Alkoholentzug und Risiko
Ein Alkoholentzug hört sich erst mal gefährlich an, aber er ist es auch.
Menschen, die regelmäßig
Alkohol konsumieren und den Alkoholkonsum dann plötzlich absetzen, müssen mit schweren
Entzugserscheinungen rechnen. Diese
Entzugserscheinungen können sehr unterschiedlich sein, aber im schlimmsten Fall auch tödlich ausgehen. Bei einem
Krampfanfall kann man zum Beispiel an seinem Erbrochenen ersticken. Für viele Betroffene der Alkoholsucht ist ein solcher
Krampfanfall auch nicht vorhersehbar und kann ganz plötzlich kommen. Auch andere Entzugserscheinungen sollten nicht unterschätzt werden.
Ein Alkoholentzug sollte immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgen und nach Möglichkeit in einem Krankenhaus gemacht werden.
Einige alkoholkranke Menschen denken, es hat etwas mit Stärke zu tun, wenn sie sich durch den Alkoholentzug durchzittern, aber im Grunde genommen ist es meist nur Feigheit, sich offenen und ehrlich seiner Alkoholkrankheit zu stellen.
Neben dem sicheren Alkoholentzug, hat der Arztbesuch auch den Vorteil, dass man direkt einen anderen Menschen um Hilfe bittet und somit einen wichtigen Schritt macht, sich selbst einzugestehen, dass man es alleine nicht schafft und Hilfe brauch.
Bei einem stationären Alkoholentzug hat man weiterhin die Möglichkeit, aus dem bisherigen Leben herauszukommen, sich auf sich und seinen neuen Leben zu konzentrieren, ohne von außen beeinflusst zu werden. Wie bei jeder anderen Krankheit auch, Alkoholismus ist eine anerkannte Krankheit, ist der erste Ansprechpartner der Arzt des Vertrauens. Nach dem Alkoholentzug kann man mit klarem Kopf, ohne körperliche Entzugserscheinungen, darüber entscheiden, welche weiteren Hilfsmaßnahmen in Anspruch genommen werden könnten, wie zum Beispiel eine Therapie.
Mit einem Alkoholentzug sollte niemand zu leicht umgehen. Viele Menschen sind schon daran gestorben, weil sie glaubten, es alleine zu schaffen. Jeder hat nur ein Leben und niemand sollte dieses Leben aus falschem Stolz heraus riskieren. Stolz und Scham sind hier völlig fehl am Platz, denn wer sein Leben auf den Alkoholkonsum ausgerichtet hat, ist meist auch so auffällig gewesen und das Umfeld hat es auch mitbekommen. Ein offener und ehrlicher Umgang mit seiner Alkoholkrankheit ist hier sehr wichtig, denn jeder, der von der Alkoholabhängigkeit weiß, kann später helfen, einen Rückfall zu vermeiden.
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