| empfehlenswerte psychosomatische GESUCHT! • Behandlungsmöglichkeiten |
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DarkSoul neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.05.2008 Beiträge: 36 Alter: 31
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Verfasst am: 10.05.2008, 06:50 Titel: Therapieansätze in der LZT |
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Auch auf die Gefahr hin, dass so ein Thread schon besteht. Gefunden habe ich ihn trotz Suche nicht.
Mir geht es um folgendes:
In den verschiedenen Therapieeinrichtungen werden durchaus verschiedene Ansätze praktiziert den Suchtkranken zu helfen. Ich weiß nicht ob das hier alle wissen. Vor allem für Leute die noch eine Therapie machen wollen ist das vielleicht auch ne ganz interessante Information. Bei einer Bekannten von mir war nämlich genau das der entscheidende Punkt überhaupt eine LZT anzutreten.
Auf keine Fall sollten hier die Namen der entsprechenden Kliniken fallen, um nicht hier den Fehler zu machen, einen Teil seiner Anonymität aufzugeben.
Ich persönlich kenne zwei Ansätze. Den einen aus eigener Erfahrung. Und den anderen aus persönlichen Berichten eines Kollegen, der in seiner ersten Therapie in einer Klinik war, die folgendes als Therapie sah:
Es ist vielleicht einigen bekannt, und deswegen auch abschreckend, dass es Kliniken gibt, die am Anfang der Therapie beginnen den Suchtkranken regelrecht zu brechen. Im Grunde wird ihm hier klar gemacht was für ein kleines mieses Ding er durch seine Sucht doch ist. Laut Erzählung dieses Kollegen haben die wohl erstmal morgens ihre 6km beim Joggen abgerissen. Anschließend waren Sitzungen in Klein- und Großgruppen. Mit Therapeuten, also Psychologen und wohl auch Sozialarbeitern. Einer kam in die Mitte und wurde bearbeitet. Von allen. Über mehrere Stunden. Klar flossen da Tränen. Schließlich wurden die da wohl regelrecht emotional unter Beschuss genommen. Nach einigen Wochen begann dann wohl auch eine Aufbauphase des Patienten. Seiner Aussage nach, war die aber oft zu kurz und halb gebrochene Menschen gingen nach Hause. So war es bei ihm. Dass es ihm nicht geholfen hat ist klar. Sonst hätte ich ihn vielleicht nicht kennengelernt.
Bei uns ging das völlig anders zur Sache. Klar ging es ans Eingemachte. Schon in der Vorstellung vor der Großgruppe. Aber nie soweit, dass dort einer richtig nieder gemacht wurde. Es wurde unser Wille etwas an sich zu tun getestet. Wir wurden gefragt worin wir unser Problem sehen und warum wir denken, dass es soweit kam bei uns Suchtkrank zu werden. Dazu möchte ich nachher noch in anderen Threads posten. Mir ist nämlich vorhin beim lesen dieser aufgefallen, dass hier noch viele meinen so "Umgebungsvariablen" wie Stress und so seien die Ursache ihrer Sucht. Egal, nicht hier.
Unsere Therapie begann in den ersten 14 Tagen mit einer Gestaltungstherapie. Anschließend bis zum Ende war morgens Arbeitstherapie angesagt. Nachmittags Groß- oder Kleingruppe, je nach Wochentag. Einmal in der Woche gabs Gruppenaktivität. Da konnten wir im Grunde machen was wir wollten. Billiard spielen, bowlen gehen oder einfach nur mal spazieren. Was dort aber von Anfang an stattfand, war die "Vorbereitung" auf das Leben danach. Die Regeln dort wurden langsam aber sicher Woche für Woche gelockert. Aufenthalt nur vorm Haus, dann Klinikgelände, unter Begleitung raus, alleine raus, als Begleiter von anderen mit raus. Gabs nen Rückfall bedeutete das eine Eischränkung der Regeln. Klar, Alkotests zur Kontrolle so gut wie jeden Morgen, wenns mal nen Rückfall gab auch verstärkt abends. Sportangebote, Sauna und anderes haben unsere Tagesabläufe abgerundet.
