutauschen. Kann nur Sokid gut verstehen, ist mir lange genauso gegangen. Geht mir auch heute noch so, Depression und Sucht gehen oft einher, trotzdem ist das Problem der depr. Erkrankung nicht immer bekannt und auch nicht jedem Suchterkrankten vertraut.Ich finde, die Kombination von Sucht und Depression ist sehr schwer nachvollziehbar, vielleicht sind es sogar getrennte Themen.
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Laufschnecke hat zum Thema: Re: My Story geschrieben
Laufschnecke
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 01.08.2008
Beiträge: 639
Alter: 45

BeitragVerfasst am: 17.08.2008, 00:34    Titel: Re: My Story Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,Sokid, alles okay bei Dir?
Habe heute eine SHG für Depressionen aufgesucht, steht in meinem Thread, wenn Du Lust hast, lies doch mal nach,
hoffe, es geht Dir gut Smilie lieben Gruss, Laufschnecke
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Laufschnecke hat zum Thema: Re: My Story geschrieben
sokid
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 04.07.2008
Beiträge: 28
Alter: 33

BeitragVerfasst am: 26.08.2008, 18:20    Titel: Re: My Story Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo zusammen,

Zeit für mich sich mal wieder zu melden.
Es geht wieder aufwärts, wenn auch langsam und mit einigen Durchhängern. Trotzdem hätte ich vor noch vor kurzem mir nicht vorstellen können, dass es mal wieder halbwegs normal geht Winken
Trotzdem ist es erstaunlich, welche Körperregionen sich auf einmal mit Beschwerden bemerkbar machen in dieser Situation. Wird aber alles so nach und nach abgeklärt von diversen Docs und bis jetzt stellt sich alles als normal heraus, sodass die Psyche wohl die ein oder anderen Wehwehschen verursacht. Am meisten Sorgen machen mir ungekannte Herzpschererein von denen ich niemals geahnt hatte sowas schon mal mit 30 zu haben... aber das wird schon wieder

Ich hatte wie jedes Jahr eine Urlaubsreise mit einigen Freunden geplant. Diese habe ich ohne große Trauer oder Bedenken abgesagt und auch kommuniziert, dass die abendlichen Gelage nicht mehr will.

Sport tut mir wirklich ganz gut, danke nochmal Blizzard für den Zuspruch! Man sollte wirklich manchmal mehr selber auf sich hören.

Gedanken mach ich mir noch viel was den Besuch einer SHG angeht bin aber letztendlich noch zu keiner Entscheidung gelangt wie ich es angehe. Das eine notwendig ist, ist mir natürlich bewußt.

Viele Grüße
Sokid
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sokid hat zum Thema: Re: My Story geschrieben
Blizzard
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 11.01.2007
Beiträge: 649
Alter: 32
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 26.08.2008, 19:23    Titel: Re: My Story Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo sokid,

sokid hat Folgendes geschrieben:
Trotzdem hätte ich vor noch vor kurzem mir nicht vorstellen können, dass es mal wieder halbwegs normal geht Winken



das ist ja gerade das Fatale! Wir (ich beziehe hier deutlich mich selber ein, weil ich da offensichtlich ähnlich wie du veranlagt bin) zweifeln manchmal, v.a. wenn es uns schlecht geht, total und vermuten in einem Anfall von purer Verzweiflung, dass es nie wieder gut werden wird. Was für ein Quatsch! So ging es mir allerdings die ersten 6 Monate in meiner Abstinenz auch oft - und noch heute merke ich hin und wieder (aber sehr selten zum Glück!), dass da eine Art "Mechanismus" in mir ist, der bei einer kleinen Krise sofort das große Unglück auf sich zukommen sieht.

Ich denke einfach, dass hängt damit zusammen, dass man anfangs noch sehr labil ist und hinter negativen Gefühlen, die möglicherweise unvermutet auftreten, sofort einen psychischen Zusammenbruch auf sich zukommen sieht....zumindest mir ist es öfters so gegangen!

Im Laufe der Zeit lernt man dann aber, dass solche psychischen Up and Downs völlig normal sind - und keine Grund zur Panik darstellen, sondern einfach zum Leben dazugehören. Und diese Erkenntnis wiederum führt zu mehr Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen, wodurch dann wiederum diese negativen Phase seltener und kürzer werden - weil man ihnen einfach nicht mehr die Bedeutung beimisst. Das ist dann sozusagen ein positiver Kreislauf nach oben!



sokid hat Folgendes geschrieben:

Gedanken mach ich mir noch viel was den Besuch einer SHG angeht bin aber letztendlich noch zu keiner Entscheidung gelangt wie ich es angehe. Das eine notwendig ist, ist mir natürlich bewußt.


