| Wie es mir momentan geht? • SUCHTVERLAGERUNG 2 |
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Arach neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 04.02.2008 Beiträge: 8 Alter: 33
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Verfasst am: 06.02.2008, 23:31 Titel: My Way, Back to basic`s |
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Meine Name ist Markus 29 Jahre Alkoholiker.....
Bewusst wurde mir das leider erst letztes Jahr im April nachdem ich mich 2 Wochen fast tot gesoffen habe...
Das Unkontrolierte trinken fing bei mir vor ca 5 Jahren an, mit einer Schmerzsymptomatik wie kurz vor einem Herzinfarkt, Atemnot usw usw....
Kein Arzt konnte mir helfen, ich habe alles Versucht...habe nicht mehr getrunken zwischendrin knapp ein Jahr nicht, habe Sport gemacht, nicht mehr geraucht, kein Koffein, alles was quasi nicht gesund ist weggelassen, aber die Schmerzen blieben.
War übrigens 8 Jahre Soldat...
Mit den Schmerzen fing das Elend an, falls ich mal mal getrunken habe, nen glas Wein oder ähnliches Abends war alles klasse am nächsten Tag, war es aber mal nur ein-2 Gläser mehr stellten sich unbarmherzig die Schmerzen ein Atemnot usw....
Wie gesagt die Schmezen hat ich auch als ich nen Jahr nicht getrunken habe...
Das ganze plätscherte dann so vor sich hin, das ich mal 1 Tag getrunken habe, mal nen Tag nicht usw...
Mein Problem war dann manchmal an Wochenenden das ich dachte, naja könnt ja auch mal nen Glas mehr sein, am nächsten Tag diese Schmerzen, und dann versuchte ich zu betäuben und trank morgen oder mittags schon was um diese Schmerzen los zu werden, was das ganze noch verschlimmerte, und ich trank weiter....
Das ganze blieb aber mehr oder minder solange halbwegs unter Kontrolle solange ich Soldat war aktiv und in der Kaserne, nen besoffener Vorgesetzter is nich unbedingt so doll....
Hatte auch einen sehr guten Freund da, der das Problem damals schon erkannte, mich zwar immer wieder rausholte, ich es aber nie wirklich als mein Problem sah...
Seit letztem Januar bin ich nun auf einer Bundeswehrfachschule und habe im Februar die Frau meines Lebens kennengelernt...
Anfangs war noch alles in Ordnung und wir haben ab und an mal was zusammen getrunken, sie dachte sich natürlich nichts dabei....
Anfang März kam der erste Absturz, keine richtige Kontrolle mehr meines Kumpels und durch den Dienstherren quasi...
Da hab ich mich 3 Tage lang weggeschossen....
Sie dachte ich wolle sie nicht mehr hat mich verzweifelt versucht anzurufen..
Am 4 Tag. hab ich es geschafft sie anzurufen und habe ihr gesagt das ich ein Alkoholproblem habe, das ich wirklich Alkoholiker bin war mir bis dahin immer noch nicht bewusst.
Dann lief es erstmal weiter, sie hat alles an Alkohol aus dem haus entfernt, war schon mal gut so...Und ich hab auch knapp nen Monat durchgehalten.
Anfang April waren bei uns Ferien:-)
Ich war bei meiner Freundin in Göppingen, die Schule ist in KA, nach ca 1 Woche oder so hatten wir einen Streit und ich bin einfach gefahren ( war wohl auch Saufdruck )
Und dann kam quasi mein Höhepunkt, ich hab mich in meiner Bude in der Schule eingeschlossen und hab gesoffen und zwar richtig, 1-2 Flaschen Wodka am Tag zwischendrin...
Innerhalb dieser 2 Wochen fand ich mich diverse male am Boden liegen und ich konnte kaum noch mein Bett erreichen, mein Körper wollte da schon nicht mehr, bei mir sah es aus wie auf einem Schlachtfeld...
Irgendwann Sonntags als ich schon nicht mehr fähig war irgendwas zu machen hab ich nen Notarzt gerufen, die Sanis ham sich noch über mich lustig gemacht wobei ich nen Blutdruck von 260 zu 160 hatte...
