| Karusell • Sicher beim Autofahren |
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cyan neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.04.2008 Beiträge: 23 Alter: 47 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 24.06.2008, 23:38 Titel: Verlorene Zeit als Co-Abhängige? |
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Hallo,
ich war 17 Jahre mit einem Alkoholiker zusammen und habe drei Kinder mit ihm (6 Jahre und Zwillinge 1,5 Jahre).Wegen der Kinder (nicht meinetwegen!) habe ich es endlich geschafft, mich zu trennen. Nach anfänglichem Schockzustand ght es mir erstaunlich gut.
Er ist weg und damit ein gesammelter Rattenschwanz von Problemen auch. Aber mich beschäftigt ein Problem: Wie erkenne ich meine co-abhängigen Strukturen und lerne, mich besser abzugrenzen? Wie vermeide ich z. B. Rückfälle bei einer neuen Partnersuche? Am wichtigsten wäre mir Verlässlichkeit. Manchal bin ich unheimlich wütend. Ich erhoffe mir, dass er sich irgendwann mal entschuldigt.
Wieviel "Mitschuld" trifft mich? Es gehören ja immer zwei dazu. (Wie konnte ich das so lange Zeit "verdrängen", es ist mir wirklich schlagartig erst Anfang des Jahres klargeworden (Pegeltrinker erkennt man nicht so gut als Alkoholiker)). Wie macht ihr es, Eure Ansprüche klarer zu formulieren?
Und wie erkläre ich es meiner großen Tochter?. Am liebsten würde ich ihr die Wahrheit sagen, will aber vermeiden, dass sie dadurch Schaden hat, wenn sie in der Schule erzählt "mein Papa trinkt zuviel"...
Im Moment wuppe ich das hier alleine, er zahlt null Unterhalt und drückt sich wo er kann, hat keine Krankenversicherung mehr etc., arbeitet schwarz.
Ich bin selbstständig und habe die drei Kinder.
Ich denke immer "später wird er Dir mal dankbar sein", blöd oder, das würde ja voraussetzen, dass er irgendetwas begreift... Therapie geht auch nicht, weil er keine KV hat, alles ganz schön heftig. Ich wollte immer eine perfekte Familie, tja jetzt bin ich dann doch alleinerziehend.
Grüße für heute
LG Cyan |
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| cyan hat zum Thema: Verlorene Zeit als Co-Abhängige? geschrieben
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crevette aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.05.2008 Beiträge: 636 Alter: 41
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Verfasst am: 25.06.2008, 00:14 Titel: Re: Verlorene Zeit als Co-Abhängige? |
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Liebe cyan,
Willkommen! Ich kann Dir keine guten Antworten geben, dafür bin ich weder lange genug hier noch weit genug "fortgeschritten", aber ich kann Dir versichern, dass Du hier erstklassige Antworten und viel Hilfe bekommst und dass es sehr gut tut, hier zu lesen und zu schreiben!
Ein Punkt Deines Beitrags hat allerdings auch mich als "Anfänger" hier etwas stutzig gemacht. Du fragst, wie Du es Deiner Tochter erklären sollst und dass Du ihr am liebsten die Wahrheit sagen würdest. - Was hast Du ihr denn bisher erzählt??? Meinst Du, sie hat gar nicht mitbekommen, dass mit ihrem Papa was nicht ganz stimmt? Und meinst Du nicht, dass sie noch grösseren Schaden nehmen kann, wenn Du ihr was vormachst und sie das später rauskriegt? Ich weiss ja nicht, aber ich glaube, die Wahrheit ist meistens das einzig wahre, nicht wahr?
Aber was ich Dir auf jeden Fall sagen kann ist: bravo, dass Du für Dich und Deine Kinder diese wichtige Entscheidung getroffen hast! Ich wünsche Dir alles Gute auf Deinem Weg!
