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SHG - wieweit Sympathien und Antipathien tolerieren?

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Kann er es schaffen??   •    Wieder voll rein gerutscht  
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Katharine
Gast






BeitragVerfasst am: 09.07.2008, 10:16    Titel: SHG - wieweit Sympathien und Antipathien tolerieren? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo, gleichgesinnte!

ich bin zur zeit auf der suche nach DER selbsthilfegruppe in meiner stadt, in der ich mich wohl- und geborgen fühle. habe bereits in 3 gruppen reingeschnuppert und bisher für mich festgestellt, dass ich wohl weitersuchen sollte, da ich mir nicht vorstellen kann, in einer dieser gruppen "warm" zu werden.

nun stellt sich mir die frage: bin ich zu anspruchsvoll, zu überheblich oder einfach zu intolerant gegenüber gruppenmitgliedern, zu denen ich rein subjektiv keinen draht habe. sei es die erscheinung, der habitus, die sprache und wortwahl oder der iq.

klar, alle eint das gleiche problem und ziel. wieviel toleranz sollte ich aufbringen? kann mich hier jemand mal auf den boden holen?!!!

ich wünsche allen einen schönen tag!

kat
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Katharine hat zum Thema: SHG - wieweit Sympathien und Antipathien tolerieren? geschrieben
Karsten
Administrator
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
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Beiträge: 32797
Alter: 49
Wohnort: Eberswalde

BeitragVerfasst am: 09.07.2008, 10:30    Titel: Re: SHG - wieweit Sympathien und Antipathien tolerieren? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Katharine,

in einer SHG sollte man sich wohlfühlen.
Wenn nicht, wirst Du sicherlich auch nicht vertrauen können und dort alles über Dich erzählen, was aber wichtig ist.

Wir haben das ja hier im geschützten Bereich auch.
In den offenen Bereichen kann man schauen, wie fühle ich mich hier, welche Erfolge erreiche ich durch den Austausch und die, die sich sehr wohl fühlen, gehen dann auch in den geschützten Bereich, weil sie es als ihre SHG ansehen. Ein Internetforum ist ja auch ein Erfahrungsaustausch wie in jeder realen SHG auch.
Es gibt dort und hier eben Vorteile, wie Nachteile, aber keine Form ist besser oder schlechter.

Ob Deine Ansprüche zu hoch sind, kann ich nicht beurteilen, aber es gibt halt keine guten oder schlechten Alkoholiker.
Alle, die sich für ein nüchternes Leben entschieden haben, sind auf der gleichen Ebene und von jeden kannst Du lernen, egal wie lange er oder sie trocken ist.

Bei einer SHG sollte es auch nicht in erster Linie um Sampatie gehen, denn "Feinde" sagen einen oft eher die Wahrheit, als die Menschen, die man als sympatisch empfindet.

Gruß
Karsten
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Karsten hat zum Thema: Re: SHG - wieweit Sympathien und Antipathien tolerieren? geschrieben
JoeDoe
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 02.08.2007
Beiträge: 612
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Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 09.07.2008, 10:43    Titel: Re: SHG - wieweit Sympathien und Antipathien tolerieren? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Katharine,

Ich weiß nicht, ob ich Dich wieder auf den Boden holen kann, aber ich kann Dir zumindest meine Erfahrungen mit auf den Weg geben Winken

Ich hatte neben unserem Forum hier bislang Kontakt zu vier verschiedenen Selbsthilfegruppen und habe in keiner dieser Gruppen das Gefühl bekommen, nicht angenommen oder mit meinem 'Problem' schief angeschaut zu werden. Das liegt einerseits sicher daran, dass ich grundsätzlich gewisse Anlaufschwierigkeiten mit mir unbekannten Personen habe und allein aus der erfolgreichen Präsentation meiner selbst einiges an positiver Energie gewinne, andererseits aber sicher auch an der Tatsache, dass ich über den Austausch über unsere gemeinsame Erkrankung hinaus keine besonderen Erwartungen an diese Zusammenkünfte stelle. Alles, was an positiven Seitengesprächen entsteht, betrachte ich sozusagen als Zugabe und eben nicht als zwingende Notwendigkeit. Einen Gewinn ziehe ich auch aus Abenden, an denen sich die Truppe mehr oder weniger schweigend wieder trennt – diesen Schuh (alle schweigen, weil ich dabei bin und mich keiner mag!) ziehe ich mir einfach nicht (mehr) an.

Hoffe, das hilft Dir ein wenig.

Liebe Grüße

J.
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JoeDoe hat zum Thema: Re: SHG - wieweit Sympathien und Antipathien tolerieren? geschrieben
Anni73
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 06.07.2008
Beiträge: 3
Alter: 38
Wohnort: HIG

BeitragVerfasst am: 09.07.2008, 11:09    Titel: Re: SHG - wieweit Sympathien und Antipathien tolerieren? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Katherine!

Wenn du bis jetzt nur reingeschnuppert hast, empfehle ich das noch ein paar mal zu probieren. Mir haben am Anfang auch nicht alle Leute in meiner SHG "gefallen".
Da gibt es sich er immer jemanden mit dem man besser kann, wie auch Leute wo die Chemie überhaupt nicht stimmt.

Hab die Erfahrung gemacht, das Gruppenmitglieder wegen diesem oder jenem nicht mehr gekommen sind.
Im Nachhinein hat sich herausgestellt, das dies nur ein Vorwand war um nicht in die Gruppen zu kommen ... und ... wieder mit dem Trinken anzufangen.