Kam dann ins Krankenhaus, habe natürlich auch über meine Brustschmerzen geklagt, worauf man mich in den folgenden tagen auch untersuchte...
Am 2-3 Tag ca nach unzähligen Infusionen schon kam einer der Ärzte rein, stellte mir diverse Fragen zwecks Bilder sehen usw, naja ich hatte quasi sowas wie Ameisenrennen an der Wand und hab noch Tagelang meinen Fernseher gehört der bei mir auf der Bude vorher in meinem Suff lief, an Schlaf war eine Woche lang gar nicht zu denken...
Horrorbilder beim Augenzumachen, diverse Szenarien usw...
Eigentlich hab ich im zu verdanken das ich überhaupt darauf gekommen bin das ich nicht nur ein Alkoholproblem habe sondern das ich schlicht und einfach Alkoholiker bin...
Er fragte mich ob ich was dagegen tun wolle und ich sagte ja, er bestellte darauf hin eine Psychologin ins Krankehaus mit der ich dann eine Stunde ca redete, wenn man das so nennen kann, bekam ja kaum ein Wort raus, weil mein Sprachzentrum leicht angeschlagen war...
Ich fragte sie was ich am besten machen könne, weil ich es auch irgendwie mit meiner Schuler vereinbaren müsse...Sie riet mir dann im Anschluss an die ( Entgiftung ) 1 Woche danach in die Suchtklinik/Psychatrie zu gehen..
Was ich dann auch tat, was ich dann da gesehen habe hat mich echt geschockt gehabt, habs zwar da auch erst richtig am 3 Tag mitbekommen was alles so um mich rum passiert. Aber das war für mich der EIndruck meines Lebens, da willst du niemals mehr hin dacht ich mir. Und schon gar nicht wie manche Patienten da ca 20-30 mal...
Zwischendrin hat mir mein Doc mal meine Blutwerte präsentiert, ich hatte echt Glück nen Tag länger und das wärs gewesen...Nach 1-2 Tage nicht trinken in der ich auf meiner Bude noch lag und vor mich hinwegetierte nach diesen 1-2 Tagen hatte ich noch sage und schreibe 3,8 promille, ich will gar nich wissen wiviel es mal zwischendrin waren...Die Leberwerte naja waren entsprechend bei 3000 ca, dieser ´Gama GT, was auch immer das heissen mag..
Wir hatten Gruppengespräche bzw Suchtgruppen innerhalb einer Woche 4 mal soweit ich nich weiss....
In der zwischenzeit hatte sich meine Freundin sehr mit diesem Thema beschäftigt, war auch hier im Forum usw....
SIe war mir eine große Hilfe in der Zeit, obwohl sie einigen Abstand nahm weil ihr das mehr der minder so geraten worden is...
Nach dieser Schnupperwoche in der auch eine Sitzung bei den AA`s enthalten war, war ich voller Tatendrang das ganze hinter mir zu lassen...
Bin danach auch fleissig zu AA gegangen hab mich mit der Diakonie in Verbindung gesetzt usw...
Das ging so ca 3 Monate....
Dann fing der Stress in der Schule an und ich bin zu keinem Treffen mehr gegangen...
Das ganze ging soweit gut bis ca Oktober letzten Jahres...
Hatte ja oben von diesen Schmezen in der Brust geschrieben, die waren nach wie vor da auch ohne den Alk, abend nicht einschlafen können, Atemnot, 2-3 Std wach liegen, das hat mich einfach kaputt gemacht....
Und so hab ich dann im Oktober ca das erste mal wieder zur Flasche gegriffen um einfach mal wieder *normal* einschlafen zu können und das war ein ganz böser Fehler...
So schlich sich der Alkohol wieder ein, und aus einer Flasche Abends wurden bis zu 6 Flaschen Abends, dann schon mal nach der Schule die erste usw...
