| dibo lebt – und wie! • Kann man als Alkoholiker die Co-Alkoholiker verstehen? |
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dagmar007 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2008 Beiträge: 2896
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Verfasst am: 19.05.2008, 07:06 Titel: Ich hoffe ja, den Abstand zu ihm zu halten |
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und es auf ein nun dem Ende zu gehendes Level zu bekommen.
Ich werde auch keine Diskussionen mehr führen über unsere Beziehung oder warum es nicht klappte oder wieso ich noch an ihm hänge und alles andere blabla, welches es in den letzten Wochen gab. Letztendlich waren es stundenlange Diskussionen ohne definitive Einsichten.
Zwar würde ich gerne nochmals meine Meinung zum Thema Alk (das erste Glas und er ist außer Kontrolle, schämt sich dann wohl selber und kontrolliert nicht mal den Verbrauch) sagen denke aber dass das unnütze Zeitverschwendung ist, da er jedem der ihn auf das Thema anspricht widerspricht und Erklärungen bietet, warum doch er kein Alkoholiker ist.
Frage an Euch: ist es überhaupt sinnvoll, dieses Thematik irgendwie oder irgendwann nochmals anzusprechen?
Lieben Gruß von Dagmar,
die die erste Nacht im Gästezimmer verbracht hat |
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| dagmar007 hat zum Thema: Ich hoffe ja, den Abstand zu ihm zu halten geschrieben
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Erdling neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.03.2008 Beiträge: 392 Alter: 32 Wohnort: Ruhrgebiet
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Verfasst am: 19.05.2008, 08:47 Titel: Re: Ich kann einen Alkoholkranken nicht verstehen |
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Hallo dagmar und Saila,
ich wollte mich bei euch beiden noch für eure Zeilen bedanken. Denn sie zeigen mir wie meine Beziehung weitergehen könnte, wenn ich wieder anfange zu trinken. Das gibt mir Kraft meinen Weg weiter zu gehen.
Ich denke schon das es sinnvoll sein kann, das Thema Alkohol anzusprechen. Alle Alkoholiker die ich kenne haben immer versucht Ihren Konsum geheim zu halten. Also heimlich getrunken und Alkohol an taktisch günstigen Plätzen in der Wohnung/Haus versteckt. Versucht Ihre Fahne zu verstecken usw... .
Irgendwo tief in sich weis man ja, das man mehr trinkt als andere und irgendwo schämt man sich auch dafür. Sonst würde man ja auch nicht versuchen das alles zu vertuschen, auch wenns spätentens bei der Fahne nicht mehr klappt.
Darauf angesprochen zu werden ist für einen Alki teilweise sehr unangenehm und das erhöht den Leidensdruck des Alkoholikers. Und um aufzuhöhren und Hilfe anzunehmen, muss ein gewisser Leidensdruck da sein.
Allerdings wieviel Druck vorhanden sein muss damit was passiert, ist sehr unterschiedlich. Bei manchen macht es klick, wenn die Frau die Koffer packt, bei anderen muss der Körper erst komplett am Ende sein und wieder andere saufen sich tot.
Du kannst es versuchen mit ihm darüber zu reden, wenn du noch versuchen willst zu retten was zu retten ist. Aber obs erfolg haben wird, das weis nur der liebe Gott.
Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute
Erdling |
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| Erdling hat zum Thema: Re: Ich kann einen Alkoholkranken nicht verstehen geschrieben
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dagmar007 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2008 Beiträge: 2896
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Verfasst am: 19.05.2008, 09:01 Titel: eine Chance voneinander zu lernen, |
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lieber Erdling,
denke ich haben wir hier genau alle miteinander. Wir Co's sind ebenso wie Alkoholiker - meine ich für mich. Mir fällt es ebenso schwer die Finger von Exfreund und Beziehung zu lassen wie ihm den Alkohol nicht zu nutzen um sich aus der realen Welt zu flüchten. Irgendwie haben wir selbiges Problem und ziehen uns gegenseitig runter. Oder können uns aufbauen, in dem wir uns selber finden und das der Weg zum Partner sein kann.
