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Angst vor dem ersten Schritt ...

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Was mach ich nur?   •    Problem mit alkohol  
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Tosh
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 28.03.2008
Beiträge: 5
Alter: 30

BeitragVerfasst am: 28.03.2008, 19:12    Titel: Angst vor dem ersten Schritt ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo zusammen,
ich habe mich hier angemeldet, weil meine Mutter Alkoholabhängig ist und ich alleine einfach nicht mehr damit klar komme. Ich bin 26 Jahre alt und meine Mutter hatte so weit ich mich zurückerinnern kann immer ein Problem mit Alkohol. Zwischenzeitlich war es vielleicht mal für ein Jahr besser und sie hat wirklich nichts mehr getrunken, aber dann fing es wieder langsam an. Ich weiß gar nicht so recht, wie ich das jetzt alles am besten schreibe, deswegen entschuldigt bitte, wenn meine Gedanken etwas wirr und unstrukturiert erscheinen - ich schreib mir einfach alles von der Seele.
Mein großer Vorteil und mein größtes Hindernis ist, dass ich eigentlich ein super Verhältnis zu meiner Mutter habe. Sie ist für mich eine wahnsinnig wichtige Person und ich kann mit ihr über alles reden. Ich habe hier schon einige Beiträge durchgelesen und hatte anfangs wirklich Angst, selber zu schreiben, da mir meine Probleme fast zu banal vorkommen: ich wurde niemals von ihr geschlagen, niemals vernachlässigt, niemals im Suff angeschrien. Ich habe sie auch noch niemals wirklich besoffen erlebt (Gott sei Dank!!). Ich denke mir oft, dass es mir dann vermutlich leichter fallen würde, mit ihr über ihr Problem zu reden. Nunja, meine Mutter trinkt seit dem ich mich erinnern kann. Früher als Kind hab ich das vermutlich nie so bewusst wahrgenommen, aber irgendwann kam ich dann auch mal an den Punkt, wo ich gemerkt habe, dass da was nicht stimmt. Wenn ich versuche mich zurück zu erinnern waren ihre Getränke Bier -> Sekt -> Bier -> Wein. Wieviel sie am Tag trinkt, kann ich gar nicht so gut einschätzen, da ich eben nicht mehr daheim wohne. Beim Bier warens am Tag vielleicht so 3-4 Flaschen (0,5L), beim Wein isses vielleicht eine Flasche (kann ich aber wirklich nicht einschätzen). Ich bin wirklich froh, dass sie noch nicht auf härtere Sachen umgestiegen ist, wobei Sucht natürlich gleich Sucht ist und Alkohol auch bei einer Flasche Bier am Tag seine zerstörerische Wirkung hat.
Lange Zeit habe ich das Problem wirklich für mich alleine behalten und einfach gehofft, dass es wieder besser wird. Mit meinem Vater habe ich noch nie darüber gesprochen, weil ich ihn mittlerweile auch in die Kategorie "Co-Abhängiger" einreihen würde. Ich habe Angst, dass ich bei einem Gespräch mit meinem Vater eine Gleichgültigkeit bei ihm heraushören würde, die mir wahnsinnig weh tun würde (so in die Richtung: "du kennst sie doch." "du kennst doch ihre Probleme" "Was soll ich denn da machen?"). Mein Vater ist wirklich die gute Seele in unserer Familie und er macht wirklich alles für meine Mutter und muss dann auch ihre Launen aushalten. Natürlich habe ich auch Angst, dass er es irgendwann nicht mehr selber verkraften kann.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass meine Mutter eigentlich immer krank ist und auch viele Medikamente einnehmen muss. Ich habe das Gefühl, dass sie damit Aufmerksamkeit erzeugen will (die ich ihr aber auch so gebe). Mein Bruder (dessen Verhältnis nicht so gut zu meiner Mutter ist), bezeichnet sie auch als Hypochonder, was mir persönlich immer sehr weh tut. Sie hat/hatte Boreliose, Probleme mit dem Darm ... Manchmal hoffe ich wirklich (so kalt und herzlos es auch klingen mag), dass sie für eine längere Zeit ins Krankenhaus muss und so von der Sucht weg kommt - auf Dauer wäre das natürlich bestimmt nicht.
Mittlerweile hat sie auch ein ganz schlechtes Verhältnis zu ihrer Mutter und ihren Geschwistern, was ihr wirklich sehr zu schaffen macht und was sie auch oft zur Flasche greifen lässt. Die Probleme mit ihrer Verwandschaft noch aufzuschlüsseln würde hier vermutlich den Rahmen etwas sprengen und das Problem ist auch nicht auf das Alkoholproblem meiner Mutter zurückzuführen - ich würds aber als unlösbares - aktuelles - Hauptproblem für die Alkoholsucht bezeichnen.
Ich selber bin ein sehr sensibler und harmoniebedürftiger Mensch und das hat mich bisher immer davon abgehalten, mit meiner Mutter offen über ihr Problem zu reden. Ich habe mich bis jetzt nur meiner Freundin anvertraut, was mir persönlich geholfen hat, unserer Beziehung auf Dauer aber schadet, da sie merkt, wie schlecht es mir geht und sie auf Dauer nicht die Kraft hat (welche sie selber für ihr Leben braucht), um mich aufzubauen. Ich bin wirklich wahnsinnig froh, dass ich sie habe und sie versucht immer, mir zu helfen und für mich da zu sein und ich bin ihr deswegen auch sehr dankbar.

