| Mein Freund ist Alkoholiker • Ich stehe noch ganz am Anfang und brauche eure Hilfe |
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Lori neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.05.2008 Beiträge: 195 Alter: 43
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Verfasst am: 20.05.2008, 14:49 Titel: ich und viele fragen |
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| Hallo ihr alle,möchte mich erst mal vorstellen.Ich werde nächsten Monat 40(mein erster trockener Geburtstag seit vielen vielen Jahren). Bin alleinerziehend von einer 16 jährigen Tochter,habe mich Oktober 20007 von meinem Mann getrennt,da er mein Alkoholproblem nicht ernst nahm sondern mich unterstützte weiter zun trinken. Ich war im April2008 eine Woche zum Entgiften und bin anschließend gleich zur stationären Behandlung in eine Klinik.Leider und aus verschiedenen Gründen bin ich nach 4Wochen wieder nach Hause.Es ist noch alles sehr frisch und ich weiß nicht weiter.Ich bin sehr unruhig,nervös,gereizt,ängstlich,u.s.w.Ist das normal wenn man so kurze Zeit erst trocken ist?Ich bin arbeitslos und muss mich demnächst auf dem Amt melden(Panik), muss oder soll ich denen sagen warum ich so lange krankgeschrieben und weswegen ich in Klinik war?Wenn ich nur an das Amt denke fange ich schon an zu zittern und würde mir am liebsten Mut antrinken.(das tue ich natürlich nicht)Ich will für immer trocken bleiben deswegen finde ich es gut das es dieses Forum um dazu zu lernen und mich auszutauschen. |
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Erdling neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.03.2008 Beiträge: 392 Alter: 32 Wohnort: Ruhrgebiet
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Verfasst am: 20.05.2008, 16:22 Titel: Re: ich und viele fragen |
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Hi Lori,
eine lange Alkohlsucht hinterlässt Narben in der Seele und das braucht alles seine Zeit.
Ich hatte auch Angst, Angst zum Arzt zu gehen, Angst vor der der Selbsthilfegruppe, Angst davor es meinem damaligen Arbeitgeber zu beichten.
Ich habe das alles ewig lang vor mir her geschoben, Nachts nicht schlafen können und Panikanfälle bekommen.
Aber wenn du das hinter dir hast, wirst du dich besser fühlen.
Das ist wie mit dem Zahnarzt, da will man auch nicht hin aber wenn man da war ist man froh es geschafft zu haben
Trocker Alkoholiker oder Alkoholikerin zu sein ist bei weitem keine Schande. Im Gegenteil du hast eine große Leistung vollbracht.
Das man zum Anfang der Nüchternheit komische Gefühle in sich trägt ist normal. Wenn man Jahrelang seine Gefühle mit Alkohol in Watte gepackt hat und nun diese Watte plötzlich weg ist, dann prasseln die Emotionen nur so auf einen ein.
Ich persönlich würde das beim Amt sagen : Ich bin trockene Alkoholikerin und bau mir gerade ein neues Leben auf und brauche dabei etwas Hilfe.
Lügen würde ich nicht, zumindest nicht gegenüber dem Arbeitgeber/Amt.
Besucht du eine Selbsthilfegruppe? Ich würde dir raten dir eine zu suchen, das gibt einem Kraft auch schwere Zeiten durchzustehen.
Viele Grüße
Erdling |
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Lori neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.05.2008 Beiträge: 195 Alter: 43
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Verfasst am: 20.05.2008, 16:40 Titel: ich und viele Fragen |
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| Hallo Erdling, danke für Deine Antwort.Für mich oder für uns ist es keine Schande trockene Alkoholiger zu sein aber für viele die sich noch nie mit diesem Thema auseinandergesetzt haben!Ich gehe in noch keine SHG,da ich Probleme habe vor mehreren Menschen zu reden oder gar den Raum zu betreten.Deswegen bin ich froh das es euch gibt. |
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Saila neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.05.2008 Beiträge: 148
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Verfasst am: 20.05.2008, 18:44 Titel: Re: ich und viele fragen |
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Hallo Lori,
ich bin auch erst seit kurzem hier und jetzt stolze 4 Wochen (1 Monat!) trocken.
Ich habe gleich alle wichtigen Menschen in meinem Umfeld informiert, das ich ein trockenes Leben anstrebe. Bisher hat keiner komisch oder seltsam reagiert, eigentlich haben mir alle nur Verständnis entgegen gebracht und mir teils auch ihre Hilfe angeboten.
Das mit der SHG kann ich verstehen. Ich habe zwar kein Problem vor Menschen zu reden, aber über meine Probleme und Sorgen vor anderen war mir auch unheimlich. Aber ich habe all meinen Mut zusammen gepackt und bin hin! Ich bin über diesen Schritt meinen Schatten zu überspringen wahnsinnig froh. Denn es gibt nichts besseres auf dem Weg in ein neues Leben.
Heute ist wieder Gruppe und ich freue mich schon wie ein kleines Kind drauf!
