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lebensmelodie
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 12.06.2008
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 12.06.2008, 23:05    Titel: Alleintrinker/Heimlich-Trinker Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,
ich bin neu hier und suche dringend Hilfe.. Wenn ich viele Beiträge hier so lese, weiß ich nicht, ob ich mich freuen soll, weil es ja offensichtlich ganz viele ähnliche Schicksale gibt oder ob es einfach nur zum Heulen ist..
- Mein Mann, den ich erst seit 9 Monaten kenne - seit 6 Monaten sind wir verheiratet, sagte mir fairer Weise vor der Hochzeit, dass er trockener Alki ist ... es war ein Schock, doch da er therapeutisch selbst mit Suchtkranken gearbeitet hatte, bevor er, als wir uns kennenlernten, gerade ohne Arbeit war, dachte ich, dass er es ja super im Griff hat..
Seine "spezialität" ist seit der frühen Jugendzeit, dass Entlastungstrinken, allein - ohne Publikum und , wie oft das geschieht, weiß wohl nur er selbst..
kurz nach der Hochzeit und kurz vor dem Umzug in das neue, gemeinsame Heim mit meiner tochter aus 1. Ehe begann er wegen Spannungen, die zwischen uns waren - sozusagen zur Konfliktlösung mit dem Trinken.. ich war entsetzt, besorgt.. und kümmerte mich, d.h. ich fuhr durch die Nacht , eine Stunde zu ihm hin, weil ich Angst um ihn hatte.. er entschuldigte sich, versprach, was wohl oft versprochen wird... ich suchte Rat bei einer Suchttherapeutin.. verhielt mich entsprechend.. aber nach dem Umzug ging alles den Bach runter, er hatte keine Achtung vor sich , keine vor mir... ich ging arbeiten, versuchte alles zu regeln und er bekam nichts auf die Reihe und löste alles nur im Alk auf.. ich sah es mir gar nicht so lange an.. weil ich litt und um meine kleine Tochter und mich Angst hatte, er wurde grob und zerstörte auch Materielles und packte mich zweimal so an, dass ich dann doch dem Rat meiner Freundin folgte und ins Frauenhaus ging.. Dann folgte eine Zeit, die sehr heftig war - er terrorisierte , beschuldigte , versprach Besserung.. , machte aber nix.. Berg- und- Tal-Bahn ohnegleichen.. Dann rappelte er sich auf, bewarb sich.. und fand kürzlich endlich einen job - er arbeitet jetzt wieder mit suchtkranken!!!! - wie geht das, ich habe ganz stark den Eindruck, die Befürchtung, dass er, da er ja hunderte Kilometer von mir weg wohnt und wir zur Zeit Ehe auf Distanz leben, heimlich unheimlich viel trinkt, um einen gewissen Spiegel zu halten.. Was kann ich tun? Außer zu vertrauen, dass er seinen Weg vielleicht doch findet.. Gibt es eine Chance, dass er nach mehreren definitiv stattgefunden heftigen Trink-Attacken in den letzten Monaten ohne Entzug trocken wird???? Oder ist es eine Illussion, auf der ich schwebe.. Ich liebe ihn, wenn er gut drauf ist, haben wir so eine wahnsinnige harmonie, aber dann bricht es oft - wie heute - am Telefon ab, kipppt, er beschimpft mich , ich spüre nur noch Egoismus und alles, was ich sage, ist falsch und wird rhetorisch perfekt abgeblockt, weil er ein Meister der Rede ist.. Traurig Irgendwie sehe ich momentan kein Land und sie klingt sehr verstimmt meine...
lebensmelodie Weinen
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lebensmelodie hat zum Thema: Alleintrinker/Heimlich-Trinker geschrieben
Ette
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 25.01.2007
Beiträge: 1660
Alter: 55

