| Bitte um Hilfe bei suche nach Klinik!!!! • Hat sie ein Problem? |
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Felina neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.03.2008 Beiträge: 12 Alter: 27
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Verfasst am: 03.03.2008, 13:25 Titel: Meine Mutter sieht nicht ein, dass sie Alkoholikerin ist |
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Hallo,
ich habe mich hier angemeldet, weil ich nicht mehr weiter weiß. Meine Mutter ist äußerst labil und reagiert auf jedes Problem damit, dass sie sich betrinkt. Trotzdem sieht sie sich nicht als Alkoholikerin. Sie argumentiert damit, dass sie ja immer wieder einige Monate lang mit ein oder zwei Bier am Tag auskommt und auch sehr gelegntlich ein paar Tage lang gar keinen Alkohol trinkt ohne körperliche Entzugssymptome zu haben. Aber dabei blebt es nie lange. Sie hat immer einen Vorrat an Alkohol auch stärkere Sachen) da, auf den sie zurückgreift, sobald irgendetwas sie aufregt. Die ersten Alkoholexzesse, an die ich mich bewusst erinnern kann, habe ich mit etwa 8 bis 10 Jahren miterlebt. Ich weiß aber, dass sie schon früher getrunken hat. Von meiner Großmutter weiß ich, dass meine Mutter sie nach der ersten Trennung von meinem Vater volltrunken angerufen hat. Damals war ich noch ein Baby. Laut meiner Großmutter fanden sie meine Mutter, als sie einige Stunden später kamen, besinnungslos betrunken, die Wohnung heruntergekommen und mich allein und mit Fieber in meinem Bett. Also muss ich meine Mutter wohl auch schon als sehr kleines Kind betrunken erlebt haben, aber daran kann ich mich nicht erinnern, was überraschend ist, da ich durchaus recht klare Erinnerungen an andere Ereignisse aus meiner frühen Kindheit habe. Aber wie gesagt, meine ersten bewussten Erinnerungen an die Alkoholsucht meiner Mutter setzten ein als ich 8 - 10 war (genauer weiß ich es nicht mehr). Die Gründe waren damals Eheprobleme zwischen meinen Eltern. Ich habe nie verstanden, warum die beiden geheiratet haben. Sie haben nichts geneinsam und hatten sích noch nie etwas zu sagen. Solange ich denken kann haben sie sich gegenseitig verachtet. Wenn mein Vater schon schlief oder arbeiten musste (er hat früher im Schichtdienst gearbeitet) hat meine Mutter sich betrunken und mir von den Affären meines Vaters oder ihrer ungllücklichen Kindheit erzählt. Sie hat mir detailliert erzählt, dass sie im Alter von 13 Jahtren zum ersten Mal versucht hat sich umzubringen und dass es danach noch weitere Selbstmordversuche gegeben hätte. Mittlerweile glaube ich, dass sie das nur erfunden hat, da sie in den letzten Jahren immer wieder angedeutet hat, sie könnte versuchen sich etwas anzutun, aber es nie versucht hat. Außerdem behauptet sie, bei dem angeblichen Selbstmordversuch mit 13 hätte sie sich die Pulsadern aufgeschnitten und sie wurde erst gefunden als sie schon fast bewusstlos war und sehr viel Blut verloren hatte (wie gesagt, ihre Schilderungen waren ziemlich plastisch). Allerdings hat sie keine Narben an den Handgelenken. Damals habe ich ihr die Geschichte aber noch ohne sie zu hinterfragen geglaubt. Ich hatte Alpträume, in denen ich nachts ins Bad ging und meine Mutter verblutet in der Badewanne vorfand. Jedesmal wenn ich noch hause kam und sie nicht sofort sah, hatte ich panische Angst hinter der nächsten Tür, die ich öffne die Leiche meiner Mutter zu finden. Immer, wenn ich auf Klassenfahrt war oder bei Verwandten schlief, habe ich jeden Tag zu hause angerufen um sicher zu stellen, dass zu hause alles in Ordnung ist.
