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Meine mum braucht meine Hilfe...

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Meine Mutter   •    Grenzen erkennen und setzen,wie geht das.....????  
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tini8
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 28.12.2007
Beiträge: 627
Alter: 42
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 01.03.2008, 21:30    Titel: Re: Meine mum braucht meine Hilfe... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Sarah! Das hört sich ja sehr bitter an. Aber wie meine Vorschreiberinnen (und die sind alle sehr kompetent) schon gesagt haben: LASS DIR HELFEN. Mensch, deine Prüfung ist erst in 3 (!!!!!) Monaten! Das ist doch viel zu spät, um dier helfen zu lassen!!! Und dann findest du wieder etwasd anderes, was wichitger ist. Deine Prüfung kann nicht wichtiger sein als du, als dein Leben!! Denn du weißt ja sicher, dass Bulimie lebensgefährlich sein kann....

Der Alkoholismus deiner Mutter ist das natürlich auch. Aber wieso willst du ihr zuerst helfen und da nicht bis nach der Prüfung warten??? Weil du denkst, sie ist schlimmer dran? Du siehst sie halt nciht jeden Tag - und dich siehst du jeden Tag, du hast dich an deine Krankheit so gewöhnt, dass sie dir harmloser vorkommt. Nein!

Du bist schlimmer dran. Denn deine Mutter trinkt seit vielen vielen Jahren. Sie WILL es so, Sarah. Daran kannst du nichts ändern. Gar nichts. Und wenn du dich auf den Kopf stellst, sie wird nichts tun, was sie nicht selber will. Lass sie! Schau erst mal, dass DU gesund wirst. Und dann, vielleicht dann, kannst du nochmal nach ihr schauen. Aber wenn du dich hier im Forum mal ein bisschen eingelesen hast, wirst du von diesem Vorsatz vielleicht abkommen. Ich wünsche es dir.

Und du hast ja selber schon angedeutet, dass du diese Krankheit hast, weil du von ihr Hilfe wolltest. Das war vielleicht dein Weg, ihre Trockenheit zu ERZWINGEN. Und? Hats was genutzt? Eben nicht! Jetzt bist du erwachsen und musst schauen, dass du aus dieser Sache wieder rauskommst. Du hast einen lieben Freund, scheibst du. Das ist doch schon ein Anfang. Ein Mensch, der dich liebt. Genieß das. Lass dich auf ihn ein. Vergiss erstmal deine Mutter.

Such dir einen Therapeuten, Sarah, ganz schnell, vielleicht einen, der sich mit Alkoholismus UND Essstörungen auskennt.

Machs gleich am Montag!!

Ich wünsch dir Glück. Denk mal über all das nach, was wir dir geschrieben haben. LG tini

P.S. Es gibt einen Spruch, der mir ganz viel geholfen hat:
Du bist nciht schuld am Alkoholismus deiner Mutter. Du hast ihr nicht die Flasche an den Mund gehalten. Das hat sie selber gemacht.
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tini8 hat zum Thema: Re: Meine mum braucht meine Hilfe... geschrieben
Nicole85
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 12.01.2008
Beiträge: 288

BeitragVerfasst am: 01.03.2008, 22:10    Titel: Re: Meine mum braucht meine Hilfe... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Sarah,

schön das auch du den Weg hierher gefunden hast.
Ich hoffe, dass wir alle dir hier etwas helfen können, den wir verstehen dich sehr gut.

Versuch dich nur auf DICH zu konzentrieren, dir geht es schlecht genug.


"im gegenseitigen Helfen ist meine Family nicht so gut, sieht man ja an mir. Aber ich bin es. Ich kann helfen, ich konnte schon immer helfen, ich bin das herz der Familie weil ich die einzige bin die immer alles beim namen nennt und die Wahrehit ins gesicht sagt auch wenn ich dafür oft büssen musste!"

(Sorry, ich bekomm das Zitat gerade net hin Lachen )

Klar, du Arme bist ja auch dazu erzogen worden, immer zu helfen.
Aber, egal wie und wieviel du helfen willst/tust, es wird NIE reichen.

Aber für alles Unglück fühlst du dich verantwortlich!?

In meinem Thread wurde ich mal gefragt, ob ich stolz darauf sei, immer die Verantortung für alles tragen zu können....
Das geht wohl vielen von uns so, und ist total krank.

DU bist das Kind und deine Mutter müsste sich um dich kümmern, nicht umgekehrt!!!

Gerade jetzt wo es dir so schlecht geht.

Und ich schließe mich dem Rest an, such dir dringend einen guten Therapeuten der kann dir helfen.

