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Nachlässigkeit der Trockenheitsarbeit!

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Hartmut
Moderator
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Geschlecht: Geschlecht:Männlich
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Beiträge: 10672
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BeitragVerfasst am: 29.04.2008, 10:13    Titel: Nachlässigkeit der Trockenheitsarbeit! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo zusammen,

wenn ich mir das Posten einiger trocken werdender Forenmitglieder ansehe, erkenne ich das sich nach einer gewissen Zeit Kompromisse einschleichen ,was die Trockeheitsarbeit betrifft! Besonders fällt mir das bei denjenigen auf ,die 6 Monate oder länger schon trocken sein wollen!

Besuchen von Kneipen, Dulden das der Partner/Freund oder andere Person wieder beim Beisammensein trinkt!usw......


Warum ist das so?
Erkennt man/ich/ihr das eine lebenslange Abstinenz doch länger dauert als nur ein paar Monate?
Ist da ein Stillstand oder hat das Suchtgedächtnis nur auf so eine Situation gewartet!?

Diese Frage bezieht sich auf diejenigen , die den Grundbausteinen gefolgt sind und nicht schon von Anfang an sie außer Acht ließen!

Gruß Hartmut
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Hartmut hat zum Thema: Nachlässigkeit der Trockenheitsarbeit! geschrieben
JoeDoe
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 02.08.2007
Beiträge: 612
Alter: 37
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 29.04.2008, 15:34    Titel: Re: Nachlässigkeit der Trockenheitsarbeit! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Hartmut,

ich weiß nicht, ob Du mich jetzt auch konkret ansprichst, aber ich gehöre auf jeden Fall zur Generation 6Monate+ und daher antworte ich einfach einmal Winken

Wenn ich mich so durch die Grundbausteine lese, dann sehe ich prinzipiell auch, dass sich dort auch Interpretationsspielraum befindet, bzw. dass individuelle Aspekte eben auch die Umsetzung dieser Grundbausteine beeinflussen.

Dabei ist vollkommen klar, dass man sich natürlich ziemlich bescheuert verhält, wenn man z.B. folgende Meinung vertritt:

Nur weil ich nix mehr trinke, bin ich immer noch Fußballfan, lass mir den Spaß auch nicht verderben und feiere weiter mit meinen Jungs in der Kneipe!

Auf der anderen Seite beinhalten die Grundbausteine aber auch Passagen, deren Umsetzung im Einzelfall etwas schwierig werden. Ein Beispiel von mir:

Grundbausteine hat Folgendes geschrieben:
Letztlich gehört auch zu diesem neuen alkoholfreien Umfeld, jene Plätze zu meiden, an denen man Alkohol getrunken hat, diese Orte mit dem Konsum von Alkohol verbindet.

In meinem Falle hieße das primär, das Wohnzimmer und meinen Arbeitsplatz am Computer zu meiden. In Kneipen habe ich mich nie aufgehalten und in Gaststätten zwar auch etwas getrunken, mich aber nie betrunken. Wo ist es jetzt gefährlicher für mich, wenn ich mit netten Leuten, die keinen Alkohol trinken, in ein Lokal gehen könnte? In der Gaststätte, wo ich mich damit konfrontiert sehe, dass an Nebentischen Alkohol konsumiert wird, oder allein zu Hause (also meiner eigentlichen Trinkumgebung) mit dem Gedanken, einen netten Abend zu verpassen? (Bitte nicht antworten, ich kenne die Lösung Winken)

Ich kann mir also vorstellen, dass manche am Anfang sehr konsequent diese Bausteine beachten, nach einiger Zeit aber immer sorgloser durch den Alltag schreiten und dabei sicher auch leichtsinnig werden können. Vielleicht steht da auch der Wunsch, es doch noch einmal probieren zu wollen, im Hintergrund. Aber das ist natürlich auch nur Spekulationen.

Letztendlich ist ja doch jeder ganz allein für sich verantwortlich und muss wissen, was der eigenen Abstinenz gut und was ihr eben nicht so gut tut.