Diese Gedanken hatte ich letzten Sommer auch. Ich suchte nach einer passenden SHG, fand aber keine. Die wo ich war, sagten mir von der Art, bzw. vom Personenkreis bzw. Alter nicht zu. Dann habe ich erkannt, dass ich meine Selbsthilfegruppe bereits gefunden hatte - und zwar hier im Forum. Hier habe ich zwar keinen Blickkontakt, bin aber 100 % ehrlich und offen - was eine viel wichtigere Voraussetzung für wirkungsvolle Selbsthilfe ist, als die körperliche Anwesenheit.

Mach dir also deswegen keine Sorgen - eine SHG hast du ja schon gefunden. Und die tagt jeden Tag fast rund um die Uhr!

Solltest du doch noch eine andere SHG suchen - dann tue dies - mach dich aber nicht verrückt, wenn es nicht so schnell was wird.

Viele Grüße,

Blizzard
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Blizzard hat zum Thema: Re: My Story geschrieben
Laufschnecke
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 01.08.2008
Beiträge: 639
Alter: 45

BeitragVerfasst am: 26.08.2008, 20:16    Titel: Re: My Story Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo, Sokid Sehr glücklich
freu mich, von dir zu hören und vor allem:schön, dass es dir gut geht Sehr glücklich .
Dieses Forum ist für mich inzwischen zu einer sehr wichtigen "SHG"geworden, wenn du nicts passendes findest, bleib hier Ausrufezeichen
Werde am nächsten Mittwoch eine SHG für Depressionen besuchen, isthier im Ort u. mit dem Fahrad erreichbar. Bin gespannt, wie es wird, der Grillabend (habe ich ja berichtet) hat mir gut gefallen.
Die SHG für Sucht habe ich heute geschwänzt, war gerade in der (!"km entfernten) Stadt in der Psych. Ambulanz u. in der edukativen Gruppe für Depr., jetzt bin ich müde(was auch sonst... Mit den Augen rollen ) und leiste meiner Katze Gesellschaft. Zu viel SHG können auch streßig werden, die, die ich heute nicht besuche, besteht aus vielen Mitgliedern, die schon "urlange" trocken sind und auch gern über WE-Aktivitäten, Enkel, Geburtstagsfeiern u. Urlaubsplanungen reden. Da ist mir meine Kleingruppe, die aus 4 Leuten besteht, die alle erst seit max.2 Jahren trocken sind, wichtiger, wir treffen uns alle 14 Tage, und die Gespräche sind sehr intensiv und auch intim.Fühle mich da zur Zeit winfach wohler.
In einer Zeitschrift(weiß nicht, ob ich hier den Namen nennen darf, ist aber nicht Bunte oder so) gibt es einen sehr interessanten Artikel über Depressionen,fand ich persönlich sehr gut.
Bin wirklch froh, dass von dir zu hören, aber da du ja auch in meinem Thread geschrieben hast, habe ich gehofft, dass es für dich bergauf geht Winken
Alles Liebe, Laufschnecke
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Laufschnecke hat zum Thema: Re: My Story geschrieben
AnaB.
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.09.2008
Beiträge: 329
Alter: 46
Wohnort: Brandenburg

BeitragVerfasst am: 08.09.2008, 14:02    Titel: Re: My Story Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Sokid,
steht lange nichts mehr hier von dir, gehts dir gut? Wie gestaltest du deinen Weg?
Mir fiehl in deinem Thread folgendes auf,du schriebst vor einiger Zeit:

Zitat
"Im Ergebnis habe ich eine Depression und die wohl nicht erst seit gestern. Für mich überraschend war, dass mein Alkoholkonsum eine Folge der Depression war und nicht die Depression Ursache des Alkoholkonsums. Leider habe ich den Begriff vergessen, aber evtl. wurde ja jemanden ähnliches diagnostiziert. Bei Gründe sind nach Meinung des Arztes natürlich zwingend therapiebedürftig- zu Deutsch: natürlich brauch ich professionelle Hilfe."

Ich bin ganz neu hier und lese mich in alles ein und versuche zu reflektieren, irgendwo hab ich etwas gefunden, das wie folgt geschrieben stand:

"...ich hatte keine Probleme, Alkohol war mein Problem..."

Ich habe meine Depressionskarriere jahrelang gelebt, ein burn out, nebst einem schweren Alkoholmißbrauch über mehrere Monate brachten mich dann zu Fall und in den letzten Jahren auch 2 mal teilstationär in psychosomatische Kliniken, ich mußte mich therapiefähig machen und das bedeutete eben keinen Alkohol trinken und dann gings los...was ich erkannt habe:
Natürlich konnte ich monatelang einfach nichts trinken, natürlich ging es mir recht schnell wieder körperlich und seelisch besser und besser...meine Depressionen verschwanden praktisch nach ner Woche und ohne Medikamente, ich joggte und gestaltete meine Tage neu und plumps: Ich war geheilt, aber das nasse Denken blieb und somit dauerte es nicht wirklich lange, bis ich wieder das erste Glas trank..., in den nächsten 5 Jahren stürzte ich dann "kontrolliert" ab...