In meiner Jugend entspannte sich die Situation dann etwas. Damals waren wir noch religiös (heute geht nur noch mein Vater zur Kirche). Unsere Kirchengemeinde bekam einen neuen eelsorger, der 4irgendwie einen Draht zu meiner Mutter fand. Wenn jetzt etwas schief ging trank sie nicht mehr, sondern rief den Seelsorger an. Das ging so lange gut, bis der Seelsorger in eine andere Gemeinde versetzt wurde. Meine Mutter hast ihm nie verziehen, dass er ihr nicht von der Versetzung erzählt hat, sobald er es wusste, sondern die offizielle Mitteilung abgewartet hat. Damals war ich 17 und dann wurde es ganz schlimm. Meine Mutter war jeden Abend volltrunken und fing wieder mit ihren Selbstmordandeutungen an. Sie wurde jedem gegenüber kalt und zynisch. Bis dahin war sie immer sehr nett zu mir, weenn sie nüchtern war. Mein Vater distanzierte sich weiter von ihr. Fünf Jahre lang lebten meine Eltern noch zusammen ohne ein Wort mehr miteinander zu reden als unbedingt nötig, bis mein Vater diese Farce vor einem Jahr endlich beendete ud auszog. Danach wurde es etwas besser. Meine Mutter war "nur noch" alle paar Wochen bis Monate volltrunken und meistens gab es einen konkreten Auslöser. In letzter Zeit wurde es wieder schlimmer, weil nach der Trennung mehr und mehr Geldsorgen kamen. Vor Weihnachten ist mir dann der kragen geplatzt: Ich habe von meiner Mutter verlangt sämtlichen Alkohol im Haus zu entsorgen und ab sofort gar nicht mehr zu trinken, ansonten würde ich die Feirtage nicht mit ihr verbringen. Daran hat sie sich nur über die Feirtage gehalten und dann heimlich weiter getrunken, bis vor einer Woche in Maßen. Aber dann war sie wieder an zwei Abenden in der Woche volltrunken. Danach reichte es mir endgültig. Ich habe ihr mitgeteilt, dass ich, sobald ich nächstes Jahr mein Diplom habe, wegziehen werde so schnell es geht und den Kontakt zu ihr abbrechen werde, wenn sie weiter trinkt. Das war vor zwei Tagen, seitdem haben wir kein Wort mehr miteinander gewechselt, obwohl wir uns im Moment im selben Haus befinden und meine Mutter ist wieder jeden Abend betrunken.
Noch etwas zur allgemeinen Situation: Ich bin 23 und studiere in einer anderen Stadt. In den Semesterferien und am Wochenende bin ich bei meiner Mutter, unter der woche im Semester im studentenwohnheim. Ich würde gerne ganz ausziehen, lieber heute als morgen. Aber das ist finanziell nicht drin. Nach Abzug der Fixkosten bleiben mir nur 50 Euro im Monat. Ich kriege kein Bafög und mein Vatr kann mich nicht mit mehr Geld unterstützen, da es ihm momentan auch finanziell sehr schlecht geht. Im Moment läuft es so, dass mein Vater alle zwei Wochen für beide Haushalte einkauft, weil meine Mutter und ich kein Auto haben. Während des Semesters fährt er mich dann sonntags mit den Lebenmsmitteln, die ich brauche, an meinen Studienort. Einen Nebenjob annehmen wäre im Moment sehr schwierig, da im Oktober mein Diplomsemester beginnt und ich vorher noch zwei Praktika machen muss. Damit bin ich unter der Woche beschäftigt und die Wochenenden brauche ich zum Lernen. |
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| Felina hat zum Thema: Meine Mutter sieht nicht ein, dass sie Alkoholikerin ist geschrieben
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caro1969 sehr aktiver Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 01.09.2007 Beiträge: 5934
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Verfasst am: 03.03.2008, 14:35 Titel: Re: Meine Mutter sieht nicht ein, dass sie Alkoholikerin ist |
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hallo felina...
schön das du den weg in dieses forum gefunden hast,sei herzlich willkommen hier.