Viel Glück und alles Liebe

Nicole
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Nicole85 hat zum Thema: Re: Meine mum braucht meine Hilfe... geschrieben
-sarah-
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 01.03.2008
Beiträge: 7
Alter: 26

BeitragVerfasst am: 02.03.2008, 11:37    Titel: Re: Meine mum braucht meine Hilfe... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Weinen hmm... ich bin richtig gerührt...
Es war richtig, dass ich hier her zu euch gekommen bin...
Ich bin übrigens auch in einem Forum mit ES angehörigen...
Ne Therapie hab ich schonmal versucht, wie schon erwähnt, ha mir aber nichts genützt! Naja nächste Schritt ist wie gesagt die Klinik!
Aber da will ich wirklich erst nach der Prüfung hin. Das ist jetzt schon der zweite Anlauf diese zu schaffen, beim ersten Mal im letzten Winter war ichsehr krank und konnte nciht daran teilnehmen... und jetzt bin ich mich richtig gut am vorbereiten und hab das Gefühl ich kanns schaffen. Dann hab ich meine Ausbildung fertig und dann bin ich beruhigt und dANN kann ich mich ruhig um mich kümmern, wenn ichjetzt so mir nichts dir nichts in die Klinik würde dann könnt ich mic heh nicht auf mic hkonzentrieren weil ich wieder dieses weglauf und looser Gefühl hab was die Prüfung angeht...
Ich brauch Zeit und einen klaren Kopf und sicherheit im Rücken, um mich wirklich ganz auf mich zu konzentrieren... und ganz 3 Monate sind es doch auch cniht mehr, anfang mai schon hab ich meine Prüfung! Und direkt danach, versprochen,da werd ich mich beim doc anmelden und mir einen Platz suchen!

ich hab nicht vor gleich von heut auf morgen meiner mum zu helfen,
wie ihr schon sagtet , für mic hselbst hab ich ja auch keine Zeit!
Für sie also die ich noch sehr viel weniger sehe als mich selbst schon garnicht!
Weshalb ich jetzt anfange hier bei euch zu schreiben liegt wirklich nur daran dass ich sie so 'zerstört' am Freitag abend gesehen hab und mich dieser Anblick wie ein blitz geschlagen hat.
da sieht man seine eigene Mum wie sie grad noch die Augen aufhalten kann wie sie es grad noch von Tür zu tisch schafft und sieht wie abwesend sie ist und kann dennoch ihre verzweiflung und ihre Trauer spüren und fühlen... ich weiss dass sie verzweifelt und traurig ist! Ich weiss dass sie eigentlich ein ganz anderes Leben leben will!
KAnn ich ihr den nda wirklich nicht helfen? ich mag das nicht glauben...
Und wenn ich das Thema Alkohol umgehe? kann ich irgendiwe anders dafür sorgen dass es ihr besser geht? Womit kann man alkoholiker denn ablenken? VOm Trinken fern halten?
Ich versteh das nicht, ich mein, eine ES ist für mich noch nachvollziehbar dass man da nicht so leicht von loskommt, man ist täglich mit Essen konfrontiert man muss essen um zu leben, man kann sich davon nciht ablennken! Aber alkohol, das ist doch eigentlich mal ein luxusgut gewesen, wie kann man das zu seiner Hauptbeschäftigung machen!?
ICh versteh auch cniht, auf der einen Seite geht sie viel ins Sportstudio geht schwimmen und joggen, sie ist noch recht fit für ihr alter.
sie sorgt sich um ihr ässerers und geht auf die sonnenbank zur kosmetikerin sie geht zu maniküre und regelm. zum friseur ...
Auf der anderen seite ist es ihr nicht peinlich wie furchtbar sie jeden morgen aussieht wenn sie von ihrem karter erwacht? Da müssen erstmal wieder schichten teures make up drüber damit sie berhaupt aus dem haus kann... letztlich waren wir bei xxx, sie wollte eine creme gegen dicke augen! die Dame frate sie doch tatsächlich ob sie abends viel trinkt... mir blieb fast die spucke stecken, da sagte mama ja, am tag trink ich viel zu wenig das hol ich abends dann immer nach! Wen ndie Frau von xxx wüsste- da hilft dann ja nämlich auch keine creme mehr!
hach jetzt laber ich euch hier mit kleinigkeiten voll ...
Sind im prinzip nur meine Gedanken... auf der suche nach irgendwas was ich vielleicht indirekt machen könnte...

Ach eins vielleicht noch...viele haben mich gefragt warum ich denn imme rhelfe, warum ich eltern für meine eltern spiele...
ich bin nicht stolz darauf,nein! Im Gegenteil, ich finde es traurig!
Es macht mich teilweise sogar sehr wütend.
Mit was ich mir mein kleines Köpfchen in jungen jahren schon zerbrechen muste, das wünsche ich keinem!
auf der anderen seite schätze ich bin ic hso 'erwachsen' geworden um auch mcih selbst erziehen zu können, in der Hoffnung etwas besseres zu werden! und naja ich wollte mir meine mum machen, die sich jedes kind wünscht. eine liebe lustige freundliche mum mit der man über alles reden kann die einem sagt wie lieb sie einen hat die einen drückt und knuddelt und zu der man aufsehen kann der man gerne einiges abguckt und zu der man immer zurück kommen kann...

