| Mein 2. aber diesmal ehrlicher Anlauf • ich gebe auf -und das ist gut so |
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Plejaden sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.08.2007 Beiträge: 1357 Alter: 33
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Verfasst am: 24.07.2008, 20:12 Titel: Re: Alkoholismus am Arbeitsplatz |
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Hallo Joe,
an der Uni gibt es für die Angestellten eine Betriebsvereinbarung Alkohol (oder so ähnlich), ich glaube das geht in die Richtung die du meinst.
Vorausgesetzt ist auch dort, dass der Arbeitnehmer seinen Pflichten aufgrund seines Alkoholkonsums nicht mehr in zufriedenstellenderweise nachkommt. Denn da hat Vaan natürlich Recht: Wenn der AN (ArbeitNehmer) nach Feierabend in die nächste Kneipe eilt und dort um Mitternacht besoffen rausgetorkelt kommt, ist das seine private Art der Freizeitgestaltung, in die sich der Arbeitgeber nicht einzumischen hat. Gesetzt der Fall, dass der AN am nächsten Morgen seiner Arbeit nachgehen kann.
Jedenfalls ist ein mehrstufiges System vorgesehen, in dem die Daumschrauben immer stärker angezogen werden. Der AN hat jedoch immer die Sicherheit seitens des Arbeitgebers, dass er wegen Entgiftung, Reha, Therapie etc. nicht um seinen Job bangen muss. Das ist die Hilfe, die der Arbeitgeber anbietet.
Ansonsten ist der Druck halt gestuft, zuerst ein freundliches Gespräch, dann (immer gesetzt dem Fall, es tut sich nichts) ein etwas weniger freundliches Gespräch, Androhung einer Abmahnung, Abmahnung, ein sehr ernstes Gespräch und schließlich wenn alles nicht fruchtet final der Rausschmiss.
Jedoch hat der AN in jeder Phase jederzeit die Möglichkeit, sich ernsthaft um eine Abstinenz zu bemühen und so quasi tabula rasa zu machen.
Meine Gedanken zum Thema  |
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| Plejaden hat zum Thema: Re: Alkoholismus am Arbeitsplatz geschrieben
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kommal sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.06.2007 Beiträge: 6388 Alter: 53 Wohnort: Niederrhein
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Verfasst am: 24.07.2008, 20:15 Titel: Re: Alkoholismus am Arbeitsplatz |
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Hallo Katrin,
| Zitat: | | hoffentlich habe ich euch nicht gelangweilt. |
...also mich nicht! So ähnlich ist es mir ja auch gegangen.
LG kommal[/quote] |
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| kommal hat zum Thema: Re: Alkoholismus am Arbeitsplatz geschrieben
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kommal sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.06.2007 Beiträge: 6388 Alter: 53 Wohnort: Niederrhein
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Verfasst am: 24.07.2008, 20:18 Titel: Re: Alkoholismus am Arbeitsplatz |
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Hallo Joe,
und danke Plejaden für die Erinnerung!
So eine Betriebsvereinbarung gibt es bei uns auch. Und zwar seit...
Zur Zeit greift sie wieder.
LG kommal |
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| kommal hat zum Thema: Re: Alkoholismus am Arbeitsplatz geschrieben
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Roberto sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.03.2006 Beiträge: 1811 Alter: 42 Wohnort: Markersdorf,Österreich
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Verfasst am: 24.07.2008, 21:44 Titel: Re: Alkoholismus am Arbeitsplatz |
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Hallo Joe,
Ein sehr gutes Thema, wo es sicherlich viel geteiler Meinungen gibt.
Das am Arbeitsplatz Alkoholverbot bei uns z.B. besteht wust ich ja.....schon 7 Jahre .........daran halten tut sich aber keine. es gibt LKW Fahrer bei uns die früh mit einer "fahne" ankommen und losfahren. Derjenige bekommt dann nur gesagt wo es mitbekommen wurde das er dies in zukunft nicht haben soll. Das finde ich unverantwortlich von der sogenannten Geschäftsführung
Ich möchte aber damit nicht mein Handeln ins Positive Licht rücken, ganz sicher nicht Nur habe ich zugesehen wo ich merkte es geht nicht mehr(nach 2-3 Radler) das ich mich und andere nicht in Gefahr bringe und bin nach Hause und ab zum Arzt.
Auch wenn ich meine das mein Chef einen an der Waffel hat, irgenswie hat er recht. Im letzten Jahr war ich von April bis dieses Jahr Januar nicht im Einsatz.....Entzugsklinik,Krank,Therapie und er hat mir die stelle frei gehalten. Nun nach 6 Monaten der Rückfall.......er fragt sich nun wann das nächse mal wäre
Im Prinzip sehe ich das ganze für mich auch als anreitz für MICH etwas weiter zu tun und zu reifen
Ich war auch mal Selbständig, und wüste jetzt nicht wie meine Reaktion wäre in diesem Fall. Absichern muß sich auch ein Arbeitgeber,das er es nicht dulden kann das am Arbeitsplatz gesoffen wird sollte jedem einleuchten
Das sind so meine Gedanken dazu,
LG Roberto |
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| Roberto hat zum Thema: Re: Alkoholismus am Arbeitsplatz geschrieben
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Spedi Gast
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Verfasst am: 25.07.2008, 08:17 Titel: Re: Alkoholismus am Arbeitsplatz |
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| Vaan hat Folgendes geschrieben: | | Wenn meine Alkohlakzeptanz so groß ist, dass ich nach Dienstschluss ne Pulle Korn wegexen kann und am nächsten Morgen im Büro sitze und meinen Job so machen kann, dass das Promille Restalkohol den ich noch drin habe gar nicht auffällt was hat dann der Chef für einen Grund selber tätig zu werden ???? |
Klasse Vaan!