als ich deinen beitrag las,dachte ich..wow,felina weiss sich trotz der echt mehr als bescheidenen kindheit(um es mal milde auszudrücken) noch gut "zu wehren".darauf kannst du sehr stolz sein.denn es bedarf sehr viel kraft(wie wir alle hier am eigenen leib kennenlernen "durften")..
ich kann verstehen das du nicht mehr weiter weisst.denn unsere möglichkeiten als erwachsene kinder von alkoholikern ist tatsächlich nur begrenzt.das was du vor einigen tagen zu deiner mum sagtest,HAST DU ABSOLUT RICHTIG GEMACHT!!!!!du zeigst deiner mum,bis hierhin und NICHT weiter.HALTE DURCH.egal wieviel sie jetzt trinkt oder nicht.so wie ich es rausgelesen habe,missbraucht dich deine mum,seid kindheitsbeinen an.das darf nicht sein.änder das.du scheinst ihr einziger halt zu sein..auch wenn das für dich vielleicht anders rüber kommt.solange sie diesen "halt" inform von dir hat,wird sie niemals aufwachen.warum auch.du bist ja da.bei dir kann sie ihren ganzen schrott ja abladen.ganz egal wie es dadurch in DIR aussieht.seelische grausamkeit nennt man das.deutlich wurde für mich auch das deiner mum ein richtiger ansprechpartner fehlt,als du von ihrem verhalten geschrieben hast,als der seelsorger in eine andere gemeinde ging.sie hat sich in ihre sucht geflüchtet.SIE muss da auch allein raus finden.über lass sie sich selbst.man spricht auch von:in liebe los lassen und SICH selber in liebe begegnen.konzentrier dich auf DICH.seh zu wie du am aller besten mit der jetzigen situation klar kommst.damit solltest du erstmal genug zu tun haben.habe geduld,es wird erfahrungsgemäß nichts passieren.auch wenn dich die angst um deine mum fast "umbringt"(so war es mein leben lang,bei meiner mum).erst wenn der alkoholiker merkt(und das kann dauern)das er/sie NICHT mehr der mittelpunkt ist,für seine angehörigen,kann er aufwachen.und eventuell etwas an seinem leben ändern wollen.
lies dich hier mal durch die anderen threads..du wirst sehen,egal wie schrecklich deine vergangenheit und auch deine gegenwart war/ist...du lebst das gleiche leben vom kern her,wie wir alle hier.es hilft schon zu wissen das man nicht allein ist mit seinen kaum zu bewältigenden problemen.
liebe grüsse caro
p.s.ach ja..schreib immer dir danach ist..denn das tut auch so gut..gehör für das jahrzentelang angesammelte zu finden..es erleichtert.. |
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| caro1969 hat zum Thema: Re: Meine Mutter sieht nicht ein, dass sie Alkoholikerin ist geschrieben
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Felina neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.03.2008 Beiträge: 12 Alter: 27
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Verfasst am: 03.03.2008, 15:29 Titel: Re: Meine Mutter sieht nicht ein, dass sie Alkoholikerin ist |
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Hallo Caro,
erstmal Danke für das nette Willkommen im Forum. Es hat lange gedauert, bis ich mich entschlossen habe, mich hier anzumelden, hauptsächlich deswegen, weil ich lange nicht wahr haben wollte, dass meine Mutter Alkoholikerin ist. Ich habe mir eingeredet, Alkoholiker seinen nur Leute, die schon morgens anfangen zu trinken und körperliche Entzugserscheinungen haben. Aber letzendlich spielt es keine Rolle, ob meine Mutter körperlich oder psychisch vom Alkohol abhängig ist. Fakt ist: Sie kann ohne ihren "Notfallvorrat" nicht leben, sie trinkt heimlich, sie riskiert lieber, mich zu verlieren als mit dem Trinken aufzuhören. Sie ist Alkoholikerin und das zu erkennen war für mich ein wichtiger Schritt. Ich habe erst in den letzten Jahren angefangen, ihr klar die Meinung zu sagen, besonders jetzt, nachdem mein Vater ausgezogen ist.
