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Sein Glück versus mein Glück - was ist richtig?

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Feuervogel
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 19.03.2008
Beiträge: 618
Alter: 54
Wohnort: Norddeutschland

BeitragVerfasst am: 22.03.2008, 15:30    Titel: Sein Glück versus mein Glück - was ist richtig? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo an Alle,
mein Freund ist Alkoholiker und ich schreibe meine Frage jetzt ganz bewußt nicht bei den Co's, sondern bei euch, weil ich von euch wissen will, ob ich ein "Spielverderber" bin...
Ich glaube ich brauche nicht zu erwähnen, daß ich meinen Freund sehr liebe, ebenso wie er mich - denke ich.
ABER:
Mein Glück besteht aus einem suchtfreien Leben, wo ich auch seelisch und körperlich gesund bleiben kann - dazu gehört auch ein suchtfreies Umfeld, sprich ein suchtfreier Partner.
Sein Glück besteht aus der Beziehung zu mir UND seinem Alk...
Er (sagt er) trinkt "kontrolliert" und tatsächlich bekomme ich selten mit, wenn er was trinkt/getrunken hat, weil er es nur abends in seinen eigenen vier Wänden tut (wir leben nicht zusammen).
Dennoch finde ich, daß sein Glück eine Illusion ist, denn der Alk vergiftet (schleichend?) nicht nur seinen Körper sondern auch sein Wesen und (damit?) unsere Beziehung...
Oder? Sehe ich das falsch?
Bin ich egoistisch oder schwach, weil ich das nicht aushalte/aushalten will?
Weil ich nicht zusehen will, wie er sich zugrunde richtet?
Oder gehe ich daran zugrunde, weil mich seine Sucht runterzieht?
Oder soll ich ihm sein "bißchen" Alk gönnen?
Was ist richtig?
Mich quält der Gedanke, daß ich ihm unrecht tue...
Danke für eure Antworten.
lonely girl
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Feuervogel hat zum Thema: Sein Glück versus mein Glück - was ist richtig? geschrieben
Leseratte
Gast






BeitragVerfasst am: 22.03.2008, 16:08    Titel: Re: Sein Glück versus mein Glück - was ist richtig? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo lonely girl,

wenn dein Freund trinken will, lass ihn trinken. Du kannst ihn nicht zum trockenen Alkoholiker machen, das muss er selber wollen. Und so weit ist er offensichtlich noch nicht.

Du kannst dich nur darum kümmern, dass es dir gut geht. Und für dich bist du verantwortlich, nicht für deinen Freund.

Aber in deiner Gegenwart ist er immer nüchtern oder hab ich da was falsch verstanden?

Trinkst du aus Prinzip keinen Alkohol oder bist du trockene Alkoholikerin?

Liebe Grüße
Heike
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Leseratte hat zum Thema: Re: Sein Glück versus mein Glück - was ist richtig? geschrieben
Lilly12
Gast






BeitragVerfasst am: 22.03.2008, 16:08    Titel: Re: Sein Glück versus mein Glück - was ist richtig? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo lonelygirl,

Ich verfolge Dich Geschockt Lachen falscher Ort hier für Dich ! Auf den Arm nehmen Also ma raus hier ! Verrückt
Heeeey, nur Spaß Lachen ich meins ja nich böse ABER :

Du "gehörst" in den CO-Bereich ! Denn hier geht es um Dich, nicht um Deinen Partner.
Deine Gedanken drehen sich viel zu viel um IHN, wenn ER Hilfe braucht, dann muß ER sich welche suchen.
Und Du kannst hier Hilfe für Dich finden, aber für DICH PERSÖNLICH !
Denke jetzt mal lieber an DICH !

Und ich wiederhole mich auch gern wie ne Schallplatte:
DU KANNST IHM NICHT HELFEN... nur Dir selbst.

Ich kann Dich aber schon gut verstehen... natürlich möchte man gern helfen, aber ich sehe Dich auch tief in einer CO-Abhängigkeit, korrigiere mich bitte, wenn ich mich irre.

Du wirst hier sicher auch noch andere Antworten bekommen, aber ich sag Dir trotzdem mal, wie ich das sehe...
Jeder Alkie braucht seinen persönlichen Tiefpunkt, der ist bei jedem anders. Erst wenn der Leidensdruck für einen selbst zu hoch wird, wird man handeln.
Und wir handeln auch eher selten für andere, die sind uns in unserer Sucht eher egal, die Sucht ist nämlich leider stärker als alles andere. Heißt ja nicht, das wir gern bösartig sind, aber die Sucht treibt uns dahin, zu lügen, Versprechen nicht einzuhalten, weil wir sie gar nicht einhalten können, immer wieder Hoffnungen zu erwecken, auch die sind in Wirklichkeit keine, wir tun das nur, um in Ruhe weitersaufen zu können.
Bis ein zu hoher Leidensdruck entsteht, siehe oben...

