| Mein Papa droht mit Selbstmord!! • Alkoholsüchtig??? |
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Erin neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 01.10.2005 Beiträge: 4 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 01.10.2005, 17:45 Titel: Wie kann ich ihm helfen? |
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Hallo zusammen!
Ich bin neu hier, habe schon seit ein paar Wochen immer mal wieder mitgelesen, aber jetzt will ich auch mal erzählen, da ich nicht mehr wirklich weiß, was ich noch machen soll...
Das Problem: Mein Freund ist Alkoholiker.
Seit ich ihn kenne, wusste ich, dass er "gern mal ein Bier trinkt". Seit 2 Monaten wohnt er jetzt bei mir im Haus, daher bekomme ich natürlich merh von seinem Trinkverhalten mit als vorher. Da fiel mir dann auf, dass es echt anscheinend keinen Tag ohne geht.. dass es definitiv merh als "ein Bier" ist.. und dass er teilweise schon nachmittags um 15h anfängt [wahnsinn, wenn man bedenkt dass er selten vor 12h aufsteht..]
Gespräche mit seinem Bruder haben mir dann noch merh verdeutlicht... Seine Eltern sind beide Alkoholiker, und mein Freund trinkt anscheinend schon seit 1997 regelmässig.. jeden Abend.. mindestens 5,6 "Bierchen"..
ALs ich meinen Freund darauf angesprochen habe, hat er natürlich alles abgestritten... Das wär alles nicht so schlimm, ich solle mich mal nicht so anstellen etc.. Ca. 3 tage Streit haben ihn dann halbwegs zur EInsicht gebracht. Er hat 3 Tage lang sein trinken reduziert. Sprich, tag 1 "nur" 3 Bier, tag 2 2, dann nur eins und dann hat er tatsächlich 14 Tage lang KEINEN schluck getrunken. Ich war unheimlich stolz auf ihn. Okay, die ersten Tage waren echt hart.. er konnte nicht einschlafen, dachte nur an sein Bier usw.. aber mit jedem Tag wurde es leichter... Er ist richtiggehend aufgeblüht, er hat soviel gelacht wie sosnt noch nie, ich glaub es war nicht nur für ihn, sondern auch für unsere Beziehung sehr gut.. Er hat auch imemr wieder betont wie gut es ihm geht, etc., und dass er auch gar nicht merh regelmässig trinken will...
Das ist der Haken.. "nicht merh regelmässig".. bzw ich weiß nicht ob es ein Haken ist aber.. für mich sieht es danach aus..
Vor 3 tagen ist ein Freund von ihm zurück in die Stadt gezogen und hat eine Einweihungsparty gegeben. Mein Freund hatte gesagt, dass er an dem Abend nichts trinken wird, einzig heute, an seinem Geburtstag, wolle er es versuchen. Naja.. aber jener Kumpel hat darauf bestanden das mein Freund mittrinkt "blabla, wir haben sun so lange nicht esehen, ich bin beleidigt wenn du nicht mit anstöst" usw.. ich war so sauer!!! Mein Freund hat sich das natürlich nicht 2x sagen lassen.. Er will atürlich einen "normalen" Umgang mit Alkohol erreichen, sprich das er auch mal bei anlässen etwas trinken kann, nur eben nicht merh dieses tagtägliche für sich alleien saufen...
Aber ehrlich gesagt.. bin ich nicht der Meinung dass das für ihn machbar sein wird. Aber ich will ihm ja auch nix vorschreiben. udn ihm auch nichts wegnehmen und.. überhaupt. :/
naja. zurück zu Mittwoch... Eigentlich lief es ganz gut, re trank sei Bier udn sagte mir dann in einer ruhigen minute, dass es ihm nichtmal wirlich schmeckt. doch trotzdem kam r 2.. und nummer 3... und dan noch etwas wein.. Meine Laune hat sich die ganze zeit über verschlechtert, und als ei Kumpel, schon ziemlich blau, mir dan noch sagte ich sei voll konservativ udn soll emich nicht so anstellen blabla, da bin ich echt wütend geworden.. :/ und weil ich mich dann noch mit meinem Freund gestritten habe ist erstmal nach Hause und hat da für sich allein noch 2 Flaschen von irgendem Alko-Pop in sich reingekippt..
