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Alkoholiker

mein vater trinkt

 
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Sohn sucht hilfe/ist angewidert und traurig   •    Meine Mutter ist alkoholsüchtig  
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jolka:-)
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Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 30.06.2008
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Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 09.07.2008, 19:19    Titel: mein vater trinkt Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo ich wollte meine geschichte hier auch mein reinsetzen

ich bin jolka, bin 28 Jahre alt und mein Vater ist Alkoholiker. Ach wo fange ich bloß an bei dem ganzen Chaos.
Meine Vater trinkt seit dem ich denken kann. Früher wars es mal ein Wochende, mal ne Woche aber mehr auch nicht. Durch die Jahre hindurch wurde es jedoch zunehmend mehr. Meine Eltern stritten sich, mal mehr mal weniger, aber ich und meine Bruder gewöhnten uns dran. Wir trösteten meine Mutter und waren sauer auf unserer Vater. Mein Bruder meistens mehr und ich empfand immer furchtbar viel Mitleid und es zeriss mir förmlich das Herz Ihn immer so zu sehen. Irgendwann bin ich auch ausgezogen. Danach entwickelte er sich zu einem Quartalssäufer. Monatelang ware er der perfekte Vater. Wenn ich meine Eltern besucht, freute ich mich richtig ihn zu sehen, mit ihm zu quatschen und auch zu merken da alles ok war. Wir vier unternahmen oft viel und die heile Welt war da. Und dann von einem Tag auf den anderen trank er bis zum umfallen und dies monatelang. Ich erkannte Ihn nicht wieder und meine Mutter und mein Bruder leideten darunter sehr. Immer wenn ich zu Besuch kam versuchte ich das wieder gut zumachen oder aufzufangen was mein Vater schlecht tat, aber es zerrt an meinen Nerven. Jedes mal versprach er, dies nicht zu tun aber nix wurde daraus.
Der Höhepunkt jedoch war im vergangen Jahr. Es war die Vorweihnachszeit. Er trank schon zwei Monate durch und meine Mutter entschied sich auszuziehen. Ich suchte mit ihr nach wohnungen, obwohl es mich innerlich zeriss. Ich wollte nie meine Eltern getrennt sehn. Aber ich verstand sie auch. Gerade zu Weihnachten freut man sich als Familie zusammen zu sitzen und meine brach auseinander. An Heiligabend habe wir trotzdem alles hergerichtet an essen und auch wenn er voll am tisch gesessen hätte, wäre es uns egal gewesen hauptsache er ist dabei. ( Von dem Auszug meiner Mutter wußte er zu diesem Zeitpunkt noch nichts). Beu usn in Polen ist der Heiligabend sehr wichig und heilig.Aber kurz vor dem Essen zog er sich an und ging in die Kneipe oder sonst wo hin. Dies war der Gipfel. Die Fassungslosigkeit war uns ins Gesicht geschrieben. Ich war fix und fertig. Den tag nach neujahr stellten wir ihn zu rede, und teilten ihm dem auszug mit. Er bittet meine mutter dies nicht zu tun, er geht auch zum arzt und macht einen entzug. Wir fuhren auch sofort zum arzt und seine werte an sich waren auch ok. Mit der Einweisung in der Hand fuhren sofort zum Krankenhaus. Aber da bekam er angst und wir fuhren nach hause. Er habe kein problem und er trinkt jetzt nicht mehr. Wir gaben ihm also die( wieder) letzte chance. Es vergingen sechs Monate und er trank nicht. Meine Mutter ließ sich sogar darauf ein mit ihm in den Urlaub zu fliegen. Jetzt ist sie da und es ist wort wörtlich die Katastrophe auf Erden. Ich weiß wenn Sie wiederkommt wird sie defintiv ausziehen, Aber was passiert mit meinem Vater, muß ich ständig denken.
Denke ich als Tocher, sage ich mir: Mutter zieh aus so schnell du kannst,
denke ich als Kind, sage ich mir: Meine Eltern können sich doch nicht trennen, denke ich als Tochter, denke ich: es bricht mir das Herz ihn so leiden zu sehen, was kann ich machen das es ihm gut geht. Was habe ich falsch gemacht.
Ich weiß Alkoholiker müssen er so tief fallen, das sie bemerken das sie damit nicht weit kommen und einen Entzug machen müssen. Aber was ist wenn er so tief fällt, das er nicht mehr aufsteht. Allein beim Gedanken an diesen Satz komme mir die Tränen und ich fühle mich so hilflos.
Sorry habe etwas viel gschrieben. Danke schonmal fürs zuhören.
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jolka:-) hat zum Thema: mein vater trinkt geschrieben
Joana50
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 08.07.2008
Beiträge: 19
Alter: 53
Wohnort: Schleswig-Holstein