Jetzt ist es einfach an der Zeit, dass ich meine Mutter darauf ansprech. Ich will nicht, dass sie ihren Körper noch mehr kaputt macht und auf Dauer vielleicht auch die Beziehung mit meinem Vater gefährdet bzw. auch meine Beziehung zu meiner Freundin.
Allerdings kann ich mir schon jetzt denken, wie das Gespräch ablaufen wird. Sie wird mir an den Kopf werfen, dass ich doch ganz genau weiß, in was für einer Lage sie mit ihrer Familie steckt und dass ich mich doch raushalten soll. Und nach zwei Minuten werde ich dann bestimmt anfangen zu weinen und nicht wissen, mit was für Argumenten ich antworten kann. Ich weiß auch gar nicht, was ich ihr dann raten soll (falls sie mich überhaupt soweit kommen lässt). Soll ich ihr sagen, sie soll mal mit ihrem Hausarzt reden? Aber dafür müsste sie sich erstmal eingestehen, dass sie ein Problem hat.
Ich habe eine solche Angst, dass ich durch das Gespräch meine echt gute Beziehung zu meiner Mutter gefährde Traurig Ich hoffe so sehr, dass ich dadurch, dass wir eigentlich immer gut miteinander reden können, an sie rankomm und sie es dann vielleicht auch nachdenklich stimmen wird, wenn ich mit Weinen anfangen werde (was sich vermutlich nicht vermeiden lässt). Ich bin dann auch wieder weg, da ich 500km entfernt studiere und werde dann vielleicht in einem Monat wieder heim kommen - habe also gar keine Möglichkeit festzustellen, ob mein Gespräch irgendwas bewirkt auf Dauer.
Nächste Woche ist mein Vater für eine Woche weg und ich werde für 3 Tage mit meiner Mutter allein sein, bevor ich dann wieder zu meiner Freundin fahre. Ich habe mir vorgenommen, dann am ersten Tag gleich mit ihr zu reden, um dann die anderen beiden Tage noch für sie da zu sein.

Ich habe wirklich große Angst vor dem Schritt, aber ich bin es ihr schuldig! Ich will ihr helfen, solange ich ihr noch helfen kann und mich haben die Beiträge hier teilweise wirklich sehr nachdenklich gemacht. Nachdenklich insofern, weil ich gesehen habe, was noch alles auf sie (und uns) zukommen wird.

Wie lief denn bei euch der erste Schritt ab? Könnt ihr mir irgendwelche Ratschläge geben?

