| Der letzte Versuch, meiner Schwiegermutter zu helfen • Verstand und Gefühl - warum gibt es keinen Einklang mehr? |
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muppilein neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.06.2008 Beiträge: 10
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Verfasst am: 23.06.2008, 13:43 Titel: Meine beste Freundin säuft sich noch zu Tode |
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Hallo!
Meine beste Freundin ist m.E. Alkoholikerin.
Nun weiß ich nicht, ob es möglich ist, meinen Vorstellungsthread hierher zu übertragen.
Vielleicht kann mir da ein Moderator behilflich sein.
Ich mache mir große Sorgen um meine Freundin.
Wenn sie besoffen ist, scheint sie einsichtig zu sein, aber sobald sie nüchtern (?) ist, ist alles gar nicht mehr schlimm. |
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| muppilein hat zum Thema: Meine beste Freundin säuft sich noch zu Tode geschrieben
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Eric neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 22.09.2006 Beiträge: 470 Wohnort: Trocken seit Januar 2007
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Verfasst am: 23.06.2008, 13:51 Titel: Re: Meine beste Freundin säuft sich noch zu Tode |
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Hi muppilein,
kopier dir doch einfach selbst schnell die Textpassagen aus dem Vorstellungsbereich hier in einen neuen Beitrag.
Liebe Grüße
Eric |
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| Eric hat zum Thema: Re: Meine beste Freundin säuft sich noch zu Tode geschrieben
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muppilein neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.06.2008 Beiträge: 10
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Verfasst am: 23.06.2008, 14:27 Titel: - |
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Leider bin ich zu doof zum Kopieren (allgemeine Computer-Doofheit )vielleicht ist es auch gar nicht nötig.
Ich lese schon seit einiger Zeit in diesem Forum mit, und bisher habe im Bereich Co-Alkoholiker nur von Partnern und Familienmitgliedern gelesen.
Meine beste Freundin (37) und ich (36) kennen uns seit gut 2 Jahren. Sie und ihre Familie sind damals frisch hierhergezogen und wir haben uns relativ schnell angefreundet.
Daß sie zuviel trinkt, ist mir schon länger bewusst. Ich hatte sie eine zeitlang nur am Wochenende getroffen und dachte "na, gut, sie verträgt einiges".
Irgendwann trafen wir uns auch unter der Woche, wo ich feststellen musste, daß sie nicht nur am Wochenende säuft.
Alle 2-3 Tage (manchmal auch öfter) trinkt sie mindestens 3 Liter Wein, dazu auch manchmal Schnaps und Bier.
Ihr Mann, der sich auch viele Sorgen macht, führt ein kleines Tagebuch, wo er ihre Trinkmengen hineinschreibt.
In diesem Büchlein steht zwar nur das, was er selbst sieht (er hat manchmal Nachschicht), aber was da steht ist viel mehr, als ich selbst mitbekomme.
Meine Freundin hat nach ihren Saufereien nie einen Kater, im Suff fällt sie manchmal hin und hatte oft blaue Flecken und sogar Schürfwunden.
Ihre Kinder (Zwillinge, 7 Jahre alt) zeigen Auffälligkeiten.
Auf einer Geburtstagsfeier im letzten Jahr saß sie einmal 1 Stunde auf der Toilette, bis sie mich endlich hineinließ.
Sie hatte nicht gebrochen, sondern das Elend kam hinten heraus.
Ich habe sie dann halbwegs saubergemacht und wollte sie nach Hause bringen. Ihre Klamotten stanken nach Sch****, aber sie ist wieder an die Bar gegangen und hat weiter gesoffen.
Irgendwann habe ich es doch geschafft, sie nach draußen zu zerren, wo sie sich erbrochen hat.
Ich ging nach Hause, aber mein Freund kümmerte sich um sie.
Auf dem Heimweg ist sie dann mit dem Gesicht auf die Straße gefallen und konnte nicht mehr aufstehen. Mein Freund ist recht kräftig und konnte sie dann doch noch nach Hause bringen.
Trotz ihres Blackouts ging sie aber nochmal zur Tankstelle und hat sich Nachschub geholt, wobei die Haustürschlüssel den Rest der Nacht AUSSEN an der Tür steckten.
Sie hat öfter Ausfälle solcher Art und ich will ihr gerne helfen, aber ich weiß nicht wie??! |
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Jenny2 Gast
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Verfasst am: 23.06.2008, 15:59 Titel: Re: Meine beste Freundin säuft sich noch zu Tode |
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Hi Muppilein,
Du kannst ihr nicht helfen, denn die Einsicht muss immer direkt vom Suchtkranken selbst kommen. Du kannst Deine Freundin hoechstens damit konfrontieren was Du denkst, aber sie muss selbst etwas dagegen tun. Weiter kannst Du nichts machen. Hast Du sie denn schonmal darauf angesprochen?
Das ihr Mann die Trinkmengen aufschreibt, wird nichts bewirken.
Alles Liebe,
Jenny |
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| Jenny2 hat zum Thema: Re: Meine beste Freundin säuft sich noch zu Tode geschrieben
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Erdling neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.03.2008 Beiträge: 392 Alter: 32 Wohnort: Ruhrgebiet
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Verfasst am: 23.06.2008, 16:18 Titel: Re: - |
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| muppilein hat Folgendes geschrieben: | | Sie hat öfter Ausfälle solcher Art und ich will ihr gerne helfen, aber ich weiß nicht wie??! |
Hi,
versuch ihr dadurch zu helfen, indem du ihr nicht hilfst.