Gruss
Saila |
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Lori neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.05.2008 Beiträge: 195 Alter: 43
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Verfasst am: 20.05.2008, 19:21 Titel: ich und viele Fragen |
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| Hi Saila! Ich bin froh das ich hier nicht so alleine als Neue bin. Du hast Glück mit Deinem Umfeld,in meinem gibt es keinerlei Verständnis. Und jetzte wo ich wieder zu Hause bin erwarten alle von mir wieder die alte Person zu sein wie früher nur trocken eben.Einige Bekannte und Freunde denken einmal Entgiftung und Therapie für Alkoholiker ist OK und kommen dann wieder geheilt für immer zurück. Ich bin nicht mehr die alte Person die ich mal war,Gott sei dank,denn der Alkohol verändert ja Dein persönliches Ich.Ich muss mich selber erst wieder neu kennenlernen,meine Gedanken sortieren.Es ist alles noch so ein durcheinander in meinem Kopf.Ging oder geht es Dir auch so? Bis bald! |
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kommal sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.06.2007 Beiträge: 6388 Alter: 53 Wohnort: Niederrhein
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Verfasst am: 20.05.2008, 20:56 Titel: Re: ich und viele fragen |
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Hallo Lori,
| Zitat: | | Ich muss mich selber erst wieder neu kennenlernen,meine Gedanken sortieren. |
Wie wahr, schön dass Du das erkannt hast.
Das geht aber nicht von heute auf morgen, sondern ist ein langer Prozess. Das Saufen hast Du ja auch nicht plötzlich angefangen.
Deshalb ist es wichtig, dass Du dich nicht unter Druck setzt. Gerade am Anfang heißt es: Kleine Schritte. Einen nach dem anderen.
| Zitat: | | Ich bin sehr unruhig,nervös,gereizt,ängstlich,u.s.w. |
Dieses Gefühlschaos hatte ich auch in der ersten Zeit. Wir Alkis haben unsere Gefühle ja lange unterdrückt und müssen erst wieder lernen, mit dieser neuen Wahrnehmung umzugehen.
Schreib, was dich bedrückt- dann bist Du doch schon einen Schritt weiter.
LG kommal |
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Tina sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.05.2008 Beiträge: 9245 Alter: 43 Wohnort: NRW + seit 17.05.08 auch bei mir
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Verfasst am: 20.05.2008, 21:59 Titel: Re: ich und viele fragen |
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Hallo Lori,
vielleicht kann ich Dir ja ein wenig die Angst vorm"Amt" nehmen.
Also:
Vermutlich werden sie Dich fragen, warum Du so lange krank warst, vielleicht auch, was Du hattest. Wichtig ist"für die" dabei aber immer nur die Frage, ob Du arbeitsfähig bist oder nicht. Nicht mehr oder weniger ! Diese Frage wird im Zweifel immer durch einen Amtsarzt geklärt, was heißen soll: Wenn Du arbeitsfähig bist, ist alles o.k., bist Du es nicht, gehst Du dort zur Untersuchung und der Amtsarzt sagt dann "Lori kann soundsoviele Stunden am Tag diese oder jene Arbeit ausüben" Daran hält sich dann auch "Dein Mensch vom Amt". Schließlich ist er selber kein Arzt.
Damit kommt noch ein wichtiger Punkt: Es ist sicher hilfreich zu wissen, ob jemand Alkoholiker ist oder nicht (Du könntest damit evtl. verhindern, dass Dir z.B. ein Job in einer Brauerei angeboten wird). Aber es liegt AUSSCHLIESSLICH an Dir, ob Du es erzählst oder nicht.
Das hat dann sicher auch damit zu tun, wer Dir gegenübersitzt. Ist es immer der gleiche, zu dem man ein kleines Vertrauensverhältnis aufbauen kann oder wechselt es ständig. Es ist leider überall unterschiedlich geregelt.
Aber vor allem: Dort arbeiten auch nur Menschen, nicht vergessen. Ich auch und ich habe erst vor 4 Tagen aufgehört zu trinken. Da bist Du schon viel weiter !
Liebe Grüße
Biene |
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| Tina hat zum Thema: Re: ich und viele fragen geschrieben
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Lori neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.05.2008 Beiträge: 195 Alter: 43
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Verfasst am: 20.05.2008, 22:00 Titel: ich und viele Fragen |
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| Es bedrückt mich so vieles. Es macht mir grosse Angst und Sorgen so lange ich lebe krank zu bleiben und der Feind Alkohol mich immer verfolgen wird. FÜR IMMER!Ich bin noch nicht so lange trocken und habe jetzt schon keine kraft mehr zu kämpfen.Ich bin innerlich müde und ausgepowert,jeder erwartet von mir wieder vollen Einsatz,meine Tochter meine Mutter,Arbeitsamt.Dabei bin ich erst wieder seit 2,5 Wochen von der Klinik zu Hause und finde mich selbst nicht zurecht. Wenn ich jetzte hier nicht sitzen und an euch schreiben könne würde ich nicht lange trocken bleiben.Der Gedanke an Alkohol ist jede Sekunde noch anwesend.Was habe ich selbst aus meinem Leben gemacht?Warum?Wieso gibt es Alkohol?Sorry, jetzt kommen meine depris wieder,wie so oft. |
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| Lori hat zum Thema: ich und viele Fragen geschrieben
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