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Karen stellt sich vor - Hilfe: Herzlich Willkommen im Alkoholikerforum.
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Alkoholiker

Karen stellt sich vor

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Autor Nachricht
soul42
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 05.05.2005
Beiträge: 425
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 13.09.2005, 18:44    Titel: Re: Karen stellt sich vor Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

auch von mir ein herzliches willkommen Sehr glücklich ,

ich würde sagen: "einfach drauf losschreiben"?!
lg soul
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soul42 hat zum Thema: Re: Karen stellt sich vor geschrieben
sunshine0704
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 10.07.2005
Beiträge: 149
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 13.09.2005, 19:14    Titel: Re: Karen stellt sich vor Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Karen,

herzlich willkommen. Hier kannst du nichts falsch machen. Schreib einfach was dir auf der seele liegt. Bekommst immer antworten. Den anfang hast du ja aschon gemacht. Trau dich nur.

Hoffe, wir hören weiter von dir.

Liebe Grüße

sunshine
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sunshine0704 hat zum Thema: Re: Karen stellt sich vor geschrieben
Karen
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 13.09.2005
Beiträge: 9
Wohnort: Heiligenhaus

BeitragVerfasst am: 14.09.2005, 10:58    Titel: Re: Karen stellt sich vor Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Vielen Dank für eure aufmunternden Worte!
Smilie Es tut gut, so nett aufgenommen zu werden.
Wenn ich darf, erzähle ich ein wenig von mir.
Ich bin mit einer alkoholkranken Mutter aufgewachsen, und habe ziemlich schreckliche Dinge erlebt, die mich zu einem ängstlichen Menschen gemacht haben.
In einem schleichenden Prozess bin ich selbst in die Abhängigkeit vom Alkohol geraten.
Zunächst war es Erleichterungstrinken, dann, als mein Alltag in Familie, Beuf und Kinderziehung immer belastender wurde, griff ich immer mehr und häufiger zur Flasche.
So kam es, dass ich gegen Ende meiner Saufzeit täglich abends 1 bis 1 1/2 Flaschen Wodka trank.
Die Depressionen, die mich schon früh immer begleitet hatten, wurden dadurch erheblich verstärkt.
Vor drei Jahren dann hatte ich einen seelischen Zusammenbruch, war eines Tages zu nichts mehr in der Lage, so dass mich mein Mann in die nächste Klinik fuhr.

Dort wurde ich von einem Neurologen untersucht, der dann auch ein langes Gespräch mit mir führte.
Danach hat er mich sofort auf unabsehbare Zeit als berufsunfähig krankgeschrieben.
Meine Alkoholsucht habe ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht preisgegeben.
Danach folgten ambulante wöchentliche Gespräche mit dem Neurologen, der auch gleichzeitig Psychologe ist, bis er mir eine Therapie in einer Tagesklinik nahelegte.
Dort war ich von September 2002 bis Ende des Jahres 2002, also vier Monate.
Schon während dieses Aufenthalts merkte ich, dass mein Bedürfnis nach Alkohol immer geringer wurde. Ich trank zwar noch, aber die Dosis verminderte sich.
Ich nehme an, es lag daran, dass endlich meine eigenen Bedürfnisse im Vordergrund standen, und nicht wieder die der Anderen.
Nach den 4 Monaten Tagesklinik, in denen ich mich immer noch nicht geoutet hatte, kam ich nahtlos in eine wöchentliche Verhaltenstherapie bei einer sehr guten Psychotherapeutin.
Dort lernte ich, dass ich einen Wert habe, und dass ich ein Recht auf Leben nach meinen eigenen Wünschen habe.
Die Therapie dauerte in immer größeren Abständen bis Anfang diesen Jahres.
Erst im Mai 2004 konnte ich meine Alkoholsucht eingestehen, und der Therapeutin gegenüber äußern. Mein Willen und meine Überzeugung, mein Leben jetzt selbst in die Hand zu nehmen, waren so groß geworden, dass es mir gelang, am 27.5.2004 trocken zu werden.
Da sich meine Alkoholdosis schon auf eine sehr geringe Menge reduziert hatte, habe ich in Absprache mit meiner Therapeutin und meiner Hausärztin keine Entgiftung gemacht.
Körperliche Entzugserscheinungen hatte ich kaum, da meine Abhängigkeit weitaus psychischer Natur war. Und meine Seele war ja gesünder geworden.
Heute fühle ich mich sehr stabil, ohne jedoch aus den Augen zu verlieren, dass ein nächstes Glas nur eine Armlänge weit weg sein kann.
Ich gehe seit Oktober 2004 jeden Dienstag in eine Selbsthilfegruppe, was mir eine wichtige Unterstützung geworden ist, auf die ich nicht verzichten möchte.
Des Weiteren habe ich mir durch einen Chat für Alkoholkranke und deren Angehörige ein kleines Netz im Bundesgebiet aufgebaut, so dass ich sagen kann: überall finde ich jemanden, zu dem ich gehen kann, wenns mir mal schlecht gehen sollte.