Manchmal wünschte ich mir, sie würde so weit weg wohnen, dass ich sie nicht so häufig sehen kann... manchmal wünschte ich mir ich könnte sie einfach mal ein halbes jahr lang nciht mehr sehen...
aber dann hätte ich angst, dass ich sie garnciht mehr wieder erkenne...
Deshalb will ich sie schon jede Woche einmal oder zumindest alle zwei wochen sehen... zumindest um zu gucken ob es noch halbwegs geht mit ihr...

so jetzt stopp ich mal meine Gedanken kehre zurück in mein leben und werde weiter lernen... Danke fürs zuhören...

edit summerdream: bitte keine firmennamen - thx
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-sarah- hat zum Thema: Re: Meine mum braucht meine Hilfe... geschrieben
summerdream
Moderatorin
Moderatorin


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 05.02.2007
Beiträge: 6712

BeitragVerfasst am: 02.03.2008, 18:26    Titel: Re: Meine mum braucht meine Hilfe... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hi sarah

ich kann dich scho au verstehn das du das ganze erst nach deiner prüfung durchziehn willst, so is net. andrerseits hab i solche argumente scho öfter gehört, sei's etz von meiner mutter oder meiner freundin die bullemie hat und da blieb es oft nur bei leeren versprechungen. nehm das etz bitte net persönlich, ich kenn dich ja no gar net, ich kann dir nur sagen wie ichs bei anderen mitbekommen hab, daher bin ich da halt immer bissi skeptisch.

von meiner freundin kann ich nur sagen, das es net so is das du zu deinem hausarzt gehst und dann biste ruckzuck in der klinik. da muss der antrag gestellt werden, die krankenkasse muss es genehmigen und die klinik muss überhaupt nen freien platz ham - das kann sich dann locker 1-3 monate hinziehn. u.a. aus diesem grund mein vorschlag das du dich etz scho an deinen hausarzt wendest und ihm alles genau schilderst, da kann dann alles scho mal in die wege geleitet wern und er kann dich au scho mal gesundheitlich untersuchen.

so wie du deine mutter beschreibst kenne ich meine mutter auch, ich glaub dir wie sehr es geschmerzt hat sie so zu sehn.

Zitat:
Und wenn ich das Thema Alkohol umgehe? kann ich irgendiwe anders dafür sorgen dass es ihr besser geht? Womit kann man alkoholiker denn ablenken? VOm Trinken fern halten?

zu der zeit wo ich mich hier angemeldet hab hat meine mutter gerade ne 3 monatige trinkpause eingelegt. naja damals wußte keiner von uns das es nur ne trinkpause is, wir dachten sie hat es wirklich geschafft. in der zeit waren wir plötzlich eine familie, wir ham alle viel miteinander geredet und zusammen unternommen, spieleabend, sauna zusammen etc. - das gab es vorher alles net bei uns.
was ich damit sagen will, ablenkung hatte meine mutter genug, deswegen hat sie aber trotzdem wieder angefangen zu trinken.
es ist nicht so das ablenkung schlecht ist, sie ist sogar wichtig für einen alkoholiker - eher in der hinsicht die lücken wo vorher getrunken wurde mit positivem zu füllen, aber das allein langt nicht aus und außerdem ist es die aufgabe deiner mutter diese zu füllen nicht deine!

Zitat:
ich weiss dass sie verzweifelt und traurig ist! Ich weiss dass sie eigentlich ein ganz anderes Leben leben will!

bestimmt ist sie verzweifelt, wer wäre das nicht? das leben unserer mütter wird beherrscht vom alkohol, ist der beste freund unserer mütter - auch wenn die bezeichnung feind es wohl eher treffen würde.
nur sie können sich ihrem feind stellen und sich hilfe suchen, wir kinder und angehörige sind da machtlos. zu begreifen das ich meiner mutter net helfen kann, wirklich innerlich das zu kapieren, hat gedauert, aber es hilft mir viel.

ich glaube caro war es wo dir das mim brief vorgeschlagen hat, das find ich immer ne gute idee. wenn du magst kannst du auch persönlich mit ihr reden, aber nur wenn sie nüchtern is - anders ist das gespräch gleich zum scheitern verurteilt.

ich wünsche dir das du zu deiner mutter durchdringen kannst und sie sich hilfe sucht, falls nicht das es dir hilft zu akzeptieren das du ihr wirklich nicht helfen kannst. so war es bei mir, ich hab geredet und auch nen brief geschrieben, gebracht hat es meiner mutter nix, nur mir da ich einerseits meine sorgen und gedanken in worte gefasst hab und andererseits gemerkt hab, das ich ihr net helfen kann.

liebe grüße
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summerdream hat zum Thema: Re: Meine mum braucht meine Hilfe... geschrieben

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