Deswegen fühl ich mich echt schuldig.. also.. ich hab das gefühl es sei meien Schuld, dass er wieder allein getrunken hat, eben weil ich so sauer geworden bin und n Streit angefangen hab.. Wäre ich ruhig geblieben, wäre das vieleicht nicht passiert..
Aber ich kann einfach nicht mehr ruhig bleiben bei dem Thema.. es macht mich einfach fertig.. Selsbt in meinem Kopf kreist im Moment alles nu rnoch um den verfluchten Alkohol....
Ich weiß nicht mehr was ich ihm sagen soll.. Ich wei nicht mehr wie ich ihm och helfen kann..
gestern früh haben wir dann ochmal über das thema geredet.. er meinte er sei jetz darüber hinweg, er trinke ja nicht mehr... udn da er ja jetzt soweit sei könne er ja wohl dann trinken wenn er wolte.. kein wort mehr davon "an seinem geburtstag und dann vielleicht noch silvester...." *lol*.. drüber hinweg, jaja. nach 14 tagen..
Wie gesagt, heute hat er Geburtstag udn ich habe ANgst hinzugehen.. klar, es war abgesprochen er "darf" was trinken.. aber. ich hab so einen schiss dass es wieder irgendwie ausaret.... das mich das wieder fertig macht.. das manmir wieder ansioeht, das etwas nicht stimt.. dass er dan aus frust noch merh trinkt..
ich komm da nicht merh raus, ich komm damit einfach nicht emrh klar..
Ich will ihm helfen.. aber ich fürchte, das einzige was ich ihm sagen möchte ist, dass ch "will" dass er GAR nichts mehr trinkt.. auch nicht zu irgndwelchen anlässen. weil ich mir einfach nicht vorstellen kann dass es für jemanden der 7 Jahre lang täglich getrunken hat jemals einen normalen umgang mit dem Alkohol geben wird..
Aber ich weiß genau dass er sowas nicht wird hören wollen.. ich weiß genau dass er mich dafür wieder mit ignoranz "bestrafen" wird.. dass er mir wieder sagt dass ich ihm sein "liebstes" GANZ wegnehmen will.. das war so hart.. als er mir sagte dass das Bier das liebste ist.. :/ ich weiß einfahc nicht ob ich selbst noch die Kraft für mehr dieser aufreibenden Gespräche habe.. in denen ich rede, er gar nichts sagt oder das Problem runterspielt.. ich weiß nicht merh was ich noch sagen soll.. ich weiß nicht mehr was ich von ihm noch zu hören ertrage..
Ich hab mittlerweile mit all seine freunden geredet dun sie gebeten wen sie ihn besuchen noch einfach mal Kein Bier mitzubringen.. habe auch mit dem Kumpel geedet der ihn am Mi zum trinken überredet hat.. dem das ganze mittlerweile echt leid tut, obwohl er nicht glaubt, das ich mit meinem versuch, meinem Freud zu helfen erfolg haben werde..
mein gott, ich rede und rede.. da ist vermtulich alles gar nicht interessant.. aber. ich weiß nicht wie ich es kurz erzählen soll...
ich war so stolz auf die 2 Wochen, die er durchgehalten hat.. ich möchte ihm auch weiterhin glauben, wenn er sagt dass er ja gar nicht mehr regelmässig trinken will.. ich möchte ihm glauben, wenn er sagt das es ja nur ausnahmen sein sollen..
aber ich weiß einfach nicht, ob ich es kann.. ich weiß nicht..
Kann mir irgendjemand helfen??
Kann mir jemand etwas darüber erzählen, ob es "klappt" dass ein Alkoholiker irgendwann mal "normal" mit Alkohol wird umgehen können?
Wenn nicht.. wie kann ich ihn überzeugen, dass es für ihn besser ist GANZ zu verzichten? Weil ich glaube kaum, dass er jemals von allei zu dieser einsicht kommen wird.. :/
Bitte.. erzählt mir was... ich komm allein nicht merh klar...