SO!..Das ist meine Geschichte....ich wünsche allen eine zufriedene Trockenheit, und danke fürs Lesen
Smilie
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Karen hat zum Thema: Re: Karen stellt sich vor geschrieben
Mondlicht
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 01.09.2005
Beiträge: 210

BeitragVerfasst am: 14.09.2005, 11:44    Titel: Hallo Karen :-) Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Karen,

herzlich willkommen bei uns Auf den Arm nehmen bist du die KAREN an die ich gerade denke.....aus dem Chat der ich den Link für dieses Forum hier gegeben habe ?

Vielen Dank für deine Geschichte, sie zeigt wieviel Kraft du aufgebracht hast, Respekt ! Smilie

Liebe Grüße vom

Mondlicht
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Mondlicht hat zum Thema: Hallo Karen :-) geschrieben
chrissyta
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 23.03.2005
Beiträge: 1053
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 14.09.2005, 12:08    Titel: Re: Karen stellt sich vor Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo karen,

auch von mir noch ein herzliches willkommen.

das ist das schlimme, dass der alkoholismus so schleichend beginnt, man merkt es nicht wie man immer weiter hineingerät und am ende ist es sehr schwer da wieder raus zu kommen. du hast es mit psychotherapien geschafft, deinen alkoholkonsum zu reduzieren, deshalb hast du auch keine entzugserscheinungen beim aufhören gehabt. nach der menge an wodka, wie du schreibst, war ganz sicher auch eine körperliche abhängigkeit vorhanden, wenn du von einem moment auf den anderen aufgehört hättest, wären ganz sicher auch die entzugssymtome aufgetreten. du hast den weg der reduzierung gewählt, dieser klappt nicht bei jedem, auch ist er langwieriger und oft erfolglos, aber jeder sucht für sich den richtigen weg.

du schreibst du hast deine alkohlsucht nicht preisgegeben, ich denke ein guter arzt sieht dieses auch ohne, dass man es sagen muss. selber ist man immer der überzeugung niemand merkt etwas, aber dieses ist ein grosser irrtum.

du fühlst dich heute stabil und ich wünsche dir, dass dich diese stabilität niemals wieder verlässt.

lg
chrissyta
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chrissyta hat zum Thema: Re: Karen stellt sich vor geschrieben
Karen
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 13.09.2005
Beiträge: 9
Wohnort: Heiligenhaus

BeitragVerfasst am: 15.09.2005, 00:37    Titel: Re: Karen stellt sich vor Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo, Mondlicht!
Ja, ich bin die Karen, mit der du im Chat gesprochen hast. Und vielen Dank für den Link hierher.

Freue mich, dich hier wiederzusehen...

Grüßchen!

Sehr glücklich
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Karen hat zum Thema: Re: Karen stellt sich vor geschrieben
Karen
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 13.09.2005
Beiträge: 9
Wohnort: Heiligenhaus

BeitragVerfasst am: 15.09.2005, 00:54    Titel: Re: Karen stellt sich vor Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo, Chrissyta!

Danke für deine Antwort...

Allerdings habe ich mich wohl in meiner Geschichte falsch ausgedrückt, und wurde missverstanden.

Es war nicht so, dass ich den Weg des Reduzierens gewählt habe, er hat sich für mich ergeben, ohne dass ich Ahnung von Sucht gehabt hätte.

Mir ist inzwischen durch Gespräche mit vielen Mitbetroffenen klar, dass dieser Weg, wenn man ihn bewusst wählt, selten zum Erfolg führt.

Ohne eine Psychotherapie, die bei mir den positiven "Nebeneffekt" des verminderten Alkoholbedarfs ausgelöst hat, wäre bei mir....und ich spreche ja NUR von mir....eine Trockenheit aus Überzeugung nie erreicht worden.
Ich hätte wahrscheinlich weiter an Symptomen herumgedoktort, unter mehr oder weniger langen und erfolglosen Saufpausen.

Ob mein Arzt meine Sucht vor meinem eigenen Geständnis erkannt hat, oder nicht, ist für mich unerheblich. Darüber mache ich mir heute keine Gedanken.
Wichtig ist für mich vielmehr, dass ICH meine Sucht erkannt habe.

Mit welch unumstößlicher Sicherheit ich als Alkoholikerin meinte, mein Mann könne nicht bemerken, wie viel ich gerade getrunken habe, ist allerdings oft Thema meiner Gedanken.
Denn das erinnert mich immer wieder an den Selbstbetrug, dem man sich als Alkoholiker aussetzt.

Ich wünsche dir einen guten, trockenen Tag...

Bis bald
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Karen hat zum Thema: Re: Karen stellt sich vor geschrieben
chrissyta
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 23.03.2005
Beiträge: 1053
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 15.09.2005, 10:01    Titel: Re: Karen stellt sich vor Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo karen,

dann habe ich deinen beitrag wohl falsch gelesen, ich dachte dir wäre nach dem zusammenbruch klar geworden, dass du mit dem alkohol aufhören musst. wenn du dieses unbewusst getan hast, ohne dir des wollens bewusst zu sein, dann ist mein schreiben vielleicht für dich nicht ganz richtig. wichtig ist, dass du aus diesem teufelskreis rausgefunden hast, egal wie.

wenn dich der gedanke noch beschäftigt, inwieweit deinem mann dein verhalten aufgefallen sein könnte, warum sprichst du nicht mit ihm darüber, denn dann wärst du auch von diesem gedanken befreit.

lg
chrissyta
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chrissyta hat zum Thema: Re: Karen stellt sich vor geschrieben

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