| Selbstabwertung - wer kennt es nicht... • Darf ich als Partnerin noch Lebensmittel mit Alkohol essen? |
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32793 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 18.05.2008, 12:22 Titel: Was |
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Hallo,
da ab und an mal Fragen aufkommen, wozu dieses Forum besteht, also
-was machen wir hier
-was möchten wir vermitteln
-welchen Menschen wollen wir hier einen Erfahrungsaustausch vermitteln
-wann sollte ich wo schreiben
-ab wann habe ich Erfahrungen
und viele andere Dinge, könnten wir hier vielleicht mal zusammentragen, wie es jeder so sieht.
Das Forum versteht sich ja als virtuelle Selbsthilfegruppe und ist keine Vermittlung von anderen Hilfsangeboten, weder virtuell noch real.
Bei jedem Beitrag stelle ich mir vor, ich sitze in einer realen Selbsthilfegruppe und würde es dort auch erzählen.
Da viele Forenteilnehmer das scheinbar auch anders sehen, möchte ich durch diese Diskussion vielleicht verdeutlichen können, was wir hier machen und anbieten.
Wir bieten für Hilfesuchende eine Plattform an, wo sich jeder, der frei von Suchtmitteln leben möchte bzw. sich aus einer bestehenden oder beginnenden Coabhängigkeit befreien möchte und für Menschen, deren Partner, Angehörige oder Bekannter eine Alkoholsucht hat, wie sie ihm helfen können, wenn er denn Hilfe will.
Ein Erfahrungsaustausch ist die Weitergabe der eigenen Erfahrungen. Also alles, was man selbst erlebt hat, sind eigene Erfahrungen.
Hier haben also alle die Möglichkeit von einander zu lernen.
Erfahrungen hat man eigentlich ab der ersten Minute der Einsicht zu seiner Abhängikeit.
Da dies ja der Beginn der Veränderungen ist, hat also jeder auch die eigene Erfahrunge, wie er oder sie zu dieser Einsicht kam.
Das erlernen eines nüchternen Lebens kann man aber nach drei, vier Wochen nicht haben und ob mögliche Veränderungen oder grad Veränderungen nötig sind, kann man auch erst nach langer Zeit wissen, auch wenn sie vielleicht schon einige Monate gutgegangen sind, weiß man nicht, ob sie Bestand haben.
Ein nüchternes Leben zu erlenen, ist ein jahrelanger Prozeß und nicht nach Monaten zu erreichen.
Ich könnte noch viele Gedanken aufschreiben, möchte aber gern mal ein paar Sichtweisen von Euch bekommen zu unserer virtuelen Selbsthilfegruppe.
Danke.
Gruß
Karsten |
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| Karsten hat zum Thema: Was geschrieben
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panther sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.01.2007 Beiträge: 2328 Wohnort: ich wohne in mir, mein zuhause ist meine seele
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Verfasst am: 18.05.2008, 14:45 Titel: Re: Was |
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| Zitat: | Erfahrungen hat man eigentlich ab der ersten Minute der Einsicht zu seiner Abhängikeit.
Da dies ja der Beginn der Veränderungen ist, hat also jeder auch die eigene Erfahrunge, wie er oder sie zu dieser Einsicht kam.
Das erlernen eines nüchternen Lebens kann man aber nach drei, vier Wochen nicht haben und ob mögliche Veränderungen oder grad Veränderungen nötig sind, kann man auch erst nach langer Zeit wissen, auch wenn sie vielleicht schon einige Monate gutgegangen sind, weiß man nicht, ob sie Bestand haben.
Ein nüchternes Leben zu erlenen, ist ein jahrelanger Prozeß und nicht nach Monaten zu erreichen. |
das hätte ich gerne besser erklärt gehabt. für mich ist das, so wie es jetzt geschrieben steht, nur bedingt einleuchtend. |
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| panther hat zum Thema: Re: Was geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32793 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 18.05.2008, 14:56 Titel: Re: Was |
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Hallo Panther,
was meinst Du denn genau?
Ich wollte damit verdeutlichen, dass jeder sich überlegen sollte, welche Erfahrungen er oder sie wirklich hat und nicht der Wunsch der Vater des Gedanken ist.
Es wird ja hier öfter geschrieben, mir macht es nichts aus, wenn ich feiern gehe, auch wenn dort getrunken wird.
Schreibt das jemand, der grad ein paar Monate nüchtern ist, kann er nicht wissen, wie weit diese Ereignisse ihn wirklich unberührt lassen oder ob nicht doch der Gedanke aufkomt, die können lustig sein und ich sitze mit hier mit meiner Cola.
Das dies ja unbestritten gefährlich sein, sich in trinkende Umgebung zu begeben, ist es nicht nur risikovoll, sondern auch unbestätigt, ob es dauerhaft gut gehen kann.
