Was verstehe ich unter einer Co-Abhängigkeit?
Als erstes find ich wichtig zu wissen das ein bisschen Co ganz normal ist in einer Beziehung und sie es auch geben muss sonst könnten wir keine Beziehungen eingehen.
Aber Co-Abhängigkeit ist für mich eine Krankheit genauso wie der
Alkoholismus nur leider nicht anerkannt. Was ich sehr schlimm finde da dadurch die
Alkoholkrankheit wieder verlängert werden kann. Und somit auch die Leidenszeit der ganzen Familie.
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zur Coabhängigkeit
Selber merkt der Betroffenen ja zu erst gar nicht das er in einer Co- Abhängigkeit steckt. Die meisten stoßen ja über diesen Begriff erst wenn sie sich Hilfe für ihren Alkoholkrankenpartner suchen. Dieses Verhalten ist z.B. schon ein Anzeichen. ( Der
Alkoholkranke sollte selber nach Hilfe für sich suchen).
So war es jedenfalls bei mir.
Es ist wichtig nach außen hin die Fassade aufrecht zu halten. Da spielt Scham eine Große Rolle. Aber auch sich selber ein zu gestehen das etwas in der
Beziehung nicht stimmt. Bzw. das jemand sie darauf anspricht denn wissen tut der Betroffene es schon aber er will es nicht wahr haben.
Dann kommt das Entschuldigen und die
Lügen, das ist ja alles nicht so schlimm wie es aussieht, der Alkoholiker wird beim
Arbeitgeber oder anderen Terminen entschuldigt. Termine werden so gelegt das der Co-Abhängige eine hohe Chance der
Nüchternheit des Alki´s hat.
Der Co-Abhängige redet alles schön und blendet das unschöne aus. Dies führt irgendwann zu einer falschen Wahrnehmung.
Es wird alles gemacht um den Alkoholiker „ruhig“ zu stellen. Ihm sozusagen alle Wünsche von den Augen abzulesen. Um seine eigene „Ruhe“ zu haben, denn das Aufrecht erhalten der
Fassade nach Außen aber auch die nach Innen kostet Kraft. Der Co kümmert seine Gefühle einfach weg, die guten und die schlechten.
Der Co-Abhängige versucht im voraus zu denken um alle Eventualitäten ein zu planen. Kontrolliert,
um ein gewisses Maß an Sicherheit zu haben, welches aber nie erreicht werden kann. Diese
Kontrolle zeigt sich auf verschiedenste Weise z. B. Flaschen verstecken, Alkohol besorgen, Anrufen um den Pegelstand zu testen, zu einer bestimmten Zeit abholen usw. Es wird ein ganz sensibles Gespür entwickelt, feine Antennen fahren aus, andere müssen nicht mehr reden es reichen Gestiken und Mimiken und es wird reagiert. Diese Handlungen werden oft gar nicht erwartet und der Co-Abhängige fühlt sich dann schlecht weil es nicht anerkannt wird. Aber der Co-Abhängige erwartet auch von seinem Gegenüber das er auch so ein Gespür hat und seine
Erwartungen erfüllt, passiert das nicht ist der Co enttäuscht, suchet den Fehler bei sich und das Selbstbewusstsein sinkt weiter.
Kritik können sie auch sehr schlecht ertragen sie fühlen sich dann persönlich angegriffen. Co´s sehen vieles als persönlichen Angriff.
Das ist mehr als ein Vollzeitjob. Nebenbei muss noch der Haushalt geschmissen werden die Kinder erzogen werden und Arbeiten nicht zu vergessen .Sowie noch alle anderen Aufgaben erledigt werden. Viele Sachen werden selber gemacht damit der Co sich nicht aufregen muss das sie nicht gemacht wurden und darüber wieder schlechte Laune aufkommt und es einen Grund gibt das der Alkoholiker zum
Saufen geht. Was eh sinnlos ist. Der Co kann sich auf nichts verlassen nur darauf das man sich auf nichts verlassen kann.*g*
Und da kann ja keine Zeit mehr für einen selber sein, Co´s denken das es ohne sie nicht läuft und wenn das sie noch mehr Arbeit haben als vorher.
Das ganze wird von den Alkoholiker noch geschürt mit Vorwürfen und dem rum getrampelt auf den eh schon schlechten
Selbstbewusstsein. Denn der Alkoholiker weiß ja auch welche Knöpfe er bei seinem Co drücken muss damit er funktioniert. Er weiß auch das er ab und zu nett sein muss damit der Co nicht auf dumme Gedanken kommt und weiterhin an Liebe glaubt und sich nicht ausgenutzt fühlt. Auch schürt er unser Mitleid welches ein Co sehr oft empfindet mit dieser „Schwachen“ Person. Das macht das loslassen auch nicht einfacher. Der Co denkt oft er muss den „Retter“ sein.
Der Betroffene schafft es nun kaum noch allein aus diesem Teufelskreis raus ohne Hilfe von Außen. Aber auch dies braucht viel Zeit bis das erkannt wird. Da ist das Forum z.B. eine gute Chance, hier kann der Co lesen und lesen bis einem die Augen aufgehen dazu die Unterstützung wenn geschrieben wird. Das finde ich sehr wichtig, denn es braucht sehr viel Geduld und es gibt wenig vertraute Menschen für die Co´s und auch deren Geduld ist irgendwann zu Ende.
Der Freundeskreis der Co´s schrumpft bzw. löst sich ganz auf. Entweder weil sie es nicht verstehen wie ein Co-Abhängiger so etwas aushalten kann oder weil der Co sich schämt. Er isoliert sich und ist immer mehr in dieser falschen Welt.
Vertrauen kennt der Co nicht wirklich, er sehnt sich danach aber kann es nicht zu lassen, hat es oft schon in der Kindheit nicht kennen gelernt. Dem Alkoholiker kann er auch nicht trauen und anderen schon gar nicht.
Das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein ist schon meist in der Kindheit nicht richtig gereift. Es fehlte oft Liebe und Nähe genauso wie oft bei den Alkoholikern.
Es gab keine Anerkennung und Lob.
Aber jetzt wo der Co doch so viel macht muss er es doch bekommen und er bekommt es auch aber halt für die falschen Handlungen.
Wie oft hört ein Co, wie stark er ist, wie toll er das alles managet usw. er fühlt sich wieder gut und macht weiter.
Aber irgendwann lässt die Kraft nach. Körperliche Beschwerden treten auf. Aber immer wird noch nicht hingeschaut, erst wenn der Co erkennt das es psychosomatische Erkrankungen sind und ehrlich zum Arzt und sich selber ist kann geholfen werden.
Das wichtigste ist das der Co endlich ehrlich zu sich selbst ist und erkennt das er sich selber vergessen hat.
Co-Abhängigkeit ist eine Vernachlässigung des eigenen Ichs.
Auch hier gibt es verschiedene Stufen bis hin zum Tod.
Jeder bestimmt seine Leidenszeit selber.
Kinder in solchen Beziehungen wird dieses Co- Verhalten als richtig vorgelebt und bekommen auch eine
falsche
Wahrnehmung.
- Wahrnehmungsstörung
- Gefühle weg kümmern
- Sich nicht mehr wichtig nehmen
- Falsche Prioritätensetzung
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