Ich sag schonmal dankeschön.. und.. von mir ein dickes lob an all diejenigen von denen ich hier bisher gelesen habe, und die ohen Alkohol durchhalten.. das wünsche ich jedem.. Ich hoffe mein Freund ist irgendwann auch soweit!! |
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| Erin hat zum Thema: Wie kann ich ihm helfen? geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32790 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 01.10.2005, 18:28 Titel: Re: Wie kann ich ihm helfen? |
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Hallo Erin und herzlich Willkommen im Forum.
Du denkst jetzt sicher, wie schön, wenn dieser Satz an ihm gerichtet wäre?
Ob er nun Alkoholiker ist oder nicht, kann er nur allein wissen und einsehen.
Da der Alkohol aber sein Leben mehr bestimmt, als Eure Beziehung, ist es sehr wahrscheinlich.
Ob Du es ihm nun verbietest oder nicht, ist nicht ausschlaggebend. Er würde was vermissen und am Ende wärst Du die Schuldige.
Du schreibst auch von Deiner Schuld, weil er weider alleine getrunken hat?
Das solltest Du Dir nicht einreden. Er trinkt Alkohol und macht damit sein und auch Dein Leben kaputt.
Wenn er regelmäßig über Jahre Alkohol konsumiert hat, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass er damit nicht umgehen kann.
Es ist auch nicht möglich, dass ein alkoholkranker Mensch je wieder kontrolliert trinken kann. Die einzige Altanative ist die vollständige Abstinenz.
Denke auch an Dich. Wenn sein Liebstes der Alkohol ist, bist Du nur zweite Wahl für ihn.
Wenn sich das nicht ändert, solltest Du Dein Leben leben, ohne ihn.
Wenn er erst zwei Wochen bei Dir wohnt und schon solche Ansprüche an Dich stellt, wäre eine Überlegung zu einer räumlichen Trennung, noch mal eventuell auf Zeit, ratsam.
Gruß
Karsten
_________
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| Karsten hat zum Thema: Re: Wie kann ich ihm helfen? geschrieben
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chrissyta sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.03.2005 Beiträge: 1053 Wohnort: BW
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Verfasst am: 01.10.2005, 18:59 Titel: Re: Wie kann ich ihm helfen? |
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hallo erin,
ich kann mir vorstellen wie verzweifelt du bist. dein freund ist alkoholiker und du kannst ihm leider nur helfen und unterstützen, wenn er von sich aus aufhören will zu trinken. sonst sind dir leider die hände gebunden und du kannst nur zusehen, überzeugen kannst du ihn nicht.
er verharmlost alles und er meint, weil er 14 tage nichts getrunken hat und dieses ja gegangen ist, kann er weiter trinken. du schreibst die ersten tage waren echt hart, dass zeigt der körper deines freundes braucht den alkohl. es wird immer härter und schwerer werden mit dem aufhören je länger er trinkt.
du darfst dir an nichts die schuld geben, es ist ein zeichen der co-abhängigkeit, die du anfängst zu entwickeln, versuche dieses zu vermeiden. ein alkoholiker sucht immer die schuld bei anderen niemals bei sich selber, auch drohungen sowie erpressungsversuche sind oft an der tagesordnung, lass dich davon nicht einnehmen.
vielleicht ist es wirklich besser ihr habt vorerst wieder getrennte wohnungen, ihr wohnt ja noch nicht so lange zusammen. rede mit deinem freund und erkläre ihm den grund, vielleicht kommt er ja doch irgendwann zur vernunft. wenn mir jemand sagt mein bier ist das liebste was ich habe, dann müsste ich mir doch mal darüber gedanken machen, was ich dann bin.
zum kontrollierten trinken, kann auch ich nur sagen, dieses ist für einen alkoholiker nicht möglich, es kann nur jemand der noch nicht abhängig ist. es ist der wunsch jeden alkoholikers der noch nicht trocken ist, aber er wird sehen, es funktioniert nicht. für einen abhängigen gibt es nur ein ja oder nein.
sprich mit deinem freund ich wünsche dir, dass er dir zuhört.
lg
chrissyta |
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| chrissyta hat zum Thema: Re: Wie kann ich ihm helfen? geschrieben
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Erin neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 01.10.2005 Beiträge: 4 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 02.10.2005, 20:28 Titel: Re: Wie kann ich ihm helfen? |
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um das erstmal eben klar zustellen: Wir wohnen nicht zusammen Er ist vor 2 Monaten bei mir im Haus eingezogen, wohnt aber 5 Etagen tiefer Das heißt, unsere Wohnungen SIND getrennt.
