Jenny Gast
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Verfasst am: 14.01.2006, 11:54 Titel: Re: Fortsetztung von Mondlicht Thread |
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Guten Morgen Mondlicht,
da möchte ich dir doch mal wiedersprechen...
Antwort von Mondlicht zu Sophia:
| Zitat: | Wo 99 % der Forumsteilnehmer den Weg aufzeigen sich auf den Verzicht von Alkohol zu konzentrieren, nahm ich den Weg nicht das Symptom "ALKOHOL" zu bekämpfen....sondern an die Wurzeln des "WARUM TRINKE ICH" zu gehen.......
Vielleicht kommt es dir so vor als ob es das Pferd von hinten aufgezäunt ist....aber mir half es... |
Ich denke es ist unumgänglich erstmal den Alkohol aus seinem Leben zu bringen, bevor ich anfange mich an die Wurzel zu begeben. Wenn ich weiter "fleissig" trinke und dabei meine Wurzel des "Übels" suche, glaube ich nicht das man dazu in der Lage ist, sein gewähltes "Lösungsmittel" auch sein zu lassen. Vieles wird einem erst richtig deutlich, wenn dieses "Lösungsmittel" nämlich nicht mehr da ist, weil man dann nämlich in die Situation kommen kann, "Was mache ich denn nun mit diesem Problem ohne mein mir gewähltes "Lösungsmittel"???!!!
Bei vielen ist bestimmt der Alkohol sekundär, aber am Anfang einfach primär, denn er muss ersteinmal weg. Und dabei versuchen viele Mitglieder einen Rat zu geben. Daher da auch 99%..., aber das heißt nicht, das diese 99% sagen, es liegt nur am Alkohol. Man sollte das Pferd nicht von hinten aufzäumen, oder wie sagst du so schön?
Du sitzt auf einem "toten Pferd"..? Steig ab !
Bist du schon abgestiegen von deinem Pferd, oder ist es für dich immernoch lebendig? Verstehe mich jetzt nicht falsch, das ist kein Angriff, sondern eine ganz normale Frage.
Wir sind hier in einem Alkoholikerforum und ein großer Teil der Mitglieder sind Alkoholiker. Das heisst nicht, das nur der Alkohol das Problem ist.
Das habe ich gerade in meinem Thread geschrieben:
Irgendwann hatten wir mal einen Thread, indem ging es darum warum man Alkoholiker(-in) geworden ist. Ich denke für mich, es gibt keinen Grund dafür. Egal welche Situation einen mal zum Alkohol greifen lies und so das "Lösungsmittel" des eigenen Lebens wurde (wenn damals auch noch unbewusst), es gibt keinen Grund für so etwas.
Es gibt nur die Unfähigkeit sich mit bestimmten Dingen/Situationen auseinander zusetzen. Dieses "Werkzeug" was man braucht um an erfahrenem Leid nicht zu zerbrechen. Und mein gewähltes "Werkzeug" war damals der Alkohol.
Ich denke durch die Verhaltenstherapie werde ich ein für mich passendes Werkzeug erhalten, denn ich bin mir sicher, es liegt in mir und wartet darauf, das ich es endlich benutze. Wobei ich denke, das ich es schon im "Gebrauch" habe, aber da es nichts ist, was ich anfassen kann, wie z.B. meine Bierflasche früher, ist es etwas ungewohnt.
Ich denke, wer nicht lernt, sein gewähltes Lösungsmittel Alkohol durch etwas anderes zu ersetzen, der wird auch nicht aus seinem Dilemma herauskommen.
Viele der Menschen hier haben gleichzeitig eine Verhaltenstherapie gemacht und diese wird auch hier empfohlen (und nicht nur von einem Prozent). Sicherlich liegt es an jedem selber, ob er diesen Weg nun gehen möchte, oder nicht.
Du hast für dich erkannt, das du kein Alkoholproblem hast. Das ist doch schön, das meine ich nicht Ironisch! Denn du bist ja für dich Verantwortlich und ich wünsche dir, das deine Erkenntniss auch Früchte trägt und nicht eine Wunschvorstellung ist.
Ich wünsche dir alles Liebe,
Jenny |
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