BeitragVerfasst am: 09.07.2008, 22:18    Titel: Re: mein vater trinkt Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Jolka!
Du hast nichts falsch gemacht!
Es wird wohl so sein müssen, dass deine Eltern sich trennen. Und vielleicht kommt ihr dann erst einmal alle ein bisschen zur Ruhe und könnt viele Dinge klarer sehen.
Alles Gute!
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Joana50 hat zum Thema: Re: mein vater trinkt geschrieben
summerdream
Moderatorin
Moderatorin


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 05.02.2007
Beiträge: 6712

BeitragVerfasst am: 12.07.2008, 15:45    Titel: Re: mein vater trinkt Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo jolka

ich finde es gut, das deine mutter ausziehen möchte - sie kann deinem vater nicht helfen, genauso wenig wie du. erst wenn er selber will, dann kann er trocken werden - solange er nicht an diesen punkt kommt, seit ihr absolut machtlos.

deine mutter hat ein recht auf ein schönes leben, das hat sie nicht an der seite deines vaters. mit einem alkoholiker kann man keine erfüllende partnerschaft haben - für ihn kommt immer an erster stelle der alkohol. leider erst viel weiter hinten die familie Traurig

Zitat:
Immer wenn ich zu Besuch kam versuchte ich das wieder gut zumachen oder aufzufangen was mein Vater schlecht tat, aber es zerrt an meinen Nerven

es ist nicht deine aufgabe die fehler deines vaters wieder auszubügeln, sondern ganz allein seine! ob er dies dann tut oder nicht, liegt in seiner verantwortung, nicht in deiner! du bist ausgezogen, was absolut korrekt war, du hast ein recht darauf das zu tun, was dir gut tut - dieser gedanke sollte immer an erster stelle stehen. nicht nur in bezug auf die sucht deines vaters, sondern ganz allgemein im leben.

du schreibst so viel von deiner familie, nur wenig von dir (hauptsächlich erst am ende deines posts). dabei bist doch du diejenige wo hier ist, nur dir können wir helfen, wenn du magst. mich würde es interessieren wie es in dir drinnen aussieht, alles was dir auf dem herzen liegt, welche gefühle du hast und gehabt hast. auf mich machst du den eindruck als hättest du dich zwar räumlich getrennt, aber emotional hängst du noch viel zu sehr drinnen, als das es dir gut gehen könnte Traurig

deinem vater kannst du nicht helfen, wenn er nicht will, vielleicht ist auch die trennung deiner mutter der schubser den er braucht um sich hilfe zu suchen, wer weiß - helfen kannst du nur dir!

liebe grüße -Dani-
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summerdream hat zum Thema: Re: mein vater trinkt geschrieben
Lume
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Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 18.06.2008
Beiträge: 61
Alter: 25

BeitragVerfasst am: 12.07.2008, 16:16    Titel: Re: mein vater trinkt Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo jolka,
ich kann gut nachvollziehen, wie zerrissen du bist. meine eltern haben sich zwar nicht getrennt (meine mutter bereut das bis heute), aber sie waren kurz davor. für meine schwester und mich war das immer ganz furchtbar, wir waren ganz verzweifelt. besonders mich quälte der gedanke, mich entscheiden zu müssen, ob ich bei meinem alkoholkranken vater, aber in meiner vertrauten umgebung bleibe, oder ob ich mit meiner mutter (mit der ich mich auch nicht so gut verstand) ausziehe. und natürlich fühlt man sich verantwortlich, ich glaubte immer, meine pflicht sei es, meine familie zusammen zu halten (in gewisser weise glaube ich das immer noch). wie schuldig muss man sich dan fühlen, wenn man eine trennung nicht verhindern kann!
ich kann mich den anderen beiden anschließen, du bist weder für die ehe deiner eltern noch das schiksal deines vaters verantwortlich, und vermutlich ist es sogar eine illusion, zu glauben, dass du es könntest. aber ich kann verstehen, dass die hilflosigkeit in diesem fall mächtiger ist als die vernunft.
alles gute
lume
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Lume hat zum Thema: Re: mein vater trinkt geschrieben
jolka:-)
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 30.06.2008
Beiträge: 4
Alter: 31
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 15.07.2008, 20:56    Titel: Re: mein vater trinkt Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Vielen Dank für eure zahlreichen antworten.

