sternenhexe neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.05.2007 Beiträge: 25
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Verfasst am: 03.04.2008, 22:14 Titel: Re: Schlechte und böse Gedanken |
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Hallo!
Ich kann das nachvollziehen und ja...es scheint dazuzugehören... ich hab es einmal ihm gesagt...meinen betrunkenen Vater... er war dabei meine Mutter und mich zu verlassen... ich rief ihm hinterher, fahr gegen einen Baum und stirb, damit das alles vorbei ist!!
Es hat bei ihm nichts bewirkt. Damals war ich wütend, aber komischer Weise habe ich ihn nie dafür gehaßt, sondern meine Mutter!
Sie hat als Co-Abhängige funktioniert in ihrem Schema und damals, hat sie so reagiert, wie sie es ebend nach besten Gewissen tun konnte, um uns durchzubringen und nicht alles zu verlieren. Dadurch habe ich viel Härte und Kälte von ihr erhalten, was heute sicherlich teilweise dazu beigetragen hat, daß ich starke Probleme mit Nähe habe, mit Herzlichkeit und vor allem mit Aufmerksamkeit. All diese erlernten Defizite, die Folgeerscheinungen dieser Krankheit, machen mir mein Leben schwer...vor allem in der Liebe und Freundschaft. Obwohl ich gerne oft davonlaufen würde, bin ich immer noch an der Seite meiner Eltern.
Hassen tue ich sie beide nicht mehr. Nach langer Therapie, hab ich es eingesehen verstandstechnisch, daß sie daran nicht schuld sind.... aber es hilf mir nicht das Wissen, wenn ich grad wieder völlig im Loch bin und nicht in der Lage Wärme und Nähe zu ertragen von Menschen, die mich achten, denen ich was wert bin.
Jahrelang wurde das Gefühl vermittelt nichts wert zu sein, nichts zu können und das man von mir nichts erwartet, außer zu funktionieren. Ich hab mich nie richtig entfalten können, weil ich viel zu sehr beschäftigt war in der Alkoholikerfamilie Platz zu finden... konnte nicht über den Tellerrand hinweg sehen und hab es aus Angst nicht versucht.
In solchen Situationen, wo mir bewußt wird, daß es "alt-lasten" sind, die mir schöne Dinge kaputt machen und ich immer noch nicht dagegen ankomme diesen Alten Verhalten ihre Macht zu nehmen, in diesen Zeiten, denke, ich, was habt ihr mir angetan und denke automatisch immer an meine Mutter, anstatt an den Auslöser trinkenden Vater.
Wenn ich an ihn denke, dann bin ich nur enttäuscht, er hat mich nicht beschützt als es drauf ankam, war nicht für mich da, daß hat mich alles sehr verletzt und in Bezug auf Menschen das Vertrauen gekostet. Ich hab seine Regeln befolgt... versucht alles zu tun, damit er stolz ist auf mich, aber er konnte es in der nassen Phase nie sagen und es dauerte fast eine Ewigkeit in der Trockenen bis er mich in Arm nehmen mal konnte oder mir sagte, daß ich es gut gemacht habe....
Die Wut.... der Zorn...der Hass ging an meine Mutter. Warum? Gute Frage, vielleicht, weil sie die Chance gehabt hätte zu gehen mit mir...ein Ende zu setzen? Oder weil sie ihren Frust auf mich überladen hat... mich meiner Kindheit mit all ihren auferlegten Pflichten mir genommen hat?
Ich kann verstehen, wenn man solche Gedanken hat... egal, ob man weiß, sie können nichts dafür, weil die Krankheit sie beherrscht.... es ist oft schwer, dem Bauchgefühl... dem verletzten Herz das begreiflich zu machen, selbst, wenn der Verstand es weiß.
STernenhexe |
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