| Seit heute weiß ich es sicher... • tochter einer alkoholikerin |
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lue neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.06.2008 Beiträge: 2
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Verfasst am: 22.06.2008, 12:49 Titel: Wer kann mir/uns helfen mit unserem Vater |
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Hallo,
ich habe mal eine Frage: Was kann ich bei einem alkoholkranken Vater unternehmen? Ich weiß nicht wie lange mein Vater schon an diesem Problem leidet, aber ich kenne es nicht anders. Meine Mutter leidet sehr darunter. Ende 2006 Anfang 2007 war meine Mutter auch schon in Therapie weil sie es nicht mehr ertragen konnte. Sie litt unter Schlaflosigkeit und kann jetzt nur noch unter Einnahme von Medikameten halbwegs ruhig schlafen. Man merkt es ihr auch immer an das sie einfach nicht mehr kann. Als meine Mutter in der Therapie (stationär) war, da war mein Vater ganz anders. Er war verantwortungsvoll, hat seine Fehler eingesehen, sogar versprochen sich helfen zu lassen. Aber seit meine Mutter entlassen ist wurde alles noch viel schlimmer als vorher. Er hat zwar Phasen dazwichen wo er nicht trinkt, aber die sind eher selten. Wenn man ihn darauf anspricht bekommt nur blöde Antworten, wie z.B. bekommt ihr doch erst einmal euer Leben in den Griff und ihr sied sowieso die schlechtesten Kinder oder am besten ist es wenn ich (also er) Tod wäre! Was kann man hier noch tun, oder vor allem was keine Mutter noch machen? Ich habe schon mit den Gedanken einer Entmündigung und Zwangseinweisung gespielt aber ich habe in einigen Foren schon gelesen das dies nichts bringt. Wen ich meiner Mutter sage, pack Deine Sachen und geh erst einmal woanders hin, dann will sie es nicht. Sie denkt dann wieder nur an ihn was er dann macht (z.B. Auto fahren u.ä.) Sie kann einfach nicht loslassen. Ich habe auch schon daran gedacht das ich ihn anzeige damit er den Führerschein abgeben muss, aber das sind dann denke ich auch große Kosten, die meine Mutter dann ausbaden muss. Was kann ich hier noch tun? Eins ist nur klar, meine Mutter muss da raus, sonst geht sie daran zu Grunde.
Meine Schwester hatte ihm ihn letzetn Jahr auch einen Hund besorgt damit er eine Beschäftigung hat (war noch in der Zeit wo meine Mum in Behandlung war), aber auch das war am Anfang nur ein Strohfeuer, er hat sich dann immer weniger um den Hund gekümmert, bis er dann abgegeben wurde, was auch besser für den Hund war. Das sind alles so Kleinigkeiten. Wenn wir zu Besuch sind dann verschwindet er auch immer (eine ganze Zeit), das sind dann die Phasen wo er an seine geheimen Vorräte geht und heimlich trinkt. Das meiste was er trinkt ist auch immer heimlich....Er hat sich irgendwo den Alk versteckt (Keller, Garage usw) oder er fährt mal eine Runde mit dem Fahrrad, aber kommt dann auch nur bis zur nächsten Trinkhalle oder Lebensmittelgeschäft. Was kann man tun, kannich die Geschäfte bitten ihm nichts mehr zu verkaufen, kann ich dafür sorgen das er seinen Führerschein abgeben muss, ohne das Kosten auf meine Mutter zukommen?
Ich habe auch einen Sohn und der will wenn wir mal da sind meinem Vater auch nicht vernünftig auf wiedersehen sagen, weil er es natürlcich auch merkt wie mein Vater drauf ist, man riecht es ja auch!
Auch wird der Zustand meines Vaters immer schlechter. Er hat Wunden oder Krankheiten am Körper die schon in sehr komischen Zuständen sind. Wunden am Bein, wo sich etwas darauf bildet was ein Pilz oder ähnlcihes sein kann. Zehe verfärben ssich schon, sie machen den Eindruck das sie bald absterben. Er verletzt sich auch immer häufiger usw usw.....
Aber man kann einfach nicht mit ihm reden, er lässt keinen an sich heran! Wie schon gesagt wir sollen unser eigenes Leben in den Griff bekommen sein ist perfekt!
Ich habe jetzt einfach glaube ich alles kreuz und quer geschrieben ich hoffe es kommt dennoch der eine odere Ratschlag. Ich musste mir einfach einiges von der Seele schreiben. Alleine schon wegen meiner Mutter. Ich merke es ihr immer wieder an wie sich ihr Zustand verschlechtert. Ich kkann leider nicht jeden Tag zu ihr kommen, weil ich hundert Kilometer weg wohne, aber ich habe auch schon meinen Bruder darum gebeten sich mehr um sie zu kümmern. Sie einfach da raus holen und mit ihr etwas zu unternehmen und ihn einfach zu Hause lassen. AUch hat er einen Sohn, lebt allerdings nicht bei ihm sondern bei der Mutter. Aber ich habe ihm gesagt vielleicht sollten wir auch die Kinder von ihm fernhalten, die sind ihm ja anscheinend noch irgendwie wichtig die Enkel. Aber er hat jetzt das Problem das er seinen Sohn nehmen muss (soll nicht heiß0en das er ihn nicht haben will), er aber keinen Urlaub hat und der Enkel deswegen jetzt auh zwei Wochen bei der Oma ist. Das Kind ist nicht einfach und die Belastung für meine Mutter wird dadurch auch nicht kleiner.