Ich weis das klingt wiedersprüchlich ist es aber eigentlich garnicht. Ich bin selber trockener Alkoholiker und ich hatte auch Menschen um mich herum, die mir immer geholfen haben. Daher wurde ich auch garnicht mit den totalen Folgen meiner Sauferei konfrontiert. Dadurch das alles irgendwie doch weiter ins Lot gekommen ist, hatte ich natürlich auch keinen Grund mit der trinkerei aufzuhören.
Alkoholiker müssen möglichst oft auf die Schnautze fallen, um die Einsicht zu bekommen, das es so nicht weiter geht.
Wenn sie das nächste mal irendwo liegt oder einen absturz hat, die 110 anrufen.
Ich weis das ist hart aber Du/ihr könnt am besten helfen, indem ihr sie mit den folgen ihrer Sucht konfrontiert.
Viele Grüße
Erdling |
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| Erdling hat zum Thema: Re: - geschrieben
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muppilein neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.06.2008 Beiträge: 10
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Verfasst am: 23.06.2008, 17:44 Titel: Danke Erdling |
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@Erdling
Man hört immer wieder, daß man den Süchtigen fallen lassen soll.
Das ist aber nicht einfach...WEIL ich sie lieb habe, WEIL ihr Mann leidet, und auch er ein Freund von mir ist.
Ich habe gesehen, wie mein Vater sich totgesoffen hat. Da war ich 9 Jahre alt, er war erst 38.
Sein unnötiger Tod schmerzt bis heute und ich möchte nicht erleben, daß die Kinder meiner Freundin ebenso leiden müssen, und ich will sie nicht sinnlos zu Grabe tragen.
Dummerweise ist heute auch der 13. Todestag meiner Mutter, die aufgrund von verschriebenen Medikamenten plus Herzklappenfehler gestorben ist. Vielleicht bin ich deshalb etwas sentimental.
NEIN, nicht sentimental!
Meine Freundin nimmt ähnliche Medikamente wie meine Mutter: Mittel gegen Bluthochdruck und einen hohen Cholesterinspiegel.
Bis vor kurzem nahm sie Hormone gegen oder für die Wechseljahre. Sie ist wegen einer Gebährmutterentfernung schon in den Wechseljahren (angeblich), meine Mutter musste auch Hormone schlucken.
S. (so nenne ich sie jetzt im Forum) ist auch noch Diabetiker und muss Insulin spritzen.
Es gibt kaum etwas, was sie nicht hat.
Diese Kombination aus Vater-Krankheiten und Mutter-Krankheiten macht mir besonders viel Sorgen. |
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| muppilein hat zum Thema: Danke Erdling geschrieben
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Jenny2 Gast
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Verfasst am: 23.06.2008, 18:22 Titel: Re: Meine beste Freundin säuft sich noch zu Tode |
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Hi Muppilein,
es gibt nichts was Du machen kannst, manchmal ist es leider so, dass wir leider keinen Einfluss auf andere Menschen haben. Gerade bei Suchterkrankungen kannst Du nichts machen, da Deine Freundin eine Krankheitseinsicht haben muss, bevor ueberhaupt etwas passieren kann. Viele von uns hier haben versucht den Partner zum Trockenwerden zu ueberreden, manche nassen Alkis sind dann zuliebe des Partners auf Entziehung gegangen, aber weil sie nicht selbst davon ueberzeugt waren, hat die ganze Therapie nichts gebracht und sie sind rueckfaellig geworden.
Es gibt nichts was Du machen kannst, als machen zu lassen. Der Mann Deiner Freundin muss auch anfangen an sich selbst zu denken und auch konsequent zu sein. Ein nasser Alkoholiker wird immer wieder versuchen an sein Suchtmittel zu kommen, solange da keine Einsicht von ihm kommt, dass heisst, ihr koennt wirklich nichts machen, ausser sie fallen zu lassen, damit sie die vollen Konsequenzen ihrer Suchterkrankung sieht. Wenn Du sie naemlich sauber machst und sie immer nach Hause traegst, bekommt sie gar nicht mit was los ist, warum sollte sie dann aufhoeren, wenn ihr Mann immer noch bei ihr ist und eine heile Welt vorspielt, gibt es keinen Grund aufzuhoeren, denn sie wird immer aufgefangen und sieht nicht was die Sucht mit ihr macht.
Lasst sie fallen, damit sie sieht, dass ist die einzige Hilfe, die ihr ihr geben koennt.
Alles Liebe,
Jenny |
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| Jenny2 hat zum Thema: Re: Meine beste Freundin säuft sich noch zu Tode geschrieben
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muppilein neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.06.2008 Beiträge: 10
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Verfasst am: 23.06.2008, 19:07 Titel: - |
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@Jenny, danke für Deine Antwort!
mittlerweile säuft sie nur zu Hause, weil abends weggehen mit ihr immer in einer kleinen bis mittleren Katastophe endet.
Sie "darf" mit mir alleine nicht weggehen....
Ich habe sie einfach nicht im Griff.
Ich habe schon öfter zu ihrem Mann gesagt, " Du, lasst uns doch mal alle wieder zusammen rausgehen, es MUSS nicht gesoffen werden!"
Er:"Wenn ICH mir schon nicht zutraue, sie zurückzuhalten, wie willst DU (also ich) es dann schaffen (und er ist gut 2 Meter groß)
Dazu muss ich sagen, daß sie gut 20cm größer ist als ich und ich mit meinen 60kg oft nicht gegen ihre fast 100 kg ankomme.
Da hat ihr Mann schon Recht.
Irgendwie hat er wirlkich Recht....
Ich bin überfragt, was es angeht, ihr zu helfen  |
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