Was willst Du denn schon dagegen tun können ? Wie willst Du helfen können ? Du kannst Dich entscheiden, das noch länger aushalten zu wollen, das ist eigentlich nur die eine Möglichkeit, die andere ist, zu handeln und Konsequenzen zu ziehen, evtl. in Form einer Trennung.
Sonst gehst Du langsam dran kaputt, psychisch... Deine Seele stirbt dann auch so langsam vor sich hin.
Die Wahl triffst Du ganz allein.

Unterstützung für den Weg der Konsequenz und Ratschläge zum Handeln bekommst Du, wie schon gesagt, eher im CO-Bereich... Winken

Ich wünsche Dir alles Gute auf Deinem Weg, möglichst raus aus der CO-Abhängigkeit und zurück ins Leben.

LG an dich
Lilly
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Lilly12 hat zum Thema: Re: Sein Glück versus mein Glück - was ist richtig? geschrieben
Andi
Gast






BeitragVerfasst am: 22.03.2008, 16:11    Titel: Re: Sein Glück versus mein Glück - was ist richtig? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo lonely,
Zitat:
Bin ich egoistisch oder schwach, weil ich das nicht aushalte/aushalten will?


Nein!!Du handelst eigenverantwortlich wenn Du für dein zufriedenes Leben sorgst,nicht mehr und nicht weniger!!!

Zitat:
Oder gehe ich daran zugrunde, weil mich seine Sucht runterzieht?


In deiner Frage,steckt die Antwort!!
Zitat:
Mich quält der Gedanke, daß ich ihm unrecht tue...


Hast Du das Gefühl ihm unrecht zu tun?

Es ist dein Recht ein normales gesundes und erfülltes Leben zu führen,ohne das Gefühl haben zu müssen,ständig für das Leben anderer verantwortlich zu sein!!

So sehe ich es,als trockener Alkoholiker!

Gruß an dich,Andi
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Andi hat zum Thema: Re: Sein Glück versus mein Glück - was ist richtig? geschrieben
Feuervogel
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 19.03.2008
Beiträge: 618
Alter: 54
Wohnort: Norddeutschland

BeitragVerfasst am: 22.03.2008, 16:54    Titel: Re: Sein Glück versus mein Glück - was ist richtig? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo ihr Lieben,
vielen Dank für eure Antworten - ja da habe ich mich wohl noch nicht so ganz verständlich ausgedrückt, was genau ich wissen will.
Also noch ein Versuch:
Ich hatte ihm letztes Jahr klipp und klar gesagt, Beziehung mit ihm nur (wieder) OHNE Alk!
Also wenn ich ihm jetzt das Ultimatum stelle, der Alk oder ich - bin ich dann unfair? Er ist krank, er kann den Alk nicht lassen, so habe ich das verstanden. Soll ich in der Beziehung bleiben und ihm das "bißchen" Alk lassen?
Ich empfinde das allerdings so, daß die Sucht wie ein Damoklesschwert über uns hängt - eines Tages wird das Ding runterkommen, vielleicht erwischt es mich noch vor ihm...?! Traurig

Zitat:
Du kannst ihn nicht zum trockenen Alkoholiker machen, das muss er selber wollen.

Das weiß ich.
Zitat:
Aber in deiner Gegenwart ist er immer nüchtern

Ja, seit letztem Jahr. Am Telefon - meistens. Kunststück, ich vermeide ja auch, ihn abends anzurufen.... Oder er geht dann nicht ran...
Zitat:
Trinkst du aus Prinzip keinen Alkohol oder bist du trockene Alkoholikerin?

Ich habe immer selten getrunken, dann aus Solidarität zu ihm gar nicht mehr und jetzt hasse ich Alkohol geradezu!
Zitat:
Hast Du das Gefühl ihm unrecht zu tun?

Ja! Wenn ich mich wegen des Alks von ihm trenne!
Zitat:
Heißt ja nicht, das wir gern bösartig sind, aber die Sucht treibt uns dahin, zu lügen, Versprechen nicht einzuhalten, weil wir sie gar nicht einhalten können, immer wieder Hoffnungen zu erwecken, auch die sind in Wirklichkeit keine, wir tun das nur, um in Ruhe weitersaufen zu können.

Ja, das scheint bei ihm auch so zu sein...
Zitat:
evtl. in Form einer Trennung

Ja genau - und das ist die Krux, daß ich denke, daß ich ihm unrecht tue - verdammt, ich glaube sein Wohlergehen ist mir wichtiger, als meins???
Ich werde nächste Woche zur Suchtberatung gehen und mir selber helfen lassen...
Zitat:
Sonst gehst Du langsam dran kaputt, psychisch... Deine Seele stirbt dann auch so langsam vor sich hin.

Du hast es genau getroffen, Lilly!
Dann ist die Antwort wohl klar, nicht?
Immer noch unglücklich
lonely girl
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Feuervogel hat zum Thema: Re: Sein Glück versus mein Glück - was ist richtig? geschrieben
Andi
Gast






BeitragVerfasst am: 22.03.2008, 17:02    Titel: Re: Sein Glück versus mein Glück - was ist richtig? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo lonely!