Vielen Dank fürs Lesen! Allein das alles zu schreiben hat mir persönlich schon gut getan.
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Tosh hat zum Thema: Angst vor dem ersten Schritt ... geschrieben
caro1969
sehr aktiver Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 01.09.2007
Beiträge: 5934

BeitragVerfasst am: 28.03.2008, 20:06    Titel: Re: Angst vor dem ersten Schritt ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo tosh!

schön das du dich entschieden hast dir hilfe hier im forum zu suchen.das ist schon mal ein anfang in "die andere"richtung.die bessere und die "ich bin nicht allein mit meinen GROSSEN sorgen"richtung!

herzlich willkommen!!!

da dein beitrag umfangreich ist möchte ich dir erstmal sagen das du es leider nicht in der hand hast deine mum vor dem schlimmsten zu bewahren.ist schlimm,ich weiss,aber leider IST ES SO!wir als angehörige haben nur begrenzte möglichkeiten.das solltest du dir ganz deutlich klar machen.deine mum ist krank.deine mum,egal was für familäre vorgeschichten,sie hat,will trinken!!!solange sie keinen grund dazu sieht aufzuhören,könnt ihr ihr NICHT helfen.
das einzige was du tun kannst ist,DIR selber hilfe zu nehmen!um "damit"besser umgehen zu können.den ersten schritt hast du ja schon getan.indem du dich hier mitteilen möchtest und dich mit uns anderen austauschen möchtest.weitere möglichkeit währe eine reale selbsthilfegruppe."die"kann sooooo gut tun!ich hätt es selber nie für möglich gehalten,in "fremden"halt zu finden.ist aber möglich!!
du solltest versuchen deine mum NICHT mehr mittelpunkt sein zu lassen.in DEINEM leben.das kannst du lernen.nicht von heute auf morgen.leider nicht.es bedeutet arbeit!arbeit für DICH.damit "es"dich nicht kaputt macht!

schritt für schritt..

ja,das was du vor hast,mit ihr zu reden,find ich gut.was dabei rauskommt..wissen wir nicht.ABER du für dich weisst danach das du es versucht hast.denn unser gewissen macht es uns nicht gerade einfach und einen versuch "unversucht" gelassen zu haben..würde dich nur belasten.

also,komm erstmal hier zur ruhe..indem du liest und schreibst soviel DU willst.du wirst merken,das allein wird DIR schon ein stück weit helfen...

denk dran,das problem deiner mum war nicht innerhalb eines tages da...

genauso "langsam"wird es auch eventuell zu lösen sein..

geduld..

liebe grüsse caro
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caro1969 hat zum Thema: Re: Angst vor dem ersten Schritt ... geschrieben
Happybanshee
Gast






BeitragVerfasst am: 28.03.2008, 21:33    Titel: Re: Angst vor dem ersten Schritt ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hey tosh,

herzlich willkommen und schön, dass du hier gelandet bist!

ich bin auch erst seit ein paar tagen dabei, aber ich finde es hilft schonmal total, dass man sich mal alles von der seele schreiben kann. es ist zwar komisch wenn man so ganz ins blaue hinein schreibt, ich hab zb auch angst, dass ich mich "anstelle" wenn ich mir hier so die ein oder andere geschichte durch lese, aber es hilft schonmal. vielleicht kommt es einem selbst auch so "banal" vor, weil man es irgendwie "gewöhnt" ist. aber es gibt sicher keine "richterskala" die sagt wann es "schlimm genug" ist

ich hab schon endlose gespräch-versuche mit meiner mutter (alki) hinter mir, es nützt einfach nichts. ich habe die erfahrung gemacht, dass es entweder in einen grandiosen streit ausartet, oder dass sie ja und amen und "du hast ja recht" zu allem sagt...nur ändert es rein gar nichts. vielleicht meint sie es in dem moment sogar ernst, aber ich habe gelernt nichts von dem zu glauben, was sie sagt sondern mich nur an taten zu orientieren. man hofft und hofft aber wird zwangsläufig enttäuscht.

