| Er hat wieder getrunken • Neu hier und voller Verzweiflung! |
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Paleika neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.04.2008 Beiträge: 4 Alter: 27
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Verfasst am: 16.04.2008, 13:00 Titel: "Normaler" Konsum? |
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Hallo an alle,
ich sitze seit drei Tagen vor dem PC und verschlinge sämtliche Themen hier, nun melde ich mich auch mal zu Wort..
Wie bei sovielen geht es auch bei mir um das Problem dass ich mit dem Alkoholkonsum meines freundes habe. Ich bin letzte woche das erste mal zu einer drogenberatungsstelle gegangen um mich zu informieren. Mit dem Ergebnis war ich nicht sos ehr zufrieden obwohl es wohl sinnvoll gedacht war. Die Frau hat mir keinerlei Auskunft gegeben OB mein Freund überhaupt abhängig ist, hat nur das Problem behandelt dass ich mit dem Konsum habe. Da ich in meinem Kopf aber immer weieder das drehende karussel habe ob ich mir alles vielleicht nur einbilde und alles nicht so schlimm ist stelle ich euch meine Frage.
Mein Freund trinlt seit August letzten jahres JEDEN TAG Bier, meist 3-4 unter der Woche und am Wochenende 2. Er braucht es zum Entspannen, hat es in seinen Tageslauf mit eingebunden und ist extrem gereizt wenn er nichts trinkt. Betrunken ist er nie, man merkt ihm das bier nie an.
Ist das schon eine Abhängigkeit, er sagt immer dass feierabendbiere ganz normal sind und wirft mir eine alkoholallergie vor (ich trinke nie)??
Dazu kommt dass er seit mindestens zehn jahren regelmäßig auch cannabis konsumiert. auch dies täglich. Er hat gibt bei beiden Dingen keinen Missbrauch zu, sieht keinerlei Probleme für sich.
Danke für eure Hilfe,
Paleika |
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| Paleika hat zum Thema: "Normaler" Konsum? geschrieben
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Jenny2 Gast
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Verfasst am: 16.04.2008, 13:04 Titel: Re: "Normaler" Konsum? |
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Hi Paleika,
erstmal herzlich Willkommen.
Grundsaetzlich kann Dir keiner die Entscheidung abnehmen, ob Dein Freund ein Suchtproblem hat oder nicht, wir sind hier auch keiner Aerzte, die das bestimmen koennen.
Scheinbar ist es aber, dass es Dich stoert und zu dem Bier kommt dann noch taeglich ein Joint dazu, da wuerden bei mir auch die Alarmglocken losgehen.
Du bist unzufrieden in dieser Beziehung und machst Dir Sorgen bzw. Gedanken ueber diesen Konsum, Dein Freund sieht damit kein Problem, er will so weitermachen. Die einzige Frage, die Du Dir stellen solltest, ist, ob Du so eine Beziehung dann weiterfuehren moechtest.
Alles Liebe,
Jenny |
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| Jenny2 hat zum Thema: Re: "Normaler" Konsum? geschrieben
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Nicole Gast
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Verfasst am: 16.04.2008, 13:07 Titel: Re: "Normaler" Konsum? |
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Hallo Plaika,
Herzlich Willkommen hier bei uns im Forum.
Deine Frage können wir dir auch nicht beantworten.
Aber da du damit nicht zufrieden bist und dich damit unwohl fühlst das er trinkt ist ein Problem.
Dein Problem welches auch nur du ändern kannst.
Solange er nichts ändern möchte und die nötige Einsicht hat wird da auch nichts passieren.
Du kannst aber etwas für dich machen nämlich schauen was dir gut tut.
Liebe Grüsse
Elocin |
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| Nicole hat zum Thema: Re: "Normaler" Konsum? geschrieben
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Spedi Gast
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Verfasst am: 16.04.2008, 13:16 Titel: Re: "Normaler" Konsum? |
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Servus Paleika,
das war eine absolut weise Entscheidung von der Beratungsstelle: | Zitat: | | Die Frau hat mir keinerlei Auskunft gegeben OB mein Freund überhaupt abhängig ist, hat nur das Problem behandelt dass ich mit dem Konsum habe... |
Das ist doch das einzige, bei dem Du überhaupt etwas bewirken kannst: Dein Verhalten, Deine Einstellung zu seinem Konsum!
Die Beratung kann immer nur dem helfen, der da ist. In dem Fall Du. Wenn Dein Partner Hilfe wollte, gäbe es für ihn genügend Möglichkeiten, sich zu informieren und Hilfe zu holen. Aber er will ja nicht. Du willst hingegen etwas verändern, weil Du Dich unwohl fühlst in der momentanen Situation. Also wird auf Dich eingegangen.
Genau wie hier. Wir können nur Dir helfen. Helfen, aus dieser Krankheit rauszukommen, bzw. gar nicht erst in die Co-Abhängigkeit zu geraten. Dir Wege aufzeigen, Denkanstösse geben. Ich wünsche Dir viel Kraft, Deinen Weg zu finden und zu gehen.
LG
Spedi |
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32790 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 16.04.2008, 13:24 Titel: Re: "Normaler" Konsum? |
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Hallo Paleika,
wie die Suchberatung reagiert hat, finde ich richtig.