Herzliche Grüsse,
c. |
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| crevette hat zum Thema: Re: Verlorene Zeit als Co-Abhängige? geschrieben
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dagmar007 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2008 Beiträge: 2896
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Verfasst am: 25.06.2008, 08:03 Titel: Re: Verlorene Zeit als Co-Abhängige? |
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Oh je, schwere Frage: wie erkenne ich co-abhängige Strukturen.
Ich für mich bin gerade dabei, das auf ein ganz anderes Level zu setzen. Denn fraglich ist für mich nicht was coabhängig ist sondern was schädlich ist für mich und den Umgang mit meinen Mitmenschen.
Schon als Teenager habe ich mich damit beschäftigt, was ich unbewußt mache, habe aber nicht alles hinterfragt. Für meine Zukunft werde ich versuchen bewußter darauf zu achten, wann Automatismen ablaufen.
Denn diese Automatismen sind immer nicht ideal weil man/frau stagniert - dabei ist eigentlich egal ob als Co, als Alkoholiker oder als "Gesunder". Das Leben muss sich bewegen, entwickeln und verändern können. Jeder Mechanismus der starr wird behindert das eigene Weiterkommen.
Ich für mich akzeptiere meine Co-Anteile weil sie da sind. Aber wichtig ist für mich, dass ich ein zufriedenes Leben führen kann und wirklich aus meinen eigenen Gefühlen leben kann. Somit würde mir persönlich eigentlich schon genügen mein Bauchgefühl zuzulassen um dann meine eigenen Handlungen zu hinterfragen.
Erkennen oder nicht erkennen - spüren gilt für mich. Wenn ich ehrlich bin, so hatte ich schon zu Beginn der Beziehung ein Gefühl in diese Richtung, habe dieses Gefühl aber wieder weg geschickt. Ich denke alles liegt in uns und wir sollten uns vielleicht weniger kopfmässig versuchen zu orientieren sondern im Gefühl. Bei mir persönlich waren die Gefühle immer richtig, wurden aber durch die Vernunft weg geschickt.
Ich denke auch, wir sollten uns nicht so sehr an unserem Thema Co aufhängen. Die Zukunft kommt für uns und wir bleiben Co. Aber wenn wir immer daran denken, was wir in dieser traurigen Co-Beziehung gemacht haben, so ist auch immer der entsprechende Partner in unseren Gedanken. Ich befürchte, das tut uns nicht gut und verhindert das letzte loslassen.
Ich weiß nicht, ob mein Weg richtig ist oder überhaupt nachvollziehbar, aber für mich die Beste Lösung.
Lieben Gruß von Dagmar |
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| dagmar007 hat zum Thema: Re: Verlorene Zeit als Co-Abhängige? geschrieben
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Ette sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.01.2007 Beiträge: 1660 Alter: 55
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Verfasst am: 25.06.2008, 08:29 Titel: Re: Verlorene Zeit als Co-Abhängige? |
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| dagmar007 hat Folgendes geschrieben: | Ich denke auch, wir sollten uns nicht so sehr an unserem Thema Co aufhängen. Die Zukunft kommt für uns und wir bleiben Co. Aber wenn wir immer daran denken, was wir in dieser traurigen Co-Beziehung gemacht haben, so ist auch immer der entsprechende Partner in unseren Gedanken. Ich befürchte, das tut uns nicht gut und verhindert das letzte loslassen.