meine ma neigt auch dazu über verletzungen bzw. angebliche oder tatsächliche krankheiten (ich kann da wahrheit und lüge schon lange nicht mehr zuordnen) aufmerksamkeit zu heischen und das fand ich immer ganz furchtbar.

jedenfalls bin ich auch immernoch in dem stadium zu lernen, dass ich mich distanzieren und schützen muss. als kind eines alkis kannst du einfach nicht das ruder rumreißen, so traurig es ist. aber es ist schwer das zu akzeptieren.

also für ratschläge bin ich selbst nicht weit genug, aber jetzt weißt du schonmal wie es bei mir war/ist...

ich drücke dir jedenfalls die daumen, dass du das gespräch gut überstehst und wünsche dir ganz viel kraft!

gruß
happybanshee
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Happybanshee hat zum Thema: Re: Angst vor dem ersten Schritt ... geschrieben
Tosh
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 28.03.2008
Beiträge: 5
Alter: 30

BeitragVerfasst am: 19.05.2008, 16:59    Titel: Re: Angst vor dem ersten Schritt ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo zusammen,
vielen Dank für eure Antworten und es tut mir leid, dass ich mich jetzt so lange nicht mehr gemeldet habe.

Ich hatte mit meiner Mutter gesprochen, allerdings habe ich mehr um den heißen Brei rumgeredet und danach gings mir nicht wirklich besser. Ich wollte sie nochmal ansprechen (weil einem natürlich immer erst danach die entscheidenden Punkte einfallen), aber "es hat sich nicht mehr ergeben" - oh man, was für eine "Entschuldigung" Weinen

Ich bin jetzt wieder in Dresden und hab hier wieder Abstand bekommen und angefangen, einfach nicht mehr dran zu denken und es zu verdrängen.
Am Freitag hat mich von meinem Bruder eine eMail erreicht mit einem Brief, den er an sie geschrieben hat. Er hat es jetzt auch mitbekommen, dass sie ein richtiges Problem hat und durch sein eh schon schlechtes Verhältnis zu meiner Mutter kann er ihr das auch direkt ins Gesicht sagen (bzw. der Brief war sehr direkt) - mir fällt das ja total schwer. Konkret geht es drum, dass meine Eltern eben auch schon Großeltern sind und es für mein Bruder natürlich unverantwortlich ist, dass meine Mutter als Babysitter einspringt. Er hat ihr das auch direkt im Brief geschrieben, dass sie eine Therapie machen soll, sonst wird sie ihre Enkel verlieren. Er hat, bevor er dann den Brief geschrieben hat, auch mit meinem Vater telefoniert, aber mein Vater ist wohl auch Co-Abhängig und steht total unter der Kontrolle von meiner Mutter. Wir vermuten auch, dass er den Brief abfängt und ihn meiner Mutter gar nicht zeigt.

Mein Bruder hat in der eMail dann auch darum gebeten, dass wir (wir sind insgesamt zu dritt, aber der älteste ist wirklich nur ein, zweimal im Jahr daheim und bekommt das alles garnicht mit) uns bei ihm melden und er war erstaunt / erfreut, dass ich ihn dann am nächsten Tag gleich angerufen habe. Für mich war es eine Erleichterung, dass ich jetzt nicht mehr allein da steh und ich jetzt auch offen mit meinem Vater reden kann, wobei mich das natürlich trotzdem Überwindung kosten wird.

Am Mittwoch fliege ich wieder heim (hatte mich eigentlich auf einen schönen Familienbesuch gefreut und dass ich meine Freundin endlich wieder sehe) und wir haben besprochen, dass ich am Mittwoch dann gleich meinen Vater auf den Brief anspreche und eben mit ihm besprech, wie es nun weiter gehen soll. Je nachdem, wie das Gespräch ausgeht, kommt mein Bruder dann am Donnerstag vorbei und will mit uns vieren (meinen Eltern und mir) offen darüber reden - ich hab tierische Angst vor dem Gespräch und ich rechne ehrlich gesagt mit einem großen Knall.
Ist es der falsche Weg, ihr knallhart ins Gesicht zu sagen, dass sie die Enkelkinder verliert, wenn sie keine Therapie macht? Aber ich mein, irgendwie muss sie es ja kapieren.