Der erste Teil miner von Dir zitierten Aussage, ist darauf bezogen, das durch die Erzählung, welcher Punkt bei eigenen Einsicht zu dieser Einsicht geführt hat, anderen zum nachdenken bewegen kann, an welcher Stelle er oder sie steht.
Jeder hat also Erfahrungen, die am Anfang aber alle auf gravierende Merkmale der Annahme von Hilfe begrenzt sind.
Gruß
Karsten |
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| Karsten hat zum Thema: Re: Was geschrieben
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Mandy2 Gast
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Verfasst am: 18.05.2008, 15:58 Titel: Re: Was |
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Hallo Karsten,
Dieser Satz, ist für mich sehr wichtig.!!!!
Erfahrungen hat man eigentlich ab der ersten Minute der Einsicht zu seiner Abhängikeit
Also, wenn ich Dich nun richtig verstanden habe, dann ist es, wenn man länger trocken ist, für Einige weniger gefährlich, sich in einem trinkenen Umfeld zu bewegen als für Jemanden der kürzer trocken ist.
Immer wieder hört man, das Menschen, die sich nur in einem sichereren
Umfeld bewegen, trocken bleiben können, was ja im Prinzip, völlig richtig ist.
Andere sind schon beim ersten( dachte ich ja auch immer, das wäre so bei mir ), Andere dazu gehöhre ich, erst nach mehreren Trockenpausen, einsichtig geworden. Soll keine Entschuldigung sein, ich habe es leider so erfahren.
Ich hoffe, arbeite daran und bete, das ich mich nicht wieder, in einer Solchen befinde.
Ich will, so stehen bleiben, [b]mit dem guten Gefühl, trocken zu sein.[/b]
Damit meine ich, das ich die ersten 3 Jahre wirklich alles gemieden habe
und trotz aller Vorsicht, den Fehler begangen habe, wieder zu trinken.
Bis Heute bin ich mir nicht sicher, was nun richtig oder falsch ist.
Habe ich doch zu 99 %, auf jeden Fall am meisten, zu Hause im stillen Kämmerlein gesoffen.
Diesen Raum, wie auch auf meinem Platz halte ich kompromisslos rein,
also dort gibt es keinen Alk.
Ich bewege mich grundsätzlich nur, wenn es mir gut geht, ausserhalb,
wie Geschäfte oder Feiern, Restaurants usw. Versuche so, Gefahren zu minimieren.
Früher, lehnte ich Alles ab, was nach Thera nur roch.
Heute arbeite ich sogar daran Eine zu beginnen und das völlig ohne Zwang, nur aus mir, herraus.
Und bemerke, bei mir eine Veränderung, gegenüber meiner Trinkpause,
ich würde sogar überheblicher Weise sagen, das ich mir Heute in meiner kurzen Trockenheit sicherer bin.
MLG Marion |
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| Mandy2 hat zum Thema: Re: Was geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32793 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 18.05.2008, 16:09 Titel: Re: Was |
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Hallo Marion,
ich wollte nicht sagen, das man nach Jahren der Trockenheit sicherer ist, wenn man sich im trinkenden Umfeld bewegt, weil jeder rückfällig werden kan, egal wie lnge er oder sie trocken ist.
Im Laufe der Zeit habe ich mir ein Leben aufgebaut, wo der Alkohol keinen Stellenwert mehr hat.
Alle Menschen, die ich zum zweiten mal sehe, sage ich, das ich Alkoholiker bin und wer das nicht kapiert, toleriert und einsieht, den sehe ich kein drittes mal.
Feier kann ich auch ohne Alkohol und mit Menschen, die keinen Alkohol trinken.
Viele glauben, dass sie sowas nicht git, aber wenn man sich zum Beispiel ständig nur mit trinkenden Menschen umgegeben hat, sieht man die 60 Millionen Menschen nicht, die vielleicht einmal zu Sylvester oder auch gar keinen Alkohol trinken.
Ich habe solche Freunde und das von anfang an.
Da ich ein extrem schwarß-weiß-Denker bin und jedes Risiko aus dem Weg gegangen bin, ist mein Leben, außerhalb des Forums, frei von Alkohol.
Gruß
Karsten |
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| Karsten hat zum Thema: Re: Was geschrieben
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panther sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.01.2007 Beiträge: 2328 Wohnort: ich wohne in mir, mein zuhause ist meine seele
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Verfasst am: 18.05.2008, 16:18 Titel: Re: Was |
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ich meinte beide punkte nicht. die leuchten mir ein.
ich versuch zu erklären was ich besser erklärt bekommen würde.
| Zitat: | | Ein nüchternes Leben zu erlenen, ist ein jahrelanger Prozeß und nicht nach Monaten zu erreichen. |
dazu müßte ich erstmal wissen, was mit einem 'nüchternen leben' gemeint ist.
