Beiträge zum Thema nasses Denken
Hallo ... mach ich doch mal den Anfang, sehr
interessantes Thema und sehr komplex:
... als ich noch trank und in den Anfängen meiner Trockenheit hatte ich nicht nur
nasses Denken, meine ganze Psyche, ICH selbst war durchtränkt mit
Alkohol, nicht unbedingt stofflich gemeint, mein gesamtes Denken war zum Alkohol orientiert und von ihm
bestimmt. .ICH war NICHT ICH.
Kennen wir alle diese Unvorstellbarkeit, nur unter riesigen Verzichtsgedanken,
NIE wieder Alkohol trinken zu können oder zu "dürfen".
Darin spiegelt sich ja schon wider, mit welchem immensen Stellenwert, selbst wenn man durch z.B.
Entgiftung erst einmal
nüchtern und voller
Euphorie ist, an "Genuss" der Alkohol sich im eigenen Suchtgehirn festgebrannt hat.
Das als 1 Beispiel.
Und in vielen Eigenversuchen, vom Alkohol mit eigenem (nassen) Denken und Handeln weg zu kommen, bin ich immer wieder gescheitert, bis ich vorm Alkohol
an sich und meinem nassen Denken gescheitert bin und kapituliert habe. Ich habe
Hilfe angenommen.
Durch die Anwendung von Erfahrungen Langzeittrockener, Achtung von unseren
Grundbausteinen, konnte ich endlich im Laufe der Zeit erfahren, dass die Welt nicht nur aus Alkohol besteht und mich geistig von ihm lösen, nasses Suchtdenken überschreiben, alte
Verhaltensmuster ablegen und durch neue gesunde ersetzen.
Soweit erst einmal. |
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bleibe ich erst mal an diesem Verzichtsgedanken hängen:
Für mich war es anfangs unvorstellbar, NIE wieder in z.B. einem Biergarten in sommerlicher Atmosphäre sitzen zu können und dort ein
kühles Bier zu trinken.
Das bedeutete für mich unter noch nassem Denken Verzicht und Entbehrung, ich konnte mir ja seinerzeit noch nicht vorstellen, wie ich der Sache mit trockenem Denken gegenüber stand.
Eine Frau in meiner Gruppe berichtete von ihrem Lieblings-Urlaubsland Italien, das sie am Abend mit sommerlicher Luft, einem Plätzchen auf der Terrasse ... und natürlich einem
Glas Wein verband.
Unvorstellbar für sie, den Rest des Lebens darauf verzichten zu müssen.
Nasses Denken ! |
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Für mich ist momentan "nasses Denken", dass ich mir vorstelle, wie ich essen gehe, ein schönes Glas mit meinem trockenen leichten weißen ehemaligen Lieblingswein steht vor mir und ich schlürfe daran. Hat mir nämlich immer gut geschmeckt, das ist für mich momentan mein "nasses Denken".
Dann erinnere ich mich aber zum Glück daran, dass es nicht das einzige Glas bleiben würde, sondern noch viele folgen würden, was sehr unangenehm werden würde und vertreibe quasi mit den
Erinnerungen wiederum diese "nassen Gedanken." |
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nasses Denken gibt es auch als Co, nur unstofflich. Ich weigere mich eine
Krankheit einzugestehen, daß ich vor jeder
Veränderung flüchte, den Schwanz einziehe und der
Angstschweiß auf der Stirn steht, daß ich meine
Reaktionen auf den anderen schiebe, mich von ihm
abhängig mache und mir genau das
Umfeld suche, daß mich in meinem Tun und Handeln, in meinem Denken noch kräftig unterstützt. Meine Kneipe könnte der sonntägliche "Heul doch Morgenlauf" geschädigter Väter oder Mütter sein oder das läster Kaffeekränzchen mit Feuerschüren oder das tägliche Telefonat mit dem Busenfreund.
Dazu gehört auch, daß ich an Wohlstand,
gesellschaftlicher Stellung, an Sicherheiten, an
Verpflichtungen, an
Familie, an denk „an die Kinder“, an
Traumvorstellungen und diesem gewaltigen Trümmer: „der
Liebe“, mit aller
Gewalt festhalte.
Unbewußtes handeln, bewußte Fehlhandlungen im Angehörigensuff, mit 0/00 Promille.
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