Ich sollte mich hier in Dresden vielleicht echt nach einer Selbsthilfegruppe für Angehörige umschauen, denn allein steh ich das nicht durch. Mich belastet hier grad so viel und ich kann mit niemandem wirklich drüber reden.

Liebe Grüße,
Jens
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Tosh hat zum Thema: Re: Angst vor dem ersten Schritt ... geschrieben
Tosh
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 28.03.2008
Beiträge: 5
Alter: 30

BeitragVerfasst am: 20.05.2008, 20:06    Titel: Re: Angst vor dem ersten Schritt ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

wisst ihr, was mir vermutlich am meisten Angst bereitet?

Hier gehts eigentlich in so gut wie jedem Thread irgendwann auch darum, dass der Vater / die Mutter wieder angefangen haben zu trinken (sofern man sie davor zu einer Therapie überzeugen konnte). Mir ist klar, dass es halt das Phänomen von einem Forum ist, dass man sich halt meistens nur meldet, wenn man Probleme hat, aber das zu lesen kann einen wirklich traurig stimmen. Und ich bin mir auch bewusst, dass die Gefahr für einen Rückfall immer gegeben ist Traurig

Ab dem Zeitpunkt, ab dem das erste mal vor meiner Mutter das Wort "Alkoholsucht" fällt, hab ich das Gefühl, dass meine "heile Kindheit" kaputt ist. Klar, letztendlich ist es eine "heile Scheinwelt" Traurig Aber ab dem Zeitpunkt wird alles anders sein und der Alkohol und die Probleme damit wird irgendwie vermutlich alles dominieren. Versteht ihr meine "Sorgen" ein bißchen? Bisher hatte ich mich immer gefreut, nach hause zu kommen, aber ich habe Angst, dass es dann in Zukunft nur noch drum geht, ob meine Mutter einen Rückfall hatte oder ob und wie sie heimlich trinkt und lauter so Sachen.
Ich WEIß, dass das offene Gespräch am Donnerstag sehr wichtig ist und der erste Schritt in die hoffentlich richtige Richtung. Und ich mach mich jetzt vermutlich viel zu sehr verrückt, denn ICH kann eigentlich garnichts machen, außer meiner Mutter das Gefühl zu geben, dass ich für sie da bin und nur ihr bestes will.
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Tosh hat zum Thema: Re: Angst vor dem ersten Schritt ... geschrieben
caro1969
sehr aktiver Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 01.09.2007
Beiträge: 5934

BeitragVerfasst am: 21.05.2008, 10:27    Titel: Re: Angst vor dem ersten Schritt ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo jens...

ich vermute mal einfach das eure "formulierung"die falsche sein könnte...

therapie oder enkelkinderentzug!klingt wie ne drohung...das dürfte auch bei deiner mutter so ankommen.und "drohen"sollten wir ja nicht.
klar,solltet ihr eure konsequenzen klip und klar offen dalegen.vielleicht in form von....das kann und möchte ich nicht verantworten?...mama du möchtest doch auch nicht das deinen enkelkindern was passiert...

sag dir immer wieder das du KEINE angst haben brauchst!in ruhigen ton "einfach"mal ALLES los werden...ist erst mal euer ziel...wie die reaktion aussehen wird...weisst du nicht.jedoch kannst du wie auch immer diese aussehen wird...DEINE eigenen konsequenzen daraus ziehen.was dir nicht gut tut...lässt du in zukunft.frag dich was du für DICH und deine eigene person ändern KANNST.was deine mutter macht,ist die sache von IHR allein.du kannst IHR nicht helfen,solange SIE Nicht will.

wird schon...