Du hast Recht, während meiner Kindheit war ich - mit Ausnahme des bewussten Seelsorgers - der Einzige wirkliche Ansprechpartner meiner Mutter. Zu ihrer Schwester hat sie keinen Kontakt, ihr Bruder ist tot (Selbstmord, kurz nach meiner Geburt), ihr Vater ist ein egoistischer Mistkerl und ihre Mutter genauso labil wie sie (meine Oma trinkt nicht, ist aber auch absolut nicht belastbar). Als ich ein Kind war, hatte ich eine absolut symbiotische Beziehung zu meiner Mutter. Sie war, wenn sie nüchtern war, immer sehr nett zu mir, hat viel Zeit mit mir verbracht, mit mir für die Schule gelernt und mir jeden Wunsch von den Augen abgelesen. Getrunken hat sie damals nur phasenweise und immer erst abends, tagsüber war alles okay. Ich dachte, ich hätte die beste Mutter der Welt. Ausgenutzt gefühlt habe ich mich damals nicht, das kam erst viel später. Erst nach Beginn meines Studiums wurde mir klar, dass ich nie gelernt habe ohne meine Mutter klar zu kommen oder neue Kontakte zu knüpfen. Ich war als Kind nie gerne von zu hause weg, ich wollte lieber in der Nähe meiner Mutter sein. Wenn ich mit anderen Kindern gespielt habe, waren das die Kinder ihrer Freundinnen (die eigentlich eher Bekannte als enge Freunde waren). Zu meinem Vater hatte ich als Kind ein schlechtes Verhältnis - er war erstens selten da und zweitens der Böse, wegen dem meine Mutter so viel trank. Seit seinem Auszug ist mein Verhältnis zu meinem Vater distanziert, aber nicht unfreundlich. Er gibt sich Mühe, aber wir haben einfach nicht viel gemeinsam. Im Grunde kennen wir uns kaum. Von daher hast du wohl Recht, meine Kindheit war nicht so toll. Allerdings immer noch besser, als die der meisten Leute hier, nach dem was ich so lese. Immerhin hat meine Mutter mich nie geschlagen, sie war tagsüber fast immer nüchtern und hat sich um mich gekümmert, statt mich mir selbst zu überlassen.
Ich werde auf jeden Fall diesmal nicht nachgeben. Ich werde nicht so tun als wäre nichts gewesen, wie ich es früher immer getan habe. Diesmal reicht es mir endgültig. Meinetwegen können wir das Wir-tun-so-als-wäre-der-Andere-nicht-da Spiel bis zum Ende der Semesterferien spielen. |
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| Felina hat zum Thema: Re: Meine Mutter sieht nicht ein, dass sie Alkoholikerin ist geschrieben
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caro1969 sehr aktiver Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 01.09.2007 Beiträge: 5934
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Verfasst am: 03.03.2008, 15:40 Titel: Re: Meine Mutter sieht nicht ein, dass sie Alkoholikerin ist |
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hi felina...
versteh mich bitte nicht falsch,ich wollte dir nicht zu nahe treten mit deiner erlebten kindheit.selbstverständlich hat deine mum NICHT nur schlechtes getan.denn du siehst ja,sie hat dir auch genug potenzial mitgegeben,dich an die schönen zeiten zu erinnern.wir kinder sind gerne bereit so einiges auf uns zu nehmen,wenn es dadurch nur unserem so heiss geliebten elternteil dadurch ein wenig besser gehen möge.wir sehen es NICHT als belastung.wir kennen es nicht anders.
wir sollten auch nicht NUR das schlechte sehen.doch leider kommt irgendwann der punkt,wo das schlechte durch die sucht der mum überwiegt.
wie geht es dir persönlich denn?kannst du sonst mit jemanden reden über dieses wohlgehütete geheimnis welches sich alkoholismus nennt?was hälst du denn davon dich im realen leben mal mit angehörigen von alkoholikern auszutauschen?ich selber gehe in eine shg,einmal die woche,dort habe ich halt,verständnis und kraft gefunden.was ich nie für möglich gehalten hätte.das(mein)leben hat es mir anders gelehrt...zum glück..
liebe grüsse caro |
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| caro1969 hat zum Thema: Re: Meine Mutter sieht nicht ein, dass sie Alkoholikerin ist geschrieben
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Felina neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.03.2008 Beiträge: 12 Alter: 27
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Verfasst am: 03.03.2008, 16:00 Titel: Re: Meine Mutter sieht nicht ein, dass sie Alkoholikerin ist |
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Hi Caro,
ich habe mich nicht angegriffen gefühlt, keine Sorge. Ich wollte nur klar stllen, dass es sicher Leute gibt, die eine wesentlich schlechtere Kindheit hatten als ich. Ich habe nicht das Gefühl, dass man wegen meiner ach so schlimmen Kindheit Mitleid mit mir haben muss.