damit ist nach der aussage nicht mit gemeint nicht mehr zu trinken. und was soll ich denn dabei erlernen? und hat dieses erlernen oder nüchterne leben überhaupt dann noch was mit alkohol zu tun? sind es nicht jene dinge die hier als trockenheitsarbeit manchmal erwähnt werden, die auch jemand erlernen muß, der auch ohne alkoholkrank zu sein vorbeigelebt hat? sich und sein leben aus den augen verloren hat? in der realen hört man ab und an..... alkoholismus hat nichts mit alkohol zu tun....meist löst dies eine heftige disskusion aus..... spannend... hat tatsächlich alkoholismus nichts mit alkohol zu tun oder ist die wahl der formulierung unglücklich gewählt und der betrachter will damit was anderes sagen?
manche dinge die hier angesprochen werden zur genesung in der trockenheitsarbeit findet man auch in unterschiedlichen therapieformen, lebensweisheiten unterschiedlicher kulturen und insbesondere im esoterikbereich und relogionen wieder.
für mich stellt sich dieses nüchtern werden so dar, daß ich meine psychische erkrankung oder störung die ich als alki mitbringe, die selbe ist die ich haben kann ohne alki zu sein. nur das das hier als trockenheitsarbeit, nüchtern werden bezeichnet wird, und ohne alkohol man es therapie oder seelisches geleichgewicht finden nennen kann.
und bei der alkoholabhängigkeit habe ich eins was ein nicht suchterkrankter nicht beim genesen hat. ich kann mir gewisse dinge nicht erlauben, weil sie ein rückfall bedeuten könnten.
zudem finde ich die wortwahl ' ein jahre langer prozess' nicht gerade mutmachend.... was heist denn das genau? heißt das, ich muß solange hart an mir arbeiten und kann die früchte erst nach jahren ernten. heist das ich hinke immer den länger trockenen hinterher. oder habe ich auch nach wochen, monaten etwas wieder gewonnen, was ich im suff verloren habe. muß ich tatsächlich jahrelang warten um zu erfahren, daß es sich ohne alk besser lebt?
oder heist das vielmehr:
nüchtern leben heist ein lebenlang lernen.
nur das muß ich egal ob ich alki bin oder nicht.
nur als suchterkrankte muß ich beim lernen bis der deckel zu ist meine suchterkrankung, und damit die grundbausteine mit berücksichtigen.
*bitte beachten, daß dies nur meine empfindung und gedanken sind und deshalb nachgefragt. |
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| panther hat zum Thema: Re: Was geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32793 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 18.05.2008, 16:34 Titel: Re: Was |
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Hallo Panther,
ich weiß nicht so genau, wie ich es erklären soll, was ich meine.
Mein Leben ist abseits vom Alkohol.
Genau wie sich früher auch alle Bauchentscheidungen nach dem Alkoholkonsum gerichtet haben, sagt mein Bauchgefühl heute das Gegenteil.
Ich muß mich nicht daran erinnern, auf Zutaten bei Lebensmittel zu achten, ich schaue eben hin, wie andere auf den Preis.
Mein Umfeld bringt mich nicht in Gefahr, weil keiner auf die Idee kommen wird, in meiner Gegenward zu trinken.
Werde ich irgendwo eingeladen, ist zu 100% gesichert, das es dort keinen Alkohol gibt, also wie bei mir zu Hause, eine sichere Burg.
Lebenslanges lernen heißt ganz sicher, immer weiter die Nüchternheit zu verinnerlichen. Wer glaubt, es ist mal geschafft, hat meiner Meinung schon verloren.
Irgendwann hat sich bei mir dieses Gefühl eingestellt, das Alkohol eben zwar vorhanden, aber dennoch nicht da ist.
Genau wie ich nicht auf die Idee kommen würde, aber auch gar nicht dran denke, dass ich nicht fliegen kann, wenn ich auf einem hohen Haus stehe, kommt auch kein Gedanke auf, egal in welcher Situation, dass es Alkohol gibt.
Wir haben uns beide vertragen und leben jeder unserer eigenes Leben getrennt voneinander.
Gruß
Karsten |
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| Karsten hat zum Thema: Re: Was geschrieben
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Mandy2 Gast
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Verfasst am: 18.05.2008, 16:38 Titel: Re: Was |
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Hallo,
also, und da spreche ich auch nur von mir.
Warum oder Was hat mich denn dazu bewogen, zu saufen.
Einige Punkte, Perfekt sein, alles Richtig machen, meine Unsicherheit, Vergangenheit,meine Kindheit.
Alles Dinge, die ich glaubte, mit Alk, sind die weg, basta.
Ne, die waren noch da, aber nun, da ich weiss, das sind meine Punkte,
nun beginnt doch zweifach mein Denken und Arbeiten.
Erstens, meine Sucht, die mich ergriffen hat, um meine Prob. ja weg zu bekommen und die Prob., die ja geblieben sind.
Ich denke, da muss ich am meisten ansetzen, denn das Erste schliesst ja das zweite zwangsläufig aus.
Obwohl, die Sucht, die bleibt.
MLG Marion |
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| Mandy2 hat zum Thema: Re: Was geschrieben
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