Aber auch nur so meine Gedanken Winken

Liebe Grüße

J.
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JoeDoe hat zum Thema: Re: Nachlässigkeit der Trockenheitsarbeit! geschrieben
Spedi
Gast






BeitragVerfasst am: 29.04.2008, 15:58    Titel: Re: Nachlässigkeit der Trockenheitsarbeit! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Zitat:
...dass individuelle Aspekte eben auch die Umsetzung [...] beeinflussen.


Und da ist sie wieder, die viel beschworene Individualität.

Die muss manchen Menschen ja schon wahnsinnig viel Wert sein, wenn da so oft so ein "Trara" darum gemacht wird...

Ich werd' doch mal einen eigenen Thread eröfnen...nur für das Thema "Individualität in der Sucht".

LG
Spedi
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Spedi hat zum Thema: Re: Nachlässigkeit der Trockenheitsarbeit! geschrieben
Plejaden
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 20.08.2007
Beiträge: 1356
Alter: 33

BeitragVerfasst am: 29.04.2008, 16:55    Titel: Re: Nachlässigkeit der Trockenheitsarbeit! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Über die Sucht-Individualität mache ich mir bis heute abend mal Gedanken...

Hallo Hartmut,

vielleicht stecken Erfahrungen mit anderen Krankheiten dahinter. Man ist es ja gewohnt, bei einer Krankheit eine gewisse Therapie zu erhalten und danach "geheilt" zu sein. Man nimmt ein paar Wochen lang ein Medikament, geht für einige Zeit ins Krankenhaus, zur Kur oder sonstwohin und danach ist der Körper wiederhergestellt und es kann weitergehen wie vorher.*

Ich kann mir vorstelle, dass dasselbe Prinzip auch auf die Alkoholkrankheit angewendet wird - ich halte mich ein paar Monate an die Grundbausteine, verbanne den Alkohol aus meinem Leben, und dann bin ich stabil ("geheilt"?) und kann wieder alten Beschäftigungen nachgehen und alte Orte aufsuchen. Stabil und trocken, wie ich bin.

Eine Bekannte hat interessanterweise eine ähnliche Entwicklung durchlaufen: Sie hat während der Pubertät eine Lebensmittelallergie entwickelt und hat die "verbotene Speise" einige zeitlang verbannt. Nach einigen Monaten dachte sie, "jetzt müsste es ja wieder gehen". Ging natürlich nicht. Sie malträtiert soweit ich weiß ihren Körper bis heute mit Versuchen, das "Verbotene" dennoch verspeisen zu können.
Auch hier scheint ein ähnlicher Mechanismus am Werk zu sein - Verzicht.

Ich persönliche habe mit meiner Angsterkrankung eine weitere chronische Krankheit, mit der ich mich ein Leben lang auseinandersetzen muss. Niemand kann meine schlechten Erfahrungen mit Menschen, mein Gedächtnis einfach löschen, so dass ich in bestimmten Situationen naiv, unbedarft und unbelastet reagieren kann. Genausowenig kann mein Suchtgedächtnis gelöscht werden. Durch Beides hatte ich die Möglichkeit erhalten, mich besser kennen zu lernen und es war ein Anstoß mir ein neues Leben zu schaffen.

Wenn ich mir Menschen in meinem Umfeld ansehe, die unter ihren mehr oder weniger starken psychischen Problemen leiden und sich dessen überhaupt nicht bewusst sind, einfach jeden Tag weiterleiden und denken "das ist so und damit basta"... Ich bin dankbar.

*Auch das ist natürlich eine bestenfalls fragwürdige Einstellung.
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Plejaden hat zum Thema: Re: Nachlässigkeit der Trockenheitsarbeit! geschrieben
Mannberlin
Gast






BeitragVerfasst am: 29.04.2008, 17:47    Titel: Re: Nachlässigkeit der Trockenheitsarbeit! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Spedi,

ich würde drum bitten!
Jede Krankheit verläuft nach einem Grundmuster, auch eine Suchtkrankheit.
Trotzdem gibt es bei jeder Krankheit, weil sie unter anderem an ein Individium gebunden ist, einen individuellen Verlauf.
Sag es mir bitte wenn ich an der Stelle in der Thera nicht aufgepasst habe und jetzt etwas falsches schreibe.
Ich bin dieser Frage kein Verfechter des Individuellen aber ich lasse mir äußerst ungern ein Fehlverhalten einreden.