Das war es jetzt erst einmal, ich denke ich werde noch einiges schreiben, aber der erste Balast ist erst einmal von der Seele geschrieben |
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| lue hat zum Thema: Wer kann mir/uns helfen mit unserem Vater geschrieben
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Cari21 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 13.06.2008 Beiträge: 98
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Verfasst am: 23.06.2008, 14:32 Titel: Re: Wer kann mir/uns helfen mit unserem Vater |
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Hallo Lue
Ich kann dich gut verstehen, mein Vater ist auch seit einigen Jahren Alkoholiker und bei mir lief es etwa ähnlich ab.
Ich kann deshalb auch gut nachvollziehen, dass du verzweifelt bist und dich fragst, was du tun kannst.
Ich möchte dir hier keine Ratschläge geben, sondern nur meine Sicht dazu, die ich mir auch erst entwickeln musste.
Ich habe mich auch immer gefragt, was ich tun kann, habe alles Mögliche versucht.
Irgendwann wurde es mir zu viel, ich bin sowieso durch meinen Freund weggezogen und musste einsehen, dass ich nichts tun kann.
Man hört es so oft, doch bis es einem selbst klar wird, vergeht einige Zeit: Nur du kannst etwas an deinem Leben verändern bzw. für dich tun. Dein Vater muss es selbst erkennen, dass der Alkohol für ihn nicht gut ist oder er trinkt weiter. Durch das ständige Helfen-Wollen - was wirklich gut gemeint ist - treibt man den Abhängigen nur noch weiter in seine Sucht, nimmt ihm auch jegliche Verantwortung für sich und sein Leben weg. Und auch deine Mutter muss für sich entscheiden, ob sie bei ihm bleibt oder nicht.
Wenn der Leidensdruck gross genug ist, wird sie gehen und sonst bleibt sie.
Meine Mutter leidet auch sehr, ist co-abhängig, und trotzdem bleibt sie bei meinem Vater. Es ist ihre Entscheidung.
Was einem bleibt ist zu hoffen, dass die Einsicht irgendwann kommt und sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Ich weiss, es ist hart und ein schwerer Weg. Ich wünsche dir alles Gute.
Liebe Grüsse |
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| Cari21 hat zum Thema: Re: Wer kann mir/uns helfen mit unserem Vater geschrieben
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summerdream Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.02.2007 Beiträge: 6712
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Verfasst am: 25.06.2008, 02:23 Titel: Re: Wer kann mir/uns helfen mit unserem Vater |
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hi lue
cari hat's dir ja schon geschrieben, ich kann ihr nur zustimmen. schwer zu akzeptieren das ganze ich weiß - nicht einfach zu wissen, das wir hier macht- und auch hilflos sind mir hilft das schreiben und lesen hier unwahrscheinlich, vielen geht es ähnlich, die gefühle dabei sind oft gleich - du wirst auf jeden fall verstanden werden, da bin ich mir sicher!
du trägst ein großes verantwortungsgefühl für deine eltern mit dir rum - sollte es nicht umgekehrt sein? sie kümmern sich um dich, nicht du um sie? schon oder?
sie sind beide erwachsen und für ihr leben selbst verantwortlich. klar ist es für dich erkennbar, das für beide nicht gut is, wie sie es leben - nur das müssen sie selbst herausfinden. du kannst höchstens versuchen mit ihnen zu reden, sie dabei bitten sich hilfe zu suchen - mehr aber auch nicht. das gilt für beide, nicht nur für deinen vater. auch deine mutter ist krank, co-abhängig, auch für sie gibt es hilfe.
du hast so viel von deinen eltern geschrieben, von dir selbst nichts. wie geht es dir? is doch alles nicht einfach für dich! du bist hier, nur dir können wir helfen. und aufschreiben kannste hier so oft und so viel du magst, das is der vorteil an nem internetforum - 24h offen
du merkst doch das dein sohn das ganze verwirrt, ich weiß etz nicht wie alt er is, aber kinder kriegen verdammt früh mit wenn was nicht stimmt (auch wenn sie noch nicht einordnen können was genau los is) - verkehrt wäre es definitiv nicht ihn nicht mehr zu deinem vater mitzunehmen - und wohl auch das du selber auf abstand gehst um den ganzen sch... nicht mehr hautnah miterleben zu müssen.
liebe grüße -Summer- |
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| summerdream hat zum Thema: Re: Wer kann mir/uns helfen mit unserem Vater geschrieben
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