Ich denke, der Leidensdruck auf meinen Ex ist sehr groß, ich denke jedoch nicht, dass irgendeine Aktion von meiner Seite etwas bewirken kann. Mein Entziehen aus seinem Kreis bedeutet für ihn endlich ungestraft trinken zu können und muss eine Erleichterung für ihn sein.
Natürlich hat er Alkohol versteckt editxxxx keine links verwendenxxHartmut, schau mal hier, aber das ist echt seine Sache. Ich habe bis jetzt immer Anfälle gekriegt, wenn überall im Haus die Flaschen rumstehen. Ich habe das Schlafzimmer geräumt. Zukünftig stelle ich ihm dort alle Flaschen rein, wie auch seine Klamotten ect. Dann sieht es eben in seinem Schlafzimmer aus wie auf dem Schlachtfeld - es ist seines!
Es tut mir weh, weil ich das Zimmer liebevoll eingerichtet habe, aber besser ich bin im Minigästezimmer und er im Schlafzimmer. Oder anders rum - hauptsache nicht gemeinsam.
Weißt Du Sila, gerne würde ich mit dem Menschen, den ich damals kennen lernte eine Beziehung haben, aber nicht mit demjenigen, der jetzt nach Alkohol lechzt. Aber, derjenige, den ich damals kennenlernte, auch der war schon krank, den schon damals gab es das Erleichterungstrinken. Also habe ich schon damals nicht den Menschen pur kennengelernt. Ich muss wohl sagen, ich kenne ihn überhaupt nicht, da er ja nicht über Gefühle sprach. Und genau das machte mich in dieser Beziehung sehr einsam. Eine Beziehung also in der ich doch alleine war weil es keinen Austausch gab.
Ich würde vermuten, daß es das Klügste wäre wenn ich selber das Thema Alk nicht mehr anschneide. Sollte er es wollen (falls er sich überhaupt damit tiefer auseinandersetzt als sich nur zu rechtfertigen) so kann das geschehen. Vom Grundprinzip kann ich nur sagen : "Die Beziehung mit ihm ist mir zu stressig". Das werde ich auch ihm sagen. Egal, ob es der Alk ist, ob es die Tage sind an denen er verschwindet, ob es der Gerichtsvollzieher ist oder was auch immer. Keine dieser einzelnen Vorfälle haben Gewicht - zusammen genommen erschlagen sie mich.
Es ist traurig, es tut weh, es wird für mich schwer sein und es kann im dümmsten Fall Rückfälle geben.... aber ich will Gefühl geben und Gefühl bekommen, pur ....
Lieben Gruß von Dagmar |
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| dagmar007 hat zum Thema: eine Chance voneinander zu lernen, geschrieben
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dagmar007 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2008 Beiträge: 2896
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Verfasst am: 23.05.2008, 17:27 Titel: Ich danke Euch für Eure Erklärungen |
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er ermöglicht mir etwas Distanz zu meinem Ex-Partner um ihn nicht mehr als denjenigen zu sehen, den ich kennen- und lieben gelernt habe.
Ich bin durch und mit Euren Erklärungen dahin gehend weiter gekommen. Dass es einen kranken Menschen gibt (der ziemlich losgelöst ist von mir) der nicht nachvollziehbare Handlungen am Stück projeziert weil er einer Art Fernsteuerung unterliegt.
Gefühle, Empfindungen, Moral - alles das, was den Menschen lebendig macht und zu einem zweiseitigen Kommunikationsaustausch führt - ist wie in Watte gepackt und lässt nichts von mir gesagte an Ohr, Verstand oder Herz.