Jeder hat hier seine eigene Suchtgeschichte und seinen eigenen Krankheitsverlauf. Denke da sind wir uns wohl einig.
Ich muß mich nicht dafür entschuldigen das ich keine Fettleber habe, keine entzündete Bauchspeicheldrüse und andere körperliche Schäden durch das Trinken.
Ich habe auch nicht meinen Führerschein verloren durch den Suff.

Die Erfahrungen anderer Mitglieder, besonders die der LZTs, sind wertvoll und nicht von der Hand zu weisen.

Zum gleichen Thema habe ich im geschütztem Bereich schon geantwortet und ich werde nachfolgend diese Antwort gekürzt hier veröffentlichen.

Hallo,

auch ich will mich zum Thema melden.
Mein erster Gedanke, meine erste Reaktion auf das gelesene war das ich [...] bin.
Mir wird unterstellt irgendwas zu vernachlässigen und ich etwas durch Kompromisse aufweiche.
Ich fühle mich in die Rechtfertigungsecke gedrängt und es wird mit Fingern auf mich gezeigt weil ich angeblich nicht den Weg [...] befolge und deshalb früher oder später scheitern werde.

[...]

Um es noch mal klar und deutlich [...] zu sagen: Ich habe zu 90% in meinen eigenen vier Wänden gesoffen!!!!!
Sollte ich, [...], bitteschön das erste Jahr auf der Straße leben? Lautet doch eine Maxime in der ersten Zeit die Orte zu meiden an denen ich vorzugsweise Alkohol konsumiert habe.

Das wenn ich Arbeitsmäßig unterwegs war und bin und das die ganze Woche muß ich irgendwo etwas essen! Wo bitte bekomme ich essbares her?
Ich muß in Hotels wohnen! Da gibt es Bars und Restaurants. Da gehe ich nicht rein aber es gibt sie.
Ich habe nicht darüber Buch geführt (vielleicht ein Fehler) wann ich trocken das erste Mal wieder im Kino war. Halbes, dreiviertel Jahr? Weiß nicht mehr. Vielleicht zu schnell für den Einen.
[...]

Da könnte ich jetzt noch so einiges andere Aufzählen.

Vielleicht „vergaß“ ich zu erwähnen als ich mich letzten Dienstag [...] als Abschluß noch einen Kaffee trinken wollten wir logischerweise in ein Café gegangen sind. Wohlgemerkt Café und nicht Kneipe.

- Für mich verbindet sich nämlich mit dem Wort Kneipe der verräucherte, nach Alkohol und sonst was riechende Absturzschuppen an der Ecke und nicht ein Café, Bistro oder Restaurant. Differenzierung kommt offensichtlich [...] nicht vor. -

Bei der suche nach freien Plätzen habe ich schon geschaut was trinken die Leute am Tisch wo was frei ist und was trinken die Leute daneben…..
Ich habe durchaus Plätze gefunden in deren unmittelbarer Nähe kein Alkohol getrunken wurde, allerdings erst im dritten Café.
Das war und ist mir eine Selbstverständlichkeit und deshalb war es mir auch nicht erwähnenswert.

Weil inzwischen schon einiges in mir drin ist und es Automatismen sind welche ich schon gar nicht mehr bewusst wahrnehme.

Genauso handhabte ich gestern als ich mir in einem Straßencafé und nicht in einer Kneipe! einen Milchkaffee gönnte.
Offensichtlich reicht das aber[...] nicht aus, denn da wäre ja noch der Alk aus zweiter Hand!
[..]

Ich möchte eins, nämlich so normal wie möglich leben, mit meiner Krankheit leben und mich nicht von meiner Krankheit beherrschen lassen.
Etwas Lebensfreude ist doch wohl erlaubt oder?
Wobei alles was zur Risokominierung beiträgt schon beachtet wird.

Alternativ kann ich auch auf eine einsame Insel ziehen ohne Kontakt zur Außenwelt und als Eremit leben. Vielleicht gelingt mir da eine vorbildliche Abgrenzung zu allem.

[...]

