| Wie verhalten? • Einsam, Schotten dicht, Sackgasse |
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lebensmelodie neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.06.2008 Beiträge: 19
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Verfasst am: 13.06.2008, 11:34 Titel: Alkohol und Psychose?! |
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Hallo,
obwohl neu hier, habe ich ja schon etwas geschrieben..
Ich habe eine Frage: Wer hat Erfahrungen im Umgang mit Alkohol und Psychose. Mein Mann hat selber immer wieder kokettierend gesagt, er hätte eine psychotische Tendenz. Als bei ihm dann die "nassen" Phasen begannen, da spürte ich es, dass es wohl nicht nur eine Tendenz ist, sondern echt psychotisch.. und dann stehe ich da, wie außen, runter vom Gelände, von der Bühne und verstehe gar nix mehr.. da ist auf einmal ein komplett anderer, der redet und tut Dinge, die unklar sind..
Das, was ich über Psychosen las und selbst durch meinen beruflichen Hintergrund weiß, sagt mir ganz klar, dass da therapeutisch agiert werden müsste.. und, dass die Kombination mit Alk sehr ungünstig ist.. wobei nicht klar ist, was hier zuerst da war, die Psychose oder der Alk. Aus seinem Erzählen weiß ich, dass er in der Pubertät auch mehrfach in der Psychiatrie war, das kam allerdings alles erst nach und nach als Tröpfchenweise Info nach der Hochzeit.. Manchmal frage ich mich echt, ob das Paket zu groß ist für mich...
Irgendwo hier auf den so hilfreichen Seiten las ich heute nacht, dass die Liebe zwar viele Krankheiten besiegen kann.. aber dass die Sucht immer größer und stärker ist.. Wieviel Chancen hat unsere Liebe dann??? Ich weiß, das kann ich sicher nur selbst entscheiden.. - oder..
verstimmte lebensmelodie in moll  |
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dagmar007 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2008 Beiträge: 2896
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Verfasst am: 13.06.2008, 11:48 Titel: oh je Lebensmelodie, |
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ich glaube, Du solltest beginnen (was auch ich versuche) Dich wieder in die richtige Tonlage zu bringen. Denn Du für Dich hast die Chance Dein Leben in Ordnung zu bringen. Wenn das der Fall ist und Du stark bist,
vielleicht wird dann auch er stark für sich .... weil Du es ihm vorlebst.
Ich dachte immer, Mensch 8 Jahre Bezeihung, die angefangen hatten mir Liebe, das kann doch so nicht enden. Bei mir schon - denn es lagen 8 Jahre dazwischen, in denen wir uns beide verändert haben. Was es bei uns noch gibt ist die Macht der Gewohnheit. OB es bei meinem ex und mir überhaupt noch Liebe geben kann weiß ich ebenso wenig wie bei Dir. Denn geh mal davon aus, unsere (Ex-)Partner sind ja nicht autentisch. Sie sind derzeit zumindest in einem anderen Gefühlszustand als normal. Nun ich persönlich, will meinen Ex- so alkoholisiert nicht als Freund weil er kein Partner wäre. Ohne Alk, trocken durch Therapie könnte sein, es wäre nichts verbindendes mehr da.
Psychotische Tendenz - uff, da bin ich überfragt. Aber ich würde mir an Deiner Stelle das Päckchen nicht ans Bein binden lassen. Ich wurde drauf gebracht, dass mein Ex wohl eine Narzistische Seite an sich hat, die wohl auch ins Krankhafte geht. Jede Menge googlen bestätigte das. Somit für mich also zwei Dinge, die mir entgegengesetzt sind. Dinge, mit denen ich nur fertig werde wenn ich mich um mich kümmere und mich stärke, egal was aus der Partnerschaft wird. Ich bilde mir ein, wenn ich mich stark mache, dann komme ich durch mein Leben und meine Probleme. Der/die Partner soll sich dann überlegen ob ich für ihn/sie noch so wichtig bin, dass er in sich selber hineinschaut.
Zumeist wird das nicht der Fall sein weil es ein unbequemer Weg ist und ein neuer Weg. Ein Weg bei dem jeder selber sich kritisch betrachten muss und Kommunikation gelernt werden muss. NIcht jedem liegt das - aber ich brauche das. Somit glaube ich nicht die "Liebe" entscheidet sondern jeder Mensch entscheidet sich zuerst für sich und dann muss gesehen werden ob es gemeinsame Teilmengen gibt.