Als Kind möchte man die Eltern nie zerstritten, getrennt oder traurig sehen. Man versucht automatisch alles aufzufangen und es dauert eine ziemlich lange Zeit bis man feststellt, dass man an seine Grenzen stößt.
Über die Jahre hinweg habe ich zugesehen wie sich mein Vater immer mehr von uns entfernte. Er kam meistens wieder von irgendwo, hat was gegessen und dann ab ins bett. Dies dann manchmal tag für tag, wochefür woche. Wenn man ihn dann mal zwischendurch in die augen schaut,guckte er weg oder lächelte vor sich hin. Ich konnte als Kind nie einschlafen , bevor ich wußte das er zu hause heil angekommen ist. und wie oft kam es vor das es wirklich spät wurde und ich am nächsten tag in die schule mußte. ich musste die gewissheit haben dass es ihm gut geht. ich hatte immer mitleid mit ihm, weil ich einfach nicht nachvollziehen konnte warum er nicht lieber die zeit mit uns nutzte. hat er keine lust darauf, sind wir ihm zu lästig oder was machen wir nicht gut.
aber soweit er wieder sich gefasst hatte und wir normal als familie funktionierten war alles wieder gut. ich habe ihm zwar nicht verziehen aber mit einem auge drüber hinweg gesehen. ich war mir seinerzeit einfach nicht bewußt wie schlimm die sache eigentlich ist. welche konsquenzen dies irgendwann mit sich bringen wird. ich habe immer gedacht dass meine eltern das irgendwie schaffen wird. aber in den letzten Jahren ist mir das immer mehr bewußt geworden.
ich versuche kampfhaft dahinter zu kommen was er sich in seinem leben anders vorgestellt. was wenn er ohne kinder ein anderes leben gehabt hätte. hätte er auch zur flasche gegriffen oder vielleicht nicht. ich weiß es macht keinen sinn sich diese frage zu stellen aber manchmal tu ich das. nicht um mich noch mehr unter druck zu setzten sondern um und wenn auch nur 1 % seinens tuns und handelns zu verstehen.
es kommen tage da schaue ich bei meinen eltern vorbei und ich begrüße meine mutter an der tür. dann kommt mir meistens schon mein bruder entgegen und dann mein vater. ich merke schon von weitem das er angetrunken ist.ich bgrüße ihn wie immer 2 küsse auf die wange und manchmal sogar umarmt er mich. ich merke dann seinen mir so vertrauen duft und wünsche mich zurück als ich 5 oder so war. ich will dann zurück in das alter wo er mich umsorgt hatte, mir jeden wunsch von den augen ablass, mich im arm hielt und wenn ich traurig war sagte: es wird alles gut, ich bin fü dich. dieser moment den er mich heute mal fest hält, genieße ich.ich möchte ihn nicht mehr los lassen. ich bitten halte nich fest und sage mir versammt noch mal das alles gut wird. aber ich weiß für ihn ist es die bestätigung das alles gut ist und es mir nichts ausmacht dass er trinkt. dabei ist dies nicht so. ich genieße einfach seine nähe weil er sich so sehr von mit entfernt und sich nicht helfen läßt. Er weiß nicht wie sehr ich an ihm hänge. es gab mal einen vorfall da war ich auch zu besuch und ih war sauer auf ihn und habe ihn nicht begrüßt. später habe ich erfahren dass er sauer und enttäuscht darüber war und wie kann ich das überhaupt machen, sagte er. die nächsten tage ging es mir echt beschi***n. ich fragte mich was für eine tochter ich sei. ich konnte nicht anders und ringte mit den tränen zu jeder tageszeit.
ich weiß ich werde für beide da sein. für meine mutter die ein besseres leben verdient als welches sie jetzt hat. ich werde sie unterstützen wo ich nur kann. auch wenn ich weiß dass ich von jeder seite die vorwürfe des anderen hören werde. ich liebe beide über alles und möchte nicht das der eine über den anderen schlecht redet , es läßt sich aber nicht vermeiden.
meinen vater werde ich auch helfen, sofern er es irgendwann zu läßt. bis dahin heißt es zusehen und da tut weh. ich weiß das kinder und alkoholiker immer einen extra schutzengel haben aber ich gebe ihm meine freiwillig.
ich heirate in 3 wochen und habe mir an so manchen tagen die frage gestellt ob ich auch mal ein schlecht ehefrau sein werde. velleicht ist es genetisch bedingt und ich wede wie mein vater. vielleicht bin ich auch irgendwann emotional labil und greife auch nach dem alkohol. wer weiß.
An manchen tagen sehe ich meine vater zu und sehe dass er in meinen jetztigen alter am liebsten wäre , denn da war das leben für ihn noch voller spaß. aber er hat doch so eine tolle familie, gesunde kinder, die was errreicht haben, eine tolle frau die stets an seiner seite ist und kämpft. was will er mehr. Das leben kann so hart sein.

sorry dass ich wieder so viel geschrieben habe aber das mußte mal wieder sein.
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jolka:-) hat zum Thema: Re: mein vater trinkt geschrieben
Lume
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 18.06.2008
Beiträge: 61
Alter: 25