Ich weiß nicht, ob mein Weg richtig ist oder überhaupt nachvollziehbar, aber für mich die Beste Lösung. |
Guten Morgen,
@dagmar: Wenn das für dich die beste Lösung ist, so soll es so sein. Was jedoch deine Meinung über unsere Co-Abhängigkeit betrifft, muss ich dir massiv widersprechen. Du hast recht, wir bleiben Co und müssen deshalb immer achtsam mit uns sein. Wir waren aber auch schon Co bevor wir uns mit trinkenden Partnern eingelassen haben. Da war es uns aber noch schwerer, unsere Defizite zu sehen, die uns abhängig von Beziehungen sein lassen. Wenn du dich am Thema Co nicht so sehr aufhängen willst, ist das deine ureigenste Entscheidung. Und der sicherste Weg, in die nächste Co-Beziehung zu schliddern. Nicht der trinkende Partner hat uns co-abhängig gemacht, sondern wir haben diese Strukturen in uns und durch eine solche Beziehung kommen sie zum Vorschein. Ich sehe inzwischen meine Beziehung zu „meinem Alki“ nicht mehr als traurig an. Ganz im Gegenteil, sie hat mich wachgerüttelt, um an mir selbst zu arbeiten und meinen Selbstwert zu entwickeln. Ohne diese Beziehung hätte ich weiter mit meiner Abhängigkeit gelebt und mich gewundert – gewundert warum ich selbst in scheinbar tollen Beziehungen nie zufrieden war, weil ich immer das Gefühl hatte, dass etwas fehlt. Und es hat auch immer etwas gefehlt – nämlich die Liebe zu mir selbst und die Akzeptanz für mich. Ich musste ständig die Bestätigung haben, dass der Andere mich liebt, weil ich dieses Gefühl für mich und aus mir selbst nicht hatte.
Wenn ich aus der Beziehung mit einem Alkoholiker für mich selbst nichts lerne, dann ist die Zeit verloren. Ansonsten ist es einfach eine große Chance für meine eigene Weiterentwicklung.
LG
Ette |
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| Ette hat zum Thema: Re: Verlorene Zeit als Co-Abhängige? geschrieben
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Aurora sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.05.2007 Beiträge: 5769 Alter: 53 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 25.06.2008, 09:04 Titel: Re: Verlorene Zeit als Co-Abhängige? |
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Hallo cyan,
wie kannst du dich davor schützen, wieder in eine co-geprägte Beziehung zu kommen? Na ja, ich sehe das so, ich bin co-abhängig aus verschiedenen Gründen, aus Prägungen, die ich erhalten habe. Aus dem Bild, das ich über mich selbst habe.
Nun bin ich dabei, die Beziehung zu mir selbst zu verändern! Ich beginne, mich selbst zu mögen, zu lieben, mich zu akzeptieren, wie ich bin. Und ich beginne, Forderungen zu stellen, was ich vom Leben verlange mir auch einzufordern. Nicht mich für alle und jeden zu verbiegen, meine Wünsche als unwürdig zu sehen. Ich will nicht mehr nur funktionieren, der Fels in der Brandung sein, die Dame, die alles meistert mit einem (unecht)lachenden Gesicht. Ich erlaube mir zu weinen, echt zu weinen, schwach zu sein, ich erlaube mir, wütend zu sein aber auch so fröhlich und ausgelassen wie ein Kind.
Und ich sehe mich nicht mehr als schuldig dafür, was alles passiert ist! Ich war niemals schuldig daran, dass mein Mann getrunken hat! Ich bin nicht daran schuld, dass er abhängig wurde! Ich habe 26 Jahre in einer Beziehung verharrt, in der ich überwiegend die Gebende war. Ich habe mir nie mit vollem Herzen etwas eingefordert, niemals darauf bestanden, immer nachgegeben. Immer habe ich mich verbogen, immer "Ja" gesagt...immer waren die Bedürfnisse meines Mannes an erster Stelle, natürlich auch die meiner Kinder, dann die der Eltern, Schwiegereltern, Schwager und so weiter und so fort...wo war ich die ganze Zeit?