Genau wie hier geht es um den Menschen, der hier Hilfe bzw. den Erfahrungsaustausch sucht.
Wenn Dein Freund seine Sucht eingesehen hat, dann wird er sich wohl bewegen müssen und selbst Hilfe suchen. Ein Leben ohne Alkohol bekommt keiner geschenkt.
Hier sollte es um Dich gehen, wie Du mit Deinem Leben zurecht kommst.
Über Dritte reden, macht keinen Sinn.
Gruß
Karsten
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Mehr zum Thema Alkohol und Kontrolliertes Trinken |
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| Karsten hat zum Thema: Re: "Normaler" Konsum? geschrieben
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Mistmaus neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.03.2008 Beiträge: 59 Wohnort: Saarland
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Verfasst am: 16.04.2008, 17:32 Titel: Re: "Normaler" Konsum? |
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Hallo Paleika,
herzlich Willkommen hier.
Mal angenommen, die Beratungsstelle hätte zu dir gesagt: NEIN, ihr Freund ist kein Alkoholiker.
Was wäre dann anders? Hättest du dann mit seinem Alkoholkonsum kein Problem mehr?
Vielleicht hilft dir das als Denksanstoss.
Liebe Grüsse
Mistmaus |
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| Mistmaus hat zum Thema: Re: "Normaler" Konsum? geschrieben
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Lena18 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.02.2008 Beiträge: 10 Alter: 37
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Verfasst am: 16.04.2008, 20:48 Titel: Normal - gleiches Problem |
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Hallo Paleika,
was das Thema "normal" betrifft, habe ich das gleiche Problem.
Mein Freund trinkt tägl. 0-3 Bier (mit Freunden mal mehr) und man merkt es ihm auch nicht an.
Den Denkanstoß von Mistmaus finde ich nicht schlecht... aber ich muß ehrlich sagen, wenn mir jemand sagen würde, das er vielleicht gefährdet aber kein Alki ist würde es mir besser gehen.
Ich trinke auch fast nie und weiß nicht ob ich übertreibe oder nicht!
Hab schon versucht zu lesen, was in unserer Gesellschaft als "normal" gilt, aber wirklich was finden tut man nicht.
Aber es ist schon richtig. WIR stehen an erster Stelle und UNS sollte es gut gehen nur Herz und Verstand spielen leider nicht immer das gleiche Lied  |
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| Lena18 hat zum Thema: Normal - gleiches Problem geschrieben
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Schneggsche neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.12.2007 Beiträge: 241
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Verfasst am: 16.04.2008, 21:09 Titel: Re: "Normaler" Konsum? |
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Ich schließe mich mal an. Das was Du beschreibst, ist/war bei mir ähnlich. Mein Ex trinkt in meinen Augen auch zu viel. Dabei ist es erstmal nicht relevant, ob im medizinischen Sinne eine Abhängigkeit vorliegt (das muss ein Mediziner entscheiden), wobei sein Verhalten irgendwo "typisch" ist. Übrigens kifft mein Ex auch mal ganz gerne, sieht aber weder in seinem Alkoholkonsum noch beim Kiffen irgendein Problem. Er reagiert sogar extrem gereizt oder total sauer auf das Thema. Selbst wenn man ihm sagt, dass man sich Sorgen macht (also keine Vorhaltungen), er will davon nichts hören und im Zweifelsfall habe ich eben eine Alkoholphobie bzw. sind in seinen Augen Abstinenzler (wie er sie nennt ) total krank.
Ich hab mich auch oft gefragt, ob er wirklich abhängig ist oder nicht und habe die Problematik für mich dann so erklärt: ich habe ein Problem mit seinem Alkoholkonsum, auch wenn für ihn sein Feierabendbier (oder die mehreren Biere) zum Leben dazu gehören. Ich habe ihm erklärt, dass ich den Biergeruch nicht mag und einfach abends einen Mann neben mir sitzen haben mag, der nüchtern ist und nicht nach Bier riecht. Des weiteren habe ich ihm erklärt, dass er gerne mal was trinken kann, ihn aber gebeten, es nicht jeden Abend zu tun. Er war nicht bereit, seinen Konsum einzuschränken, sondern hat mich (siehe oben) als Spaßbremse, Zicke oder krank hingestellt. Daran habe ich für mich festgemacht, dass der Alkohol ein Problem ist, auch wenn er keins sieht. Er ist ihm wichtiger als unsere Beziehung. Und da brauche ich dann auch keinen Mediziner, um zu klären, ob er im medizinischen Sinne krank ist.
Ich merke, ich wiederhole mich. Was ich sagen will: wichtig ist, wie Du die Situation und seine Trinkerei empfindest. Er hat für sich entschieden, in dem PUnkt nicht auf Dich zuzugehen. Du kannst das akzeptieren und bleiben oder Du gehst.
Ich hab eine ganze Weile gebraucht, bis ich kapiert habe, dass ich ihm nicht helfen kann bzw. ihm nicht begreiflich machen kann, was der Alkohol zwischen uns zerstört. Er hat eine Entscheidung getroffen und ich dann auch - für mich bzw. für unsere Tochter!
Wünsche Dir alles Gute! |
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| Schneggsche hat zum Thema: Re: "Normaler" Konsum? geschrieben
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