| Ich hab solche Angst • das ist doch kein familienleben! |
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kampfgeisterin neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.12.2007 Beiträge: 8 Wohnort: Ruhrgebiet
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Verfasst am: 11.01.2008, 19:08 Titel: "Paranoia" vorm Weinregal. |
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Nun ist es wieder passiert. Ich stehe vor dem Weinregal in meinem Lebensmitteldisconter um die Ecke mit der Aufgabe, zum leckeren Essen mit meinem Freund eine passende Flasche Wein einzukaufen. Kein Problem- eigentlich. Etiketten lesen- Preis vergleichen- zur Kasse gehen- zahlen. Nicht bei mir. Ich steh wie ein Ochs vorm Berg vor dem Regal und alles in mir weigert sich. Paranoia vorm Weinregal. Bei Bierkästen ist es dasselbe, zum Beispiel wenn wir zum Geburtstag für die Gäste mal ne Kiste halb/ halb ( mit bzw ohne Alkohol) holen. Bin überfordert, bekomme Kopfweh, höre schon meinen Freund mit "mach dich endlich frei von deinem Vater. Du bist erwachsen." Aberauf Knopfdruck geht das ja nicht. Mitten in der Vorbereitung auf einen bestimmt supischönen Abend holt mich meine Kindheit ein.
Ich bin 30, Tochter eines alkoholkranken Endfüffzigers.. seit 10 Jahren zu Hause raus, mit beiden Beinen im Leben- und kann nicht einkaufen.
Nur zur "Beruhigung" und Erklärung: Ich hab kein Alkoholproblem im Sinne von zuviel Trinken oder Sucht. Ab und an mal ein Glas Wein oder ein Bierlimoschorle. Manchmal monatelang gar nichts. Gesunder Genuss, denke ich. Hab schon ne Menge gelernt im Umgang mit meiner Geschichte... aber das hat ich jetzt wieder geschockt.
Wenn es nach mir ginge würde ich jegliche Alkoholika aus meinem Leben verbannen- was aber nicht die Lösung sein kann, sondern nur Verdrängung wäre..
Hat jemand ne Idee? |
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kampfgeisterin neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.12.2007 Beiträge: 8 Wohnort: Ruhrgebiet
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Verfasst am: 11.01.2008, 23:40 Titel: Re: "Paranoia" vorm Weinregal. |
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Hi Markus, wie Recht du hast! Das ist wirklich verrückt- die LÄnge er Regale, die Macht der Werbung, all das ganze.
Aus Protest gegen ein paranoides System meinen Haushalt auf alkoholfrei umzustellen klingt gut, trifft aber einen anderen Ansatz ( über den ich allerdings nachdenke). Ich frage mich ob Abstinenz eine Lösung sein kann, verantwortungsvoll und souverän damit umzugehen.
Paranoid war (zumindenst in der Überschrift meines Postings) auch in " " gesetzt, ich denke nicht, dass ich chronisch paranoid bin. Nur in dieser Situation oder in ähnlichen, in denen ich mich mit meinem Alkoholgenuss durch den Erwerb oder Konsum auseinandersetze..
Hm... wahrscheinlich ähnlich wie bei meinem alkoholkranken Vater genau bei diesen Konfrontationen die Erleichterung einsetzt macht mir das Stress in einer für andere ganz normalen Alltagssituation. Sicher hängen da Erinnerungen dran, Mechanismen von früher, die ich noch ncht blicke und die fehlende "was auch immer"(Mut? Kraft?Willen? nich...Konsequenz, Übung triffts eher ) um das, was ich verstehe selbstverständlich anzuwenden.
Es würde mir keine Sorgen machen, wenn es nicht Beziehungsthema würde, immer dann wenn ich dran bin mit einkaufen gehen....Vielleicht kann jemand, der weder suchtkrank noch Co- abhängig ist, das auch einfach nicht nachvollziehen, weils so bescheuert klingt.
Ich finds völlig deppert, dass so Kleinigkeit son Problem ist... nach all den Jahren immer noch, wieder.. |
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| kampfgeisterin hat zum Thema: Re: "Paranoia" vorm Weinregal. geschrieben
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Jeanne neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.12.2007 Beiträge: 31
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Verfasst am: 12.01.2008, 00:33 Titel: Re: "Paranoia" vorm Weinregal. |
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| kampfgeisterin hat Folgendes geschrieben: | Es würde mir keine Sorgen machen, wenn es nicht Beziehungsthema würde, immer dann wenn ich dran bin mit einkaufen gehen....Vielleicht kann jemand, der weder suchtkrank noch Co- abhängig ist, das auch einfach nicht nachvollziehen, weils so bescheuert klingt.
Ich finds völlig deppert, dass so Kleinigkeit son Problem ist... nach all den Jahren immer noch, wieder.. |
Hallo,
dann lass doch Deinen Freund den Wein kaufen und Ihr habt das Problem gelöst. Ich kann Deine Abneigung gegen Alkoholisches gut nachvollziehen und nehme mal an, dass Du Dich sowieso nicht gut mit Weinsorten etc. auskennst.
Ich bin ähnlicher Situation wie Du (mein vor vielen Jahren geschiedener Vater war wahrscheinlich Konflikttrinker) und denke, dass sicherlich immer etwas von der Vergangenheit hängen bleibt. Bei mir war es eine jahrzehntelange Abneigung gegen Alkohol. In das Forum bin ich überhaupt gegangen, um mich zu vergewissern, dass ein "guter Bekannter" zuviel trinkt. Er hatte mir übrigens eine "Paranoia" aufgrund meiner Meinung, er hätte ein Alkoholproblem, vorgeworfen, und mich damit zunächst verunsichert. Ich habe mich dann aber schnell distanziert. In der Zwischenzeit hatte ich noch einen Verehrer mit Alkoholproblemen und ich reagierte mit Abscheu auf ihn. Eigentlich ist so ein Verhalten doch gar nicht so unsinnig, oder?
Meine bisherigen Partner haben allesamt gar keinen Alkohol oder nur sehr selten getrunken, und so soll es auch bleiben. Die beiden Kontakte haben mich aber dazu bewogen, mich mit dem Thema "Alkoholismus" auseinanderzusetzen und im Forum zu lesen. Ich muss sagen, dass ich an der Stelle vieler Frauen hier schon längst die Beine in die Hand genommen hätte. Einiges liest sich geradezu gefährlich. Ich würde NIEMALS freiwillig mit jemanden, der potentiell gewalttätig wird, in einer Wohnung bleiben. Niemals, keine Minute. Insofern ist übergroße Abneigung gegenüber Alkohol doch immerhin ein guter Schutz. Angst ist manchmal gar nicht so schlecht. Ich z.B. mache um freilaufende Hunde einen großen Bogen; dafür bin ich aber seit 20 Jahren nicht gebissen worden.
In diesem Sinne: Mach weiter so! |
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| Jeanne hat zum Thema: Re: "Paranoia" vorm Weinregal. geschrieben
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