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Meine Mutter sieht nicht ein, dass sie Alkoholikerin ist

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Felina
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Anmeldungsdatum: 03.03.2008
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BeitragVerfasst am: 04.03.2008, 16:14    Titel: Re: Meine Mutter sieht nicht ein, dass sie Alkoholikerin ist Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Danke für deine Ratschläge. Du hast Recht, meine Mutter sollte aufhören zu trinken, weil sie es für sich will, nichtr für mich. Sonst fängt sie spätestens wieder an wenn die Semesterferien vorbei sind und ich weg bin, wahrscheinlich früher. Ich werde reagieren, wenn meine Mutter mich direkt auf das Theman Alkohol anspricht (was mich sehr überraschen würde). Ich möchte ihr nicht das Gefühl geben, dass sie mich nach jedem Absturz besänftigen kann, wenn sie ein oder zwei Tage nichts trinkt. Diesmal muss sie mir schon zeigen, dass es ihr jetzt ernst ist (was ich nach wie vor bezweifle).

Mir geht es eigentlich ganz gut. Ich habe gestern lange mit der Freundin gemailt, von der ich dir erzählt habe. Sie versteht, dass ich so nicht mehr weiter machen kann und dass ich ausziehen und mich von meiner Mutter zurückziehen will, sobald es geht. Sie hofft, dass das für meine Mum der heilsame Schock sein könnte. Und wenn sie nicht aufwacht, halte ich sie damit wenigstens davon ab zwei Leben zu zerstören, statt einem, so hart das klingt.

Ich weiß jetzt wenigstens, dass ich nicht allein bin. Wenn ich tatsächlich nach meinem Auszug die Besuche bei meiner Mutter einstellen werde, werde ich höchstwahrscheinlich auch noch meine Großmutter verlieren (ich überlasse ja ihre kleine Tochter sich selbst Mit den Augen rollen ). Das würde mir weh tun, aber ich nehme es in Kauf. Es hätte zumindest den Vorteil, dass ich meinen Großvater nicht mehr sehen müsste und das wäre definitiv ein Pluspunkt. Aber mir bleibt auf jeden Fall meine Freundin, die immer ein offenes Ohr und praktische Ratschläge für mich hat. Mein Vater wird sicher auch verstehen, dass ich so nicht weiter machen kann, sein Vater war Alkoholiker, er weiß also, dass man als Kind eines Alkoholikers irgendwann nicht mehr kann. Unser Verhältnis ist nicht eng, aber okay. Und er ist jeder Zeit da, wenn ich praktische Hilfe brauche, sei es Hilfe beim Umzug, bei der Steuererklärung etc. Das ist auch schon eine große Hilfe.
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Felina hat zum Thema: Re: Meine Mutter sieht nicht ein, dass sie Alkoholikerin ist geschrieben
caro1969
sehr aktiver Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 01.09.2007
Beiträge: 5934

BeitragVerfasst am: 04.03.2008, 16:28    Titel: Re: Meine Mutter sieht nicht ein, dass sie Alkoholikerin ist Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo felina...

freunde sind wichtig für DICH.sie werden dir auch hilfe geben können mit der jetzigen situation umgehen zu lernen.es ist nämlich garnicht so einfach "das "alles durch zu stehen/leben.
ich kann mich da echt nur wiederholen.schau auf DICH!sei gut zu DIR.wenn es deine freizeit zulässt,such dir hobbys,um die zeit inder du dir sonst sorgen um mum machst,positiv auszufüllen.umso weniger du dich mit den sorgen um deine mum abgibst,umso "einfacher"wird es für DICH.dieses negative gedankenkarussell kann auch DICH krank machen.also immer schön gegenwirken.DU hast es nicht in der hand was mit deiner mum werden wird,aber DU hast dein eigenes leben in der hand.

ich wünsche dir das dir das gelingen wird..

schreib wann immer du das bedürfnis hast..

liebe grüsse caro
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caro1969 hat zum Thema: Re: Meine Mutter sieht nicht ein, dass sie Alkoholikerin ist geschrieben
Kelly Anderson
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 06.03.2008
Beiträge: 3
Alter: 42
Wohnort: Dithmarschen

BeitragVerfasst am: 07.03.2008, 11:45    Titel: Ich bin stolz auf dich! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Felina,

ich finde es sehr gut, dass du dich hier angemeldet hast. Das ist ein Anfang. Vielleicht schaffst du irgendwann ja den Schritt zu den "echten" Menschen, und suchst dir eine AA Angehörigengruppe, die es auch bei euch gibt! Ich fand es damals mehr als hilfreich, nicht nur davon zu lesen, sondern betroffene Angehörige zu hören, zu erleben, wie sie fühlten und dort Hilfe und Verständnis zu bekommen. Es half mir, zu begreifen, dass Alkoholismus kein Fluch, sondern eine wirklich schlimme Krankheit ist, die der Betroffene selten ohne Hilfe hinter sich lassen kann. Ich hatte damals großes Glück. M ist ein einziges Mal in der Betroffenengruppe gewesen und das hat ihm damals den ultimativen Schock versetzt! Er hat von einer Sekunde auf die andere vollkommen aufgehört zu Trinken, ist 2 Wochen lang durch die Hölle gegangen, mit allem, was dazu gehört, dann hatte er es geschafft. Er ist und bleibt trocken, seit nunmehr 23 Jahren.

Du weißt, ich liebe deine Mutter sehr, aber ich glaube nicht, dass sie es ohne Hilfe schaffen wird. Sie ist nicht annähernd so weit, einzusehen, dass sie ein schweres Problem hat. Ihre kurzen Phasen "ohne" sind lediglich ihr Alibi, jederzeit sagen zu können: Ihr seht doch, ich brauche es nicht! Ich habe in den letzten Tagen viel mit ihr darüber gesprochen, sie hält jetzt still für dich, nicht für sich selber. Es treibt mir die Tränen in die Augen und ich könnte sie schütteln für ihre Uneinsichtigkeit, aber das bringt nichts. Man kann es keinem Suchtkranken einprügeln, seine Sucht, seine Krankheit, zuzugeben, nur derjenige selber ist im Stande, sein Problem zu sehen, zuzugeben und dann vielleicht zu bekämpfen.

Ich bin immer für dich da, genau wie ich immer für deine Mutter da sein werde!
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Kelly Anderson hat zum Thema: Ich bin stolz auf dich! geschrieben

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