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Die Alkoholsucht der Schwiemu macht uns das Leben kaputt

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T@mi
Gast






BeitragVerfasst am: 28.07.2008, 10:40    Titel: Die Alkoholsucht der Schwiemu macht uns das Leben kaputt Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,

ich bin T@mi und bin 37 Jahre alt. Ich habe im Netz nach Foren gesucht, die auch Angehörige von alkoholkranken Menschen helfen.

Meine Schwiegermutter trinkt seit ca. 40 Jahren. Damals wurde sie von ihrem Mann wegen einer anderen Frau verlassen. Seit dieser Zeit, mein Mann war gerade 4 Jahre alt, muss mein Mann ihr den Mann ersetzen. Die Beziehungen meines Mannes gingen durch die Alkoholsucht meiner Schwiegermutter in die Brüche, da sie immer trank und mit Selbstmord drohte, tat mein Mann nicht das was sie wollte, kam er nicht sofort wenn sie wollte. Mein Mann wurde immer weich, weil er sich Sorgen macht. Natürlich - er wurde ja schon als kleines Kind geprägt.

Irgendwann hat er es nicht mehr ausgehalten, ist von Berlin nach Köln gezogen. Er wollte frei sein, dies schien die einzigste Möglichkeit. Er hatte ein wenig Ruhe, doch dann kam ich. Wir haben geheiratet. Seit dem wurde es unerträglich. Anrufe im Abstand von 5 Minuten, Drohungen im Alkoholrausch. Mein Mann wurde immer weich.

Mein Mann leidet an einer Krankheit die sich aplastische Anämie nennt. Sein Knochenmark bildet keine Thrombozyten und er muss höllisch aufpassen mit dem Blutdruck. Ein wenig zu hoch und irgendeine Ader kann platzen - er kann innerlich verbluten. So kam der 15.02.08 - seine Mutter rief an, alkoholisiert und mit Selbstmord drohend. Er hat sich so aufgeregt, sein Blutdruck stieg auf 220/130 - eine Ader in seinem Kopf platze. 7 Stunden OP, Schädeldecke wurde abgenommen. Starke Gehirnblutung mit fast 5 Wochen Koma. Danach kam die Reha, er war noch nichtmal richtig wach, und auch völlig orientierungslos, bekam aber doch schon wieder einiges mit. Seine linke Seite ist gelähmt, er kann weder laufen, noch alleine sitzen. Das Atmen, das Schlucken, das Essen - alles musste er wieder neu erlernen. Heute kann er lediglich sprechen, aber nur liegen. Er befindet sich auch heute noch in der Klinik.

Nichtmal jetzt macht meine Schwiegermutter halt. Ich habe ihr ihren Sohn weggenommen, so wie damals eine andere Frau ihr ihren Mann. Sie kam zu Besuch, ich meinte es gut, sie ist ja die Mutter und hat ein Recht darauf ihren Sohn zu sehen. Es ging in die Hose. Sie kam angetrunken an sein Bett, drohte ihm mit Selbstmord wenn er nicht wieder nach Berlin kommt und mich beschimpft sie als .....

Sie ruft in der Klinik an und erzählt, das ich ihren Sohn umbringen möchte und er sich wegen mir so aufregt. Sie lässt keine Gemeinheit aus.

Ich sagte ihr, dass sie ihn nicht mehr besuchen darf, wenn sie sich nicht behandeln lässt, doch leider habe ich das nicht zu bestimmen. Als Ausrede sagt sie immer, das jeder eine Sucht hätte und ich solle auch mal etwas trinken, dann ginge es mir auch besser.

Dieser Frau ist nicht zu helfen, das habe ich bemerkt. Mein Mann wird immer wieder weich, doch ich habe erhlich gesagt keine Lust mir unser Leben nach den Exzessen meiner Schwiegermutter diktieren zu lassen. Sie gefährdet weiterhin die Gesundheit meines Mannes, der wohl zeitlebens ein Pflegefall bleiben wird. Traurig

Ich bin sehr verzweifelt, hege böse Gedanken - ehrlich Traurig
Aber ich weiss nicht mehr was ich tun soll. Wenn mein Mann Zuhause wäre, dann könnte ich den Kontakt zumindest kontrollieren, doch in der Klinik kommt sie zu ihm durch. Dies sorge an diesem Wochenende schon wieder für einen Blutdruck von über 200 Traurig

Ich weiss nciht mehr was ich tun soll, bin verzweifelt und ratlos. Wie tritt man solch einem Menschen gegenüber, wie behauptet man sich, das es auch Wirkung zeigt, vor allen Dingen weil mein Mann immer weich wird. Ich führe ja auch ein Leben und um meine Schwiegermutter will ich mich nicht auch noch kümmern. Das geht schon rein finanziell nicht, da ich kein Einkommen habe und mein Mann leider nie vorgesorgt hat, für den Fall der Berufsunfähigkeit. Ich habe mit der Pflege von ihm genug zu tun, mache das auch gerne, da ich ihn liebe, doch die böse Schwiegermutter und der Alkohol, das ist mir zuviel. Das packe ich nicht.