BeitragVerfasst am: 13.06.2008, 06:20    Titel: Re: Alleintrinker/Heimlich-Trinker Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Guten Morgen Lebensmelodie,

willkommen hier im Forum. Wenn du hier liest, wirst du feststellen, dass es ganz Vielen, vor allem Frauen, sehr ähnlich geht wie dir. Du hast jedoch einen Vorteil – du hast schon eine eigene Bleibe, lebst räumlich von deinem Mann getrennt. So hat jeder die Möglichkeit, für sich selbst und sein Leben den richtigen Weg zu finden. Du kannst dies nur für dein Leben und er für seins. Helfen, machen, drehen, tun, um ihn trocken zu kriegen, diese Illusion musst du dir abschminken. Trocken zu werden ist ganz allein seine Angelegenheit. Du kannst nichts dabei tun, wenn er nicht selber will.

Du warst bei einer Suchttherapeutin, um dich zu informieren, wie du mit ihm umgehen sollst. Warst du auch bei einer Beratungsstelle, um zu klären, wie du dir selbst helfen kannst? Denn du selbst bist die einzige Person, die du ändern kannst, deren „Lebensmelodie“ du so harmonisch komponieren kannst, wie du möchtest. Wenn du deine „Lebensmelodie“ nach seinem Verhalten stimmst, ist es dann überhaupt noch deine? Lebst du oder lässt du dich leben? Von seinem Verhalten, von seiner Aufmerksamkeit, von seinem Trinken?

Nicht nur Meister der Rede können dich im übrigen in Grund und Boden reden, wenn es darum geht, ihr Trinkverhalten nicht ändern zu müssen. Wenn er nicht will, wird er mit oder ohne Therapie nicht trocken werden. Ob er sich davor entgiften lässt, kannst du ebenso wenig beeinflussen. Klug ist es nicht, auf eine Entgiftung zu verzichten, es ist sogar ziemlich gefährlich, „kalt“ zu entziehen. Wenn er jedoch mit Suchtkranken arbeitet, wird er dies wissen und es ist SEINE Entscheidung, was er macht oder nicht.

Du kannst nur dafür sorgen, dass in dein Leben und in das deiner Tochter wieder Ruhe einkehrt. Im schlimmsten Fall ohne ihn..... so schwer sich das anhören mag, aber DEIN Leben ist das einzige, welches du beeinflussen und gestalten kannst. Ich wünsche dir den Mut und die Kraft dazu.