Ich konnte das ganze ne sehr lange Weile verheimlichen, bis letzte Woche ein erneuter Absturz kam, nicht so extrem wie der andere aber er wäre wohl so geworden wenn ich nicht meine Freundin und einen guten Kumpel gehabt hätte, der quasi auf meine Bude eingebrochen ist und mich erstmal zur Vernunft gebracht hat...
Realisiert das ich wieder da bin wo ich das Jahr davor auch war habe ich dann die folgenden Tage über....Habe aber keinen Stationären Entzug gemacht weil ich letztes Jahr schon arge Probleme mit der Krankenkasse ( Privat ) hatte, so habe ich meinen Hausarzt gebeten mir xxxxxbitte keine Medikamentennamen benennen,Danke Andi zu verschreiben....unter Aufsicht habe ich dann die folgenden 2 Tage das Zeug eingenommen, ich dachte ich habe alles verloren meine Freundin mein Leben einfach alles....
Nach langen Gesprächen mit meiner Freundin ( war die 2 tage vorher bei besagtem Kumpel ), hab ich mich entschlossen bzw mit ihr das ich zu ihr Fahre...
Bin vorher aber in der Suchtklinik vorbei wo ich ne sehr nette Schwester und einen der AA Gruppe traf, dann hab ich mich erstmal 3 Stunden mit denen Unterhalten....
Nun ja, gestern war ich auch direkt wieder in der AA Gruppe und das hat mir schon mal sehr gut getan, ich will diesen Mist einfach nicht mehr, ich häng auch noch an meinem Leben und will noch einiges erreichen....
Nächste Woche habe ich einen Gesprächstermin zwecks einer Ambulanten Therapie, ich hoffe das daraus was wird....
Vieleicht habt ihr ja ein paar Anregungen dazu, würde mich freuen...
Ich hab den festen Willen mit dem Mist aufzuhören, nur alleine geht das nicht wie ich leider feststellen musste....
Gruß an euch alle erstmal bis hierhin
Das habe ich im Vorstellungsthread vor 2 Tagen geschrieben,
mittlerweile bin ich den 5-6 Tag trocken ( wieder ), habe heute erstmal weiter mein Umfeld wegen meiner Alkoholsucht informiert.
Heute war ich erstmal laufen, also heute mittag, Sport tut mir denk ich sehr gut um erstens zu mir selbst zu finden, Energie abzubauen und neue Kraft zu tanken.
Danach gings in meeting..Wo ich auch die letzten Tage war, war aber immer woanders, da ich zwischen Ka und Göppingen pendle quasi...
Mir gehts eigentlich ziemlich gut, Saufdruck habe ich eigentlich keinen, soweit ich das beurteilen kann...
Bzw hab ich absolut kein Verlangen danach was zu trinken...
Das mal von mir, weiteres wird folgen....( auf zu den nächsten 24 std )
Gruß Markus |
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| Arach hat zum Thema: My Way, Back to basic`s geschrieben
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Arach neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 04.02.2008 Beiträge: 8 Alter: 33
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Verfasst am: 07.02.2008, 18:28 Titel: Re: My Way, Back to basic`s |
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Ich Antwort mir mal selbst heut:-) Hatte gestern wie meist einschlafprobleme, die kenn ich aber seit 5 Jahren eh schon.
, Tag 6-7, alles ok soweit, war eben wieder laufen, heute is leider kein meeting, dann morgen eben wieder...
wünsch euch was |
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| Arach hat zum Thema: Re: My Way, Back to basic`s geschrieben
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Blizzard aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.01.2007 Beiträge: 649 Alter: 32 Wohnort: München
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Verfasst am: 07.02.2008, 20:43 Titel: Re: My Way, Back to basic`s |
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| Arach hat Folgendes geschrieben: | Vieleicht habt ihr ja ein paar Anregungen dazu, würde mich freuen...
Ich hab den festen Willen mit dem Mist aufzuhören, nur alleine geht das nicht wie ich leider feststellen musste....
