| mal wieder kalter entzug • Offener Brief an den Alkohol |
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Blizzard aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.01.2007 Beiträge: 649 Alter: 32 Wohnort: München
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Verfasst am: 17.05.2008, 19:51 Titel: Re: Sport und Alkohol -> Sport OHNE Alkohol |
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Hallo Jackofthedrawer,
ich komme gerade vom 1. Tages eines Zehnkampfes nach Hause und habe gerade diesen Thread gelesen.
Für mich (bin jetzt 14 Monate trocken) war der Sport schon die letzten 5 Jahre schon wichtig, und hat mir in dieser Zeit auch den notwendigen Halt/Stabilität gegeben, um nicht vollends abzusacken. Wenigstens den körperlichen Schaden konnte ich dadurch, das ich trotz nassester Lebensgewohnheiten, weiterhin regelmäßig trainierte einigermaßen im Rahmen halten.
Am wichtigsten war der Sport wohl in den ersten Monaten meiner Abstinenz, aber auch heute nimmt er einen wichtigen Teil meines Lebens ein....und trocken macht Sport auch viel mehr Spass, weil die Leistungen dadurch besser und stabiler werden.
Sport ist, neben meiner Frau und meiner beruflichen Tätigkeit ein ganz wichtiger Grundpfeiler in meinem Leben, den ich keinesfalls missen möchte. Mehr aber auch widerum nicht.... ...hast du bei dir das Gefühl, das Sport mehr als ein Grundpfeiler in deinem Leben ist? Dann hört sich das auch für mich irgendwo nach Suchtverlagerung an. Ich kann mich aber natürlich auch genausogut irren.
Viele Grüße,
Blizzard (der sich jetzt gleich in die heiße Wanne legt und auf den 2. Wettkampftag vorbereitet - hart genug wird's...) |
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| Blizzard hat zum Thema: Re: Sport und Alkohol -> Sport OHNE Alkohol geschrieben
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andreas57 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.03.2008 Beiträge: 203 Alter: 55 Wohnort: niederösterreich
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Verfasst am: 28.05.2008, 09:46 Titel: Re: Sport und Alkohol -> Sport OHNE Alkohol |
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Servus Jackofthedrawer!
Habe deinen Thread erst jetzt entdeckt und fühle mich als seit 25Jahren Berg(Sport) betreibender ebenfalls angesprochen. - Meinen Werdegang kannst du in meiner Vorstellung im offenen Bereich nachlesen.
Habe in meiner nassen Zeit sehr viele meiner auch extremeren Kletter-und Hochtouren gemacht und wundere mich heute, dass alles ohne gröbere Unfälle abgelaufen ist. (Der erste gröbere Unfall, war der meiner Frau beim Klettern - siehe Thread "Eine Bewährungsprobe").
Ich war sog. Quartalstrinker und habe in so manchem trockenen "Quartal"
(Trinkpause oft bis zu 1 1/2Jahren) tagtäglich Training und Bergsport betrieben und die Leistungen wurden immer besser - dann folgten wieder Abstürze ich mußte viele meiner Bergkameraden vor den Kopf stoßen und ausgemachte Touren wegen "Kreislaufproblemen" absagen.
Mittlerweile nach fast 1 1/2Jahren Trockenheit bescheinigen mir meine Bergkameraden ein Muster an Verläßlichkeit zu sein- was mich auch sehr freut.
Ich bin mir auch sicher, die Jahre des Alkoholkonsums nur dadurch körperlich so gut überstanden zu haben, da ich zwischen den Trinkpausen immer wieder teil exzessiv trainiert habe.Nur an meinem Tiefpunkt angelangt ging auch in dieser Hinsicht nichts mehr - jedoch blieb mir eine stationäre Entziehung erspart, da ich laut Arzt trotz allem in einer körperlich sehr guten Verfassung war.
Von einer Suchtverlagerung auf Sport kann ich nicht sprechen, da ich immer schon leidenschaftlicher Bergsteiger und Kletterer war und bin.
Jetzt in meinem trockenen, zufriedenen Leben kann ich erst so richtig meine Bergsportleidenschaften ausleben und ich betreibe alle Arten des Bergsteigens Sommer und Winter dazwischen als Ausgleich sozusagen viele Bergläufe, MTB-Touren und das Abschalten, erholen und relaxen gelingt mir jetzt ohne zum Alkohol zu greifen. Früher konnte ich es kaum erwarten nach vollbrachter Tour auf eine Hütte zu kommen und die ersten Biere zu trinken um nach manchmal auch nervenaufreibender Klettertour "herunter" zu kommen. Jetzt habe ich andere Optionen um abzuschalten und um mich zu beruhigen.
Auch als Tourenführer bzw. in meiner Eigenschaft als Instruktor komme ich immer wieder mit Menschen zusammen die auch beim Bergsteigen trinken. Ich kann es mir nicht aussuchen wer sich anmeldet bzw. wer mir zugeteilt wird. Ich erkläre dann eben, dass ich keinen Alkohol trinke - das genügt zumeist- wenn wer mehr wissen will bin ich gerne bereit darauf einzugehen. An manchen Hüttenabenden wird es mir jedoch auch jetzt noch zuviel - die Gespräche werden immer alkoholgeschwängerter - und ich ziehe mich dann zurück - auch aus Selbstschutz denn gänzlich meiden kann ich solche Situationen nicht. Ich müßte dann das Bergsteigen aufgeben, dass aber einen Teil meiner Persönlichkeit ausmacht.
Mir hat Sport und speziell Bergsport beim Beginn meines trockenen Lebens sehr geholfen und ich möchte ihn niemals mehr missen.
Ich wünsche dir den nahtlosen Übergang von einer Trinkpause in ein zufriedenes trockenes Leben zu schaffen und die sportlichen Erfolge die du dir wünscht!
Lg
Andreas |
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| andreas57 hat zum Thema: Re: Sport und Alkohol -> Sport OHNE Alkohol geschrieben
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Jackofthedrawer neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.05.2008 Beiträge: 16 Alter: 43 Wohnort: Köln
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Verfasst am: 28.05.2008, 10:51 Titel: Re: Sport und Alkohol -> Sport OHNE Alkohol |
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Hallo Andreas,
danke für Deine ausführliche Antwort, die mir viel Mut macht. Besonders, weil Du den Absprung MIT dem Sport geschafft hast. Denn ein Verzicht erscheint mir undenkbar.
Weiterhin viel Glück im Trockenen!
LG,
Torsten |
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| Jackofthedrawer hat zum Thema: Re: Sport und Alkohol -> Sport OHNE Alkohol geschrieben
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