LG
Ette
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Ette hat zum Thema: Re: Alleintrinker/Heimlich-Trinker geschrieben
lebensmelodie
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 12.06.2008
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 13.06.2008, 09:09    Titel: Re: Alleintrinker/Heimlich-Trinker Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo, Ette!
Danke für die Deutlichkeit! Das muss ich aber wohl noch viele Male lesen und hören.. und spüren.
Ich habe durch das Lesen der vielen Beiträge hier heute nacht auch schon eine Ahnung bekommen, was mein Anteil als Co sein kann. Ich bin als Kind sehr sehr abgelehnt worden, weil ich unerwünscht war.. ich habe in meinem Leben bisher immer gekämpft, damit ich da sein darf, damit ich ein bisschen ge- und be-achtet werde.. Habe im Laufe der vielen Kämpfe viele Kompetenzen erworben, aber es fehlt immer noch ein großes Stück der zum Leben und zum Ab-grenzen not-wendigen Selbst-Liebe. Und an diesen STellen bin ich dann sehr offen und verletzlich und natürlich schwappt da auch mein Schuld- und Verantwortungsgefühl für ihn, meinen Mann rein, obwohl ich es vom Verstand her weiß: ich kann ihn weder retten, noch therapieren noch dazu bewegen..
Was ich sehr schwierig finde, ist seine Überlegenheit aufgrund seiner Fachkompetenz mit Sucht, und jetzt, da er wieder in einer Suchteinrichtung arbeitet, fühlt er sich wieder groß und erzählt mir dann, dass es nicht nötig ist, dass er eine Entziehung macht, da er das ja weiß und im Griff hat.. meine Befürchtung ist aber, dass er kontinuierlich seit Monaten immer wieder trinkt, wie er das bei unseren Treffen verbirgt, weiß ich nicht.. dazu bin ich zu unerfahren .. und hinterher spionieren , werde ich nicht, das sagte ich ihm auch, dass habe ich als Kind erleben müssen, da ist meine Mutter mit ihrer Eifersucht, meinem Vater hinterhergestiegen, um zu erkunden, ob er fremd geht und ich musste mit.. das fand ich derart entwürdigend. Das mache ich nicht.
Aber, ich höre es beim Telefonieren an der STimme... oder ahne es , wenn er so verletztend wird.. wenn er mich mit Worten abschießt und mich "klein" redet, damit er sich wohl noch etwas größer fühlt..
Nein, eine Beratungsstelle habe ich nciht dauerhaft aufgesucht, einmal, dort,wo wir in der Nähe gemeinsam wohnen wollten.. aber , der Berater sah alles ganz easy, ich wirke sehr stark, bin es wohl auch - vielleicht sah er nciht die Ernsthaftigkeit der Situation? Ich fühlte mich jedenfalls völlig veralbert. Jetzt habe ich vor, doch eine Kur für mich und meine Tochter zu beantragen, weil ich immer öfter spüre, dass ich kraftlos und innerlich unendlich traurig bin... Jetzt kommen die Nebenwirkungen der letzten Monate, in denen ich ziemlich viel überspielen musste, damit ich für mich und mein Kind die Existenz wenigsten halbwegs sicherer - und auch den Schulden, die mir aufgrund seiner Nicht-Zahlung der verabredeten Posten entstanden sind, werde ich noch lange nicht rauskommen... dafür habe ich neben meiner 32 Stunden-STelle noch einen aufreibenden Nebenjob.. und springe im Dreieck zwischen Kind, Arbeit und dem Versuch der Distanz-Ehe. Ich bleibe da ganz oft auf der Strecke.. und fühle mich dann unwohl.
Wenn ich aber, wie dieses Wochenende eine gemeinsam geplante Aktion absage, weil ich mich gesundheitlich und insgesamt zu kraftlos fühle, hagelt es Vorwürfe und Beschimpfungen, das ist ziemlich hart..
Aber, vermutlich heißt es für mich , gerade dann dabei zu bleiben und auf gesunde WEise egoistisch zu sein und nur an mich zu denken.. Er kann Schwäche bei mir überhaupt nicht achten oder aktzeptieren, ich glaube nicht mal wahrnehmen.. ... So, jetzt wurde es ein Roman - sorry. Tat aber gut, es mal zu vertexten..
lebensmelodie - die wieder ihren Klang sucht Mit den Augen rollen
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lebensmelodie hat zum Thema: Re: Alleintrinker/Heimlich-Trinker geschrieben
Erdling
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 25.03.2008
Beiträge: 392
Alter: 32
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 13.06.2008, 09:54    Titel: Re: Alleintrinker/Heimlich-Trinker Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Lebensmelodie,
die Idee mit der Kur hört sich doch super an. Das wird dir/euch sicherlich sehr gut tun Winken

Ein Job als Suchttherapeut ist ja fast ein Traumberuf für einen Alkoholiker. Das ist doch die Beste Tarnkappe die man sich aufsetzten kann, um die Sucht zu verstecken.
Dieses Rummeckern und Beschuldigen, dass machen Suchtkranke sehr oft und meist sind das lediglich das durch Alkohol entstandene Emotionen. Da kannst du deine Ohren getrost auf Durchzug stellen, wenn das wieder passiert oder auch direkt auflegen.
Arroganz und Überheblichkeit tritt bei vielen nassen Alkoholikern auf, ich hatte auch so ein Verhalten an den Tag gelegt. Ich wusste auch fast immer alles besser und ich habe in Kneipen oder bei sonstigen Anlässen mit Geld um mich geworfen, um zu zeigen : Guckt doch mal wie toll ich bin.
Das ist aber alles nur Schauspiel und man kann so auch nicht glücklich werden, weil man irgendwann merkt das man sich selbst nur belügt.