Das sind eigentlich so die wesentlichen Dinge aus meiner Therapie.
Kennt jemand andere Ansätze? Ich kenne nur diese beiden. Wie sind eure Erfahrungen in der LZT gewesen? Was wurde dort gemacht um euch zu helfen? Hat es euch geholfen?
Bin mal gespannt auf Antworten
Gruß,
Andy |
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| DarkSoul hat zum Thema: Therapieansätze in der LZT geschrieben
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Bömby neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.05.2008 Beiträge: 12
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Verfasst am: 10.05.2008, 19:10 Titel: Re: Therapieansätze in der LZT |
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Hallo "Schwarze Seele"
Es gibt keine guten oder schlechte Therapieeinrichtung sondern nur die richtige oder falsche. Was ich damit sagen will: Jeder braucht eine bestimmte Therapie für sein eigenes Wesen. Was für mich das richtige ist muß noch lange nicht für dich passen. Der eine braucht Klartextansage der andere braucht Psychoanalyse.
In meiner Therapie war einer der sprach immer nur was für andere richtig sei was sie tuen und lassen sollten, von sich sprach er nie. Nach einigen Wochen haben wir Ihn dann auch "rund" gemacht, bis er heulte wie ein Schlosshund. In den nächsten Tagen war er dann ganz still und zurück gezogen. Als er das nächste mal in der Gruppe das Wort ergriff, sprach er von sich selbst und mit diesem Tag hat erst seine Therapie begonnen. Was er uns dann zum Ende dann dankbar bestätigte.
Für mich ist es immer wichtig das einer den Willen hat etwas an seiner Sucht zu ändern, wenn er Einsicht zeigt und begriffen hat das er krank ist und etwas tuen muß.
Ohne diese Einsicht kann auch der "beste Therapeut" keine Wunder bewirken.
In meiner Therapie wurde sehr stark mit Psychoanalyse gearbeitet, hierbei wurde die gesamte Kindheit und der gesamte Lebenslauf durchleuchtet, um die Ursachen heraus zu finden.
Wirklich geholfen hat mir die Tatsache das ich realisiert habe das ich alleine für mich und meine Taten verantwortlich bin und nur ich selbst auch etwas ändern kann.
LG
Bömby |
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| Bömby hat zum Thema: Re: Therapieansätze in der LZT geschrieben
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DarkSoul neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.05.2008 Beiträge: 36 Alter: 31
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Verfasst am: 10.05.2008, 22:27 Titel: Re: Therapieansätze in der LZT |
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Hallo Bömby,
danke für deinen Beitrag. Deinen Worten stimme ich von vorne bis hinten voll zu.
Im Grunde ist das was du aus deiner Erfahrung schreibst, auch mir widerfahren. Und ja auch wir hatten einen dabei der quer schoss. Allerdings verstieß er gegen Gruppenregeln, was zum sofortigen Ausschluss aus der Therapie führte.
Dein letzter Satz entspricht genau meiner damals gemachten Selbsterkenntnis.
Gruß,
Andy |
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| DarkSoul hat zum Thema: Re: Therapieansätze in der LZT geschrieben
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Co-Abhängige neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 11.04.2009 Beiträge: 8
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Verfasst am: 12.04.2009, 07:41 Titel: Re: Therapieansätze in der LZT |
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| Hallo, da muß ich mal nachfragen. Da kann ich das mit der LZT bei meinen Mann doch gleich vergessen. Wenn er dort fertig gemacht wird, wie du es bei deinen Bekannten geschildert hast, habe ich Angst. Er hat nämlich einen implantierten Kardioverter(Defi). Wenn er sich zu sehr aufregt, schockt das Teil. Er hat starke Herzrythmusstörungen(schon mehrere Herzstillstände). Und er ist ein Pflegefall(Pflegestufe 2). Er kann doch nichts alleine machen! |
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| Co-Abhängige hat zum Thema: Re: Therapieansätze in der LZT geschrieben
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