Kontrolliertes Trinken
Alkohol und kontrolliertes Trinken passen nicht zusammen.
Viele Menschen haben Angst davor, sich ihrer Alkoholkrankheit
einzugestehen und wollen einfach nicht wahrhaben, dass der
Alkohol stärker ist, als sie und sie ihren Alkoholkonsum nicht
mehr kontrollieren können. Mag es einige Tage gut gehen und der
Alkoholkonsum etwas reduziert worden sein, bleibt und
vergrößert sich sogar die Gefahr, noch länger im Sumpf der
Alkoholabhängigkeit zu verweilen.
Gerade, wenn es eine Zeit gelingt, den Alkoholkonsum auf ein
geringes Maß einzustellen, kommen Gedanken und Zweifel auf, ob
man denn nun wirklich nicht wie andere Menschen trinken kann.
Diese Zweifel hindern den betroffenen Alkoholiker daran, sich
mit aller Konsequenz seiner Alkoholkrankheit zu stellen.
Steigt der Alkoholkonsum dann wieder, erkennen viele nicht,
dass es für sie nur die Abstinenz gibt, um wieder ein
glückliches Leben führen zu können. Ja, auch mit der
Alkoholkrankheit kann man glücklich und zufrieden leben. Viele
Beispiele im Forum zeigen, dass dieses Leben sogar intensiver
und glücklicher ist, als bei Nichtalkoholikern. Durch die
vielen verlustreichen Jahre der nassen Alkoholikerzeit, nimmt
man viele Dinge bewußter war und sieht bzw. kann sich auch an
den kleinen Dingen des Lebens erfreuen.
Der Irrglaube, jeder Mensch muß Alkohol trinken, ist in
vielen Menschen verankert. Dies kommt aber meist dadurch zu
Stande, weil sich alkoholkranke Menschen ein Umfeld aufgebaut
haben, dass vorwiegend aus auch Alkohol trinkenden Menschen
besteht.
Der Mehrheit der Gesellschaft ist aber Alkohol nicht wichtig.
Sie trinken zu besonderen Anlässen mal ein Glas Bier oder Wein,
aber sonst leben sie alkoholfrei.
Wie sich ein nasser Alkoholiker sein Umfeld aufgebaut hat,
wird sich das Umfeld automatisch, nicht von heut auf morgen,
ändern. Die Gemeinsamkeiten mit den trinkenden Menschen
verschwinden, der Tagesablauf und die Interessen ändern sich.
Dadurch ist ein neues Umfeld erforderlich.
Die vielen Jahre des Alkoholkonsums lassen sich natürlich
nicht in ein paar Tagen wegwischen und das neue, schöne und
glückliche Leben wird auch nicht am ersten Tag erscheinen.
Wenn man aber die kleinen positiven Dinge, wie einen klaren
Kopf, wieder schlafen und essen zu können, sieht, dass sich
wieder andere Menschen in unsere Nähe trauen, man sich selbst
wieder im Spiegel betrachten kann, motivieren diese Dinge zur
Abstinenz.
Kontrolliertes Trinken gibt es nicht für einen Alkoholiker
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Umgang Alkohol Hilfe für Angehörige Kindererziehung
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