Allerdings ist es mittlerweile wirklich eher so, als würden wir zusammen wohnen. Denn seit er mit dem "Aufhören angefangen" hat, und es ihm die ersten Tage sehr schwer fiel sich abzulenken, hat er mich gebeten, abends zu mir kommen zu dürfen, damit er nicht alleine ist.. wobei ich da schon nicht weiß, ob das richtig ist oder nicht.. ich wollte ihn mit dem Problem nicht alleine lassen... Darum hab ich erstmal meine Verabredungen abgesagt um eben wikrlich "bei Bedarf" da sein zu können.. Klar, er hat mich nicht drum gebeten, aber. irgendwie war das für mich selbstverständlich.. weil. wie könte ich den Menschen den ich liebe allein lassen, wenn er Hilfe braucht.. ?! geht doch nicht.. und trotzdem les ich immer nur "er muss allein damit klar kommen" usw.. :/ das ist so verunsichernd..
naja.. aber.. davon abgesehen.. erstmal danke für Eure Antworten!
Ich muss sagen,gestern - sein geburtstag - lief eigentlich gar nicht soooo schlecht. Gut, ja, er hat getrunken.. aber nicht übermässig.. nach 3 oder 4 Bier ist er von sich aus zu Malz übergegangen und hat das bis zum Schluss der Party durchgezogen. Keiner seiner freunde hat ihn weiterhin aufgefordert "doch noch etwas mitzutrinken".. bin ich ihnen wirlich dankbar für..
Naja.. udn auch so.. ich weiß nicht.. Gut, ihr sagt, kontrolliertes Trinken ist nicht möglich.. der Meinung bin ich auch.. also. nicht dass ich Ahnung davon hätte, aber.. naja... ist irgnediwe schwer vorstelbar.. und trotzdem.. ich weiß nicht.. vielleicht bin ich einfach nur erleichtert, dass der gestrige abend nicht wieder in einem Streit endete.. hach mensch, dieses auf und ab, das is echt anstrengend..
man freut sich über jeden kleinen fortschritt, über jedes Wort seinerseits, was einem vermittelt, dass er es wirklich ohne schaffen will und schafft... und jede Kleinigkeit ndie nicht so gut ist, wirft einen wieder soooweit zurück..
redet man sich selbst etwas ein, wenn es den anschein hat, als lief es plötzlich gut, und man daran glauben möchte? Oder sollte man auch daran glauben? Hilft man ihm damit?
Er sagt immer, "denk nicht soviel drüber nach, das macht dich nur selbst fertig".. was natürlich auch richtig ist.. Er möchte nicht, das man sich Sorgen um ihn macht.. Ist das auch "typisches Gerede"? Sicher ist es nicht gut, wenn man sich das alles selbst sehr zu Herzen nimmt... und ich bin froh für jede Minute an der ich nicht daran denken muss, in der ich mich ablenken kann...
Was das "Bier ist mir das liebste" angeht.. für solche Aussagen entschuldigt er sich ja auch wieder.. :/ Ich weiß nicht.. Ich kann [oder WILL? ] mir nicht vorstellen dass ich erst NACH dem Alkohol komme..
Sein Bruder und seine freunde haben mir gesagt, dass sie ALLE, auch seine Exreundin schon versucht haben, ihn zum aufhören zu überreden.. und das keiner etwas bewirkt hat.. Einige haben gesagt, es sei erstaunlich, dass er auf mich plötzlich hört.. dass er es versucht.. Er hat selbst einmal gesagt, dass er es gut findet, dass ich ihm helfe.. ich sags ja.. dieses hin und her.. einmal sagt er das, dann soll ich mich wieder nicht anstellen.. *verwirrt*
Und. ich weiß einfach nciht.. Wenn alle sagen "räumliche Trennung" bzw überhaupt Trennung.. klar mag es für mich das beste sein.. aber.. was ist das beste für ihn? Wenn ich einfach gehe.. was hat er dan noch für eine Grund es zu versuchen.? Er sagt doch, er WILL gar nicht emrh.. er sagt doch, dass er merkt dass es ohne Alk beser ist..