Aber worauf ich hinaus will ist der Fakt des trockenen Lebens, nicht mal nur nicht regelmäßig nichts trinken, das bedeutet Augenwischerei...

Meiner Meinung nach, ist es wichtig für jeden, genau sein Trinkeverhalten aller Lebensphasen zu untersuchen und zu reflektieren, bei mir führte das zu ebendieser krassen Erenntnis, nicht die Depression stand am Anfang, sondern "Freund" Alkohol als Tröster und Konfliktlöser etc. und das lange vor der Depression...

Ich freu mich, in diesem Forum gelandet zu sein und lese mit wachsendem Interesse alle Beiträge, ich bin neugierig, wie`s dir momentan geht und wie du weiter kommst

Vielleicht höre ich ja hier von dir?
LG
AnaB
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AnaB. hat zum Thema: Re: My Story geschrieben
sokid
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 04.07.2008
Beiträge: 28
Alter: 33

BeitragVerfasst am: 10.09.2008, 15:44    Titel: Re: My Story Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo AnaB., hallo Forumianer Smilie

Es sind tatsächlich einige Tage vergangen, seit meinem letzten Eintrag - wird also Zeit, dass ich mal einen aktuellen Bericht abliefere:

Es geht mir eigentlich ganz gut, d.h. zumindest nicht sonderlich schlecht - die Antidepressiva schlagen nach Wochen langsam an, sodass ich Recht froh bin tatsächlich Laufschneckes Ratschlag befolgt zu haben und den Tabletten eine Chance gegeben habe. Es gibt zwar immer wieder einige Tage an denen man "down" ist, jedoch können diese nicht das Gefühl verdrängen, dass es aufwärts geht. Habe meine Auszeit auf Arbeit nochmal verlängert und werde noch einige Wochen zu Hause bleiben um mich dann wieder in das Leben zu werfen. Ich habe noch einige Termine beim Psycho Doc in den abgeklärt wird wie bzw ob Hilfe eines Therapeuten notwenig ist. Insgesamt habe und hatte ich keinerlei "Saufdruck" das beruhigt mich zwar, jedoch schwingt auch immer unterschwellig die Angst mit, da ich aus vielen Berichten von Euch gelesen hab, dass es urplötzlich über einen kommt. Ich setze mich also kaum diesen Situationen aus - die einzige Konfrontation mit Alkohol habe ich 2-3 mal die Woche im Restaurant an den Nachbartischen.


@ AnaB.
AnaB. hat Folgendes geschrieben:

Ich habe meine Depressionskarriere jahrelang gelebt, ein burn out, nebst einem schweren Alkoholmißbrauch über mehrere Monate brachten mich dann zu Fall und in den letzten Jahren auch 2 mal teilstationär in psychosomatische Kliniken, ich mußte mich therapiefähig machen und das bedeutete eben keinen Alkohol trinken und dann gings los...was ich erkannt habe:
Natürlich konnte ich monatelang einfach nichts trinken, natürlich ging es mir recht schnell wieder körperlich und seelisch besser und besser...meine Depressionen verschwanden praktisch nach ner Woche und ohne Medikamente, ich joggte und gestaltete meine Tage neu und plumps: Ich war geheilt, aber das nasse Denken blieb und somit dauerte es nicht wirklich lange, bis ich wieder das erste Glas trank..., in den nächsten 5 Jahren stürzte ich dann "kontrolliert" ab...

Aber worauf ich hinaus will ist der Fakt des trockenen Lebens, nicht mal nur nicht regelmäßig nichts trinken, das bedeutet Augenwischerei...


Ich führe diese "Huhn oder Ei" Diskussion innerlich sehr oft und meine für mich eigentlich festhalten zu können, daß mein starkes "Entlastungstrinken" unterschwellige Depressionbewältigung war (und dazu natürlich die falsche). Ich denke aber auch, dass der Grundstein für eben diese Art der Bewältigung von Schwierigkeiten ja eben nicht aus dem "Nichts" kam sondern durch frühere Verhaltensweisen ja irgendwie begünstigt wurde. Diese frühere Verhaltensweisen gilt es für mich natürlich ebenso aufzuarbeiten.

Viele Grüße
Sokid
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sokid hat zum Thema: Re: My Story geschrieben
Laufschnecke
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 01.08.2008
Beiträge: 639
Alter: 45

BeitragVerfasst am: 10.09.2008, 16:43    Titel: Re: My Story Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo, Sokid Sehr glücklich Sehr glücklich
schön, dass es dir (ganz)gut geht, freu mich riesig, von dir zu lesen, meld mich heut abend noch mal,
gaaanz lieben Gruss, Laufschnecke Winken
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Laufschnecke hat zum Thema: Re: My Story geschrieben

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