Du hast dich für mich sehr verständlich ausgedrückt!

Es wurde demzufolge doch auch verständlich geantwortet,oder wurde da deinerseits jetzt etwas missverstanden?

Oder wolltest Du diese Antworten nicht hören/lesen??

Gruß Andi
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Andi hat zum Thema: Re: Sein Glück versus mein Glück - was ist richtig? geschrieben
Lilly12
Gast






BeitragVerfasst am: 22.03.2008, 17:22    Titel: Re: Sein Glück versus mein Glück - was ist richtig? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo lonelygirl

Zitat:
Also wenn ich ihm jetzt das Ultimatum stelle, der Alk oder ich - bin ich dann unfair?


Mh, wenn Du ihm noch n Ultimatum stellen willst, musst Du entscheiden…
Du hast geredet, Du hast Warnungen ausgesprochen, hat es was genützt ?
Und was folgt dann logischerweise ? Taten !
Dann muß man handeln, weil man sonst nicht mehr ernst genommen wird.

Du bist Dir viel zu wenig wert, setzt Dich an zweite Stelle… Traurig
HALLO !! DU BIST AUCH WER !!
Und Du bist es wert, geliebt zu werden, so wie Du bist Ausrufezeichen

Und lonelygirl, helfen wollen an sich ist ja eine gute und lobenswerte Eigenschaft, bei CO`s kann das aber geradezu abhängig machen, helfen zu wollen…. Helfersyndrom, weißt schon.
Man kann helfen, aber ich halte es grundsätzlich für besser, immer erst dann zu helfen, wenn man drum gebeten wird, überhaupt jetzt mal. Aufgedrängte Hilfe nimmt niemand gern an, kann sogar zu einer inneren Verweigerungshaltung führen… nööö…nu schonma erst gar nich…
Böse
Bittet man aber um Hilfe, nimmt man sie ja dann auch gern an, weil man sich selbst drum bemüht hat, ein schon mal grundsätzlich besseres Ausgangsgefühl, so seh ich das jedenfalls. Winken
Bei CO`s läuft das aber irgendwie anders, weil sie ihr Selbstwertgefühl oft aus Hilfeleitung für andere beziehen. An sich denken sie immer erst zuletzt. Aber sie frönen auch im Grunde damit ihrer eigenen „Sucht“ Winken

Zitat:
Ich empfinde das allerdings so, daß die Sucht wie ein Damoklesschwert über uns hängt - eines Tages wird das Ding runterkommen, vielleicht erwischt es mich noch vor ihm...?!


Ja vielleicht….

Zitat:
…und das ist die Krux, daß ich denke, daß ich ihm unrecht tue - verdammt, ich glaube sein Wohlergehen ist mir wichtiger, als meins???
Ich werde nächste Woche zur Suchtberatung gehen und mir selber helfen lassen...


Es gibt auch Wege aus der CO-Abhängigkeit …. Und richtig, man benötigt Hilfe dafür, also ist Deine Idee sehr gut, zur Suchtberatung zu gehen. Aber dann auch wirklich machen, gelle ? Winken
Bis dahin sind aber noch ein paar Tage, vielleicht möchtest Du Dich bis dahin ja doch noch im CO-Bereich austauschen ? Schaden kanns ja nix, oder ? Winken
Und dann beginne mal daran zu arbeiten… tief in Dich zu schauen, warum ist das so, das Du sein Wohlergehen über Dein eigenes stellst ? Woran könnte das liegen ? Vielleicht findest Du das heraus, mit Hilfe anderer? Manchmal sehen andere mehr, als man selbst, weil sie einfach mehr Abstand dazu haben und so objektiver betrachten können als der Betroffene selbst ?
Wie sagt man so schön: Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung... in diesem Fall wohl eher zum wieder-Glücklich-sein-können

LG an die immer noch unglückliche lonelygirl, die hoffentlich nicht für immer unglücklich sein möchte... und die die Antworten im Grunde auch selbst schon kennt... Winken

Lilly
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Lilly12 hat zum Thema: Re: Sein Glück versus mein Glück - was ist richtig? geschrieben
Gotti
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 3354
Alter: 51
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 22.03.2008, 17:22    Titel: Re: Sein Glück versus mein Glück - was ist richtig? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Lonely,
ich denke, du wolltest die Antworten schon lesen. Su suchst eine Bestätigung für deine Gedanken und hast sie bekommen.
Du weisst, was du zu tun hast, wie du dir helfen kannst.
Es ist nur hart, diesen - genau diesen ! - Weg zu gehen. Das kann ich gut verstehen, denn noch (!) ist bei dir schon noch Liebe da. Aber wie lange diese noch anhält ist dir selbst nicht gewiss.
Gehe zur Suchtberatung und lasse dir helfen, den einzig richtigen Weg für dich zu gehen.
Liebe Grüße, Gotti.
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Gotti hat zum Thema: Re: Sein Glück versus mein Glück - was ist richtig? geschrieben

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