Es gibt noch jemanden, mit dem ich reden kann, eine gemeinsame Freundin von meiner Mutter und mir. Sie weiß von der Sucht meiner Mutter, sie hat die Anzeichen sofort erkannt, weil ihr Mann trockener Alkohiliker ist. Mit ihr kann ich gut reden. Sie ist eine Freundin, wie sie sein sollte. Sie nimmt weder mir noch meiner Mutter gegenüber ein Blatt vor den Mund, sie spricht auch Wahrheiten aus, die ich nicht so gerne hören will (z.B., dass ich es streckenweise ganz bequem fand, dass meine Mutter mich so begluckt hat). Aber sie macht immer klar, dass sie nicht kritisieren, sondern helfen will. Und wenn es um die Trinkerei meiner Mutter geht steht sie ganz klar auf meiner Seite (wenn man bei so was von Seiten sprechen kann, sie will ja auch nur das Beste für meine Mutter). Schließlich weiß sie, wie es ist, Angehörige eines Alkoholikers zu sein. Sie wohnt leider weit weg, wir sehen uns selten persönlich, aber wir kommunizieren fast täglich per ICQ oder Mail. Ich rede mit ihr über die Sucht meiner Mutter, wenn ich will, aber auch über andere Themen, wenn ich den Kopf freikriegen und den ganzen Mist mal vergessen will.
Wie es mir geht? Im Moment bin ich vor allem wütend und da mir dieses Gefühl hilft, meiner Mutter gegenüber hart zu bleiben, unterdrücke ich diese Wut auch nicht. Ich bin es Leid, mich schuldig zu fühlen, weil ich wütend und verletzt bin, ich denke, nachdem meine Mutter micch so oft enttäuscht hat, habe ich ein Recht darauf, so zu fühlen. Es ist schon belastend, mit meiner Mutter im selben Haus zu leben und nicht mit ihr zu sprechen. Aber damit komme ich klar. Ich gehöre zum Glück zu den Leuten, die gut allein sein können. Ich ziehe mich in mein Zimme oder ins Wohnzimmer zurück (meine Mutter ist meistens in ihrem Büro) und habe so meine Ruhe. |
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| Felina hat zum Thema: Re: Meine Mutter sieht nicht ein, dass sie Alkoholikerin ist geschrieben
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caro1969 sehr aktiver Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 01.09.2007 Beiträge: 5934
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Verfasst am: 03.03.2008, 16:35 Titel: Re: Meine Mutter sieht nicht ein, dass sie Alkoholikerin ist |
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es ist schön zu hören das du nicht ganz allein bist mit deinem kummer.wenn auch der persönliche kontakt sehr selten zu der freundin ist.reden hilft immer.
du bist es leid dich schuldig zu fühlen...
DU bist an GARNICHTS SCHULD was deine mum anbetrifft!!!!das musst du dir schon mal ganz klar und deutlich vor augen halten.
frag dich doch mal inwiefern du schuld sein könntest.bekommst du da eine einleuchtende antwort,die dich zufrieden stellt und aussagt:ja ich bin schuld!!!ich glaube nicht!wir reden uns unser leben lang jede menge schitt ein und dazu kommen dann selbstverständlich noch die unzähligen vorwürfe,die uns eingebleut werden.immer und immer wieder.ja,mit dem endresultat das wir es irgendwann glauben.ABER ES IST NICHT SO!!!!!