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Hallo Arach,
alleine gehts tatsächlich nicht - vor fast einem Jahr nun habe ich mir das auch eingestehen müssen. Müssen? Eigentlich war ich froh, dass ich endlich "soweit" war, mich frei zu meinem Problem zu äußern und Stellung zu beziehen. Denn "nicht alleine" bedeutet mehr als nur, sich Hilfe von Spezialisten oder in einer Selbsthilfegruppe zu holen. Es bedeutet auch, sich zu seinem Problem zu bekennen - und damit sein direktes Umfeld "ins Boot zu holen" und etwaige Hintertürchen zu verrammeln.
Der wichtigste Schritt, die Alkoholkrankheit zu stoppen, war zumindest für mich, der Sache den Namen zu geben, den es verdient, nämlich "ich bin Alkoholiker" und nicht "ich habe Alkohol Probleme" zu sagen. Letzteres ist schon wieder eine Relativierung und ein Hintertürchen.
Sich die Krankheit einzugestehen und sich dazu auch offen zu bekennen (wo dies nicht direkt mit massiven finanziellen Nachteilen verbunden wäre).
Herzlichst,
Blizzard |
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| Blizzard hat zum Thema: Re: My Way, Back to basic`s geschrieben
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Arach neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 04.02.2008 Beiträge: 8 Alter: 33
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Verfasst am: 07.02.2008, 22:21 Titel: Re: My Way, Back to basic`s |
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Da hast du vollkommen Recht, es reicht nicht, zu sagen man hat ein Alkoholproblem..Ich hab es leider auch zu spät erkannt, sonst wäre manches wohl erst gar nicht soweit gekommen..Hab dadurch leider einen sehr sehr guten Freund verloren, der irgendwann aufgab, er aber auch einzigst alleine er, erkannte das Problem schon ziemlich früh, nur nicht ganz so entscheidend das er das richtig mit Alkoliker in Verbindung gebracht hätte, sondern eher, ich solle auf jedenfall mal was machen...
Hab ja auch lange Zeit in den letzten 5 Jahren nicht getrunken, bin quasi Quartalssäufer. Wobei ich vieleicht sogar mehr getrunken hätte, bzw noch mehr wenn ich nicht beim Bund gewesen wäre, war eben auch Vorgesetzter, wenigstens das hat mich ein bisschen zurückgehalten...
Nun ist mein Weg eben, mein Leben ohne Alk zu verbringen und ich bin auch sehr froh drum, das ich es für mich selbst aktzeptiert habe das ich Alkoholiker bin, hab mir zwischendrin auch manchmal gesagt, kann ja nich sein, so jung und schon Alki, das Problem so richtig haben doch nur Ältere....
War nen schwerer Trugschluss...
Hab eben auch eine sehr liebe Lebensgefährtin, die sich auch wirklich mit dem Problem auseinander setzt..Ich sag mal nicht so wie manche die ich in meetings kennengelernt habe, deren Partner sich eigentlich nicht dafür interessieren...
Und ich bin sehr dankbar das ich sie habe, wenigstens hatten wir wirklich mehr Zeit trocken bzw nüchtern als das ich unter Dampf stand..Die Tage wo ich unter dem Einfluss Stand kann man fast noch an 2 Händen abzählen...
Für mich war der Fall ins Loch eben auch das ich der Konfrontation aus dem Weg gegangen bin, nicht mehr in Meetings usw, habs verdrängt irgendwie oder wollte es nicht mehr war haben...
Und bin wieder da gelandet wo ich war, am Anfang:-)
Aber ich werde nicht aufgeben:)
Gruß |
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| Arach hat zum Thema: Re: My Way, Back to basic`s geschrieben
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bonny24 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.11.2007 Beiträge: 156
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Verfasst am: 08.02.2008, 12:44 Titel: Re: My Way, Back to basic`s |
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Hallo Markus,
mein freund ist ebenfalls alkoholiker und zur zeit auf dem besten weg trocken zu werden.
ich freue mich, dass du eine verständnissvolle partnerinn hast und wünsche euch alles gute und
viel kraft und stärke.
es wird immer wieder schlechte tage geben, ich hoffe du meldest dich weiterhin hier, das forum ist wirklich eine große hilfe.
liebe grüße
bonny |
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| bonny24 hat zum Thema: Re: My Way, Back to basic`s geschrieben
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