BeitragVerfasst am: 15.07.2008, 22:12    Titel: Re: mein vater trinkt Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

liebe jolka,
es ist vollkommen in ordnung, dass du soviel erzählst, wie du willst. dazu ist das forum doch da!
deine erzählungen haben mich richtig traurig gemacht, einiges davon hat mich an mich selbst erinnert, etwa die angst um meinen vater, die angst, dass sich meine eltern trennen, die irgendwie perversen erinnerungen an die kindheit (entschuldige dieses harte wort, aber wenn vertrautheit darin besteht, dass der vater betrunken ist, kann etwas nicht normal sein).... übrigens habe ich auch immer halbe nächte wachgelegen und konnte nicht schlafen, bis mein vater heimkam. das waren aber etwas andere situationen.
was mich aber auch traurig gemacht hat, war, dass du dich offenbar so völlig zurücknimmst. du schreibst, du wolltest für beide elternteile da sein, du machst dir sorgen, ob du eine gute ehefrau sein und nicht zur alkoholikerin werden wirst usw. deine sorgen drehen sich offenbar nur um das wohlergehen anderer: was ist mit dir? wer ist für dich da? wer hilft dir bei deinen problemen?
ich weiß, ich sollte nicht predigen: ich muss diese abnabelung auch noch lernen.
viele kinder von alkoholikern werden zwar ebenfalls alkoholiker, und es gibt auch forschungen aller art, die die neigung zum alkoholmissbrauch bestimmten vererbbaren faktoren zuschreiben. ich kann mir aber nicht vorstellen, dass jemand aus heiterem himmel vom alkoholismus befallen wird. das ist zwar eine krankheit, aber wie jede sucht doch eine, für die man aktiv etwas tun muss.
alles gute für dich!
lume
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Lume hat zum Thema: Re: mein vater trinkt geschrieben
summerdream
Moderatorin
Moderatorin


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 05.02.2007
Beiträge: 6712

BeitragVerfasst am: 17.07.2008, 01:07    Titel: Re: mein vater trinkt Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo jolka

ich kann lume nur voll und ganz zustimmen, ich frag mich auch: wo bleibst du???

ich sag's dir ganz direkt was meine ersten gedanken waren beim lesen dieses satzes:
Zitat:
vielleicht bin ich auch irgendwann emotional labil und greife auch nach dem alkohol.

wenn du dein leben auf deine eltern einstellst, alles für sie tust und wahrscheinlich nie gut genug sein wirst (wie du selbst bereits erwähnt hast, beiden wirst du es nicht gleichzeitig recht machen können), deine eigenen bedürfnisse hinten anstellst - dann kann es gut sein, das du irgendwann zur flasche greifst. aber selbst wenn nicht, eine chance auf ein zufriedenes leben hast du so nicht, auch wenn dir das momentan ganz allgemein schier unmöglich erscheinen mag Traurig
deine eltern sind beide erwachsen, sie sind für sich und ihr wohl verantwortlich - genauso wie du für deins. da tut dir keiner den gefallen und nimmt dir das ab, auch wenn das manchmal zugegebenermaßen auch schön wär Winken

Zitat:
nicht um mich noch mehr unter druck zu setzten sondern um und wenn auch nur 1 % seinens tuns und handelns zu verstehen

ich wollte auch lange zeit verstehn, am besten alles auf einmal Geschockt
manches verstehe ich inzwischen auch z.b. warum meine mutter so und so handelt oder antwortet oder sowas - aber warum sie trinkt, das ist ihre baustelle, nicht meine! ich hab damals versucht zu verstehn, hab mit ihr geredet, mit meiner oma (also ihrer mutter) und lauter so zeugs - nur weitergebracht hat mich das nicht. deswegen is ihre sucht auch nicht besser oder leichter für mich, es gibt bestimmt gründe - nur sind diese keine entschuldigung...
und mal ganz im ernst: ich glaub um sucht voll und ganz zu verstehn, dafür muss man selbst süchtig gewesen sein - da is nix mit logik oder so dahinter, manchmal ist es da besser zu akzeptieren wie es ist - auch wenn es schmerzt.

du trägst keine schuld an der sucht deines vaters, dessen bin ich mir ganz sicher! glaub mir das einfach mal Winken ne, ich kenn die schuldgefühle auch, hab mir ja auch früher die schuld an der sucht meiner mutter gegeben, bei meinen jüngeren geschwistern sah/sieht es nicht anders aus Weinen
keiner von uns hat unseren eltern die flasche an den mund gesetzt und sie gezwungen zu trinken, das waren sie ganz alleine!
vielleicht wäre das leben deines vaters anders gelaufen wenn du nicht wärst, vielleicht wäre sogar alles noch schlimmer Geschockt - auf sowas hast du keinen einfluß drauf, es läßt sich nicht mehr ändern. und dafür das du auf der welt bist, dafür kannst du gar nichts - das ist dein gutes recht!!!

liebe grüße -Dani-
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summerdream hat zum Thema: Re: mein vater trinkt geschrieben

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