Das dein Mann die Stelle bekommen hat, ist garnicht so verwunderlich. Er kann sich als Alkoholiker warscheinlich sehr gut in seine Patienten reinversetzen.
Ich wünsche Dir alles Gute
Erdling
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Erdling hat zum Thema: Re: Alleintrinker/Heimlich-Trinker geschrieben
lebensmelodie
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 12.06.2008
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 13.06.2008, 11:28    Titel: Re: Alleintrinker/Heimlich-Trinker Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Danke, Erdling!
Seit ich mit meinem Mann zusammen bin, ist es schon ganz oft so gewesen, dass ich aufgrund seiner Beschimpfungen und Behauptungen echt an mir und meiner (doch recht guten) Intuition gezweifelt habe. Also, ich versuche es mal, auf Durchzug zu schalten..
Es fällt mir dann halt schwer, den Partner als Gegenüber ernst zu nehmen, denn ich weiß ja nicht immer hundertprozentig, in welchem Film er gerade spielt.. Und, mein Eindruck ist immer mehr, dass er super perfekt schau-spielern kann vor sich selbst und vor mir natürlich auch..
Klar, er kann sich super in andere hineindenken und spüren, bei mir hapert es manchmal - wohl, weil ich zu dicht an ihm dran bin.. er sagte und schrieb mir ja auch, er hat ein Problem mit Nähe und Distanz... er wünscht mich nah und, wenn ich dann nah bin, stößt er mich weg, obwohl er es gar nicht will.. Aber, in dem Moment tut es mir dann wahnsinnig weh. Damit umzugehen, dass muss ich lernen.. weil ich sehr offen bin, und ich aber nicht permanent so tierisch verletzt werden möchte.. das tut mir nicht gut und meiner Tochter auch nicht, die spürt das ja. Das Verrückte ist, dass sie ihn total mag.. und bisher war er zu ihr auch super lieb und zeigt pädagogisch wertvolles Verhalten.. aber, da sind immer sonnenscheinmomente und ich als Mutter muss die ganze Erziehungskraft aufbringen.. auch rund um die Uhr, wenn meine Tochter klammert und ich keine Zeit für mich finde.. und eigentlich nur noch ausgebrannt bin..
lebensmelodie..
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lebensmelodie hat zum Thema: Re: Alleintrinker/Heimlich-Trinker geschrieben
dagmar007
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.05.2008
Beiträge: 2896

BeitragVerfasst am: 13.06.2008, 11:32    Titel: Re: Alleintrinker/Heimlich-Trinker Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Unser lieber Erdling, von dem ich immer wieder lerne. Gerade diese Überheblichkeit und Verschwendungssucht war mir nicht klar. Aber schon logisch, dass der Betroffene zeigen will wie gut er/sie im Rennen ist und wie er/sie das Leben doch meistern kann.

Ich für meinen Teil mag das nicht - egal ob von nüchterner oder nassen Seite in Verschwendungssucht oder Großspurigkeit die eigene Person so hervorzustellen. Ich denke jeder Mensch, auch gerade die Stillen, haben ganz tolle Talente und die werden von großspurigen Menschen überrannt. Klar, wir brauchen alle - denn niemand ist unnütz, sondern immer noch als schlechtes Beispiel zu gebrauchen Winken

Ein gesunder Egoismus, den wir alle (!) brauchen ist was ganz anderes. Tja, liebe Lebensmelodie, wer weiß ob wir es wirklich real sehen, dass wir im Leben immer um Beachtung kämpfen mussten. Ich dachte es von mir auch. Aber wenn ich fair bin, so stimmt das nur in Bezug auf meinen nassen Ex-Partner. Das andere Umfeld hat mich be- und geachtet. Ich war massig in Radio und Fernsen sowie der örtlichen Presse. Ich habe kein Problem mit Menschen, ausser mit Alkolikern, durch die ich in ein Co-Verhalten rutsche. Dadurch, und nur dadurch mache ich mich selber minderwertig.