Frohe Töne wünscht dir
Dagmar |
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| dagmar007 hat zum Thema: oh je Lebensmelodie, geschrieben
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Lilly12 Gast
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Verfasst am: 13.06.2008, 12:00 Titel: Re: Alkohol und Psychose?! |
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Hallo lebensmelodie,
Du hast dieses Päckchen aber nicht zu tragen.
Eine Psychose, Persönlichkeitesstörung oder wie auch immer gehört in professionelle Hände, wie Du ja auch selbst weißt. Und Ja, oft geht sie mit Alkoholismus bzw. anderen Drogen Hand in Hand, Drogen betäuben für kurze Zeit das "ungute" in einem, gelle ? Es ist dann eine Art Flucht.
Das alles kann aber sicher "nass" nicht behandelt werden, dazu muß Dein Partner erst trocken werden. Anders herum wird da nie ein Schuh draus, von wegen, ich suche erst die Gründe für mein Trinken, dann muß ich es nicht mehr tun. Irrtum, ich muß erst trocken werden, um überhaupt erkennen zu KÖNNEN. Und auch das dauert eine ganze Zeit, der Alk wirkt noch lange nach, ich spreche hier von Monaten oder sogar Jahren.
Du kannst Deinem Partner nur nahelegen, eine neue Thera zu machen, einen Psychologen zu suchen, entscheiden tut aber ER.
ER ist krank, ER muß sich Hilfe suchen.
Tut er das, kannst Du ihn im weiteren unterstützen, tut er es nicht, ist alles vergebliche Liebesmüh.
Du hast mit dem allen nichts zu tun, Deine Gedanken sind CO.
Soll aber keine Beleidigung sein, CO-Abhängigkeit bzw. die Anlage dazu sucht sich niemand aus. Es ist ebenso eine Sucht wie andere Süchte, nur halt nicht stofflich, sondern auf andere Menschen bezogen.
Also kümmere Dich gut um Dich, sehe, was Du dagegen tun kannst. Falls Du das überhaupt möchtest.
Denn CO-Abhängigkeit macht nach außen immer n prima eindruck, ach so lieb, ach so hilfsbereit, aber es ist und bleibt krank.
Auch Du brauchst wahrscheinlich Hilfe dabei, Dich aus Deiner CO-Abhängigkeit lösen zu können, ich lese bei Dir jedenfalls eindeutige Tendenzen dazu heraus. Vielleicht reicht das Forum, vielleicht brauchst Du aber auch selber eine Thera, eine reale Gruppe für Angehörige kann auch für Dich sehr hilfreich sein.
LG an Dich
Lilly |
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| Lilly12 hat zum Thema: Re: Alkohol und Psychose?! geschrieben
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Erdling neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.03.2008 Beiträge: 392 Alter: 32 Wohnort: Ruhrgebiet
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Verfasst am: 13.06.2008, 12:37 Titel: Re: Alkohol und Psychose?! |
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Hi Lebensmelodie,
ich kann mich dagmar und Lilly nur anschließen.
Ein seelische Ungleichgewicht (ich mag das wort pyschose nicht) ist oft ein Grund für Alkoholkonsum. Denn der Alkohol gleicht kurzfristig gewisse Defiziete aus und er dient dann quasi als Medizin.
Menschen die unter Ängsten oder unguten Gefühlen leiden greifen oft zum Alkohol, wegen seiner entspannenden und angstlösenden Wirkung.
Der Alk verschafft dann kurzfristig linderung, quasi so wie eine Schmerztabellte aber das eigentliche Problem besteht weiterhin.
Und Alkohol beeinflusst auch den Hirnstoffwechsel und dadurch können echte Veränderungen in Hirn ausgelöst werden. Welche dann auch Wesenveränderungen zur Folge haben.
Ich hatte eine Sozialphobie entwickelt mit meiner Saufzeit, ich hatte Angst vor anderen Menschen. Ich bin noch dabei die Ursache zu ergründen aber so grobe Vorstellung habe ich schon.
Bei mir lag es wohl daran, das ich das Gefühl hatte : ich bin nix wert. Ich kann nix, ich schaffe es ja nicht einmal einen Tag lang nüchtern zu bleiben. Dieser Minderwertigkeitskomplex ist dann so weit angeschwollen, das ich wirklich angst vor anderen Menschen hatte. Dazu kam dann noch das Schamgefühl anderen Leuten gegenüber, weil ich meine Sucht ja verstecken musste. Das durfte ja keiner Mitbekommen.
Ich glaube das Nicht-Alkoholiker kann man sich das nur schwer vorstellen, zu welchen geistigen abnormalitäten ein Alkoholiker im stande ist.