Oh man, mein Kopf ist so zu davon.. die einen Gedanken gehen in die eine Richtug, die anderen ganz woanders hin..
natürlich MUSS er das ganze für SICH machen.. für mich soll er das nicht tun.. aber wen Sätze wie "Wenn scho nicht für Dich, dann wenigstens für mich" etwas bewirken..? Ist das falsch? Das kann doch nicht falsch sein, oder? :/ |
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| Erin hat zum Thema: Re: Wie kann ich ihm helfen? geschrieben
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Käthe aktiver Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 14.04.2005 Beiträge: 539 Wohnort: Dortmund
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Verfasst am: 02.10.2005, 22:37 Titel: Re: Wie kann ich ihm helfen? |
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Hallo Erin,
ich bin zwar selbst Alkoholikerin, habe aber auch 2 Beziehungen mit Alkoholikern gehabt.
Der eine trinkt sich langsam aber sicher tot, der andere hat 1 Jahr vor mir mit dem Trinken aufgehört.
Beide Beziehungen sind beendet, auch die mit dem Trockenen.
Genau dieses Auf und Ab was Du beschreibst hat dazu geführt, dass die Liebe irgendwann, irgendwo unterwegs verloren gegangen ist. Zum Schluss war da nur noch das Gefühl dem anderen verpflichtet zu sein und ihm helfen zu müssen. Irgendwann war alles nur noch eine Last.
Mein heute trockener Exfreund hat erst aufgehört zu trinken, als ich ihn endgültig verlassen habe.
Was Du tust, kann nur Du entscheiden, aber pass auf, dass Du Dich dabei nicht zu sehr verletzt. Mit jedem Streit und jedem "Drama" bröckelt ein bischen was weg, auch wenn man es nicht sehen möchte.
Alles Gute
Käthe |
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| Käthe hat zum Thema: Re: Wie kann ich ihm helfen? geschrieben
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chrissyta sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.03.2005 Beiträge: 1053 Wohnort: BW
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Verfasst am: 02.10.2005, 22:39 Titel: Re: Wie kann ich ihm helfen? |
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hallo erin,
wenn dein freund mit dem trinken aufhört, wie du es dir ja wünschst, dann spricht auch nichts gegen eine unterstützung, diese ist dann sogar förderlich.
aber solange er an seinen gewohnheiten dem trinken festhält, wirst du weiterhin glauben, er wird schon eines tages aufhören, dieses wird aber beim glauben bleiben. wenn er sagt er möchte nicht, dass du dir sorgen machst, könnte dieses auch heissen, er möchte nicht, dass du ihm ständig in den ohren liegst mit deinem wunsch des nichttrinkens.
ich lese auch wieder aus deinem beitrag, dass du dich nur fragst was wird aus ihm? du solltest mal anfangen auch über dich nachzudenken. deinem freund kannst du nicht helfen, wenn er nicht aufhören will, er wird immer wieder versuchen dich in sicherheit zu wiegen.
wie du schreibst macht er sich gedanken und er hat auch gesehen, dass es ohne alk besser ist, aber er ist nicht bereit ganz darauf zu verzichten sonst hätte er nicht wieder angefangen.
du musst in erster linie versuchen an dich zu denken, ihn wirst du nicht ändern, wenn er es nicht selbst will.
