Warum ein Arztbesuch bei Alkoholabhängigkeit?
Warum sollte ich zum Arzt gehen?
Viele Menschen, die sich eingestanden haben, dass sie zuviel trinken, ein Alkoholproblem haben, versuchen einfach den Alkohol wegzulassen und machen somit einen sogenannten „kalten Entzug“.
Wer regelmäßig Alkohol konsumiert hat, der hat seinen Körper an dieses Suchtmittel gewöhnt und ein plötzlichen Absetzen ruft dann Entzugserscheinungen hervor, die im schlimmsten Fall auch tödlich enden können. Deshalb ist immer ein Arztbesuch zu empfehlen.
Die Eigenwahrnehmung der betroffenen Person ist oft von Gefühlen, wie Scham, Angst oder oft auch Unwissenheit getrübt, so dass sie sich nicht zu einem Arzt traut. Keiner braucht sich wegen seiner Alkoholkrankheit zu schämen, wenn er oder sie etwas gegen seinen Alkoholkonsum unternehmen möchte. Ein Arzt hat oft mit alkoholkranken Patienten zu tun und kann bei einem Alkoholentzug helfen.
Ob die körperliche Entgiftung nun im Krankenhaus oder unter ärztlicher Aufsicht ambulant durchgeführt wird, hängt von weiteren Faktoren ab, die zusammen mit dem Arzt besprochen werden sollten.
Ob im Krankenhaus oder ambulant, ein Arzt kann die Entzugserscheinungen durch Medikamente lindern. Nur so können mögliche Folgeerscheinungen oder Folgeerkrankungen, die durch einen „kalten Entzug“ entstehen können, vermieden werden.
In vielen Beiträgen wird verwundert gefragt, was denn ein Arzt machen kann oder man möchte einfach nicht in ein Krankenhaus, weil die Arbeitsstelle in Gefahr ist, weil es keiner wissen soll, weil man sich nicht für das Klientel dazugehörig fühlt oder andere Dinge, die eben einen Arztbesuch ausschließen.
Ein Arztbesuch bedeutet noch lange nicht, dass eine stationäre Entgiftung nötig ist, denn in vielen Fällen kann man auch unter Aufsicht des Arztes ambulant entgiften, aber überhaupt mal mit einem Arzt zu reden, bringt jeden Betroffenen, der seine Alkoholsucht als Krankheit eingesehen hat, auf eine sichere Seite und sucht sich Hilfe im konkreten Handeln. sicherlich
ist es ein schwerer Schritt, der vielen Menschen Angst bereitet,
wenn man einen fremden Menschen, auch wenn es der Arzt ist, von
seinem Alkoholkonsum erzählen soll. Die Überwindung es doch zu
tun, hat bei vielen Betroffenen gezeigt, dass sie viel
Verständnis vom Arzt bekommen haben und erleichtert aus der
Praxis gegangen sind. Sie fühlten sich nach dem Gespräch mit dem
Arzt von einer Last befreit, weil sie endlich offen und ehrlich
über ihr größtes Problem reden konnten. Die weiteren Schritte,
die zu einer nüchternen Leben führen können, wie zum Beispiel
eine stationäre Entgiftung oder eine Therapie, waren dann nicht
mehr so schlimm. Die Vorstellung Hilfe endlich annehmen zu
können, zeigte ihnen, dass es einfacher ist, sich der
Alkoholkrankheit offen zu stellen, als wenn es wie bisher
weitergehen sollte und versucht wird, heimlich und allein mit
seinem Alkoholkonsum fertig zuwerden. Der offene Umgang mit der
Alkoholkrankheit ist eine der größten Hilfe, die man sich selbst
bereiten kann.
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