Ich denke, ich muss nun erst einmal begreifen dass er wirklich auf Tauchstation geht und das moralische und "normale" Level verlassen hat. Für mich war jemand, der morgens noch keinen Alkohol trinkt, zwar schon ein Alkoholiker - aber ich denke, das wirkliche Level konnte oder wollte ich nicht erkennen. Eines, welches zu keiner Einsicht mehr bereit ist - selbst beim Besten Willen.
Meine nächste Lebensplanung steht und ich werde sie umsetzen, ich werde meine Trauerarbeit leisten, mich aus meinen Tiefs hochangeln und mir bewußt machen was in allen den Jahren geschehen ist. Dinge, die ich nie für möglich gehalten hätte und die ich nie jemandem den ich mag zugemutet hätte. Diese Dinge muss ich mir sehr gut merken um nicht wieder in alte Muster zurück zu fallen. Jeden Tag, den ich ihn nicht sehe werde ich stärker - aber jeden Tag, wo er seine Spiele spielt falle ich wieder etwas tiefer runter.... Hier muss ich mir selber Zeit und Geduld erlauben.
Anfänglich dachte ich mein Leben ist vorbei, sinnlos und fühlte mich nur traurig, traurig, traurig, traurig - mittlerweile frage ich mich (nachdem es bei mir aufwärts geht) ob ich nicht eher bedauern soll was aus ihm geworden ist. Wie er sich selber die ursprünglich wichtigen Dinge im Leben selber wegnimmt. Ich beginne sie mir wieder zu geben - fast ebenso wie er sie sich raubt. Sein Leben lang hatte er sich Werkzeuge aller Art und Preiskategorien gekauft, nun dienen sie nur noch dazu um bei Anwendungen Verletzungen an ihm zu bewirken weil er mit ihnen nicht mehr umgehen kann.
Meine Werkzeuge waren immer mein Herz und meine Kommunikatinsfähigkeit, diese wurden in dieser schlimmen Zeit jetzt eher kreativer als schlechter, was sich bei mir in Sachen Bewerbungen bereits jetzt bemerkbar macht. Es erfolgen Resonanzen, die die Monate zuvor so nicht der Fall waren....
Lieben Dank für Eure Aufklärung, es hilft beim Verarbeiten.
Dagmar |
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| dagmar007 hat zum Thema: Ich danke Euch für Eure Erklärungen geschrieben
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andreas57 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.03.2008 Beiträge: 203 Alter: 55 Wohnort: niederösterreich
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Verfasst am: 28.05.2008, 11:10 Titel: Re: Ich kann einen Alkoholkranken nicht verstehen |
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Servus Dagmar 007!
Du hast ja schon sehr viele ausführliche und das eines Alkoholkranken betreffende Innenleben beschreibende Antworten bekommen.
Ganz genau so ist es. Das kann ich dir als trockener Alkoholiker bestätigen. Aber die Quintessenz aus dem Ganzen steckt bereits in dem Titel deines Threads:
" Ich kann einen Alkoholkranken nicht verstehen"
Das wirst du als Nichtbetroffene auch niemals können, denn viele Alkoholkranke verstehen sich selbst nicht als Alkoholiker.
Bevor dieser Bewußtseinsprozess nicht eingeleitet ist und der Betroffene sich als Alkoholiker sieht und vor allem den Wunsch hat daran etwas zu ändern wird nicht viel passieren, außer dass sich die Suchtspirale immer weiter nach unten dreht bis zum endgültigen Tiefpunkt.
Ich wünsche dir, dass dein Freund doch noch die nötigen Einsichten zeigt und dir wünsche ich unbeschadet an Geist und Seele diese Situationen zu überstehen.