Liebe Grüße
Erdling |
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| Erdling hat zum Thema: Re: Alkohol und Psychose?! geschrieben
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lebensmelodie neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.06.2008 Beiträge: 19
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Verfasst am: 13.06.2008, 12:45 Titel: Re: Alkohol und Psychose?! |
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Hallo, Lilly
und DANKE! Es ist nicht beleidigend nur sehr klar, aber so schreibst du - ich habe einiges von Dir schon gelesen und bin beeindruckt.
Ja, ich habe die Ahnung und das tiefliegende Wissen um mein Co-Abhängigkeit schon lange.. vielleicht schon länger als ich meinen Mann überhaupt kenne (das ist ja noch nicht lange ) also schon, bevor ich so konkret mit dem Sucht konfrontiert wurde..
Aufgrund meiner Herkunft, wie ich aufwuchs, was da an Grundlagen und Basis, Ur-Vertrauen etc. fehlt, ist es logisch.. Ich habe immer schon viel zu sehr danach geguckt, was ANDERE Menschen von mir denken, von mir wollen und habe eine abartige Tendenz gehabt, mich in Beziehungen aufzugeben.. Jetzt habe ich durch viele Begleitungen, Beratungen schon manche Lektion gelernt.. und viel auch durchs Leben. aber, die konkrete Begegnung mit der Alkoholsucht, bringt es wohl auch für mich noch mal viel deutlicher auf den Punkt. Wenn ich jetzt nicht lerne, für mich zu sorgen, dann werde ich in den nassen Phasen einfach mit weggespült und meine Tochter auch.. - das wäre sehr schlecht und nicht mehr wirklich lebendig..
also, ist im Moment, wenn ich das alles richtig verstehe, was ich hier so lese, nicht Partnerschaft angesagt, sondern dass ich mich um mich selbst kümmere und nicht mein Fähnchen danach aushänge, ob sein Fähnchen.. ach, die Ironie.. naja, also, dass ich mich nicht von seinen Launen und Begehrlichkeiten abhängig mache.. und, wenn dann ich meins mache und er sich um sich vielleicht auch kümmert in Form einer Thera oder wie auch immer, dann besteht vielleicht irgendwann eine Chance, sich wieder zu begegnen..? Hm, hart . Aber, scheinbar die Realität.. haben mir auch schon wohlmeinende Leute gesagt..
Und vermutlich kann ich ihn in seinem Bemühen oder auch Nicht-Bemühen nur dann achten, wenn ich vielmehr und überhaupt erst einmal auf mich ACHTE.
ich übe..
lebensmelodie |
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| lebensmelodie hat zum Thema: Re: Alkohol und Psychose?! geschrieben
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Spedi Gast
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Verfasst am: 13.06.2008, 13:09 Titel: Re: Alkohol und Psychose?! |
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Servus Lebensmelodie,
unabhängig davon, dass Du in erster Linie Deiner seelischen Gesundheit verantwortlich bist, und nicht seiner, gilt hier | Zitat: | | wobei nicht klar ist, was hier zuerst da war, die Psychose oder der Alk. | ganz klar die alte Weisheit, erst das Problem Alkohol zu lösen, um danach alle anderen Probleme lösen zu können.
Warum? Nun, jemand, der noch im Alkoholnebel "zu Hause ist", hat eine gestörte Wahrnehmung. Alkohol ist eine persönlichkeitsverändernde Droge, das ist ein alter Hut. Also, wie bitteschön jemand therapieren, der noch nicht mal sich selbst (geschweige denn seine Situation oder sein Umfeld) realistisch einschätzen kann, weil er es gar nicht real wahrnimmt???
Eben. Geht gar nicht. Also --> erst Alkohol weg, dann andere Probleme (oder was davon übrig bleibt) bearbeiten. Manchmal ist danach nämlich gar nicht mehr so viel "übrig", wenn der Alk weg ist...
LG
Spedi |
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| Spedi hat zum Thema: Re: Alkohol und Psychose?! geschrieben
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lebensmelodie neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.06.2008 Beiträge: 19
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Verfasst am: 13.06.2008, 13:27 Titel: Re: Alkohol und Psychose?! |
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Hallo, Spedi!
Danke. Heißt das, dass ich ihn nochmal ganz klar bitten sollte, dass er eine Therapie macht?! Obwohl oder gerade weil er selbst als Suchttherapeut arbeitet... Ich fühle mich manchmal auch wie betrogen, als ginge er mit dem alk fremd.. irgendwie ist es ja wohl auch sowas. Es passiert heimlich und die Wirkung ist unheimlich. Ich spüre ja durch die räumliche Distanz dann nur abgeschwächt etwas, bin aber eben irritiert durch die Verhaltensänderung..