lg
chrissyta |
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| chrissyta hat zum Thema: Re: Wie kann ich ihm helfen? geschrieben
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Erin neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 01.10.2005 Beiträge: 4 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 03.10.2005, 01:50 Titel: Re: Wie kann ich ihm helfen? |
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@Käthe... Das Gefühl ihm nur noch verpflichtet zu sein, habe ich definitiv nicht! Ich möchte, dass es ihm gut geht! Weil.. wenn es ihm gut geht, gehts mir auch gut, also tu ich das [natürlich] in gewisser weise auch für mich selbst.. Und das die Liebe auf der Strecke bleibt.. puh.. gut.. nach laaanger Zeit und viel hin und her.. mag das möglich sein. ja.. ich merke zwar, dass es stark an meinen Nerven zehrt.. aber.. deswegen liebe ich ihn nicht weniger! Es tut mir nur einfach unendlich leid, ihn so zu sehen.. und ihm quasi in sein Leben reinzureden.. ich bin nicht der Typ, der andere ändern will.. Entweder liebe ich einen Menschen so, wie er ist, oder ich tus eben nicht.. aber.. in dem Fall.. keien Ahnung.. Trinken ist in meine Augen ja nicht wie irgendeine nervige Eigenschaft, sondern. naja.. doch irgendwie eine Krankheit, oder? Da kann ich doch nur versuchen ihm dabei zu helfen sich selbst zu heilen.. ist das wirklich ein ändern?
@chrissyta .. hmm.. ich weiß nicht.. ich glaube, wenn er nicht selbst Willen zeigen würde aufzuhören, würde ich mir nicht einreden, "dass er schon irgendwann aufhört" .. so ging das ganze erst los.. vor seinen 14 Tagen Trockenheit hat er auch gesagt "er hört schon irgendwann auf, nur nicht JETZT".. udn darauf hab ich mich gar nicht erst eingelassen.. weil "irgendwann" wird - denke ich - immer irgendwann bleiben.. und wenn er von irgendwann redet. .dann kann ers auch sofort tun, was er ja auch getan hat..
Klar, wärs ihm bestimmt lieber, wenn ich einfach meinen Mund halten würde.. doch.. das kann ich gar nicht.. ich kann doch nicht einfach tatenlos zusehen.. :/
Und nach gestern hat er heute schon wieder ein wenig Verlangen nach seinem Bier.. aber er trinkt es nicht.. Ich will einfach im Moment nur an ihn glauben... Ich glaube ihm, das er nicht merh trinken will.
Was mir eben ANgst macht ist die Sache mit dem "nicht mehr regelmässig"... Ich weiß nicht.. wie ist das ? Es gibt doch bestimmt auch hier Leute, die versucht haben, sich auf "Anlässe" zu beschränken..?! Fällt man dann sofort zurück in seinen alten Rhythmus? Oder versucht man trotzdem, die regelmässigkeit zu unterbinden, und das geht manchmal gut, aber eben nicht immer? Oder.. ich weiß nicht..? wie fühlt sich das an? :/ ich hab einfach keine Ahnung..
Wenn ich ihn darauf anspreche sagt er nur "ich bin 25, da will man eben auch auf ner party mal was trinken"... .. :/ versteh ich ja irgendwo.. nur.. meien Güte.. wie krieg ch ihn dazu einzusehen, das es bei ihm eben nicht gehen wird...? Das er sich die "Chance" selbst kaputt gemacht hat? :/
Oder geht es nicht villeicht doch?
OMG.. ich weiß gar nicht, wieso ich überhaupt noch schreibe.. alles ist nur so wirr.. :/ |
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| Erin hat zum Thema: Re: Wie kann ich ihm helfen? geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32790 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 03.10.2005, 07:33 Titel: Re: Wie kann ich ihm helfen? |
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Hallo Erin,
Du hast so viele Zweifel.
Ein Alkoholiker wird nie wieder nur mal ein Bier trinken können.
Das es viele versucht haben, ist leider wahr. Sie haben damit aber nur noch mehr Jahre ihres Lebens verschenkt.
Es geht vielleicht eine Weile gut, ist eben bei jeden unterschiedlich, aber dann ist man meist noch schlimmer dran, als vorher.
Das Dein Partner es anders sieht, ist doch normal. Er will ja nicht wirklich auf sein Bier verzichten und hält sich mit solchen Worten "Ich werde doch mal...was trinken können", eine Hintertüre auf, um nicht wirklich aufhören zu müsssen. |
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| Karsten hat zum Thema: Re: Wie kann ich ihm helfen? geschrieben
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