| Geoutet und erste Schritte • Trockenwerden auf jeden Fall "ein harter und steiniger |
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andreas57 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.03.2008 Beiträge: 203 Alter: 55 Wohnort: niederösterreich
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Verfasst am: 07.07.2008, 13:04 Titel: Re: Überfordert oder Unterfordert? |
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Servus Blizzard!
Bin selbst ein großer Verfechter der Lehr von Viktor Frankl und kann deinem Beitrag nur zustimmen.
Auch glaube ich, dass sowohl Unter- als auch Überforderung speziell für Alkoholiker große Gefahrenquellen birgt. Fangen doch schon Leute die nicht alkoholkrank sind in unserer heutigen Gesellschaft aus diesen Gründen zum Trinken an und der Weg in eine spätere Alkoholsucht ist nicht mehr weit.
Am Besten wäre es die goldene Mitte in allen Dingen zu finden und vor allem Gelassenheit. Ich bemühe mich jeden Tag dies zu tun doch gefunden habe ich den allseits gültigen Mittelweg noch nicht!
LG
Andreas |
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| andreas57 hat zum Thema: Re: Überfordert oder Unterfordert? geschrieben
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JoeDoe aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.08.2007 Beiträge: 612 Alter: 37 Wohnort: Köln
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Verfasst am: 07.07.2008, 17:06 Titel: Re: Überfordert oder Unterfordert? |
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Hallo Blizzard,
da hast Du aber einen für meine Begriffe doch sehr weiten Bogen von der Über- bzw. Unterforderung hin zur allgemeinen Sinnsuche geschlagen. Ich muss allerdings zugeben, dass diese gedankliche Brücke tatsächlich ein sehr anregender Gedankenanstoß ist.
Nur zu der ‚materiellen Überversorgung’ (Überflussgesellschaft) mag ich noch ein zwei Worte verlieren. Zunächst einmal ganz platt: Die Alternative zur Überflussgesellschaft ist eine Gesellschaft (oder Wirtschaft), die von Warenknappheit und Mangel geprägt ist. Diesen scharfen Grat zu treffen, der Produktion und Konsum in einer exakten Waage hält, erscheint mir utopisch und somit verbleiben eben nur Überfluss und Mangel. Ich persönlich tendiere dazu, lieber in Ersterem mein Dasein zu fristen. Nicht zuletzt hat der Zusammenbruch der Zentralverwaltungswirtschaften im Osten auch gezeigt, dass diese ‚Lebensart’ auch kein Mehr an Lebenssinn und -freude gebracht hat. Aber ich denke, damit betreten wir ein weites Feld, also belasse ich es auch bei diesem Statement . Denn ich werde die Welt nicht verändern! Ich kann nur mein eigenes Handeln beeinflussen und hoffen, dass mein Tun, sofern es anderen als Vorbild genügt, auch andere zu einem bedachten Umgang in Konsumfragen animiert. (Kurzaussage des ganzen Absatzes: Nicht so böse auf die Gesellschaft / Wirtschaft blicken, sondern eigenverantwortlich bessere Wege beschreiten ).
Ansonsten aber meine volle Zustimmung zu Deinen Worten.
Liebe Grüße
J. |
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| JoeDoe hat zum Thema: Re: Überfordert oder Unterfordert? geschrieben
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Blizzard aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.01.2007 Beiträge: 649 Alter: 32 Wohnort: München
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Verfasst am: 08.07.2008, 19:10 Titel: Re: Überfordert oder Unterfordert? |
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Hallo Joe,
selbstverständlich ziehe auch ich ein Leben im Überfluss einem Leben im erzwungenen Mangel vor!
Allerdings beschleicht mich immer öfter das Gefühl, das in unserer Gesellschaft durch den herrschenden Konsumismus ein Mangel an etwas anderem zugedeckt werden soll. Denn soviele Erleichterungen und Vorteile uns der technische und materielle Fortschritt auch gebracht haben mag: Die menschliche Sehnsucht nach tieferem Verständnis und Sinn für sein Dasein blieb davon unberührt bzw. unbeantwortet.
In dem Sinne ist mein o.g. Posting auch zu verstehen.
Viele Grüße,
Blizzard |
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| Blizzard hat zum Thema: Re: Überfordert oder Unterfordert? geschrieben
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JoeDoe aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.08.2007 Beiträge: 612 Alter: 37 Wohnort: Köln
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Verfasst am: 08.07.2008, 19:45 Titel: Re: Überfordert oder Unterfordert? |
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Hallo Blizzard,
da hast Du natürlich völlig Recht (und ich hatte dies letztlich auch so verstanden), aber ich denke, die tiefere Sinnfrage des Seins stellt sich ganz unabhängig vom gesellschaftlichen Kontext. Ein Mehr an Freiheit und Möglichkeit bedingt dabei selbstverständlich auch ein Mehr an Eigeninitiative, wenn man diese Sinnfrage für sich selbst zufrieden stellend beantworten möchte. Der von Dir (bzw. Frankl) aufgeführte Vergleich zum ‚Menschen von Gestern mit seinen Traditionen’ ist eben genau dadurch geprägt, dass die Freiheit des Denkens und Handelns in früheren Zeiten durch gesellschaftliche/wirtschaftliche/religiöse Konventionen stärker eingeschränkt war, als sie es eben heute ist.
Somit verbleibt dem Fragenden nur die Suche in sich selbst .
Liebe Grüße
J. |
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| JoeDoe hat zum Thema: Re: Überfordert oder Unterfordert? geschrieben
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