Ich habe Angst vor "großen Tieren". Es gab einige Promis, die Kontakt mit mir wollten, denen ich aus dem Weg gegangen bin. Mangelndes Selbstbewußtsein, welches nichts mit meinem Ex-Alkoholiker zu tun hat sondern mit mir alleine!

Geh mal wach einkaufen liebe Lebensmelodie, lächle mal einfach nur die Menschen an, die Dir begegnen - der eine oder andere wird zurücklächeln und dich sehr wohl registrieren. OHne dass Du kämpfen musst, da bin ich mir ganz, ganz sicher. Zuweilen sind uns selber der größte Feind - ich zumindest mir selber!!! Nur das muss ich nicht sein - das kann ich auch anders - nur muss ich mir das beibringen, Schritt für Schritt. Und Du vielleicht auch!

Schuld- oder Verantwortungsgefühl müssen wir ín erster Linie gegenüber uns haben - und dann erst mal nichts - dann Kinder oder andere, die von uns abhängig sind und erst dann (nach langer Pause) ein Partner. Der ist nämlich erwachsen wie wir - dieser Partner hat die Aufgabe sich um sich zu kümmern und mit selber gut umzugehen. Kann er/sie das durch den Alkohol nicht, so haben wir nicht das Recht ihn/sie "Kindesstatt" zu erziehen oder auf sie zu achten. Sie entscheiden dann über sich und ihr Leben - nicht wir....

Was meinst Du, wie dumm ich immer aus der Wäsche sehe, wenn mein Ex klar aussieht, sich klar äußern kann und ich merken muss dass es daran liegt, dass er seinen Spiegel hat. Immer wieder gerate ich in Versuchung zu denken, na der hat sich doch im Griff..... Quark und Kartoffeln .... nur weil ich diese nassen Karieren nicht kenne sollte ich nicht das Beste denken, denn da dürfte nur ich mich betrügen .... um mein Leben!

Ich wünsche Dir viel Kraft
Dagmar
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dagmar007 hat zum Thema: Re: Alleintrinker/Heimlich-Trinker geschrieben
lebensmelodie
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 12.06.2008
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 13.06.2008, 14:07    Titel: Re: Alleintrinker/Heimlich-Trinker Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo, Dagmar!
Was du schreibst, berührt mich sehr.. Mit der Be-Achtung - hm. Ja und Nein.. Zuhause war ich definitiv nur Last und lästig.. also musste kämpfen.. das wurde das zentrale überlebensmuster... insofern gebe ich dir Recht, muss das gar nicht immer sein.. d.h. , ich muss lernen Los-zu-lassen und zu-zu-lassen.. aber an der der richtigen Stelle.. eben z.b. nicht, zu-lassen, dass mein Mann mit oder ohne Alk mich klein-macht mit Worten, auch, wenn ich das gewohnt bin.. DAS muss ich lernen.., das heißt ja, mich selbst achten und be-achten..
Das Verrückte ist, ich habe beruflich und privat schon so viel gelesen und gemacht und getan, und andere echt gut begleitet.. und jetzt stehe ich da, wie am Abgrund.. und dachte vor ein paar Monaten ich habe "die Liebe" gefunden und den Traum-Mann und nun sind da so viele Scherben in so kurzer Zeit.. und trotzdem noch Hoffnung und immer wieder diese Tränen und diese nicht enden wollende Traurigkeit. Ich bin froh, dass meine Freundin mir den Tipp gab, doch mal im Netz nach einem solchen Forum zu suchen.. und - es tut gut.. auch, wenn ich die Schritte dann allein gehen muss/darf.. aber, ich weiß, dass da ein paar Menschen irgendwo sitzen und ähnliches erleben, tragen.. und viell an mich denken.. das gibt mir zumindest etwas Kraft.
liebe Grüße
lebensmelodie
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lebensmelodie hat zum Thema: Re: Alleintrinker/Heimlich-Trinker geschrieben
dagmar007
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.05.2008
Beiträge: 2896