Lg
Andreas |
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| andreas57 hat zum Thema: Re: Ich kann einen Alkoholkranken nicht verstehen geschrieben
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dagmar007 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2008 Beiträge: 2896
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Verfasst am: 29.05.2008, 18:07 Titel: das runde Rad ;-) |
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Hallo, lieber Andreas,
ich denke tatsächlich, da wird das Rad rund mit dem Thema "selber verstehen" den Kommentar bekomme ich auch regelmässig zu hören "ich verstehe mich selber nicht". Nun gut, deshalb ist es für mich umso wichtiger meine eigenen Handlungsweisen zu meinem Besten mit Herz und Verstand abzuwägen, einfach, damit ich selber mit meinen Entscheidungen klar komme. Ganz so einfach ist das nicht, zwar habe ich den äußerlichen Abstand gut gewonnen, aber abschütteln kann ich 8 Jahre - selbst wenn es Gewohnheit war - nicht.
Was meinen Ex-Freund betrifft denke ich nicht, dass in absehbarer Zeit eine Änderung zu verzeichnen ist. Zwar schildert er sich selber als unglücklich, schreibt das aber dies und jenem zu, nicht aber dem Alk. Vor kurzem hörte ich zum ersten Mal "ich such mir am besten eine Brücke aus" - nun gut, dazu konnte ich nicht viel sagen, weil es seine Depression ist, die ihn zu dieser Aussage bewegt oder eine Show für mich. Beides kann ich ihm nicht abkaufen oder nehmen.
Ich versuche für mich mit aller Kraft die Abnabelung. Er versucht die Abende mit mir zu verbringen (damit er sich evtl. selber beweisen kann weniger Alk zu nehmen), nur fällt mir auf, dadurch biete ich wieder eine Krücke sich etwas vorzumachen. Sprich, solange ich mich mit ihm abgebe beherrscht er sich, trinkt weniger und hat noch alles im Griff. Also nun Kommando rückwärts - keine gemeinsame Freizeitgestaltung. Das soll er mit seiner neuen Freizeitbekannten tätigen.
Für mich selber versuche ich so viel Abstand wie möglich zu erhalten und mein Leben so gut wie möglich abseits von ihm zu planen, was natürlich für uns beide schwer ist, weil wir noch zusammen wohnen müssen. Ich kann mir nun keine Wohnung aus dem Ärmel schütteln, damit er mich "los" ist. Besser wäre es aber ganz sicher, damit ihm einmal klar wird dass es ihm nahezu nicht möglich ist sich selber zu versorgen und für mich vor allen Dingen "Abstand"...
Lieben Gruß von Dagmar |
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| dagmar007 hat zum Thema: das runde Rad ;-) geschrieben
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dagmar007 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2008 Beiträge: 2896
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Verfasst am: 30.05.2008, 09:03 Titel: schrecklich |
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was sich abzuspielen scheint wenn kein Co mehr das Leben aufrecht hält. Liebe Leute, ich denke mal dass es alles andere als gut war meinem Ex so lange so viel abzunehmen und dabei seinen Zustand zu verschleiern.
Ob nun Schauspieler oder Selbsterkenntnis - jetzt stehen Selbstmordgedanken und Aussagen wie "ich bin nichts wert" "ich bin ein A..." im Raum. Somit also für mich klar Dinge, die mit einer Depression einher gehen und egal ob Alkoholiker oder normaler Mensch der Behandlung durch einen Psychotherapeuten unterliegen müssen. Oder sagen wir müssten weil jeder Mensch eine solche Entscheidung für sich selber treffen muss.
Für mich zeigt es dass jede Unterstützung die wirklichen Krankheiten verdeckt. Mein Ex-sprich von Nervenproblemen und das der Kopf hohl wäre. Ich denke zwar, dass das eben Oskarreife Leistungen sind, die mir präsentiert werden, dennoch muss ich feststellen : unsere alkoholkranken Bekannten erleiden körperliche Schäden die durch Vertuschen und Co nicht entdeckt oder behandelt werden können.