Gruß


Hinweis für diejenigen die hier lesen und erst kurze Zeit trocken sind oder auf dem Weg dahin

Der von mir geschilderte Sachverhalt basiert auf einer schon längeren Trockenheit.
War Anfang 2006 zur Entgiftung, habe dann eine ambulante Therapie gemacht und gehe neben dem Forum hier auch regelmäßig zur SHG.
Auf das Forum bin ich erst gestoßen als ich für mich durch die angesprochenen Wechseltätigkeit, etwas suchte auf das ich für die Trockenheitsarbeit von jedem beliebigen Ort zugreifen kann.
Es ist mein Weg und es ist mein Leben welches ich mir gestalte durch die Anwendung der genannten Grundbausteine und eines gesunden Egoismus. Dazu gehören auch Prinzipien; könnten auch schwarz/weiß Denken genannt werden.
In Grundfragen der Trockenheit gibt es nur ein ja/nein, entweder/oder...
Jedes 'vielleicht', 'eventuell', 'ich könnte doch', weichen diese Grundfragen auf.

Es sind Grundbausteine! Wie und was ich darauf aufbaue kann sich etwas von dem Unterscheiden was zum Beispiel Spedi baut. Wir benutzen aber die gleichen Dinge, Regeln, Prinzipien für das Fundament.
Das ist in meinen Augen wichtig und das sollte auch Neuen hier vermittelt werden und ich als etwas länger Trockener sollte ab und zu mal schauen wie ich es mit den Grundbausteinen halte.

Gruß
Mannberlin
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Mannberlin hat zum Thema: Re: Nachlässigkeit der Trockenheitsarbeit! geschrieben
kaltblut
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 20.06.2006
Beiträge: 4741
Alter: 53
Wohnort: beiM

BeitragVerfasst am: 29.04.2008, 23:11    Titel: Re: Nachlässigkeit der Trockenheitsarbeit! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Hartmut,

verstehe ich jetzt nicht, meinst Du Leichtsinn oder ob es realistisch sein kann, daß nur mein Mittelfinger stoffabhängige Suchttendenzen oder coabhängige Verhaltensmuster aufzeigt?

Die Rückfallquote liegt ja nicht umsonst in astronomischen Bereich, von den Co Rückfällen ganz zu schweigen.

Es beginnt doch mit dem erreichten Tiefpunkt, der Kapitulation, mit dem Frieden im Kopf.

Danach folgt Aufbauarbeit, radikal und akkurat ausgerichtet, Grundbaustein auf Grundbaustein.

Irgendwann traue ich mich wieder über die Mauer zu sehen.

Je häufiger ich gucke, je weniger macht es mir was aus.
Mein heilender Kopf wird sagen, wann ich ihn einziehen soll, muß oder nicht.
Wenn der Kopf wieder anfängt zu kämpfen fallen irgendwann auch die Mauern, Stein für Stein.

Da muß ich mich in Sicherheit bringen und die Ursachen finden, einen neuen Friedensvertrag mit mir schließen.

Was nützt es mir mich wegzuschließen oder meterdick einzumauern. Mit der Zeit wird mich was packen und dann explodiert es, in mir.
Da hilft doch nur entschärfen, meinen Kopf, nicht meine Umwelt.

Wenn ich mit zittrigen Händen am Zünder rum fummele, rieseln meine Grundbausteine durch die Sanduhr.
Meine Grundbausteine können mich beruhigen, aber den Vertrag, den muß ich unterzeichnen, mit ruhiger Hand, mit mir.

Es gehört zu meinem Leben, daß ich mir keinen Trendkrams reinziehe, nicht ausgetrocknet, mit offenem Mund vor ein Glas Dingbums setze und mir irgendwas wegdenke,
da habe ich schneller einen weg als ich laufen kann. Ich halte an Altbewährtem fest.
Tiefpunkt, Kapitulation und Friedensvertrag beinhalten weder Partisanenkampf, noch Terror, aber Freiheiten. Die zu erleben, dafür lerne ich. Mein Leben ist mir das wert.

LG kaltblut
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kaltblut hat zum Thema: Re: Nachlässigkeit der Trockenheitsarbeit! geschrieben
Spedi
Gast






BeitragVerfasst am: 30.04.2008, 08:58    Titel: Re: Nachlässigkeit der Trockenheitsarbeit! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Servus Mannberlin,

Mannberlin hat Folgendes geschrieben:
...Ich bin dieser Frage kein Verfechter des Individuellen aber ich lasse mir äußerst ungern ein Fehlverhalten einreden.
...[...]...Jeder hat hier seine eigene Suchtgeschichte und seinen eigenen Krankheitsverlauf. Denke da sind wir uns wohl einig...