Danke und liebe Grüße
T@mi
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T@mi hat zum Thema: Die Alkoholsucht der Schwiemu macht uns das Leben kaputt geschrieben
Spedi
Gast






BeitragVerfasst am: 28.07.2008, 11:04    Titel: Re: Die Alkoholsucht der Schwiemu macht uns das Leben kaputt Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Servus T@mi,

warum sprichst Du nicht offen mit seinen Ärzten über die Belastung, die seine Mutter für ihn darstellt? Wenn dem so ist, dann werden die Ärzte ihr tunlichst den Besuch unterbinden.

Andere Frage: will denn Dein Mann aus dieser Situation raus? So lange er das nämlich nicht möchte, bist Du auf verlorenem Posten...

LG
Spedi
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Spedi hat zum Thema: Re: Die Alkoholsucht der Schwiemu macht uns das Leben kaputt geschrieben
T@mi
Gast






BeitragVerfasst am: 28.07.2008, 11:12    Titel: Re: Die Alkoholsucht der Schwiemu macht uns das Leben kaputt Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Spedi,

genau das ist das Problem, er wird immer wieder weich Traurig

Mit den Ärzten habe ich schon gesprochen - sehr oft, aber die sagen eben auch, mein Mann muss das entscheiden. Ich kann ihm aber in dieser Situtation auch nicht das Messer auf die Brust setzen Traurig
Im Normalfall würde ich wie die Ex-Freundinnen, nämlich gehen, auch wenn ich ihn noch so liebe, da ich mein Leben nicht weiter beeinträchtigen will. Aber so???

Mein Leben leidet aber immer mehr. Und ich bin bald selbst ein Fall für den Psychologen.

LG
T@mi
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T@mi hat zum Thema: Re: Die Alkoholsucht der Schwiemu macht uns das Leben kaputt geschrieben
Spedi
Gast






BeitragVerfasst am: 28.07.2008, 11:22    Titel: Re: Die Alkoholsucht der Schwiemu macht uns das Leben kaputt Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Servus T@mi,

Zitat:
die sagen eben auch, mein Mann muss das entscheiden.

Und wenn Dein Mann "weich wird", dann hat er eine Entscheidung getoffen. Seine Entscheidung.

Du hast genau zwei Möglichkeiten: diese Entscheidung so zu akzeptieren oder für Dich die Konsequenz zu ziehen. Dazwischen gibt es keinen Raum für "Spielchen".

Wenn das stimmt:
Zitat:
Mein Leben leidet aber immer mehr.

dann wird es dringend Zeit für Dich, die Konsequenzen zu ziehen!

Es ist Dein Leben und Deine (psychische) Gesundheit, die sonst auf der Strecke bleiben...

LG
Spedi
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Spedi hat zum Thema: Re: Die Alkoholsucht der Schwiemu macht uns das Leben kaputt geschrieben
crevette
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 30.05.2008
Beiträge: 636
Alter: 41

BeitragVerfasst am: 28.07.2008, 11:33    Titel: Re: Die Alkoholsucht der Schwiemu macht uns das Leben kaputt Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe T@mi!

Ich kann mich nur Spedi anschliessen: sprich mit den Verantwortlichen in der Klinik! Das Verhalten Deiner Schwiegermutter stellt eine reelle Gefahr für das Leben Deines Mannes dar! Da zählt das Argument doch nicht, dass er das selbst entscheiden muss! Wenn er sonstwas lebensgefährliches unternehmen wollte würden es die Ärzte ja hoffentlich auch nicht zulassen!!!

Und Du? Hast Du irgendeine Unterstützung? Das ist schliesslich eine unglaubliche Belastung für Dich! Du sagt, Du seist bald selbst ein Fall für den Psychologen - das tönt nicht begeistert Smilie warum denn? Vielleicht würde es Dir doch helfen, mit jemandem darüber zu sprechen?

Und Dein Mann? Wird er psychologisch betreut? Vielleicht aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes? Ich weiss ja nicht, ob es sowas in der Reha gibt, ich hab bloss gedacht, das gibt's vielleicht. Könnte man da nicht vielleicht auch das Problem der Co-Abhängigkeit ansprechen? Und wenn er nicht ohnehin schon einen Psychologen hat, dann wäre das vielleicht eine Idee? Damit nicht Du Deinen Mann "bearbeiten" musst - was ja nicht klappen kann - sondern er Hilfe vone einem Profi kriegt!

Huch, jetzt hab ich so viele "gute Tips" abgegeben, sorry, ich wollte Dich da nicht so überfallen sondern Dir einfach viel Kraft und alles alles Gute wünschen. Und wünschen, dass sich vielleicht in der Schwere der Situation auch die Lösung dazu findet: nämlich dass Dein Mann einsieht, dass er sein Leben retten muss, indem er sich aus seiner Co-Abhängigkeit löst.