Das bedeutet wir selber müssen irgendwann entweder den totalen gesundheitlichen Zusammenbruch verfolgen oder wir gehen zuvor. Aber alles das ist nur möglich, wenn wir den Alkohlkranken klar sehen und er sich dadurch (vielleicht) selber. Und auch dann scheint es noch ein Megaweiter Weg zu sein. Mein Ex warf gestern den Namen "Weinsberg" in den Raum Entzung und psychotherapeutische Einrichtung. Zwar war das sicher nur wieder ein Versuch den Oskar für filmreife Leistung zu erlangen, aber gut wenn er weiß dass es ein "Weinsberg" gibt und er sich im NOtfall dort einfinden könnte.
Leute, Leute, Leute - bei meinem Ex sorgte ein kleiner Fehler - sein Seitensprung - dafür, dass innerhalb von 8 Wochen ein Leben in Scherben zerfällt. Zwar war vorher alles schon mehr als brüchig, aber da musste niemand sortieren wo noch brauchbare Scherben sind und wo nur Müll.
Mal ganz ehrlich - mir geht es schlecht durch die Trennung, aber ich denke es gibt nichts grausameres als selber zu spüren wie man dem Alkohol verfällt und eigentlich nicht rauskann obwohl man es will. Hilfe suchen zu müssen, das zu lernen, obwohl ein Leben lang alle Sorgen von Co's fern gehalten wurden. Im Erwachsenenalter quasi das lernen, was andere als Kind lernten und ausprägen konnten. So schlimm meine Trauer für mich ist (die aber eine Änderung der Situation mit sich bringt und sei es nur die wohnliche, da ein Haus in guter Aussicht steht) so ist es doch für einen Alkoholiker viele, viele Klassen schlimmer - denn er spürt bestimmt dass er sich selber verliert....
Trauriger Gruß von Dagmar |
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| dagmar007 hat zum Thema: schrecklich geschrieben
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dagmar007 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2008 Beiträge: 2896
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Verfasst am: 01.06.2008, 07:18 Titel: Hilfestellung erbeten |
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Hallo Ihr Lieben,
da sich das Rad ja beständig dreht und sich irgendwelche Dinge ereignen weiß ich derzeit nicht wie ich in einem Punkt die beste Lösung finden kann.
Mein Herr Ex möchte wesentlich mehr Freizeit mit mir verbringen, schafft es dann auch auf NULL Alkohol zu fahren (zumindest was den für mich sicht- bzw. riechbaren Bereich betrifft) hat aber immer noch den Wochenendausflugspunkt, wo vermutlich dann eben die Promille nachgeschoben werden.
Psychotherapeutische Beratung? Davon spricht er - aber Handlungen sind meines Wissens keine erfolgt. Ich denke, es sind kluge und gut überlegte Worte um Zeit zu schinden und um mich nicht als Ankerplatz zu verlieren.
Ich habe kein Problem das solange zuzulassen wie es mir gut tut und selber Spaß macht um dann zu sagen ich will nun wieder Abstand von Dir. Auf der anderen Seite werde ich das Gefühl nicht los, dass er das als Möglichkeit nimmt nach außen hin so normal wie möglich zu wirken um das Thema Alk zu vertuschen. Ich möchte durch eine gemeinsame Freizeitgestaltung keine unbewußte Deckung übernehmen. Rein gefühlsmässig würde ich sagen es ist o.k. eine gewisse Zeit (klar) miteinander zu verbringen. Auf der anderen Seite habe ich von Euch gelernt, dass jemand alkoholkranker gar nicht mehr so einschätzbar ist, wie ich das in den vorgegangen Zeilen mache.
Habt Ihr Eselsbrücken für mich ? Es besteht für mich immer wieder die Gefahr durch Nichtwissen in alte Co-Abhängigkeiten zu rutschen, die ich nicht bemerke und die uns beiden nicht gut tun.
Lieben Gruß von Dagmar |
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| dagmar007 hat zum Thema: Hilfestellung erbeten geschrieben
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