übrigens,sollte es nicht das phänomen dieses forum sein,sich nur wenn es in deinem leben sch... läuft,zu posten.auch "das kontinuierliche"schreiben kann DIR helfen...(soll um gottes willen KEINE rüge meinerseits sein)nur nen kleiner denkanstoss,lächel...

liebe grüsse caro

p.s.kopf hoch!lass dich durch dein gedankenkarussell nicht nieder machen."steig ab"...
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caro1969 hat zum Thema: Re: Angst vor dem ersten Schritt ... geschrieben
caro1969
sehr aktiver Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 01.09.2007
Beiträge: 5934

BeitragVerfasst am: 26.08.2008, 15:37    Titel: Re: Angst vor dem ersten Schritt ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo jens!

schön das du mal wieder online bist!!!freut mich...

wie geht es DIR?ist ja doch schon wieder ne zeitlang her das du dich gemeldet hast...schade

liebe grüsse caro
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caro1969 hat zum Thema: Re: Angst vor dem ersten Schritt ... geschrieben
Tosh
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 28.03.2008
Beiträge: 5
Alter: 30

BeitragVerfasst am: 27.08.2008, 17:28    Titel: Re: Angst vor dem ersten Schritt ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Caro,

ja, ich habe mich wirklich schon eine Weile hier nichtmehr blicken lassen und wurde gestern nur durch eine Massenbenachrichtigung mal wieder hier her gelenkt.

Tja, was ist passiert.

Ehrlich gesagt soviel, dass ich viel schon wieder verdrängt habe und mich momentan in Dresden - weit weg von meiner Familie - in mein Häuschen verkriech und nichts an mich heran lasse.

Es gab ein Gespräch mit meiner Mutter. Allerdings in einem anderen Rahmen und es war wirklich gut und auch von ihrer Seite recht offen. Allerdings meinte sie eben so das übliche, dass sie zwar Probleme hatte und ihren Trost im Alkohol gesucht hat, aber sie jetzt zusammen mit meinem Vater davon wegkommen und auf ihre Gesundheit achten, mit Gesund essen, Sojamilch usw. Das kaufe ich meiner Mutter auch ab, da sie eigentlich eine sehr gesundheitsbewußte Frau ist. Ab dem Gespräch mit ihr war für mich das Thema wieder vom Tisch und ich habe zwar trotzdem noch immer geschaut, ob ich irgendwelche Flaschen rumstehen sehe, aber mir war nichts aufgefallen. Ich weiß, das hat nichts zu sagen, hat mir aber in dem Moment erstmal genug "Sicherheit" geliefert.
Dann bin ich eben noch in die Front zwischen meinen Eltern und meinem Bruder gekommen. Das ist wirklich bis ins extremste ausgeartet (mein Bruder und seine Frau wollten absolut keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern). Mitterweile erzählt meine Mutter allerdings wieder öfters am Telefon, dass sie zum Babysitten dort warten - ich traue mich aber nicht, sie direkt darauf anzusprechen, was aus den Differnzen zu meinem Bruder geworden ist.

Momentan fehlt mir einfach die Kraft, mich damit noch auseinander zu setzen. Meine Beziehung ist gerade am auseinanderbrechen (allerdings wegen anderer Probleme), mein Studium steht kurz vor dem Ende und ist gerade mit extremen Zeitdruck verbunden, demnächst steht vermutlich ein Umzug an (wenn es mit einer Diplomstelle klappt). Es sind einfach soviele Sachen, die mich gerade belasten, dass ich echt nicht mehr weiß, wo mir der Kopf steht. Und natürlich belastet es mich extrem, dass mir jetzt der Rückhalt von meiner Freundin wegbricht - aber das ist eher ein Thema für ein anderes Forum.

Es ist aber ein schönes Gefühl, wenn man merkt, dass man hier nicht vergessen wird. Dankeschön Smilie
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Tosh hat zum Thema: Re: Angst vor dem ersten Schritt ... geschrieben

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