Sagt Dir eventuell der Bereich um die §§ 37/38 UVV noch etwas? Kein Arbeitgeber darf einen Mitarbeiter beschäftigen, der unter Alkoholeinfluss sich und/oder andere gefährden kann?
Darunter fällt auch Restalkohol, die Möglichkeit entzugsbedingter Delire, Krämpfe etc.
Ich handhabe das im Betrieb relativ einfach. Ich habe im Rahmen einer Betriebsvereinbarung (zu der ich den Betriebsrat gerichtlich gezwungen habe) eine Lösung für uns gefunden. Im Betrieb herrschen 0,0 Promille für jeden und ohne Ausnahme. Bei Auffälligkeiten (z.B. Alkoholfahne nach "Alkoholtoleranz von einer Flasche Korn am Vorabend") greift ein Stufenplan, der dem des öffentlichen Dienstes ähnlich ist (Ansprache-Kontrolle-Sanktion). Hält sich ein MA daran, ist sein Arbeitsplatz sicher. Hält er sich nicht daran, ist er raus.
Dazu möchte ich aber auch sagen, dass ich bewusst trockenen Alkoholikern im Betrieb eine Chance gebe. Für die gilt eine verschärfte Version, hier wird täglich "geblasen" und es ist quartalsweise der regelmäßige Besuch einer beliebigen SHG nachzuweisen.
Ich höre schon die Aufschreie bei Einzelnen, und ich erinnere mich gut an die Gerichtsverhandlung, da unser BR diese Vereinbarung nicht unterschreiben wollte. Das Arbeitsgericht hat explizit die BV als rechtmässig bewertet und im Rahmen der Fürsorgepflicht eines Arbeitgebers als sinnvoll und notwendig erachtet (für unseren Betrieb!).
Inzwischen ist die BV fast vier Jahre in Kraft. Wir hatten zwei Fälle von Alkoholikern, die wegen dauerhafter Rückfälle entlassen wurden. Einer davon arbeitet inzwischen wieder bei uns. Wir hatten einen Verdachtsfall, der seit etwas mehr als einem Jahr in der Kontrollphase ist (=täglich zu Dienstbeginn und nach den Pausen "blasen"). Die MA sind damit zufrieden.
Meine Philosophie dahinter: wenn ich als Arbeitgeber nicht meine Mitarbeiter anspreche, fördere ich das Fortbestehen eines Tabus, das nicht sein muss. Ich kann etwas tun, ohne "missionieren" zu müssen oder jeden Alkoholiker "retten zu müssen".
LG
Spedi |
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| Spedi hat zum Thema: Re: Alkoholismus am Arbeitsplatz geschrieben
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andreas57 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.03.2008 Beiträge: 203 Alter: 55 Wohnort: niederösterreich
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Verfasst am: 25.07.2008, 08:20 Titel: Re: Alkoholismus am Arbeitsplatz |
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Servus Joe !
So wie Katharine geschildert hat kann man sich einen Chef nur wünschen - so wie Roberto geschildert hat eher nicht.
Die Bandbreite ist also sehr groß - ebenso wie im Rest der Bevölkerung.
Nicht vergessen sollten die Arbeitgeber jedoch, dass es sich bei Alkoholismus um eine anerkannte Krankheit handelt und jeder betroffene Mitarbeiter, der dagegen etwas unternehmen will Unterstützung bekommen sollte.
Für sehr wichtig halte ich auch betriebliche Aufklärung und Vorsorge zum Thema Alkoholismus um den Mitarbeitern die Gelegenheit zu geben ihren persönlichen Alkoholkonsum einmal kritisch zu hinterfragen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.
Als großen Fortschritt sehe ich, dass sich immer mehr Betriebe zu einem Alkoholverbot während der Arbeitszeit entschließen, umso mehr in solchen Betrieben alkoholtrinkende Mitarbeiter eher auffallen.
Aber wie wir alle wissen: wer Alkohol trinken will findet immer Möglichkeiten und Gelegenheiten.
LG
Andreas |
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| andreas57 hat zum Thema: Re: Alkoholismus am Arbeitsplatz geschrieben
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JoeDoe aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.08.2007 Beiträge: 612 Alter: 37 Wohnort: Köln
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Verfasst am: 25.07.2008, 16:41 Titel: Re: Alkoholismus am Arbeitsplatz |
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Hallo zusammen!
Ich freue mich, dass die hier geschilderten Erfahrungen und Sichtweisen meinen Einschätzungen doch sehr gleichen .
Da ich als trockener (abstinenter) Alkoholiker nach meiner Sicht der Lage gefragt worden bin (ohne, dass dies jedoch in irgendeiner Weise Wirkung auf das weitere Verfahren in dem mir bekannten Fall hätte), wollte ich mich doch vergewissern, ob meine Meinung dazu nicht vielleicht etwas zu hart ausgefallen ist. Ins Detail möchte ich nicht gehen, aber soviel sei gesagt: Seit über 8 Monaten ist die Thematik offiziell auf dem Tisch, von Seiten des Mitarbeiters aber bisher nur leere Versprechungen und auch immer wieder Auffälligkeiten. Ich persönlich hätte hier einfach schon viel, viel früher sichtbare Veränderungen eingefordert und beim Ausbleiben derselben eben auch die entsprechenden Konsequenzen gezogen. Die Geschichten von Katrin und kommal zeigen ja auch, das konsequentes Vorgehen durchaus seine (positive!) Wirkung haben kann.
Ich danke Euch für die Erfahrungen und Sichtweisen.
Liebe Grüße
J. (der irgendwie immer ‚radikaler’ wird, wenn es um Alkoholismus geht) |
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| JoeDoe hat zum Thema: Re: Alkoholismus am Arbeitsplatz geschrieben
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