Herzliche Grüsse,

c.
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crevette hat zum Thema: Re: Die Alkoholsucht der Schwiemu macht uns das Leben kaputt geschrieben
Jenny2
Gast






BeitragVerfasst am: 28.07.2008, 12:54    Titel: Re: Die Alkoholsucht der Schwiemu macht uns das Leben kaputt Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hi T@mi,

erstmal herzlich willkommen.

Ich kann mich da Spedi nur anschliessen. Dein Mann muss entscheiden, egal wie krank er derzeit ist und wie gefaehrlich die Aufregung ist, wenn die Aerzte nur den Besuch unterbinden koennen, wenn Dein Mann es ausdruecklich sagt, dann kannst Du nichts machen, ausser machen zu lassen. Vielleicht sprichst Du nochmals mit Deinem Mann und wenn dann keine Einsicht kommt, dann musst Du fuer Dich sehen, was Du willst und was Deine Entscheidung daraus ist.

Ich weiss es ist schwer, gerade in Deiner Situation, aber Du kannst Deinen Mann nur machen lassen.

Alles Liebe Dir,

Jenny
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Jenny2 hat zum Thema: Re: Die Alkoholsucht der Schwiemu macht uns das Leben kaputt geschrieben
T@mi
Gast






BeitragVerfasst am: 29.07.2008, 08:00    Titel: Re: Die Alkoholsucht der Schwiemu macht uns das Leben kaputt Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,

ja, eigentlich müsste er entscheiden. Aber in seinem Zustand ist das momentan leider nicht möglich. Wisst ihr, nach solch einer Gehirnblutung ist das nicht so einfach. Die Menschen sind nicht mehr die gleichen. Manche werden aggressiv, andere emotionaler als vorher. Zu der letzteren Gruppe gehört mein Mann. Ausserdem ist meist das Kurzzeitgedächtnis gestört, ebenso bei meinem Mann der Fall. Er weiss um 13.00 Uhr mittags nicht mehr, was er um 12.00 Uhr gegessen hat.

Da ich die Betreuung für ihn habe, ist das nicht so einfach ihn zu verlassen. Es kann mir auch sehr falsch ausgelegt werden vom Vormundschaftsgericht. Aber überlegt habe ich mir das schon, damit er aufwacht. Doch er merkt solche Dinge nicht, versteht ihr. Er weiss nicht was passiert, bzw. kann die Folgen nicht abwägen. Das ist die Folge der Gehirnblutung, für die ich ihn ja nicht verantwortlich machen kann. Diskussionen und Gespräche strengen ihn an, die Konzentration ist nach 5 Min. weg.

Mich würde nur wirklich interessieren, wie ich mit seiner Mutter umgehe. Ich kann mit ihr nicht umgehen, mit der Trinkerei und den Folgen nicht. Auch wenn es eine Krankheit ist. Ich akzeptiere die Trinkerei als Krankheit, solange sich jemand helfen lässt. Aber sie lässt sich nicht helfen, redet alles schön. Jeder hat ne Sucht, auch du, du rauchst. Das es jedoch nicht meine Persönlichkeit verändert, das sieht sie nicht.

Kann ich sie denn so einfach einweisen lassen, wenn sie in ihrem Suff wieder mal ne Selbstmorddrohung von sich gibt? Geht sowas wirklich? Vielleicht würde sie dann mal aufwachen. Die Polizei hatte ich schon mal angerufen, als sie vor einigen Wochen mitten in der Nacht mal wieder solch eine Drohung losgelassen hat. Ich kann sowas nicht gebrauchen im Moment, brauche alle Kraft für meinen Mann. Und Ärzte! Nein zu Ärzten habe ich in den letzten Monaten das Vertrauen gewaltig verloren.

Grüße
T@mi
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T@mi hat zum Thema: Re: Die Alkoholsucht der Schwiemu macht uns das Leben kaputt geschrieben
Spedi
Gast






BeitragVerfasst am: 29.07.2008, 08:35    Titel: Re: Die Alkoholsucht der Schwiemu macht uns das Leben kaputt Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Servus T@mi,

ich verstehe da was nicht. Jetzt sagst Du, dass Du vom Gericht die Pflegschaft übertragen bekommen hast. Wenn das so ist, für welche Bereiche hast Du die bekommen? Umfassend?

Wenn ja, dann ist es ein Leichtes für Dich, die Besuche der Schwiegermutter zu unterbinden und das "Problem" hat sich gelöst.

Du siehst mich also etwas "ratlos", weil ich nun nicht so ganz verstehe, womit wir Dir helfen könnten?

LG
Spedi
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Spedi hat zum Thema: Re: Die Alkoholsucht der Schwiemu macht uns das Leben kaputt geschrieben

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