Okay, also lerne ich, mir Gutes zu tun. Und hoffe, dass dann irgendwann das Gefühl des Ausgeliefertseins verschwindet..und die Ohnmacht.. oder?
liebe grüße
lebensmelodie |
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| lebensmelodie hat zum Thema: Re: Alkohol und Psychose?! geschrieben
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dagmar007 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2008 Beiträge: 2896
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Verfasst am: 13.06.2008, 14:13 Titel: Re: Alkohol und Psychose?! |
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Liebe Lebensmelodie,
ist Dein Partner tatsächlich so weit für sich selber zu erkennen, in welcher Zwickmühle er steckt? Ich selber habe meinen Ex nie um eine Therapie gebeten, weil ich denke a) würde er es nicht tun und b) empfindet er sich selber so, als habe er das Leben unter Kontrolle - somit kein Druck eine Therapie zu machen.
Ich nahm mir jedoch die Freiheit heraus, als er selber mal anklingen ließ, dass in seinem Körper etwas nicht stimmt dass es alleine seine Entscheidung ist ein längeres Leben zu führen und mit Hilfe von Fachleuten und Therapeuten seinen Problemen und gesundheitlichen Belastungen zu bearbeiten oder eben ein kürzeres Leben durch seine belastenden und nicht intakten "Funktionen" wie bspw. Suizidgedanken, Depression, Alk ect beizubehalten.
Ich persönlich habe keine Lust auf Diskussionen, die sich im Kreis rumdrehen. Die hatte ich schon zuviele über andere Themen, wo dann immer kam "ich weiß nicht was ich will". Nun gut, in meinem Fall muss dann eben ich für mich entscheiden was ICH will.
Ausgeliefert sein? Sich ausgeliefert fühlen? Das liegt an uns, liebe Lebensmelodie ob wir das erlauben! Ich war ausgeliefert so lange ich das Spiel nicht erkannte, bei dem ich aktiv mit spielte. Je mehr ich die einzelnen Rollenspiele erkannte, desto besser konnte ich gegenwirken. Alles nur mit dem Kopf - das Herz wollte dieses Spiel weiterspielen. Was aber vom Kopf langsam in mein Herz und mein Gefühl überging, weil ich immer mehr Mechanismen begriff und mein Fehlverhalten, welches für mich selber schädlich war. Er hat gehandelt und ich habe - im Rollenmuster - reagiert. Das geht aber nur so lange ich diese Rolle spiele, die der Alkoholkranke von mir verlangt. Ich selber versuche mein Leben zu leben. Mit meinen Freuden, meinen INteressen und meinen Notwendigkeiten (wie beispielsweise mein anstehender Umzug). Ich muss mein Leben im Griff haben nicht seines! Ich muss mich von meinem Suchtmittel trennen (das ist er) um zumindest räumlichen Abstand zu gewinnen.
Die Ohnmacht schwindet ab dem Moment wo Du wieder Macht über Dich selber hast. Es ist ein Lernweg, der nicht einfach ist, gesamt gesehen aber schneller geht als ich bei mir gedacht hätte.
Betrogen - nicht betrogen? Willst Du dieses Gefühl beibehalten?
Oder willst Du vielleicht einfach zu Dir selber finden und Dich selber leben - ohne Rücksicht auf ihn, seine Gefühle oder Manipulationen. Also ich selber will es für mich lernen auf mich zu hören und in mir selber zuhause zu sein. Bin ich mit mir selber nicht einverstanden, wie soll ich es dann mit "ihm" sein - egal ob trocken oder nass!
Verhaltensänderungen? DIe bekomme ich regelmässig - eventuell sogar mehrmals am Tag. Vielleicht sind es Reaktionen oder Test auf meine veränderte Handlungsweise. Ich weiß es nicht. Aber das ist auch nicht so wichtig (obwohl ich wie Du mir ständig darüber Gedanken mache warum, wieso, weshalb). Wichtig ist eigentlich nur was wir für uns wollen. Haben wir das mal auf der Reihe, dann können wir überlegen ob "er" dazu passt.
Eine Partnerschaft sollte ja ergänzen und nicht behindern. Ich selber habe mich behindert weil ich meine Verfassung von seinem Verhalten und seinen Alkoholmengen abhängig machte. Ich muss es lernen für mich selber und meine Gefühle zu da zu sein. Ein langer Weg, der noch vor mir liegt, aber einer den ich persönlich gehen muss um nicht wieder - egal mit wem - auf die Nase zu fallen.
Lieben Gruß von Dagmar |
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| dagmar007 hat zum Thema: Re: Alkohol und Psychose?! geschrieben
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