Davon habe ich auch nie gesprochen: Ich habe nie auf irgendein "Fehlverhalten" abgezielt. Jede(r) muss sein Leben so gestalten, wie er/sie damit zurecht kommt. Ich masse mir auch nicht an, über ein "richtig" oder "falsch" zu urteilen: ich stelle nur fest, ob sich etwas mit meinen Erfahrungen deckt oder davon abweicht - ohne jegliche Wertung!

Genauso geht es mir nicht um die Suchtgeschichte. Dass die individuell ist, steht ausser Frage. Die steht für meine Trockenheitsarbeit aber auch erst an nachrangiger Stelle. Warum? Nun, die Verganenheit (=Suchtgeschichte) kann ich nicht mehr ändern. Wenn ich also trocken werden und bleiben will, muss ich etwas grundlegendes in meinem Leben verändern. Will ich das in letzter Konsequenz, dann spielen auch soziale Aspekte (Beruf, Familie) nur eine untergeordnete Rolle beim Erreichen dieses Zieles. Sie werden mich nicht daran hindern, mein Ziel zu verfolgen und zu erreichen.

Will ich hingegen vorrangig "eine Fassade aufrecht erhalten", habe ich damit natürlich Probleme weil sich nichts grundlegendes verändert hat.
Aber das führt alles an Hartmuts Thread vorbei, vielleicht sollten wir das in einem anderen Thread weiterdiskutieren.

BTT? Danke. Smilie

LG
Spedi
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Spedi hat zum Thema: Re: Nachlässigkeit der Trockenheitsarbeit! geschrieben
Hartmut
Moderator
Moderator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 13.02.2007
Beiträge: 10672
Alter: 49

BeitragVerfasst am: 30.04.2008, 15:51    Titel: Re: Nachlässigkeit der Trockenheitsarbeit! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo ,

da ich diesen Thread prallel laufen habe (geschützten und offenen),möchte ich auch hier meine ersten Eindrücke da lassen!

Zitat:
Hallo

danke für eure Beteiligung an meinem Thread!

Es muss sich hier niemand rechtfertigen oder sich angepisst fühlen! Ich habe keinen persönlich damit ansprechen wollen!
Da ich ein direkter Mensch bin , würde ich eh den Weg über seinen/ihren Thread suchen!

Es ist mir im allgemeinen aufgefallen das Nachlässigkeiten nach einer gewissen Zeit auftreten!

Die von Anfang an eh nicht nach den Grunbausteinen ausgerichteten Weg gegangen sind , waren ja hier auch nicht gemeint!
Die die ihn gegangen sind haben auch die Denkweise dahin gehend verändert und leben zufrieden und glücklich trocken!

ich habe keinen Verzicht oder überhaiupt ein Verlangen mich bei trinkenden Menschen aufzuhalten !

Egal wer oder wo das ist!

Warum auch?

Ich bin auch ab und zum Geschäftsessen eingeladen und nehme nach meiner Tagesform daran teil ! ZUM ESSEN und fertig!

Es ist nicht nur Ihre Sache wenn sie in meiner Gegenwart trinken sondern es ist meine Sache! Sollten sie es nicht einhalten , bin ich der erste der das Lokal verlässt und mit ihnen eine neuen Termin vereinbare

Ich richte mich nach der Krankheit und sie nicht nach mir!

Und es gibt mehr als nur Kneipen und Cafes, wo ich mich mit Geschäftspartner/Freunde aufhalten kann!

Ich glaube Kaltblut hat was von einem Zünder gesprochen!
Wenn ich das mit dem Suchtgedächtnis vergleiche geh ich ja auch nicht mit einer klimmende Lunte, in einen mit Benzin getränkten Raum, während dort die Leute mit dem Feuerzeug spielen!

Gruß Hartmut


Hartmut
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Hartmut hat zum Thema: Re: Nachlässigkeit der Trockenheitsarbeit! geschrieben

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