Nun, es war mein Bild, was ich von mir hatte, all die Jahre. Und ich fand mich cool, wie ich alles geregelt und gemanagt bekam. Immer bereit, mich zu opfern...immer für die Anderen bereit...Es war mir nicht anders möglich, als so zu leben, ich wusste es nicht besser. Ich hatte Ängste, etwas zu verändern, Ängste vor soooo vielen Dingen. Ich habe mir nicht vertraut, dass ich es schaffen kann! Es musste perfekt und kontrolliert nach außen erscheinen, innen war es egal. Ich fand mich nicht wertvoll genug, um für mein eigenes Wohl zu sorgen. Nun bin ich dabei zu lernen, mir selbst zu verzeihen! Denn es war alles so, weil es zu meinem Leben und mir dazu gehörte. Weil ich es nicht anders wusste. Welchen Sinn hätte es, jetzt nach Schuldigen zu suchen? Was würde es nützen, wem würde es nützen? Für mich ich nun wichtig, dass ich mit mir selbst im Reinen sein kann, mich so nehmen und sehen kann, mich an erster Stelle in meinem Leben sehe! Dass ich mein Selbstvertrauen aufbaue und immer größer wachsen lasse! Dass ich Schuldgefühle loslassen kann, die Vergangenheit annehmen kann als das, was war. Das ich es mir einfach wert bin...
Und dann werde ich bei Beziehungen nicht mehr in die Co-Falle gehen können. Denn ich bin anders geworden, meine Augen blicken anders auf mich und meine Bedürfnisse!
Das ist meine Sicht der Dinge.
Liebe Grüße
Aurora |
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| Aurora hat zum Thema: Re: Verlorene Zeit als Co-Abhängige? geschrieben
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dagmar007 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2008 Beiträge: 2896
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Verfasst am: 25.06.2008, 09:16 Titel: Re: Verlorene Zeit als Co-Abhängige? |
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Eben genauso sehe ich es auch. Die eigene Betrachtungsweise und das finden des "ich" sorgt schon in sich dafür, dass wir auf uns achten und auf das, was eine neue Beziehung in uns bewirkt.
Mir ist es zu einfach, falsche Verhaltensweisen nur mit dem Begriff Co zu verbinden. Ich für mich halte es für wichtig die Dinge, die ICH tue und MEINE Gedanken und Gefühle für mich auf "GUT" zu stellen. Nicht mehr und nicht weniger....
Opferbereitschaft, Verteidigungsmechanismen für den Kranken, Annahme von Schuldzuweisen und ähnliches hielt sich bei mir sehr in Grenzen da hat mein Ex also keine gute Wahl getroffen, aber was ich mit Aurora gleich habe ist die Veränderung bzw. die Probleme damit. Aber das, was wir jetzt im Rahmen von Trennung erfahren ist ja wohl die absolute Veränderung, was wir uns immer vor Augen halten können .... wenn wir uns dauerhaft verändern wollen ....
Lieben Gruß von Dagmar |
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| dagmar007 hat zum Thema: Re: Verlorene Zeit als Co-Abhängige? geschrieben
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cyan neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.04.2008 Beiträge: 23 Alter: 47 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 02.07.2008, 19:39 Titel: Re: Verlorene Zeit als Co-Abhängige? |
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Vielen Dank für Eure Antworten. Wahrscheinlich habt Ihr Recht. Was Alkohol anbelangt, bin ich jetzt wirklich "feinfühlig" geworden.
Im Moment fremdele ich noch mit meinem neuen Selbstbld und es kommt mir vor, als ecke ich bei jedem an, weil ich versuche meine Grenzen besser abzustecken, dass ist ganz schön antrengend und wenn man sowieso angeschlagen ist, nicht so einfach...
ICH HABE EINE UNHEIMLICHE WUT mit der ich manchmal nicht weiss, wohin, am liebsten würde ich ihn verprügeln
@crevette: Meine Tochter ist sechs und ich habe ihr erzählt, dass ich und ihr Papa uns nicht mehr lieben, dass er Probleme hat und krank ist. Natürlich bin ich für offenen Umgang mit dem Thema. Die Zeit des sich Schämens ist vorbei. Aber sie ist erst sechs und wie ich sie kenne, würde sie es JEDEM erzählen, einfach weil das momentan so ist und sie gerne alles erzählt und da bin ich mir nicht sicher, ob sie noch zu klein ist. Er ist ein kontrollierter Trinker und kann das unheimlich gut kaschieren. ICH GLAUBE ABER, DASS SIE SEHRWOHL SPÜRT, DASS ETWAS NICHT STIMMT.