Für mich klingt dein Beitrag wirklich etwas überheblich.
Das ist jetzt (auch) ironisch gemeint - aber wenn ich mich nur mit Leuten austauschen würde, die annähernd meinen IQ hätten, hätte ich nicht viel zu erzählen.
Smilie

Ein Bespiel zur Wortwahl:
Wir benutzen in unserer SHG oft das Wort "saufen", was sicher nicht allen gefällt und auch für mich gewöhnungsbedürftig war. Aber meiner Meinung nach ist dies genau das richtige Wort - denn ich habe gesoffen und alles was besser klingt wäre eine Verniedlichung.

Ich hoffe mein Beitrag kommt nicht überheblich rüber, es war ja mehr als Spaß gemeint.

Liebe Grüße
Anja
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Anni73 hat zum Thema: Re: SHG - wieweit Sympathien und Antipathien tolerieren? geschrieben
JoeDoe
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 02.08.2007
Beiträge: 612
Alter: 37
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 09.07.2008, 11:35    Titel: Re: SHG - wieweit Sympathien und Antipathien tolerieren? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

@Anja:

Anni73 hat Folgendes geschrieben:
... aber wenn ich mich nur mit Leuten austauschen würde, die annähernd meinen IQ hätten, hätte ich nicht viel zu erzählen.

Ist er jetzt zu hoch, oder zu niedrig?

T'schuldigung, aber der musste sein Winken . Nix für Ungut.

Aber Du hast natürlich Recht: Ruhig noch ein paar mal hingehen und schauen, wie sich die Chemie entwickelt. Auch die manchmal etwas derbe Sprache hat schon ihren Sinn - Ob wir nun ein edles Tröpfchen verköstigt haben oder eben doch nur gesoffen: Der Verlust der eigenen Kontrolle ist der wesentliche Punkt in der Geschichte.

Liebe Grüße

J.
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JoeDoe hat zum Thema: Re: SHG - wieweit Sympathien und Antipathien tolerieren? geschrieben
Nicole
Gast






BeitragVerfasst am: 09.07.2008, 11:59    Titel: Re: SHG - wieweit Sympathien und Antipathien tolerieren? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Katharine,

mh, mir war es völlig gleich welche Leute da sitzen, denn mir ging es um MICH, ich habe einen Ort gesucht wo ich meine Gedanken, Gefühle und Erfahrungen los werden kann, wer sie sich anhört war mir unwichtig, ich wusste dort sitzen Menschen die wissen wovon ich rede.

Und ich denke wir sollten alle viel toleranter miteinander umgehen und nicht ständig werten.

Das wichtigste ist das ich was für MICH tue.

Liebe Grüsse
Elocin
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Nicole hat zum Thema: Re: SHG - wieweit Sympathien und Antipathien tolerieren? geschrieben
andreas57
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 22.03.2008
Beiträge: 203
Alter: 55
Wohnort: niederösterreich

BeitragVerfasst am: 09.07.2008, 13:15    Titel: Re: SHG - wieweit Sympathien und Antipathien tolerieren? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Servus Katharine !

Ich hatte das große Glück auf Anhieb eine SHG zu finden in der ich mich wohlfühle. Dass das nicht immer so sein muss ist auch bekannt. Aber das Wichtigste ist, dass ich überhaupt in eine SHG gehe und mit anderen Alkoholikern Erfahrung, Kraft und Hoffnung teilen kann. Ob mir jetzt Einzelpersonen sympathisch sind oder ob die Chemie stimmt ist meines Erachtens vordergründig unerheblich. Eine gewisse Toleranz und Demut dem Anderen gegenüber ist von vornherein notwendig.Außerdem lernt man die Menschen erst im Laufe der Zeit einigermaßen kennen.

Soll aber nicht heißen, dass man nicht verschiedene SHG ausprobieren soll und die für einem persönlich ansprechendste auszuwählen.

Mit den Internetforen ist es ja ebenso.
Habe auch in verschiedene hineingeschnuppert und mich dann für die Aufnahme in dieses Forum beworben, weil mir eben der Umgang und die Forenregeln zugesagt haben.

Als Quitessenz bleibt jedenfalls: Ich mache etwas für mich !

Lg
Andreas
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andreas57 hat zum Thema: Re: SHG - wieweit Sympathien und Antipathien tolerieren? geschrieben
panther
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 12.01.2007
Beiträge: 2328
Wohnort: ich wohne in mir, mein zuhause ist meine seele

BeitragVerfasst am: 09.07.2008, 15:09    Titel: Re: SHG - wieweit Sympathien und Antipathien tolerieren? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Zitat:
in einer SHG sollte man sich wohlfühlen.
Wenn nicht, wirst Du sicherlich auch nicht vertrauen können und dort alles über Dich erzählen, was aber wichtig ist.


genauso. ohne das du dich wohlfühlst und frei von dir erzählen kannst und glaubst die dinge die du über dich erzählst sind in der shg/umgebung in guten händen des vertrauens, gehts dir das verloren, was ne shg ausmacht: der austausch.

manchmal fühlt man sich aber auch im ersten moment noch unsicher und unwohl. je mehr bzw. öfter man hingeht, wirds dann vertrauter. wenn du aber mit der zeit egal welche art von shg, ob online oder reale dich nicht öffnen kannst, mußt du gucken, ob du vielleicht in einer anderen shg oder gruppe besser aufgehoben bist und die dinge die dein herz bewegt dort ausprechen kannst. denn reden über sich ist wichtig. genauso wie das zuhören.
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panther hat zum Thema: Re: SHG - wieweit Sympathien und Antipathien tolerieren? geschrieben

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