BeitragVerfasst am: 13.06.2008, 14:23    Titel: Auch mein Traum-Mann Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

wurde zum Alptraum. Und ich habe ihm leider geholfen immer mehr eine der Horrorgestalten zu werden, die es in schlechten Filmen gibt. Ich habe ihn viel zu lange gestützt, mit Kleinigkeiten wie dem Wecken - nicht einmal mit Entschuldigungen am Arbeitsplatz oder den üblichen Dingen, nur mit Kleinigkeiten die ihm vorspiegelten alles ist normal und er hat alles im Griff. Klar - dadurch erlaubte ich ihm sogar noch die Überheblichkeiten gegenüber anderen, denn ich selber habe verhindert dass er auf die Nase fällt.

Schau, Kindheit hin - Kindheit her - auch mir wurde damals gesagt ich bin dumm. Nun gut, egal was damals war: wir sind im heute und im jetzt. Wir haben etwas bewegen können und darauf sollten wir sehen. Wir werden die Wunden der Vergangenheit nur dann los, wenn wir uns selber gesund pflegen. Das macht nicht unser Traummann - denn der ist nur Mann und kein Arzt oder Wundpflaster.

Tränen, Hoffnungen und alles andere sind doch o.k., aber wichtig ist das wir selbst überleben, wir uns überhaupt wahrnehmen als das was wir sind und darstellen. Nicht einseitig uns einbildern "wir sind nichts" denn das entsprich oft nicht dem was andere über uns denken. Ich bekam mal mit wie jemand der nicht wusste dass ich in der Umkleide daneben bin sagte "die kriegt alles hin und steht ihren Mann". Ich hätte heulen können, weil das absolut nicht so ist und ich sehr verletzlich bin und sehr erfolgsorientiert. Eine Orientierung die ich mir selber antue - niemand von aussen tut das! Also gehe ich nicht gut mit mir um, oder?

Wenn ich das aber nicht tat, warum soll ein anderer - in meinem Fall der Ex-Freund, etwas anderes mit mir tun als ich selber es mir antue? Ich habe mein ganzes Geld für die Streunerkatzen ausgegeben und mir selber nichts gegönnt. So, nun sind die Tiere kastriert und gesund, jetzt wird es Zeit an mich zu denken. Die finanzielle Lage ist derzeit durch Ende der Partnerschaft und Wegrationalisierung des JObs mehr als angespannt - dennoch: einen Strauß Blumen gönne ich mir, den habe ich mir "verdient" durch meine Arbeit an mir selbst und dadurch, dass ich etwas für mich bewege.

Eine Lederhose, für mich ein tolles Material, finanziell nicht drin - ist mir eine Freude, die ich mir gegönnt habe. Eigentlich nicht drin, aber mein Körper, der sich darin wohl fühlt. Die neue Brille ist eigentlich auch nicht drin - aber meine alten Brillenwerte stimmten schon lange nicht mehr und das sehen ermüdete mich imens - vorbei: nun brauche ich den Durchblick und habe mir wieder etwas geleistet, was ich darf aber muss. Nun gut, die nächsten Monate werden heftig in Sachen Finanzen aber: ich war gut zu meinen Augen, verschaffe meinem Körper ein Wohlfühlgefühl und erfreue mich an den BLumen!

So, wenn ich das also nicht für mich tue - warum soll es dann ein anderer machen? Freunde helfen - und zwar die, mit denen man ehrlich sprechen kann. Sie holen einen nämlich zurück in die Realität, wenn auch manchmal etwas hart.

Lieben Gruß von Dagmar
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dagmar007 hat zum Thema: Auch mein Traum-Mann geschrieben

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