Ich will schon dass sie weiss, was Sache ist, will sie aber ein wenig vor dem Umfeld schützen (Schule etc. weil die Vorurteile weit verbreitet sind...)
LG für heute
Cyan
P.S. Ist das OK, dass man immer bei einem Thread bleibt, auch wenn die Themen nicht mehr zur Überschrift passen? |
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| cyan hat zum Thema: Re: Verlorene Zeit als Co-Abhängige? geschrieben
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Diandra sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.03.2006 Beiträge: 2177 Wohnort: Düsseldorf
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Verfasst am: 02.07.2008, 21:04 Titel: Re: Verlorene Zeit als Co-Abhängige? |
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Hallo Ette,
| Zitat: | | Was jedoch deine Meinung über unsere Co-Abhängigkeit betrifft, muss ich dir massiv widersprechen. Du hast recht, wir bleiben Co und müssen deshalb immer achtsam mit uns sein. Wir waren aber auch schon Co bevor wir uns mit trinkenden Partnern eingelassen haben. |
Diese Aussage weckt aber nun meinen Widerspruch !
Nein, in meiner Kindheit wurde ganz sicher keine Co-Abhängigkeit angelegt oder entwickelt.
Bei uns zu Hause gab es keine Kästen Bier und keine Bar in der sich Alkohol für Gäste befand. Sie gaben sich auch nicht als Weinkenner aus - Alkohol spielte in meiner Kindheit keine Rolle. Ich bin auch kein Scheidungskind und es gab auch nie Krisen, die vermuten ließen, dass meine Eltern sich scheiden lassen wollen.
Wo bitte soll da der Grundstein für die Co-Abhängigkeit gelegt worden sein ? Ich hatte 4 Geschwister und wir hatten eine glückliche Kindheit. Okay, ich habe meine beiden Brüder im Laufe der Jahre verloren, das waren schmerzvolle Erfahrungen - vor allem wenn man Kind ist, aber auch diese Schicksalsschläge haben meine Eltern mit uns gemeinsam verkraftet.
Meine Laufbahn der Co-Abhängigkeit hat sich erst im Laufe der Jahre durch meinen trinkenden Partner entwickelt. Vollkommen klassisch nach Lehrbuch haben wir alle Stationen von Streit, über "nur.am.Wochenende.trinken", heimlich trinken, Lügen bis hin zur extremen Trinkerei mit Wegbleiben alles durchexistiert. In dem Sinne bin ich nur an ihm "gereift".
Und ich glaube nicht, das ich dieses klassische Muster nochmal brav mitmachen würde bei einem anderen Partner. In den Anfängen könnte man mich vielleicht noch täuschen - aber nicht lange.
Ich muss mich auch nicht an meinem jetzigen Alki gesunden lassen, indem ich seine Muster erkenne, Gelassen darauf reagiere und jedesmal den "Rückzug" einläute, wenn es wieder Überhand nimmt. Das nenne ich weiterhin abhängig bleiben - denn man toleriert sein Verhalten - wenn auch mit einer großen Palette an festen Regeln. Werden die Regeln nicht eingehalten, dann wird der Alki eben "bestraft" und man fühlt sich gut, weil man konsequent geblieben ist. Für gesund, unabhängig und eigenständig halte ich dies aber auch nicht. Und da ist es egal, ob man noch zusammen lebt oder getrennte Wohnungen hat.
Grüßle
Diandra |
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| Diandra hat zum Thema: Re: Verlorene Zeit als Co-Abhängige? geschrieben
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