bleib schön in deinen vier wänden und lass dich ja nicht auf irgendein streitgespräch mit deiner mum ein.das wird unter garantie kommen.sie wird erstmal warten ob du wie sonst kommst.kommst du nicht,wird sie es irgendwann tun.und zwar nur um dir wieder vorwürfe zu machen.ich kann dir nur raten,sprich nicht mit ihr wenn sie getrunken hat..bringt garnichts.im gegenteil,es wird dich nur aufregen.versuch mit aller kraft ruhig zu bleiben.sag ihr du redest nur noch mit ihr wenn sie nüchtern ist.
wenn sie nüchtern ist erzähl ihr mal wie es in DIR aussieht,wie schlecht es DIR geht,vor sorge um sie.und bitte lass alles an vorwürfen aus eurem eventuellen gespräch.
so,muss los meinen kleinen abholen..
wünsch dir ganz viel kraft..
wir sind immer für dich da...
liebe grüsse caro |
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| caro1969 hat zum Thema: Re: Meine Mutter sieht nicht ein, dass sie Alkoholikerin ist geschrieben
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Felina neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.03.2008 Beiträge: 12 Alter: 27
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Verfasst am: 03.03.2008, 17:07 Titel: Re: Meine Mutter sieht nicht ein, dass sie Alkoholikerin ist |
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Ich rede seit Jahren nicht mehr mit meiner Mutter, wenn sie betrunken ist, dann ignoriere ich sie. Sie hat schon versucht auf mich zuzukommen und so zu tun als wäre nichts gewesen (so nach dem Mooto: "Ach Schatz, du weißt doch, dass heute neue Folgen von deiner Lieblingsserie kommen?") Darauf habe ich nicht reagiert.
Ich gebe mir nicht die Schuld daran, dass sie trinkt, aber manchmal fühle ich mich schuldig, weil ich im Moment in erster Linie Wut und Enttäuschung empfinde, wenn ich an meine Mutter denke.
Ich habe meiner Mutter schon gesagt, was ihre trinkerei mit mir macht. Aber darauf kommen immer nur Ausrden wie: "Du übertreibst." "Ich trinke doch gar nicht so oft. Ist es denn wirklich so schlimm, wenn ich alle paar Wochen mal einen 'Ausrutscher' habe?" "Ist doch nur, weil ich im Moment so viele Sorgen habe." "Ich trinke doch nur, um Schlafen zu können." Das ist nur eine Auswahl. Diese oder ähnliche Sätze kennst du sicher selbst zur Genüge. |
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| Felina hat zum Thema: Re: Meine Mutter sieht nicht ein, dass sie Alkoholikerin ist geschrieben
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caro1969 sehr aktiver Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 01.09.2007 Beiträge: 5934
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Verfasst am: 03.03.2008, 17:31 Titel: Re: Meine Mutter sieht nicht ein, dass sie Alkoholikerin ist |
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wow,kann ich da nur nochmal sagen.du verhälst dich absolut richtig.solch einen durchblick habe ich letzes jahr nicht gehabt,leider.
entäuscht werden können wir nur wenn wir zu hohe erwartungen haben.arbeite also daran..am besten garkeine mehr zu haben,was deine mum anbetrifft.ich weiss es ist schwer,aber es wird nichts anderes helfen.achte auf dich und seh zu das es DIR gut geht.ja und dann heisst es wohl warten das du nächstes jahr endlich deine eigenen vier wände dein eigen nennen kannst.
die antworten deiner mum sind doch wieder typisch!sie belügt sich selber.solange sie diese einstellung hat,wird sie keinen anlass sehen an ihrem leben etwas ändern zu wollen.wahrscheinlich geht es ihr in ihrer sucht noch nicht schlecht genug.weisst du ob sie mal vom arzt durchgecheckt wurde,in den letzten jahren?
hast du sie mal auf den seelsorger angesprochen?der ihr ja offensichtlich gut getan hat..es gibt ja nicht nur einen solchen menschen..wär vielleicht mal nen versuch wert,sie auf solch einen gedanken zu bringen.
liebe grüsse caro |
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| caro1969 hat zum Thema: Re: Meine Mutter sieht nicht ein, dass sie Alkoholikerin ist geschrieben
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