Beiträge zum Thema Suchtdruck und
Saufdruck
Saufdruck verstehe ich, eine Situation oder Ereignis, was mich der maßen seelisch belastet, dass ich nicht mehr gegensteuern kann.
Z:B: wenn man mich auf Arbeit oder auch woanders vor anderen, verbal und persönlich Angreift, ich nichts erwidern kann, mir die Tränen in den Augen stehen, man mich in den Boden gestampft hat, dabei noch laut wird, dann fällt es mir schwer,
positive Gedanken zu entwickeln.
Dann habe ich ein so starkes Bedürfnis, die Ereignisse oder Situation weg zu saufen.
Wenn dann noch das Teufelchen im Kopf sitzt, geht und hol dir nee Flasche, dann kannst du vergessen.
Das ist für mich Saufdruck. Ob ich da dann alleine rauskomme, weis ich nicht. |
|
Hm, also ich habe bisher einmal richtigen Saufdruck verspürt. Das war glaube ich im
ersten Halbjahr meiner Trockenheit.
Ich fühlte mich in einer Situation regelrecht
an die Wand gedrückt, bekam kaum Luft.
Ich sah einfach keinen
Ausweg. Instinktiv gingen meine Gedanken Richtung Alkohol
um dort vielleicht diesen Druck der auf
meinem Brustkorb lastete loszuwerden. Ich habe dem Alk. nicht nachgegeben.
Später bin ich nochmal in einer ähnlichen Situation gewesen. Diesmal war alles anders.
Ich wußte was diese Gefühle in mir auslösen
können. Diesmal habe ich ganz bewusst gegen gelenkt und mir vorgestellt was mir blüht wenn
ich nur eine Flasche Bier
trinken würde. |
|
| wenn ich wütend bin oder ich mich ärgere,
dann bekomme ich Saufdruck, |
|
| für mich kann der Begriff Saufdruck bedeuten, dass ich
entweder noch ganz am Anfang
stehe oder in der Zeit meiner Trockenheit es nicht geschafft
habe, mich geistig und körperlich
vom Alkohol zu lösen. Viele Situationen mir mein Leben
waren bisher vom Alkohol bestimmt. Das neue nüchterne Leben gilt es so
zu gestalten, meine Denkweise
und Handlungsweise
so zu verändern, dass meine Gedanken so weit gereift sind, dass ich
erkenne, dass ich keinen Alkohol mehr brauche, um ein glückliches
zufriedenes Leben zu führen. Saufdruck hat in meinen Augen viel mit der
noch bestehenden Alternative
des Trinken zu tun. Man könnte dem Begriff Saufdruck noch offenen
geistigen Verzicht
zurückführen. Wenn ich auf etwas Druck habe, weil sie mich vielleicht
danach sehne, Ist die gesamte Nüchternheit auf den Verzicht aufgebaut.
Eine zufriedene
Nüchternheit kann aber nur erreicht werden, wenn das Leben ohne
Alkohol für mich eine Lebensbereicherung
ist. Habe ich mit dem alten Leben noch nicht abgeschlossen, habe ihn nur
aufgehört zu
trinken und führe sonst mein Leben so weiter wie bisher, eine
geistige und seelische Distanz
zum Alkohol noch nicht vollzogen, wird der Kontakt
mit Alkohol und Alkohol konsumierenden Menschen immer wieder in
Situationen bringen, wo ich mir die Frage stelle, warum kann ich nicht
so leben, wie die Menschen, mit dem ich früher mein Leben verbracht
war.
|
|
|
|